Ferdinand | Dream | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 254 Seiten

Reihe: Dream

Ferdinand Dream

of returning
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7562-5357-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

of returning

E-Book, Deutsch, Band 3, 254 Seiten

Reihe: Dream

ISBN: 978-3-7562-5357-9
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Unerwartet wendete sich das Blatt für Lexa und Andrew. Das Schicksal hielt eine der schwierigsten Prüfungen überhaupt für sie bereit. Schlimmer, düsterer und dunkler als alle Wege, welche sie bisher gemeinsam gegangen waren, brachte sie dieser Pfad nur an ein Ziel. Und jede noch so kleine Entscheidung könnte sie dazu bringen, das Ziel nicht zu erreichen. Jahre im Glück ihrer Liebe und Zufriedenheit, trafen auf die dunkle Vergangenheit welche sie, ohne ihres Wissens, noch immer verfolgte.

Christine Ferdinand ist 1985 in Niedersachsen geboren. Neben der Rolle als Mutter, Ehefrau und Technische Beraterin schlägt ihr Herz leidenschaftlich für das Schreiben von Büchern.
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Autoren/Hrsg.


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Kapitel 1


Die Sonne schien bisher die ganze Zeit, seit wir losgefahren waren.
Endlich war der Frühling gekommen.

„Was wollte Ben eigentlich gestern von dir? Also du musst es mir natürlich nicht sagen, wenn du nicht willst.“

„Ähm, doch klar. Also er wollte nur wissen, ob es mir gut geht, weil ich im Moment sehr müde aussehe“, erzählte ich Andrew. Das war nicht einmal gelogen. Dennoch spürte ich das mein Herz schneller schlug. Es war mir unangenehm Andrew nicht alles zu erzählen. Doch das Ben ihn für einen Schläger hielt fand ich im Moment denkbar unangemessen. Um abzulenken, schlug ich ein anderes Thema vor.

„Hast du eigentlich schon mal wieder was von Jenny gehört, seit sie weg gegangen war?“, fragte ich.

Andrew atmete hörbar aus. Seine Gefühle waren so weit blockiert das ich nichts Direktes wahrnehmen konnte. In seinem Gesicht hingegen konnte sogar jeder normale Mensch sehen, dass es ihm schwer viel seine gerade wiedergewonnene Schwester abermals zu verlieren.

„Nein, ich habe nichts von ihr gehört“, gab er kleinlaut zu.

„Vielleicht versucht sie ja diesem anderen Halbmenschen zu jagen.

Oder sie hat ihn schon getötet und ist bald auf dem Weg zu uns zurück.“

Ich hoffte sehr das ihm meine Worte wenigstens ein bisschen aufmunterten. Aber anders als angenommen nahm dieses Gespräch eine völlig andere Wendung.

„Das denke ich nicht. Auch Jenny weiß das sie als inaktiver Halbmensch nicht viel ausrichten kann. Zumindest nicht gegen so starke Halbmenschen wie die die dich angegriffen haben“, sagte Andrew bedrückend.

„Aber was, wenn sie doch wieder aktiv geworden ist?“, fragte ich und rückte nervös auf dem Sitz hin und her. Mir wurde bewusst das Jenny ihm nicht erzählt hatte das sie sich damals an meinen Träumen verging.

„Ich denke nicht. Sie hatte es mir versprochen und wollte unbedingt so sein wie wir. So glücklich und einfach ein ganz normales Leben führen“, sagte Andrew beruhigend.

Ich sagte nix. Fetzen des Traumes welchen Jenny mir in der Nacht schickte machten sich in meinen Gedanken breit. Mit ganzer Kraft versuchte ich diese zu verdrängen und nicht den dazugehörigen Gefühlen zu verfallen.

„Lexa? Alles ok? Was…was ist denn los?“, wollte Andrew wissen.

„Nichts, es ist nur…“ Was brachte das Lügen. Andrew würde es früher oder später sowieso herausfinden. Und ob Jenny je wieder zurückkommen würde, stand auch in den Sternen. „Also es ist nur das Jenny wieder aktiv geworden ist. Das war auch der Grund, warum sie nicht mehr in meiner Nähe sein konnte.“

„Was?“, ungläubig schaute Andrew mich an. Er wusste aber auf Grund meiner Gefühle das dieses nicht gelogen war.

„Seit wann denn? Und an wen“, noch während er sprach wurde ihm bewusst das ich Jennys Opfer war.

„Warum hast du mir das denn nicht erzählt? Und vor allem warum hat sie dir das angetan?“, fragte er nach. Gefühlschaos herrschte in Andrew. Er vergaß zu blockieren oder seine Gefühle zu steuern.

„Können wir kurz Pause machen?“, bat ich. Ich musst ein wenig Abstand zu Andrew haben. Zumindest so lange bis er seine Gefühle wieder unter Kontrolle hatte.

„Ja, natürlich. Entschuldige“, sagte Andrew und fuhr das Auto an den Straßenrand. Wir beide stiegen aus. Andrew ging die Straße ein Stück weit hoch und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Ich blieb am Auto stehen und atmete tief durch. Hier draußen, außerhalb der Stadt war es schön einmal nichts zu fühlen. Nicht aufpassen zu müssen jemanden zu berühren und einfach nur die Ruhe zu genießen. Mit jeder Faser meines Körpers genoss ich diesen Moment.

Wenige Minuten später kam Andrew zu mir zurück. Wesentlich entspannter, und abgeschottet mit seinen Gefühlen, stand er vor mir.

„Es tut mir leid. Ich verstehe das alles nur nicht. Sie hat uns doch geholfen und dann das?! Aber ich habe meine Gefühle jetzt unter Kontrolle. Versprochen“, sprach er zu mir.

