Feger / Zille | Heimkehr nach Sunset Rock | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 272 Seiten

Reihe: Small-Town-Romance in Neuengland

Feger / Zille Heimkehr nach Sunset Rock


1. Auflage 2023
ISBN: 978-3-7517-3295-6
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 272 Seiten

Reihe: Small-Town-Romance in Neuengland

ISBN: 978-3-7517-3295-6
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Neues Jahr, neues Leben! Das denkt sich die quirlige Jane, als sie einen Neustart in New York wagt. Schon lange wollte sie ihrer Heimatstadt Stowe den Rücken kehren und Großstadtluft schnuppern. Da kommt der neue Job bei der Hotelkette Woods Luxury gerade recht. Als sich zwischen ihr und ihrem Chef Ben Gefühle entwickeln, scheint das Glück perfekt! Doch plötzlich übermannt Jane das Heimweh, und sie spielt mit dem Gedanken, nach Stowe zurückzukehren. Ben zeigt sich absolut verständnislos. Schweren Herzens lässt sie ihn allein in New York zurück. Hat die Liebe der beiden dennoch eine Chance?

Der zweite Band der romantischen Reihe rund um den beschaulichen Ort Stowe in Neuengland.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



C.K. Zille und Nadine Feger leben mit ihren Familien am Niederrhein. Die Familie ist auch der Grund, weshalb die beiden Autorinnen sich kennengelernt haben. Was in der Spielgruppe ihrer Kleinsten begann und sich zu einer Freundschaft entwickelte, gipfelte schließlich im Schreiben eines gemeinsamen Romans. Als Autorenduo sind die beiden ein gut eingespieltes Team und planen auch in Zukunft weitere gemeinsame Projekte. Außerdem lieben sie es, gemeinsame Wanderungen zu unternehmen und sich währenddessen über neue Ideen auszutauschen.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1 – Jane


New York City. Mein großer Traum liegt genau unter mir. Die Skyline ist atemberaubend und einfach ganz anders als in meiner Heimat. Im Gegensatz zur Großstadt, die niemals schläft, liegt Stowe im Januar unter Schneemassen bedeckt ganz still da. Die bergige Landschaft gibt der Gegend einen ganz besonderen Charme – wären da nicht die vielen Touristen, die im Winter über die verschlafene Kleinstadt herfallen. Dieses Jahr entfliehe ich dem gewohnten Chaos, um mein eigenes Abenteuer zu erleben – in New York.

Fasziniert schaue ich aus dem kleinen Flugzeugfenster und bin total aufgekratzt, während die Landebahn näher kommt. Ich bin noch nie zuvor geflogen, und dieses Gefühl beim Start, der Blick aus dem Fenster, alles ist einfach so großartig. Voller Adrenalin und Vorfreude darauf, meinen großen Traum – endlich dem eintönigen Kleinstadtleben zu entfliehen – wahr werden zu lassen, fühle ich mich wie in einem Rausch. Selbst das Ruckeln bei der Landung kommt mir spektakulär vor.

Als das Flugzeug endlich über das Rollfeld auf seinen Platz fährt, höre ich um mich herum Geraschel, während die anderen Passagiere beginnen, ihr Handgepäck aus den Fächern holen. Der Business-Flieger ist nur halb besetzt, und die Mitreisenden sind fast nur Anzugträger. Obwohl ich vorhabe, direkt nach der Landung ins Hauptbüro von Woods Luxury zu fahren, bin ich leger gekleidet. Mein Job im Headquarter der Hotelkette, die im letzten Jahr zusammen mit meinem Bruder einen Baumhauspark in Stowe errichtet hat, beginnt jedoch erst in der nächsten Woche. Damit habe ich noch einige Tage, um richtig anzukommen und die Stadt zumindest ansatzweise kennenzulernen.

Etwas später stehe ich am Kofferband und warte auf mein Gepäck. Es dauert ewig, bis die ersten Teile herangerollt kommen. Mit mir stehen bloß drei weitere Personen hier, die anderen Passagiere haben wohl nur Handgepäck dabei. Vielleicht ist das normal auf einem Businessflug. Meine beiden Koffer tauchen nach einer gefühlten Ewigkeit endlich auf, und ich zerre die schweren Dinger vom Band.

Voller Tatendrang folge ich der Beschilderung zum Ausgang des JFK-Flughafens und laufe gemütlich durch die Halle. Hier herrscht ordentlich viel Trubel, aber der rauscht an mir vorbei. Mit Vorfreude auf die Stadt strebe ich der breiten Tür entgegen, direkt nach draußen.

Im Gegensatz zum verschneiten Vermont empfängt mich hier trüber Nieselregen. Dadurch lasse ich mir meine gute Laune aber nicht verderben. Mit den zwei dicken Koffern und dem Rucksack auf den Schultern verharre ich suchend unter dem Vordach und entdecke schon bald eine Reihe von Taxis, die auf Kundschaft warten.

