Feldhoff | Perry Rhodan 2049: Morkheros Galaxis | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 2049, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Feldhoff Perry Rhodan 2049: Morkheros Galaxis

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2048-9
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"

E-Book, Deutsch, Band 2049, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2048-9
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



In der Sternenkammer der Ritter - ein Hüter sucht seinen Nachfolger Seit die SOL ihre große Reise durch den Mega-Dom in DaGlausch angetreten hat und 18 Millionen Jahre in der Vergangenheit landete, wurde ihre Besatzung zu Zeugen ungeheuerlicher kosmischer Vorgänge: In Segafrendo erlebten sie den grauenvollen Krieg der mörderischen Mundänen gegen die friedliche Zivilisation der Galaktischen Krone. Und im INSHARAM, einem Kosmos, der gewissermaßen 'zwischen' den Universen liegt, erlebten die Menschen an Bord des Hantelraumschiffes mit, wie die Superintelligenz ES entstand. Damit haben die 'Einsamen der Zeit', an ihrer Spitze Atlan, der alte Arkonide, im Prinzip ihre wichtigsten Aufgaben erfüllt, die ihnen ES, der Mentor der Menschheit, vor der Reise gestellt hatte. Die Menschheit der Zukunft ist gerettet, die Superintelligenz entstanden, der Weg zurück theoretisch frei. Die SOL -Besatzung schafft es sogar, aus dem INSHARAM in die Galaxis Segafrendo zu gelangen, die NACHT von Segafrendo zu erreichen und von dort aus durch den Mega-Dom zu gehen. Das einzige Ziel von Atlan und seinen Begleitern ist die Rückkehr in ihre reale Gegenwart und in den PULS von DaGlausch. In der realen Gegenwart des Dezembers 1303 NGZ aber kommt die SOL nicht an. Das bemerken einige Menschen aus Alashan, die im PULS von DaGlausch die Ankunft des Raumschiffs erwarten. Währenddessen entwickelt sich an einer anderen Stelle des Universums eine gigantische Gefahr für die Menschheit - sie materialisiert in MORKHEROS GALAXIS...

Der Gestalter des Perryversums Als jugendlicher Leser stieg er in die PERRY RHODAN-Serie ein, als Autor schrieb er faszinierende Romane, und als Chefautor steuerte er die Handlung über mehr als ein Dutzend Jahre hinweg: Robert Feldhoff, 1962 in Schorndorf geboren, prägte die größte Science-Fiction-Serie der Welt seit den 90er Jahren. Am 17. August 2009 verstarb er nach schwerer Krankheit in Oldenburg. Robert Feldhoff wurde schon als Jugendlicher auf PERRY RHODAN aufmerksam: Er fand die Heftromane seines Vaters und begeisterte sich anfangs nur für die Titelbilder, bevor er mit der Lektüre begann. Darauf folgte bald der Wunsch, selbst Geschichten zu verfassen. Nach dem Abitur hatte er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften begonnen und schrieb in seiner Freizeit eigene Kurzgeschichten und Romane, die er nach einiger Zeit bei Verlagen einreichte. Unter anderem schickte er Manuskripte an die PERRY RHODAN-Redaktion, wo man rasch sein Talent erkannte. Als erster Roman erschien im Frühjahr 1987 'Der Alpha-Asteroid', ein PERRY RHODAN-Taschenbuch. Kurz darauf wurde der damals gerade 25-Jährige in das Autorenteam aufgenommen. 'Die Harmonie des Todes', der als Band 1328 veröffentlicht wurde, war sein erster Beitrag für die PERRY RHODAN-Erstauflage. Der 'Jung-Autor' entwickelte sich dank glänzend geschriebener Romane innerhalb kürzester Zeit zu einem Liebling der Leserschaft. Er überzeugte durch Ideenreichtum und stilistische Brillanz; seine Figuren handelten stimmig, egal, ob es sich um Menschen, Außerirdische oder Roboter handelte. Zu seinen faszinierenden Schöpfungen gehörte unter anderem der Roboter Voltago, dessen Geheimnisse über mehrere hundert Romane hinweg immer wieder eine Rolle spielten. Seit 1993 wirkte Robert Feldhoff in der Exposé-Arbeit für die PERRY RHODAN-Serie mit; ab Band 1800 und mit dem Start des THOREGON-Zyklus bildete er mit Ernst Vlcek das Exposé-Team. Nachdem Ernst Vlcek im Dezember 1999 seinen Rückzug von der Exposé-Arbeit verkündet hatte, war Robert Feldhoff, gelegentlich als 'der große Stille aus dem Norden' charakterisiert, ab Band 2001 allein für die Steuerung der größten Science-Fiction-Serie der Welt zuständig. Für mehr als 500 PERRY RHODAN-Romane sowie zahlreiche Nebenprojekte erstellte er die Handlungsvorgaben, nach denen die wöchentlichen Folgen der Serie geschrieben wurden. Seine Arbeit gestaltete den roten Faden und die großen Zusammenhänge, seine Ideen ermöglichten den Autoren, mit ihren Romanen zu glänzen. Gesellschaftliche Entwicklungen und Diskussionen flossen in die Exposé-Arbeit ein, Themen aus Kultur und Politik griff Feldhoff immer wieder auf. Zu Beginn des Jahres 2009 zeichnete sich eine schwere Krankheit ab, die ihn daran hinderte, weitere Exposés und Romane für die Serie beizusteuern, worauf Uwe Anton zunächst seine Vertretung in der Exposé-Redaktion übernahm. Als Robert Feldhoff am 17. August 2009 im Alter von nur 47 Jahren starb, wurde Uwe Anton schließlich sein Nachfolger als Chefautor der PERRY RHODAN-Serie.
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1.


