Evans | Mogul - Wenn du mich berührst | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 281 Seiten

Reihe: Tycoon-Reihe

Evans Mogul - Wenn du mich berührst


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7363-1018-6
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 281 Seiten

Reihe: Tycoon-Reihe

ISBN: 978-3-7363-1018-6
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein Mann, an dem man sich die Finger verbrennt ...

Für eine Nacht gehörte der heißeste Typ des Planeten mir. Ich wusste nichts über ihn, nicht einmal seinen Namen. Am nächsten Tag war er verschwunden. Was mir blieb, war die Erinnerung. Als das Schicksal unsere Wege abermals kreuzen ließ, waren seine Lippen noch immer so verführerisch. Seine Berührungen brannten auf meiner Haut. Sich aber in diesen Workaholic im Dreitausend-Dollar-Anzug zu verlieben ist keine Option: Denn er hat ein Geheimnis. Eines, das für mich ein Dealbreaker ist ...

'Frech, aufregend, kompliziert und immer, immer total bezaubernd! Ich kann 'Mogul' nur empfehlen, denn Ian ist einfach heiß!' TIJAN, NEW-YORK-TIMES-Bestseller-Autorin



Seit ihrer Kindheit sind Bücher Katy Evans' große Leidenschaft. Gleich mit ihrem ersten eigenen Roman Real - Nur für dich landete sie einen internationalen Bestseller. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Weitere Informationen unter: www.katyevans.com
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Sara

Ein Tag zuvor …

Nach einem Aufenthalt in Houston und einem Sturm über Manhattan, der uns eine halbe Stunde Verspätung eingebracht hat, bin ich wieder in New York. Ich bin fix und fertig und schlecht gelaunt, als ich mit meinem Rollkoffer den Terminal verlasse, aber auch froh, zu Hause zu sein.

Ich will mir ein Bad einlassen und dieses Wochenende einfach vergessen, vor allem die Tatsache, dass meine Familie gefühlt binnen eines Wimpernschlags auseinandergebrochen ist.

Ich habe es nicht kommen sehen.

Ich dachte, meine Eltern würden zusammen alt werden, bis zum Ende. Ich dachte, sie seien glücklich. Ich dachte, sie seien eins der seltenen Ehepaare auf der Welt, die einander immer noch lieben.

Stattdessen stellt sich heraus, dass mein Dad meine Mom nicht mehr liebt. Ich weiß nicht, wen es tiefer getroffen hat, meine Mom oder mich.

Ich bin abgelenkt von meinen Gedanken und bemerke daher erst zu spät, dass ich an die Spitze der Taxischlange gegangen bin – einer Schlange, die mindestens eine Stunde Wartezeit verheißt. »Das Ende ist dahinten«, knirscht ein übellauniger älterer Mann.

Erschrocken lasse ich den Blick zum Ende der Schlange wandern, und meine Schultern sacken herab. Ich nehme mein Handy aus der Tasche und öffne die Uber-App. Als ich das letzte Mal versucht habe, am Flughafen ein Uber-Auto zu ergattern, war es die Hölle. Der Mann konnte mich nicht finden, und ich konnte ihn nicht finden, und trotzdem wurde abkassiert. Niemand zahlt für einen Service, den er nie genutzt hat, daher zögere ich.

Ich lasse den Blick schweifen und bemerke einen Mann im Anzug, der dabei ist, in ein Taxi zu steigen. Ich komme näher und überlege, ihn zu fragen, wohin er fährt und ob ich mir das Taxi mit ihm teilen kann.

Der Mann ist absolut scharf, und er weiß es, aber ich versuche, mich davon nicht beeindrucken zu lassen. Ich bin zu erledigt.

Als der Taxifahrer seinen Koffer in den Kofferraum lädt, wandert der Blick des Mannes zu mir herüber. Er zieht erwartungsvoll die Augenbrauen hoch, und ich platze heraus: »Nolita. Fahren Sie vielleicht in die Nähe?«

Er tritt zurück und verzieht die Lippen, als sei er verärgert, bedeutet mir aber einzusteigen.