Wie ein Wildschwein durchs Unterholz versuche ich mir den Weg zum Taxi zu bahnen und remple dabei ständig Leute an, die stur auf ihren Plätzen stehen bleiben, statt einen halben Meter Platz zu machen. Höflich entschuldige ich mich bei den griesgrämigen Menschen und stelle mich in der Schlange an.

Als ich drankomme, nimmt mir der Fahrer sogleich das Gepäck ab und hebt es in den Kofferraum. »Hatten Sie einen guten Flug?«, fragt er, wobei das Ende seines Satzes im Knall des zuschlagenden Kofferraums untergeht.

Lächelnd nicke ich. »Den hatte ich, vielen Dank.« Ich steige auf die Rückbank und nenne ihm mein Ziel: Woods Luxury. Mein neuer Chef weiß noch nicht, dass ich heute schon eintreffe, und auch seine Schwester – die in wenigen Monaten meinen Bruder Nathan heiraten wird – hat Ben nichts von meiner früheren Ankunft erzählt. Ich will ihn überraschen und hoffe sehr, dass er mir am nächsten Wochenende die Stadt zeigen wird.

Zügig kommen wir vorwärts, doch je weiter wir aufs Zentrum zusteuern, desto zäher wird der Verkehr. Immer öfter müssen wir anhalten, und das Taxameter läuft unaufhörlich weiter. Nervös blicke ich darauf. Natürlich habe ich genug Geld dabei, aber ich brauche noch einige neue Kleidungsstücke für meinen neuen Job als Assistentin bei Woods Luxury.

Ursprünglich wollte ich erst mal ein Praktikum machen, aber mein großer Traum ist es, in New York Fuß zu fassen. Wie in meinen Lieblingsserien, möchte ich die Stadt direkt richtig erleben. Ich will mit Freunden in einer Bar abhängen, Dates haben, eine eigene coole Wohnung mieten und das aufregende Stadtleben genießen. Weg von der Eintönigkeit des Landes, den immergleichen Gesichtern und Geschichten.

»Ist es noch weit?«, frage ich ungeduldig. Mittlerweile stehen wir schon seit zehn Minuten auf der Stelle und bewegen uns keinen Meter vorwärts.

»Etwa fünf Blocks«, antwortet der Taxifahrer und klopft auf seine Kopfstütze. »Auf dem Display können Sie es sehen.«

Hinter seiner Lehne ist ein Bildschirm eingebaut, der bisher hauptsächlich Werbung gezeigt hat. Nun ist darauf eine Karte abgebildet. Mein Ziel ist nicht weit entfernt, also beschließe ich kurzerhand, meinen Geldbeutel zu schonen. »Vielen Dank. Ich würde dann schon aussteigen und den Rest zu Fuß gehen.«

Fragend werde ich durch den Rückspiegel betrachtet. »Sind Sie sicher? Es regnet.«

»Das macht mir nichts aus. Das meiste fällt doch eh daneben«, sage ich fröhlich und bezahle.

Die paar Tropfen sind tatsächlich erträglich. Nachdem ich den Rucksack aufgezogen habe, zerre ich die beiden Koffer auf den Gehweg. Zum Abschied nicke ich dem Fahrer zu.

Hochmotiviert schlage ich die Richtung ein, in die wir fahren wollten. Mit jedem Schritt schreite ich weiter an den Autos vorbei und bin froh, dass ich ausgestiegen bin. Im Taxi hätte ich sicherlich noch Stunden gebraucht, um anzukommen.

Leider nimmt der Regen immer mehr zu. Ich ziehe mir meine Kapuze tiefer ins Gesicht und bleibe an der roten Fußgängerampel stehen. Die New Yorker achten allerdings nicht auf das Signal, sondern laufen einfach los. Hier scheint sich keiner an das Gesetz zu halten. Unentschlossen überlege ich, ob ich diesem Verhalten folgen soll. Hier kratzt es wohl niemanden.

Doch dann werde ich von einem vorbeieilenden Passanten angerempelt. »Hey, pass doch auf«, murre ich. Immer noch will ich meine gute Laune nicht loslassen und kralle mich in sie wie eine Katze in einen Vorhang.

Schnellen Schrittes eile ich nun auch über die Straße und immer weiter den Gehweg entlang. Verdammt, wann endet der Block endlich? Auf der Karte sah es gar nicht so weit aus.

Meine Winterjacke, die perfekt für kalte Temperaturen und Schnee geeignet ist, hält dem Regen nicht dauerhaft stand. So langsam kriecht die feuchte Kälte in meine Knochen, aber ich bin zumindest schneller als die hupenden Autos, die mehrere Rot-Phasen an jeder Ampel stehen.