Die Einsamkeit der Sternenkammer

»… trkrkrkr …«

Wrehemo konnte das Tier nicht sehen, doch er war sicher, dass es existierte. Er musste das Tier töten.

»Servo!«, flüsterte er.

Die Stimme des Servicerechners antwortete ihm ebenso gedämpft: »Ich höre dich, Hüter.«

»Servo, ich habe einen Eindringling bemerkt.«

»Handelt es sich um … einen der üblichen Eindringlinge?«

»Jawohl.«

Wrehemo konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Servo ihn verspottete. Er öffnete die schmalen weißen Lippen und entblößte zwei Reihen filigraner, geriffelter Goldzähne. »Ich will, dass du den Waffenschrank entsperrst«, forderte er gepresst, in einer kaum verständlichen Abart des Do'Esanom, der lingua franca des Landes Dommrath.

Im Speicher herrscht der Seelenquell! Denk daran, Gehirn!

Es dauerte eine Sekunde, eine reine Provokation. Dann verkündete die Stimme: »Der Waffenschrank ist entsperrt.«

Wrehemo hatte anfangs die Tiere noch eingefangen. Längst brachte er sie um und entsorgte ihre Überreste in einem Materie-Energie-Konverter, der sich im untersten Deck der Station befand. Es handelte sich um ekelhafte Nager mit braunem Fell, so groß wie zwei Fäuste eines Seelenquell, mit vorstehenden gelben Zahnspitzen und einem Geruch nach Aas, der seine Nase beleidigte. Sie spielten ewig dasselbe Spiel mit ihm, ein Spiel, dessen Name lautete: »Finde mich oder verliere den Verstand.«

Wrehemo konnte sich nicht erklären, weshalb das Heer der Wachroboter und Reinigungsmaschinen auf die Eindringlinge nicht reagierte.

Das Trippelgeräusch kam aus einer Nebenhalle, aus der Halbdüsternis jenseits der Schwellen. Er stellte sich winzige Pfoten mit Hornkrallen vor, die auf dem crozeirischen Schieferboden keinen Halt fanden; knopfgroße stechende Augen, denen die Museumshallen des Speichers wie ein fremdes, steriles Universum scheinen mussten.

Wrehemo wusste weder, wie das Tier in den Technologischen Speicher gelangt war, noch wie es an diesem Ort überlebte.

Er hätte seinen Kopf darauf verpfändet, dass es auf dem Speicher weder Schmutz noch Speisereste gab.

»… tkrkrkrtt …«

Seine Theorie besagte, dass an einer noch unentdeckten Stelle ein Leck existierte; eine undichte Stelle, wo der Technologische Speicher gegen die übrigen Sektionen der Sternenkammer der Ritter nicht ausreichend abgedichtet war.

