Ferdinand | Dream | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 276 Seiten

Reihe: Dream

Ferdinand Dream

of revange
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7562-9754-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

of revange

E-Book, Deutsch, Band 2, 276 Seiten

Reihe: Dream

ISBN: 978-3-7562-9754-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Nachdem Lexa und Andrew vor eine Aufgabe gestellt wurden, welches ihr gemeinsames Leben von Grund auf verändern würde, wussten die beiden, dass sie dieses nur zusammen schaffen könnten. Es schien zu funktionieren, bis sich immer wieder tiefe Gräben auftaten. Begegnungen endeten im Gefühlschaos, zweifelhafte Entscheidungen wurden getroffen und ein ungewisses Schicksal stellt keine gute Zeit in Aussicht. Wird ihre Liebe das alles standhalten?

Christine Ferdinand ist 1985 in Niedersachsen geboren. Neben der Rolle als Mutter, Ehefrau und technische Beraterin, schlägt ihr Herz leidenschaftlich für das Schreiben von Büchern.
Ferdinand Dream jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Dieser Traum begann anders als die der vorherigen Nächte. Die einzige Ähnlichkeit war das ich genau wusste das ich träumte. Es musste mir also gar nichts Angst machen. Egal was passieren würde, es war nicht real.

Ohne es zu bemerken, lief ich einen Weg entlang. Er führte in ein helles buntes und dazu wunderschönes Licht. Kurz bevor ich das Licht erreichte, sah ich was es war. Es war die Turnhalle unserer Schule.

Warum war hier alles so bunt geschmückt und beleuchtet wie auf einem Ball? Plötzlich trat Tylor aus der Tür und kam auf mich zu. Das erinnerte mich an die Nacht von unserem Schulball. Und tatsächlich, wie damals kam er auf mich zu, bedrängte mich und riss mir ohne Vorwarnung meine Kleider herunter. Er konnte tun und lassen was er wollte. Wenn ich schrie, kam kein Wort aus meinem Mund. Wenn ich treten oder um mich schlagen wollte, bewegte mein Körper sich nicht.

Dieser Traum war wirklich mein schlimmster Alptraum. Dies war nämlich die ausschlaggeben Nacht, wo Andrew und ich uns kennen lernten. Doch hier kam es nicht dazu - Andrew und ich würden uns nicht kennen lernen. Er würde mir nicht zu Hilfe kommen und Tylor von mir runter zerren. Ich stand das durch was auf mich gewartet hätte, wäre Andrew nie in mein Leben getreten.

Mein Körper wurde wach, doch in meinem Kopf spiegelten sich die Szenen aus dem Traum immer wieder. Ich versuchte mich zu befreien. Jemand hielt mich fest.

„Nein, lass mich. NEIN“, schluchzte ich.

Tränen liefen mir übers Gesicht. Meine Augen wollten nicht aufgehen.

Der feste Griff um meinen Körper löste sich. Ich rutschte so weit zurück wie möglich und weinte weiter.

„Lexa“, sprach Andrew mit seiner mir so sehr vertrauten Stimme.

Andrew? Der Traum war vorbei? Ich bin wieder wach und er war tatsächlich bei mir? Das schluchzten aus meiner Brust ließ nach. Mein Atem hingegen war noch sehr flach. Mit meinem Pulloverärmel wischte ich mir die Tränen aus den Augen. Mein Blick wurde klarer. Das erste was ich sah war tatsächlich Andrew. Er saß am Ende des Bettes, die Hände nach mir ausgestreckt. Ohne etwas zu sagen, stürzte ich mich in seine Arme. Wäre er nicht so stark gewesen, dann würden wir mit dem Schwung, den ich hatte, mit Sicherheit auf dem Boden landen. Doch er fing mich auf und hielt mich fest. Der Traum war vorbei.

„Es tut mir leid“, waren seine einzigen Worte.

Wir lösten unsere Umarmung. Wie ein ungezügeltes Verlangen nahm ich sein Gesicht in meine Hände und begann ihn zu küssen. Am liebsten würde ich ihn verinnerlichen, damit er nie wieder von mir gehen kann. Nach einigen Sekunden allerdings ging ich ein Stück zurück, um nach Luft zu schnappen. Meine Muskeln wurden schlaff, so dass ich dasaß wie ein nasser Sack.

„Ist alles ok? War es sehr schlimm?“, fragte er vorsichtig nach.

Natürlich wusste ich sofort, dass er den Traum meinte. Ich wollte es ihm nicht sagen. Er würde sich nur wieder Vorwürfe machen.

„Nein, also ich glaube nicht. Ich weiß es nicht mehr so genau“, sagte ich.

Ich war mir sicher, dass er mir nicht glaubte. Allein meine Gefühle würden es ihm verraten das ich log. Doch er ließ sich nichts anmerken und bohrte nicht weiter nach.

„Schlaf noch ein bisschen. In wenigen Stunden werden wir da sein“, beruhigte er mich.

Das ließ ich mir kein zweites Mal sagen und fiel rückwärts aufs Bett.

Andrew deckte mich zu und gab mir einen Kuss auf Haar.

„Bleibst du bitte bei mir“, flüsterte ich. Meine Augen waren bereits geschlossen. Jetzt wusste ich wie Andrew es meinte das mir noch mehr Kraft entzogen wurde. Ich war so schwach, dass ich keine Sekunde auf meinen Beinen hätte länger stehen können.

„Bist du dir Sicher?“, fragte er noch einmal nach. Mit weiterhin geschlossenen Augen hob ich den Arm und wollte nach ihm greifen.

Im selben Moment lag er bereits neben mir und nahm mich von hinten fest in den Arm. Seine Hand streichelte meinen linken Arm hinunter, bis an meine Hand. Dann spürte ich nur noch, wie mir mein Verlobungsring über den Ringfinger glitt und ich schlief erleichtert ein.