In Gedanken zähle ich die Kreuzungen, aber irgendwann bin ich nicht mehr sicher, an welcher Stelle ich abbiegen muss. Unter einem Vordach bleibe ich stehen und krame mein Handy aus dem Rucksack. Meine Hände sind so nass, dass es einige Anläufe braucht, um das Display zu entsperren und Google-Maps zu öffnen. Mit vor Kälte steifen Fingern gebe ich die Adresse der Firma ein und drehe mich mehrfach im Kreis, um zu sehen, in welche Richtung ich gehen muss. Noch siebzehn Minuten bis zum Ziel. Das ist doch ein Kinderspiel! Konzentriert merke ich mir die nächsten Kreuzungen und stecke das Handy in die Jackentasche, um meine beiden Koffer gleichzeitig ziehen zu können.

Also überquere ich die Straße, biege rechts ab und hinter dem nächsten Block wieder rechts. Vorsichtshalber mache ich unter dem nächsten Vordach noch mal eine Pause und schaue auf das Handy.

»Hä?« Irritiert drehe ich mich abermals im Kreis. So ein Mist. Ich bin in die falsche Richtung gelaufen.

Während ich das Handy wegstecke, werde ich von hinten angerempelt, und die Frustration zieht meine Mundwinkel nach unten. Bevor sie mich gänzlich übermannt, atme ich tief ein. Bald hast du es geschafft, Jane, sage ich mir selbst. Im Trockenen kannst du dich umziehen und bekommst einen heißen Kaffee. Gemeinsam mit Ben lachst du dann heute Abend über diese chaotische Ankunft.

Der Gedanke daran bringt mich zum Lächeln. Mit dem neuen Energieschub nehme ich es mit dem regnerischen Großstadtleben auf. Dieses Mal krame ich an jeder Kreuzung mein Handy hervor und suche den richtigen Weg. Ich bin zwar recht vorschnell darin, Entscheidungen zu treffen, aber dumm bin ich nicht.

Irgendwann stehe ich vor dem richtigen Gebäude. Das Schild mit der Aufschrift Woods Luxury – 5. Etage fällt mir sofort ins Auge. Leise murmle ich ein »Ich habe es geschafft!«, während ich wippend vor Freude mit den beiden Koffern die Drehtür betrete.

Rumms. Auf einmal bleibt die Tür stehen, noch bevor ein ausreichend großer Spalt entsteht, um ins Innere zu treten. Zuerst schaue ich nach vorn, was der Grund für die Verzögerung ist, dann drehe ich mich um. Mein Herz rutscht eine Etage tiefer, als ich sehe, dass einer meiner Koffer in der Tür klemmt. Sofort lasse ich den anderen Griff los und versuche durch Ziehen und Zerren das sperrige Gepäckstück zu befreien, doch mit jeder Bewegung verkeilt es sich nur noch fester.

»Verdammter Mist!« Fluchend ziehe ich weiter daran, weil ich einfach nicht weiß, was ich sonst machen soll.

Ein Klopfen lässt mich zusammenzucken. Bestimmt gibt das jetzt Ärger. Schuldbewusst drehe ich mich um und blicke in das Gesicht eines Sicherheitsmannes.

Der Kerl ist klein und schmächtig und geht in seiner dunkelblauen Uniform, die zwei Nummern zu groß für ihn ist, beinahe unter. Sein Blick fixiert mich finster. »Miss, Sie müssen die Drehtür freimachen.«

»Was denken Sie denn, was ich gerade versuche?«, frage ich verzweifelt. Zum Beweis reiße ich erneut am Griff meines Koffers, der unbewegt festsitzt.

»Sie müssen drücken«, ruft...


Feger, Nadine
C.K. Zille und Nadine Feger leben mit ihren Familien am Niederrhein. Die Familie ist auch der Grund, weshalb die beiden Autorinnen sich kennengelernt haben. Was in der Spielgruppe ihrer Kleinsten begann und sich zu einer Freundschaft entwickelte, gipfelte schließlich im Schreiben eines gemeinsamen Romans. Als Autorenduo sind die beiden ein gut eingespieltes Team und planen auch in Zukunft weitere gemeinsame Projekte. Außerdem lieben sie es, gemeinsame Wanderungen zu unternehmen und sich währenddessen über neue Ideen auszutauschen.

C.K. Zille und Nadine Feger leben mit ihren Familien am Niederrhein. Die Familie ist auch der Grund, weshalb die beiden Autorinnen sich kennengelernt haben. Was in der Spielgruppe ihrer Kleinsten begann und sich zu einer Freundschaft entwickelte, gipfelte schließlich im Schreiben eines gemeinsamen Romans. Als Autorenduo sind die beiden ein gut eingespieltes Team und planen auch in Zukunft weitere gemeinsame Projekte. Außerdem lieben sie es, gemeinsame Wanderungen zu unternehmen und sich währenddessen über neue Ideen auszutauschen.



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