Wrehemo Seelenquell stieß ein zischendes Geräusch aus.

»Fsssh …!« – gerade laut genug, dass der Silberträger es in seiner Klause hören konnte. »Ich brauche dich jetzt, Silberner. Fsssh …!«

Wrehemo stemmte sich aus der Antigravitationsschale empor, mit dürren, kraftlosen Armen. Unter seinem tiefschwarzen Gewand, das von der Halsregion bis zum Unterleib reichte, staute sich Hitze. Die Tätowierung an seiner Stirn pulsierte in einem Rhythmus, der ihm Schmerzen bereitete. Ein Jahrhunderte verleugnetes Jagdfieber trieb den Pulsschlag des Hüters hoch.

Sein Blick wanderte ruhelos über die karge Einrichtung des Aufenthaltsraums; der Nahrungsspender, der Tisch mit dem Nachrichtenholo, das im Sekundentakt Meldungen aus dem Land präsentierte; daneben ein Regal, das altmodische Folianten enthielt, mit zweidimensionalen Fotografien aus dem Leben des Karriolenden Clans der Seelenquell.

»Fsssh …! Hier herüber …«

Hinter ihm erklang ein polterndes Geräusch, als der Silberne sich in Bewegung setzte.

Der Silberträger war ein kräftiges Geschöpf, eine Gestalt von kompakter Erscheinung, eineinhalb Meter groß, sehr viel kräftiger als der nur sechzig Zentimeter messende Seelenquell.

Die Säulenbeine des Silbernen produzierten ein bassig klingendes, von Ledorin-Stiefeln gedämpftes Schrittgeräusch. Einen halben Meter vor dem zitternden Wrehemo blieb das Geschöpf stehen.

Mit seinen klobigen Armen balancierte der Silberne den Sattel, ein stumpfes nickelfarbenes Gestell mit Sensorflächen, und drapierte sich die Sitzwanne über die kopflosen Schultern.

Wrehemo fühlte sich in Körpermitte angehoben und wie eine zerbrechliche Kostbarkeit in den Sattel gesetzt.

»Warst du eingeschlafen …?«, wisperte er, auch wenn er nicht sicher wusste, ob der Silberträger ihn verstand. »Wir gehen auf die Jagd, stummer Diener …«

Wrehemo Seelenquell schlug die Widerhaken seiner Beine in das silberne Fleisch. Der Träger zuckte in einem Nervenreflex, aus der Haut quollen Blutstropfen.

Ein Strom von Energie pulste durch Wrehemos Adern. Durch die Muskulatur des halbintelligenten Geschöpfes raste ein wohliger Schauer, als der Leib des Meisters sich mit dem Leib des Dieners koppelte.

Über die Widerhaken schickte er Nervenimpulse in den Körper des Trägers. Als der Silberne einen Fuß vor den anderen setzte, war es so, als bewege sich Wrehemo selbst.

Die Einheit eines Seelenquell mit seinem Träger war nicht weit von einer geistigen Verschmelzung entfernt. Der Silberne wirkte als lebendiges Aufputschmittel, ein Konzentrationsverstärker, mit dessen Hilfe er tagelang ohne Schlaf auskam.

»… trikktrk …«

Das Geräusch klang leise, deutlich entfernter als eben noch. Wrehemo trieb den Silbernen zur Eile an.

Er stapfte zu dem Waffenschrank, der neben der Antigravschale an der Wand befestigt war, und wählte den Thermostrahler.

Der klobige Griff war nicht für die schmale, neunfingrige Hand eines Seelenquell gemacht, doch er wollte jetzt töten, auch wenn er das Gewicht des Strahlers kaum halten konnte.

Wrehemo stellte die Waffe auf eine Temperaturentwicklung unterhalb von dreihundert Grad. Genug für das Tier und zuwenig für das molekülverstärkte Hybridmaterial im Technologischen Speicher. Die Gefahr, mit einem Fehlschuss unabsichtlich Schaden anzurichten, war damit gleich Null.

Er dirigierte den Silbernen durch die Tür in den angrenzenden Saal. Eine indirekte, golden schimmernde Beleuchtung flammte auf.