Diesmal erinnerte ich mich ebenfalls an den Traum. Allerdings war es ein schöner Traum. Andrew stand vor mir und wir küssten uns. Dann ging er ein Stück zurück und schüttelte mich leicht.

„Aufwachen mein Schatz“, sagte er. Seine Hand lag jetzt an meiner Wange und sein Gesicht zauberte dieses unbeschreiblich wunderschöne lächeln. Mein Herz raste, meine Hände wurden feucht und ich bekam rundum eine Gänsehaut. Dieser Mann konnte wirklich nicht nur menschlich sein. Solch reine Schönheit gab es nicht.

Mit geschlossenen Augen genoss ich das Gefühl, welches von seiner Hand durch meinen Körper fuhr. Als ich sie wieder öffnete, sah ich ebenfalls Andrew vor mir, doch wir waren im Bett auf dem Boot.

Auch wenn dies die Realität war, dem übernatürlich schönen Lächeln auf seinen Lippen tat es keinen Abbruch.

„Hi“, flüsterte ich durch meine lachenden Lippen.

„Hallo. Hast du gut geschlafen?“

„Mhhm, habe ich“, lächelte ich weiter.

„Wir sind jeden Moment da. Kannst du aufstehen?“, fragte Andrew.

Er streichelte meine Wange. Wie im Traum überfuhren mich diese wunderbaren Gefühle. Für einen kurzen Moment genoss ich es noch, doch dann wurde mir klar, dass es ernst wurde und wir keine Zeit mehr verlieren durften. Mit einer fließenden Bewegung setzte ich mich auf die Bettkante.

„Wie lange habe ich denn geschlafen das wir schon da sind?“, wollte ich wissen.

„Ich musste dich wach machen. Du hast jetzt nur ein paar Stunden geschlafen. Aber wenn du dich Bewegst, dann“, er setzte wieder ein Lächeln auf. Die Verzweiflung in seinen Augen ließ sich allerdings nicht abschalten.

„Du wirst dich einfach sehr müde fühlen. Schaffst du das?“

Ich nickte. Mein Körper richtete sich auf. Nach zwei Schritten in Richtung Tür, fingen meine Beine an zu zittern und mein Blick verschwamm. Schnell setzte ich mich wieder auf das Bett.

„Huch“, hauchte ich.

Andrew wollte mir gerade helfen. Das kam jedoch alles nur davon, weil ich noch müde war.

„Moment, das geht schon. Gebe mir nur eine Minute“, sagte ich.

Nachdem bestimmt mehrere Minuten vergangen waren, fühlte ich mich soweit sicher, um es erneut zu versuchen. Ich erreichte ohne Probleme die Tür und wir gingen ins Esszimmer.

„Siehst du alles wieder im Lot“, sagte ich zu Andrew und tippte mit dem Finger an meinen Kopf. Wir setzten uns Wortlos an den Tisch, welcher natürlich mit Essen gedeckt war.

„Wo ist Jenny?“, fragte ich und schaute mich um.

Normalerweise aß sie immer mit uns.

„Sie ist oben. Sie fährt uns das restliche Stück allein ans Ziel. So erwecken wir vorerst kein Aufsehen.“

Wir aßen nicht viel. Uns beiden war nicht danach zu mute.

„Hat es jetzt eigentlich funktioniert? Ich meine mit dir?“

Er nickte. Auch wenn es Einbildung war, aber ich dachte ein Schmunzeln bei Andrew gesehen zu haben. Dann wurde er wieder ernst.

„Du weißt doch noch was ich dir gesagt hatte, wie du dich verhalten sollst wenn wir da sind?“, fragte er, ohne mich anzusehen.

„Ja, ich soll dir nichts glauben“, entgegnete ich leise.

„Genau. Jenny und ich werden dort hineingehen, mit dir als unsere Geisel. Da Aron niemanden genau gesagt hat, nach wem gesucht wird, die Halbmenschen also nicht wissen das ich auch einer von den Gesuchten bin, können wir so unbemerkt bis zu Aron gelangen“, monoton sprach er diese Worte.

Es war ein Plan und in meinen Augen ein guter. Doch Andrew setzte alles in Zweifel was keine Hundert prozentige Sicherheit bot.

Wenige Minuten später stieß Jenny zu uns.

„Wir sind gleich da. Dann müssen wir noch ein bisschen laufen bis zum Königreich“, sagte sie.

Gemeinsam gingen wir an Deck. Andrew der seinen Arm um mich gelegt hielt, drückte ein letztes Mal sanft zu. Dann ließ er ihn sinken und nahm Abstand. Ich sah zunächst nichts auffälliges, doch Andrews und Jennys Haltung verrieten mir, dass wir bald da waren. Wie aus dem Nichts tauchte auf einmal vor uns eine große Insel auf. Sie war mit einem weißen Puderzucker Strand bestückt. Palmen und andere Bäume überragten sich gegenseitig. Wie in einem Reisebürokatalog verlieh die Morgensonne einen zusätzlichen besonderen Charme auf diese Insel.

Sollte an so einem schönen Ort tatsächlich das Böse herrschen?

Jenny legte das Boot fast genauso geschickt an wie Andrew sonst.

Wenn man von dieser Insel wegwollte, benötigte man ein Boot.

Wahrscheinlich war Andrew deswegen so geübt darin.

Mit wackeligen Beinen betrat ich die Insel. Diesmal zitterte ich aber nicht vor Müdigkeit, sondern vor Furcht. Vor allem vor das, was auf uns zukam. Wunderschöne Vogelgesänge traten mir ins Ohr. Es war ein mir...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.