E-Book, Deutsch, 152 Seiten
Fakier Abenteuer im Amazonas
2. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7528-5265-3
Verlag: Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)
Eine homoerotische Stammesgeschichte
E-Book, Deutsch, 152 Seiten
ISBN: 978-3-7528-5265-3
Verlag: Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)
Timor, ein Völkerkundler, verschlug es durch ein Unwetter in eine unbekannte Region des Amazonas. Dort stieß er auf einen Stamm mit ungewöhnlichen Menschen, die noch keinerlei Kontakt mit der Zivilisation hatten. Er wohnte im Dorf der unverheirateten Männer. Er merkte schnell, dass diese Jungs eine natürliche, stark ausgeprägte orgastische Energie besaßen, die über das gewohnte Maß weit hinausgingen. Sie sahen es als ein Geschenk der Götter und lebten es hemmungslos aus. Dieser Stamm hatte ein Geheimnis, von dem er erfuhr. Er konnte es richtig deuten und bewahrte sie so vor dem sicheren Untergang. Dadurch stieg sein Ansehen im Stamm und er wurde der Medizinmann im Dorf der unverheirateten Männer. Dort führte er hauptsächlich Rituale durch, die ihre starke Lust und ihre ekstatischen Orgasmen förderten und sie damit die Götter ehrten. Durch seine Kenntnisse der alten Geschichten, führte er wieder die freie bisexuelle Lebensweise in diesem Dorf ein, so wie es vor langer Zeit Brauch war. Er genoss dadurch hohes Ansehen, welches sich auch außerhalb des Dorfes verbreitete. Seit seiner Ankunft hatte er eine besondere Beziehung zu Amar, dem jüngsten Sohn des Stammesoberhauptes. In einem besonderen Ritual vereinigten sie ihre Seelen und hatten eine unglaubliche ekstatische Beziehung zu einander. Der Tradition entsprechend, heiratete Amar und zeugte eine Tochter. Seitdem lebte er mit seiner Frau und dem Kind im Hauptdorf. Obwohl sie sich, immer wenn es möglich war, trafen, um ihre starke Lust aufeinander zu stillen, genügte es Amar nicht. Er würde lieber jede Tag und jede Nacht mit Timor zusammen sein. Der hatte aber jetzt eine festgelegte Aufgabe als Medizinmann. Durch seine orgastischen Rituale wurde er von den Männern sehr verehrt, und mit seinem außergewöhnlich schönen Lehrling, den er sich ausgewählt hatte und der seitdem bei ihm wohnte, war er auch sehr glücklich. Trotzdem sehnte auch er sich nach einem gemeinsamen Leben mit Amar. Hat ihre Liebe eine Chance?
Der Autor Noah Fakir schreibt Liebesgeschichten über Männer, die Männer lieben. Dabei spielen die Erotik und Leidenschaft genauso eine natürliche Rolle wie, Liebe, Sehnsucht Abenteuer und Humor.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. Vorgeschichte
Seit sechs Jahren lebte ich in einem Forschungscamp bei Anori im Amazonasgebiet. Als Ethnologe erforschte ich dort Stämme der Ureinwohner, die so gut wie noch keine Kontakte zur Außenwelt hatten. Sechs Jahre ist eine lange Zeit in so einem Camp. Aber nachdem ich ein halbes Jahr dort war, kam Mike, ein Biologe aus den USA, und es war für uns beide Liebe auf den ersten Blick. Da zu dieser Zeit noch keine Hütte für ihn fertig war, bot ich ihm an, vorerst bei mir ein zu ziehen. Dabei blieb es dann auch. Mike und ich wurden ein Paar und lebten zusammen in, für uns, paradiesischen Verhältnissen. Wir waren beide damals 28 Jahre alt. Lebten mit Eifer und Ideen für unsere Forschungsarbeit und mit Energie und Phantasie für unsere sexuellen Wünsche, die wir in vollen Zügen genossen, Wir waren glücklich miteinander. Für uns war es das Paradies und wir wollten nicht mehr fort von hier. Jedenfalls nicht so schnell. Im Camp arbeiteten meist noch sechs bis acht andere Wissenschaftler. Es war wie eine große Familie. Wir verstanden uns alle gut und halfen uns gegenseitig. Dass Mike und ich glücklich und verliebt waren, sah man uns an und es wurde wohlwollend von den anderen registriert. Ich lief durch das Camp und traf auf Lisa, die mich bat, später doch mal zu ihr zu kommen. Sie war mit 23 Jahre und das „Küken“ im Camp und