Aus dem Boden fuhren mit Aktivierung der Leuchtkörper die Altäre hoch; Displays, die aus der besten Legierung der Ritter bestanden und deren Objekte von transparenten Konservierungsfeldern gesichert waren.

Man hätte eine Kanone benötigt, um die Displays zu beschädigen, nicht ein Gebiss aus Nagezähnen. Wrehemo wusste es, er wusste es eigentlich genau – und doch musste er das Tier töten.

Er vertrug die Aussicht nicht, dass ein Schädling an den Schätzen und Altären seinen Kot entleerte.

Wrehemo starrte in die hintersten Ecken, er bewegte sich um die Altardisplays herum und prüfte jeden toten Winkel.

Als er fast schon glaubte, das Tier sei fortgelaufen, von dem goldenen Licht erschreckt, da hörte er es noch einmal:

»… krtkrikrt.«

Wrehemo ließ den Silberträger herumfahren.

Hinter dem kostbarsten Altar von allen, mit dem wertvollen Anzug der Phantome, kauerte das Geschöpf am Boden.

Der Anzug selbst bestand aus transparentem Stoff, so gut wie unsichtbar, Wrehemo konnte jedoch sehen, dass der rote Sepzon-Gürtel noch an seinem Platz lag. Dennoch war das Urteil gesprochen.

Wrehemo richtete seinen schmalen Körper im Sattel auf. Er hob den Strahler, mit zitternden Fingern, und legte auf das Tier an.

Wrehemo wusste, dass es nicht recht war, doch er freute sich auf den Schuss und den Tod, den er damit brachte. Es war die einzige Möglichkeit, die er besaß, sich von seiner eigenen Lebendigkeit zu überzeugen.

»trkrkrok …«

Wrehemo drückte ab. Ein sonnenheller Blitz entwich aus dem Lauf der Waffe, verfehlte das Tier um einen halben Meter, schlug in den Boden und hinterließ über dem crozeirischen Schiefer eine stumpf aussehende Spur.

Das Tier huschte in einer irrwitzig scheinenden Geschwindigkeit durch den Saal, von einer Seite zur anderen, auf das gegenüberliegende Schott und die dahinter sich auftuende Dunkelheit zu.

Plötzlich war das Tier verschwunden.

Wrehemo starrte auf ein Loch im Boden, eine versenkte Stahlmanschette, die aus Wartungsgründen kein Display enthielt. In dem Loch musste das Tier verborgen sein.

Mit aufgeregten Atemzügen dirigierte er den Silbernen zu der Manschette.

Wrehemo blickte von oben hinab in die Öffnung, nur noch von den Widerhaken am Leib des Trägers gehalten – direkt auf das furchtsam sich in den Schatten kauernde Tier.

Er hob noch einmal den Thermostrahler, mit einer ungetrübten Freude wie einst als Kind beim Karriolenden Clan der Seelenquell, und berührte den Auslöser.

Der Leib des Tieres verbrannte.

Als Wrehemo wieder sehen konnte, bedeckten glosende Fetzen Asche und Fell den Boden der Manschette.

»Ich habe es geschafft, Servo!«, verkündete er.

»Das ist ohne jeden Zweifel eine wichtige Nachricht. Ich empfehle, die Kunde sogleich an die Ritter weiterzuleiten.«

Wrehemo hörte den Sarkasmus der Maschine mit ohnmächtigem Zorn.

*

Wrehemo Seelenquell hatte einen Traum. Einen einzigen nur:

Einmal in seinem Leben, das nicht mehr lange dauerte, wollte er einem leibhaftigen Ritter von Dommrath gegenüberstehen.

Er malte sich aus, wie der Ritter seinen erhabenen Körper vor Wrehemo aufrichtete und dem Seelenquell Dank aussprach; einem treuen Untertan, der sein Leben lang den Technologischen Speicher gehütet hatte.

Doch statt jemals ein Wort der Anerkennung zu ernten, hielt Wrehemo nur die Schätze der Ritter instand.

Er hatte in seiner Aufgabe niemals eine Überwachung festgestellt, nicht durch den verhassten Servorechner, nicht durch Kameras oder Kontrolleure. Im...



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