Feldmann | Der Leib der Mutter | Buch | 978-3-903460-47-8 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 230 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 205 mm, Gewicht: 360 g

Feldmann

Der Leib der Mutter


Erscheinungsjahr 2025
ISBN: 978-3-903460-47-8
Verlag: Milena Verlag

Buch, Deutsch, 230 Seiten, Format (B × H): 135 mm x 205 mm, Gewicht: 360 g

ISBN: 978-3-903460-47-8
Verlag: Milena Verlag


Der Journalist Absalon Laich kehrt aus New York nach Wien zurück. Der empathische Absalon wird tagtäglich Zeuge der Bitterkeit
des Lebens der „kleinen Leute“, einer Welt voller Armut, die stark auf das Gemüt der Menschen abfärbt.

Absalon Laich, Mitte dreißig, ist Journalist in Wien. Nach einigen Jahren in New York kehrte er in seine Heimatstadt zurück und verfasst dort Reportagen. Er lebt in der Wohnung der Hutfabrikarbeiterfamilie Miczek zur Untermiete, deren Leben er hautnah mitbekommt. Und es ist kein gutes Leben. Er wird Zeuge von häuslicher Gewalt, Kindsmord, Abtreibung und fortschreitender Verwahrlosung. Auch der eigenen, als er seine Arbeit in der Zeitung verliert.
Angezogen von dem Elend, wird er immer weiter in diese Welt der kleinen Handwerker, Fabrikarbeiter, Kellnerinnen, Blumenmädchen, Hausierer, Zuhälter und Prostituierten hineingezogen, bis ihm schließlich seine Solidarisierung mit den Außenseitern zum tödlichen Verhängnis wird.

Else Feldmanns Roman „Der Leib der Mutter“ erschien erstmals 1924 als Fortsetzungsroman in der Arbeiter-Zeitung in Wien – 1931 dann in Buchform.

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Hat einer Geld in der Tasche – denkt Laich, allein gelassen –, dann sagt er sich, gut, ich kann auch ohne Achtung leben. Einer ohne Geld hängt davon ab, dass man ihn achtet. Geld in der Tasche ist Freiheit für den Menschen. Jemand geht nach dem Regen aus, die Hände in den Taschen, den Schirm unter dem Arm; so schreitet er aus, das ist die bequemste Art für ihn. Muss er fürchten, mit seinem Schirm irgendwo anzustoßen, Schaden zu stiften, etwas umzuwerfen? Was macht es ihm? Er ist in der Lage, bar zu bezahlen, und er erspart sich jederzeit Schimpf und Hohn.
Wie anders ist es, wenn er kein Geld hat. Der Mensch lässt den Kopf hängen, verliert die Sinne ... Er hat keinen Mut, ist sich selbst entwertet. Es ist wie eine Krankheit, kein Geld zu haben, ein Gebrechen, ein organisches Leiden ...


Feldmann, Else
Else Feldmann
Geb. 1884 in Wien, Tochter jüdischer Eltern, wuchs in bescheidensten Verhältnissen auf. Ab 1908 veröffentlichte sie Erzählungen sowie journalistische Berichte zu sozialkritischen Themen wie Kindernot, Jugendkriminalität und die Elendsbezirke der Stadt. Außerdem schrieb sie Romane; ihre erste Buchveröffentlichung war 1921 Löwenzahn – Eine Kindheit. Sie pflegte engen Kontakt zur Wiener Journalisten- und Literatenszene (z. B. gab es einen verschollenen Briefwechsel mit Arthur Schnitzler). 1938 wurden ihre Werke von den Nationalsozialisten auf die „Liste des schädlichen und unerwünschten
Schrifttums“ gesetzt. Am 14. Juni 1942 wurde sie von der Gestapo verschleppt und drei Tage später im Vernichtungslager Sobibór im besetzten Polen ermordet.



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