war meine beste Freundin. Ich mochte ihre offene und fröhliche Art, und obwohl sie noch recht jung war, konnte ich über alles mit ihr reden. Lisa war Biologin und erforschte die Tiere im Amazonas. Nun hatte sie gerade wieder einmal einige interessante Fotos geschossen, die ich mir anschauen sollte. Da ich ja viel unterwegs war, wollte sie wissen, ob und wo ich diese Tiere gesehen habe. Ich versprach ihr am Nachmittag vorbei zu kommen. Jetzt wollte ich aber erst einmal zu Mike in sein Labor, welches er in einer Holzhütte eingerichtet hatte, um dort Pflanzen zu untersuchen. Es wurde unruhig zwischen meinen Beinen und ich wollte versuchen ihn mal wieder von seiner Arbeit abzulenken, um eine lustvolle halbe Stunde mit ihm zu verbringen. Ich wusste, Mike würde da nicht nein sagen. Er war immer glücklich darüber, wenn ich mit diesem Anliegen zu ihm kam und umgekehrt war es genauso. Hier im Dschungel tickten die Uhren anders. Man nahm sich Zeit auch für die schönen Dinge des Lebens. Ich freute mich schon auf ihn. Es war ein schöner Mann und seine wilde Geilheit war immer wieder faszinierend für mich. Auch für die Arbeit des anderen interessierten wir uns sehr. Also schöner hätten ich mir dieses Leben nicht vorstellen können. Nun war ich aber bald in seinem Labor angelangt und merkte, wie mein Glied immer aufgeregter wurde und schon anschwoll. Ich ging hinein und wollte gerade rufen: „Ich brauche Liebe!“ Da sah ich, wie ein einheimischer Junge an der Wand gelehnt stöhnte. Mike hockte vor ihm und hatte seinen Schwanz im Mund. Ich stand wie versteinert am Türrahmen. Das erste Wort blieb mir im Hals stecken und mein Mund war halb geöffnet. Die beiden hatten mich noch nicht bemerkt. Jetzt öffnete der Junge kurz seine Augen, sah mich und klopfte Mike heftig auf die Schulter. Der nahm aber an, dass es den andren so sehr gefiel und er noch wilder blasen sollte. Was er dann auch tat und der Junge bekam einen Orgasmus. Klopfte Mike weiter auf den Rücken und sagte, dreh dich mal um. Das tat er und sah mich, wie eine Salzsäule an der Tür stehen. Auch er erstarrte vor Schreck. Nun konnte ich mich wieder bewegen, drehte mich um und lief fort, zu unserer Hütte. Noch nie hatte ich in meinen Gedanken daran gedacht, dass so etwas passieren könnte. Ich war völlig überfordert und außer mir. Wenige Minuten später kam Mike und redete sofort auf mich ein. „Es wäre das erste Mal gewesen. Es tut ihm leid.“ Und, und, und. Ich konnte seiner Rede nicht mehr folgen und wollte nur allein sein. Das sagte ich ihm und ging allein zum Fluss. Dort saß ich, schaute auf das Wasser und dachte erst einmal an gar nichts. Ich sah nur auf dem Fluss, wie das Wasser an mir vorbei zieht. Oh man, das wäre so schön gewesen, dass dieser Zustand noch lange so anhält. Doch leider, fing dann mein Gehirn wieder an zu denken. Aber auch das war noch zu ertragen. Logisch konnte ich das Erlebte noch verstehen, aber meine Gefühle waren in keiner Weise bereit, es zu entschuldigen. Ich weinte und war völlig verzweifelt. Wütend und furchtbar traurig zu gleich. Nachdem ich mich etwas beruhigt hatte, überlegte ich, was ich jetzt tun will. Mike wollte ich heute nicht mehr sehen. Ich ging ins Camp, meldete mich dort bis morgen ab und fuhr mit dem Jeep ins zehn Kilometer entfernte Nachbarcamp. Dort besuchte ich eine befreundete Familie. Über Besuch freute man sich immer. War es doch eine willkommene Abwechslung, hier im Dschungel. Dementsprechend wurde ich dort auch freudig begrüßt und musste erst einmal erzählen, was es bei uns Neues gibt. Dann berichteten sie von ihrem neusten Projekt. So verging die Zeit wie im Flug und es war schon spät abends, als wir dann schlafen gingen. In meiner Hängematte hatte ich dann erst Zeit darüber nachzudenken, wie es nun weiter geht. Im Gespräch wurde ich heute Abend gefragt, wann ich den Stamm aufsuchen will, von dem ich ihnen vor einigen Wochen erzählt hatte. Dieser Stamm hatte