Ich gehe sofort in die für New Yorker typische Abwehrhaltung, eine Reaktion auf die Feindseligkeiten, denen wir ständig ausgesetzt sind. Dennoch reiche ich dem Fahrer hastig meinen Koffer und springe schnell in den Wagen. Der Mann nimmt auf der Rückbank Platz und schließt die Tür, während ich dem Fahrer meine Adresse nenne.

Meine Abwehrmechanismen fallen, sobald wir unterwegs sind, und ich träume wieder von meiner heißen Badewanne. Ich drehe mich um, um mich bei dem Mann zu bedanken, aber er hat bereits sein Handy am Ohr. Er spricht mit tiefer Stimme und gibt kurz angebunden Anweisungen.

Er scheint ein kleines Arschloch zu sein. Wie der Typ Mann mit gewissen Erwartungen, der es nicht gewohnt ist, das Wort nein zu hören.

Während meiner Zeit an der Tanzakademie der University of New York haben zahlreiche männliche Darsteller, mit denen ich getanzt habe, erwartet, dass ich mit ihnen ins Bett gehe. Ich wurde Expertin darin, sie abzuwehren. Ich hatte sogar eine bestimmte Geste, die ich machte, wenn sie aufs Ganze gingen – ich stieß den Arm vor, die Handfläche nach oben gedreht und wandte dann schnell den Kopf ab. Ich nannte sie »Zur Hölle, nein.« Es genügte, um die Botschaft rüberzubringen, sodass ich sie glücklicherweise nicht auszusprechen brauchte; die Geste war viel subtiler.

Werde ich die Handbewegung bei diesem Mann brauchen?

Exzellente Frage, Sara. Obwohl irgendetwas an ihm mich an eine ganz andere Art von Geste denken lässt. Ich schaudere, als ich mit den Augen über seinen festen Körper streife.

»Ja, und schicken Sie per FedEx eine Kopie an das Hotel«, blafft er.

Ich verlagere meine Position, und er schaut auf meinen Minirock herab.

Ich spüre, wie ich ungläubig die Augenbrauen hochziehe, aber er starrt zu konzentriert auf meine Oberschenkel, um es zu bemerken. Als er wieder in sein Handy spricht, habe ich das Gefühl, er spreche mit mir. »Ich sage Ihnen, machen Sie es einfach auf, ziehen Sie es raus, und bringen Sie es mir so schnell wie möglich.«

Ich rutsche auf meinem Sitz hin und her.

Er hebt den Blick und zieht die Mundwinkel nach oben.

Ich versuche, nicht laut zu keuchen, als er mich wieder in Augenschein nimmt. Ich schwöre, ich sehe ein Schimmern von Lust in seinen Augen, aber seine Miene ist undurchdringlich.

»Danke. Und sagen Sie Roberts, sie soll mich anrufen, wenn sie da ist.«

Er beendet das Gespräch und steckt sein Telefon in die Tasche.

Schweigend mustert er mich.

Er sieht wie ein Geschäftsmann aus, aber unter seinem Anzug verströmt er eine solch starke Anziehungskraft, dass ich mich frage, wie es sich anfühlen würde, die Nägel unter dieses weiße Hemd zu krallen, seine Krawatte zu lösen, ihn am Kragen zu packen, dieses perfekte schwarze Haar zu zerzausen und seine verdammt schönen Hände auf mir zu spüren.

Er kneift die Augen zusammen, als ich mir die Lippen lecke; dann sieht er aus dem Fenster, seufzt und fährt sich mit einer Hand übers Gesicht. Er flucht leise, schüttelt den Kopf und verzieht süffisant die Lippen.

Langsam frage ich mich, ob ich mir die anzüglichen Blicke zwischen uns nur eingebildet habe, als er die Lippen noch höher zieht und deutlich sagt: »Kommen Sie näher.«

Ich zucke zusammen und stoße ein kleines Lachen aus. »Funktioniert das bei Ihnen immer so?«, flüstere ich.

»Keine Ahnung. Tut es das?« Er wirft mir einen trägen Blick zu, und in seinen tintenschwarzen Augen liegt ein Fünkchen Schalk.

Er seufzt, lockert ein ganz klein wenig seine Krawatte und lehnt sich auf der Rückbank des Wagens zurück. »War ein langer Tag.« Er streckt die Füße aus und sieht mich an, als erwarte er, dass ich ihn massiere oder etwas in der Art.