Ich nickte, dann stiegen wir zurück ins Auto und fuhren weiter. Über das Thema Jenny verloren wir beide kein Wort mehr.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt bogen wir auf einen Waldweg ab.
„Wir sind gleich da“, grinste Andrew mir entgegen. Ich schenkte ihm ebenfalls ein völlig unbefangenes Lächeln.

Kreuz und Quer bog Andrew mal rechts, dann wieder links ab. Der Wald wurde immer dichter und dunkler. Die Sonne schien mit ihren Kräftigen Strahlen kaum durch die dichten Bäume hindurch scheinen zu können.

„Und du bist sicher, dass du weißt, wo wir hinmüssen?!“, fragte ich neugierig nach.

„Ja. Nur noch wenige Meter“, lächelte er. Gesagt getan hielt Andrew den Wagen an und machte den Motor aus. In übermenschlicher Geschwindigkeit stieg er aus dem Wagen und hielt mir meine Tür auf.

Ein freches und unbeschwertes Lächeln lag auf seinen Lippen. Er fühlte sich im Moment richtig wohl so zu sein, wie er wirklich war. Egal wie schnell er lief oder wie stark er sei. Zufrieden stieg ich ebenfalls aus dem Wagen. Er ergriff meine Hand und führte mich noch ein Stück weiter in den dichten Wald. Umso weiter wir gingen, umso kühler wurde es. Mir wurde kalt, doch die Wärme welche Andrew mir übermittelte hielt mich warm. Ein letztes Mal half Andrew mir über einen großen Stein hinweg. Dann kamen wir auf einen großen See zu.

Es war als würden wir am Waldesrand stehen. Hinter uns lag der Wald und vor uns der riesige See. Kein Ende zu erkennen, soweit zog sich das Wasser über den Horizont. Geblendet von der Schönheit, welche sich bot, stand ich mit offenem Mund da. Die Sonne war gerade im Begriff unter zu gehen und spiegelte sich in einem Meer von Farben auf dem Wasser.

„Es ist wunderschön, oder?“, sprach Andrew. Erst später bemerkte ich das er ebenso in Gedanken versunken neben mir stand und das Schauspiel betrachtete wie ich.

„Ja. Genau das ist es. Wunderschön.“

Noch mehrere Minuten beobachteten wir die Sonne, bis sie ganz unter gegangen war. Ein kräftiger Wind zog von der See zu uns herüber. Ich zuckte zusammen. Andrew legte einen Arm über meine Schulter und wärmte mich ein wenig.

„Komm, wir müssen nur noch ein kleines Stück am Wasser entlang.

Dann sind wir an der Hütte“, erklärte Andrew.

In der Dämmerung liefen wir, ich deutlich tollpatschiger als Andrew, den restlichen Weg, bis wir eine kleine Hütte erreichten. Andrew öffnete die Tür und schaltete das Licht an. Wie eine Art Déjà-vu durchfuhren meinen Kopf mehrere Bilder. Es war wie damals in Spanien in Mortius Hütte. Nicht ganz so zusammengewürfelt aber dennoch vom Stil her sehr rustikal gehalten. Auch der leicht modrige Geruch erinnerte stark daran. Doch dieses störte mich alles nicht. Auf Anhieb fühlte ich mich wohl und geborgen. Mit genauster Betrachtung ließ ich meinen Blick noch ein wenig schweifen. Auf der linken Seite befand sich eine Kochnische. Sie war nicht sehr groß, jedoch mit allem nötigen ausgestattet. Einem Kühlschrank, Herd und Ofen. Im rechten Bereich standen zwei etwas zu groß geratene Ohrensessel und eine Couch mit einem kleinen Tisch. In der Ecke befand sich ein Kamin.

Ich freute mich jetzt schon auf das knackende Feuerholz.

Zwischen diesen beiden Bereichen führte eine Tür nach hinten. Dort musste das Schlafzimmer liegen.

„Ich hole noch schnell unsere Koffer meine Schöne. Sieh dich ruhig noch etwas um“, lächelte er mich an.

„Du willst jetzt in der Dunkelheit den ganzen Weg zurück zum Auto?“, fragte ich skeptisch.

„Für mich ist der Weg gar nicht so weit. Und die Dunkelheit macht mir auch nichts aus“, er lachte auf.

„Achja“, lächelte ich zurück. Im nächsten Augenblick war Andrew dann verschwunden.

Vorsichtig machte ich zwei Schritte weiter in die Hütte hinein. Die Dielenbretter unter mir begannen leicht zu knacken und zu quietschen.

Eine Eule heulte draußen im Wald auf. Ich erschrak. Kaum war Andrew mal nicht in meiner Nähe, sah ich überall wieder Gefahr lauern. Umgehend ging ich hinüber zu den Fenstern und zog die Weiß-Rot karierten Vorhänge zu.

Ein Rumpeln kam von der Veranda. Andrew war wieder da und trug einen Koffer nach dem anderen hinein. Ich gähnte ihn an.

„Willst du dich hinlegen?“, fragte Andrew sanft.

„Nein, ich möchte nicht schlafen. Noch nicht“, gab ich zu und versuchte gegen die Müdigkeit anzukommen.

Wir beschlossen den Kamin anzumachen und uns auf die Couch zu kuscheln. So unbeschwert war es schon sehr lange nicht mehr zwischen Andrew und mir gewesen. Ich lag in seinen Armen und genoss die Wärme und den Duft seiner Haut. Zärtlich streichelte er meinen Arm entlang. Bei jeder Berührung schwappte eine Welle warmer positiver Gefühle zu mir herüber.

„Wie machst du das...



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