anscheinend überhaupt noch keinen Kontakt zur Außenwelt. Deshalb erfuhr ich nur über Berichte von Einheimischen, dass es ihn geben soll und wo er sich ungefähr befindet. Auch gab es unterschiedliche Geschichten von ihnen. Einmal war es ein friedlicher Stamm mit einer hohen Kultur und ein andermal war es ein kriegerischer Stamm, mit großen, starken Kriegern, der andere Stämme überfiel und plünderte. Da ich also noch nicht viel über ihn wusste, habe ich mein Vorhaben, sie zu suchen, noch nicht in die Tat umgesetzt. Allerdings würden die Suche und das Studieren dieses Volkes mindestens ein halbes Jahr dauern, überlegte ich. Das kam mir jetzt gerade recht. Da ich enttäuscht und verbittert war, war ich jetzt auch lebensmüde genug, um mich auf so ein Abenteuer einzulassen. So beschloss ich, es zu tun. Am nächsten Morgen fuhr ich wieder in mein Camp. Ich wusste, dass Mike für eine Woche mit einem Pharmaunternehmen unterwegs war. Er sollte für sie Pflanzenstoffe entdecken und untersuchen, um neue Medikamente daraus entwickeln zu können. So hatte ich eine Woche Zeit meine Expedition vor zu bereiten und wäre schon fort, wenn er wieder zurückkam. Im Camp angekommen, meldete ich die Exkursion an. Obwohl es Bedenken gab, da es wohl zu gefährlich war, setzte ich mich durch und bekam die Genehmigung sowie alle Mittel dafür. Schon nach vier Tagen war es dann so weit. Vorher verabschiedete ich mich von Lisa, die ich in der Aufregung ganz vergessen hatte. Über das mit Mike erzählte ich ihr aber diesmal nichts. Ich wollte nicht, dass es hieß, ich hätte die Exkursion gemacht, um von ihm wegzukommen. Alles war zusammen gepackt und ich flog mit dem Flugzeug bis an die letzte Landebahn, den Amazonas hinauf. Als ich ankam, riet man mir, noch zwei Wochen mit meiner Weiterfahrt zu warten. Die Regenzeit war gerade vorbei, aber es könnte vorkommen, dass in den nächsten Wochen noch ab und zu heftige Regenschauer kommen. Da ich aber befürchtete, dass Mike mir folgt, wollte ich gleich weiter. Dazu wartete schon ein kleines Boot auf mich. Ich hatte einen kleinen Motor und jede Menge Treibstoff. Niemand wusste, wie lange ich fahren muss. Nach dem zwei Drittel des Treibstoffs verbraucht waren, sollte ich mit dem Rest wieder den Amazonas runter fahren und zurückkommen. Zur Not hatte ich aber auch noch ein Paddel, falls der Motor ausfällt. So machte ich mich mit meinem Boot den Amazonas hinauf in noch völlig unerforschtes Gebiet. Desto weiter ich der Zivilisation, eigentlich Mike, entfloh, umso ruhiger wurde ich. Es tat mir gut allein zu sein und eine spannende Aufgabe zu haben, die mich von meinen Liebesschmerzen ablenkte. Der Fluss war ruhig und der kleine Motor machte nicht so viel Lärm. Rechts und links war dichter Urwald. Ich schaute intensiv die Ufer ab, um eventuell Pfade zu entdecken, oder Spuren, die auf Menschen hinwiesen. Deshalb fuhr ich langsam. Es war angenehm und nur die typischen, mir schon vertrauten Geräusche aus dem Urwald und das leise Summen des Motors waren zu hören. Nach einer Woche war ich ca. siebzig Kilometer den Fluss hinauf gefahren. Dann aber kam ein heftiger Regenschauer. Es regnete zwei Tage. Als es nachließ, kam plötzlich eine riesige Welle aus dem Gebirge den Fluss hinunter und spülte mein Bot mit sich. Ich konnte nichts weiter tun als zu hoffen, nicht zu kentern, und hielt mich krampfhaft am Boot fest. Ich wurde in Nebenarmen des Flusses gespült und das Funkgerät ging über Bord. Nachdem ich einige Stunden so getrieben war und sich alles beruhigt hatte, wusste ich nicht mehr, wo ich war. Mein Boot wurde so hin und her gespült und immer wieder in andere Richtungen, dass ich noch nicht einmal erahnen konnte, wo ich mich befand. Da mein Funkgerät über Bord gegangen war, konnte ich auch keine Hilfe rufen. Ich war nun auf mich allein gestellt. Zu allem Elend stellte ich nun auch fest, dass mein Boot beschädigt war. Es hatte zwei große Löcher,...