»Ach ja? Und ich hatte einen langen Flug.«

Wider besseres Wissen mustere ich seine wunderbar breite flache Brust und sein gut aussehendes Junge-von-nebenan-Gesicht, in dem sich ein Pornostar-Lächeln abzeichnet und die Unerreichbarkeit eines Workaholics, die an ihm klebt wie dieser verdammt heiße schwarze Anzug.

Er seufzt verärgert. »Kommen Sie näher«, wiederholt er.

Ich ringe mit mir, ob ich ihm eine freche Retourkutsche anbieten oder ihn zu Tode erschrecken soll, wenn ich tue, was er verlangt, aber mein Telefon klingelt, und ich frage mich, ob es mein Mitbewohner ist, der bestätigt, dass er meine Wohnung endlich geräumt hat.

»Hallo?«, antworte ich.

»Spreche ich mit Sara Davies?«

»Ja, hier ist Sara.«

»Sara, hier ist Carly. Du weißt schon, das neue Mädchen. Ich wollte fragen, ob du heute Abend meine Schicht im Hotel übernehmen könntest.«

»Ich bin gerade erst angekommen, und ich bin fix und fertig, und meine Schicht beginnt erst morgen …«

»Oh, tausend Dank, dass du das für mich tust! Ich weiß, es ist viel verlangt«, quiekt sie, als hätte ich mich gerade einverstanden erklärt, und legt auf.

Uff.

Ich funkele mein Handy an. Ich bin noch nicht bereit, wieder zu arbeiten. Und was ist mit meinem Bad? Bäh.

»Sara, aha.« Er beobachtet mich, während ich mein Handy zurück in meine Handtasche packe.

»Haben Sie etwas gegen meinen Namen?«

»Nein. Ich habe mir nur etwas Exotischeres vorgestellt.« Er fummelt mit seinem Handy herum, steckt es zurück in seine Tasche und fügt hinzu: »Ich möchte Sie auf der Rückbank dieses Autos ficken, Sara.«

»Ach ja? Und ich möchte Ihren dreckigen Mund mit meiner Faust ficken.« Ich grinse, aber mein Körper verkrampft sich, und ich erschauere. Ich hasse den Gedanken, dass er meine pfiffige Bemerkung durchschaut und genau weiß, welche Wirkung er auf mich hat.

Ich klopfe an die Scheibe und sage dem Fahrer: »Planänderung. Setzen Sie mich in der Innenstadt am Four Seasons Hotel ab.«

Der Fremde im Auto scheint sich ein Lächeln zu verkneifen und streckt die Hand aus, um eine lose Strähne meines dunklen Haares zu berühren. Mein Herz hämmert. Ich will, dass er mehr von mir berührt.

Minutenlang fahren wir so weiter. Stundenlang. Der Typ zwirbelt einfach eine meiner Haarsträhnen um den Zeigefinger. Um seinen langen, dicken gebräunten Zeigefinger mit dem perfekt geschnittenen, wirklich kurzen Nagel.

Ich weiß nicht, warum. Aber vielleicht liegt es daran, dass mir klar ist, dass wir sehr bald ankommen werden. Oder vielleicht daran, dass ich ihm einen höllischen Schrecken einjagen will, weil der Mann so wirkt, als könne ihn nichts in Schrecken versetzen.

Ich lasse mich im Sitz nach unten gleiten und rutsche näher an ihn heran, und sobald unsere Hüften sich berühren, schiebe ich mich zur Seite und schwinge ganz langsam ein Bein vor, um mich rittlings auf ihn zu setzen. Es ist ein dreister Schritt, dennoch halte ich die Stellung. Unsere Blicke verschränken sich ineinander, während sich etwas sehr Hartes deutlich zwischen meine Beine presst.

Ich schlucke, senke den Kopf und flüstere ihm ins Ohr: »Vielleicht will ich ja auch in diesem Wagen gefickt werden. Das Problem ist … wir werden gleich ankommen.«

Ich drücke die Hüften gegen ihn, was seine Erektion noch verstärkt. Seine Hände schließen sich besitzergreifend um meinen Hintern, und seine Finger bohren sich in meine Hüften....



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