Ferguson | The Game Changer - Die Liebe ist ein süßes Spiel | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 480 Seiten

Ferguson The Game Changer - Die Liebe ist ein süßes Spiel

Roman
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8412-3794-1
Verlag: Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, 480 Seiten

ISBN: 978-3-8412-3794-1
Verlag: Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Achtung: Diese Cupcakes sind extrascharf! 

Delilah Baker liebt ihren Job als TV-Bäckerin, doch die Einschaltquoten sinken. Also schlägt sie eine Kooperation mit dem erfolgreichen Eishockeyteam ihres Bruders vor. Nur steht an dessen Stelle plötzlich ihr heißer Jugendschwarm Ian Chase im Fernsehstudio. Das Image des Topspielers braucht nach einem Skandal dringend etwas Zuckerguss, doch Ian war nicht darauf gefasst, Delilah zu begegnen - der kleinen Schwester seines besten Freundes, die gar nicht mehr so klein ist. Schnell entwickeln sich zwischen den beiden explosive Gefühle ... 



Lana Ferguson bezeichnet sich selbst als sex-positiven Nerd und schreckt in ihren Büchern weder vor Spice noch vor kleineren Dreistigkeiten zurück. Hauptsächlich lebt sie in der Welt ihrer Fantasie, hin und wieder jedoch erwischt man sie dabei, wie sie ihren Corgi durch das Unterholz der großen amerikanischen Wälder jagt. Lana möchte mit der Welt alle nur denkbaren Arten von sexy Storys teilen - wobei für sie immer gilt: Safer schreiben, Kommas benutzen! Desz Debreceni, geboren 1987, übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Englischen. Dey erhielt unter anderem das Bode-Stipendium 2023.
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Eins

Delilah


»Seht ihr?«, ich zwinkere der Kamera zu und ziehe ein Blech aus dem großen Backofen, so dass die knusprigen, gebräunten Leckerbissen darauf gut im Bild sind. »Ich wette, dass die meisten von euch nie gedacht hätten, dass wir das hinkriegen, aber war doch ein Kinderspiel.« Ich stelle das Blech auf ein Abkühlgitter, ziehe mir die Ofenhandschuhe mit Logo aus, und atme übertrieben genussvoll den Duft des frischen Gebäcks ein. »Mmh. Seht euch das mal an. Schoko-Croissants, aus Zutaten gezaubert, die wir eh zu Hause hatten!«

Ich puste vorsichtig, bevor ich einen kleinen Happen nehme und für die Kamera hingebungsvoll stöhne. Nicht, dass es mir nicht schmecken würde, aber mir stößt es leicht sauer auf, wenn ich an das Meeting denke, dass mir gleich noch bevorsteht.

»Okay«, sage ich, lecke mir die Schokolade von den Fingern und lege das angebissene Croissant wieder aufs Blech. »Wenn ihr nach einem schon aufhören könnt, könnt ihr euch besser beherrschen als ich. Sobald die Kameras gleich aus sind, werde ich mich sofort darüber hermachen. Und vergesst nicht meinen heißen Tipp, den Teig über Nacht kaltzustellen, und taggt mich auf Social Media, wenn ihr es selber ausprobiert! Ihr wisst, wie sehr ich es liebe, euch und eure Kreationen zu sehen.«

Ich werfe einen Blick auf das Gebäck, das noch übrig ist, beiße mir auf die Unterlippe und grinse in die Kamera. »Das kann ich einfach nicht liegen lassen!« Ich verdrückte das restliche Croissant und gebe genießerische Laute von mir. »Wow. So lecker.« Nachdem ich es runtergeschluckt habe, lächle ich extra fröhlich und schaue genau in Kamera eins. »Nächstes Mal zeige ich euch, wie ihr Eclairs mit Mascarpone zu Hause machen könnt.« Ich strecke meine Hände in Richtung der Kameralinse. »Glaubt mir, das wollt ihr euch nicht entgehen lassen. Aber bis dahin, vergesst nicht, dass Backen« – den Rest des Satzes untermale ich, indem ich mit dem Finger eine schnelle Kreisbewegung mache –»ein Whisk-y Business ist.«

»Und Cut.«

Ich entspanne meine Haltung und atme laut aus.

»Das war super, Dee«, sagt der Aufnahmeleiter Greg.

Ich ziehe mir die Schürze über den Kopf und ärgere mich über das Mehl, das am Kragen vorbei auf meiner Brust gelandet ist – das passiert mir leider häufiger mit meinen … ausgeprägt kurvigen Landebahnen. Alle wollen große Brüste – bis Mehl im Spiel ist. »Und was ist mit dem Ei, dass ich fallengelassen habe?«

»Egal, das schneiden wir raus.«

»Perfekt«, sage ich zu ihm, lasse die Schürze auf die Theke fallen und verlasse die Bühne.

»Hey, Delilah, willst du hiervon noch was?«

Ich werfe einen Blick auf die Schoko-Croissants, die noch abkühlen, direkt daneben steht bereits unser Tonassistent Dante mit hungrigem Blick. Normalerweise würde ich mir die Reste schnappen, ein paar für später zur Seite legen und den Rest an die Crew verteilen, aber gerade habe ich keine Lust darauf.

»Sie gehören ganz dir.«

Während ich zu dem Tisch, auf dem Wasser und Snacks stehen, gehe, höre ich hinter meinem Rücken gedämpfte Begeisterungsrufe. Ich öffne eine Flasche Wasser und trinke sie in einem Zug halb leer, vielleicht besänftigt das ja den Bienenschwarm in meinem Bauch.

»Tief durchatmen, Girl«, Ava steht neben mir und lacht. Sie ist so groß, dass ich meinen Kopf in den Nacken legen muss, aber bei meinen eins sechzig ist das nichts Ungewöhnliches.

Ich schüttele den Kopf und nehme noch einen Schluck, bevor ich die Flasche wieder zudrehe. Ava Carmichael ist unsere Junior Produzentin – aber vor allem ist sie während der letzten drei Jahre, in denen ich die Whisk-y Business Show gemacht habe, zu meiner besten Freundin geworden. Sie weiß genau, dass ich gleich ins Meeting muss, und zwar viel früher, als es mir passt, daher kann sie sich vermutlich schon denken, warum ich so frustriert mit der Stirn runzle.

»Am liebsten hätte ich mich selbst in den Ofen gestürzt, um ganz ehrlich zu sein«, sage ich zu ihr.

»Ach, hör doch auf.« Sie legt eine Hand zwischen meine Schulterblätter und massiert mich. »Es wird bestimmt nicht so schlimm, wie du es dir gerade ausmalst.«

»Ava«, seufze ich und fahre mir mit den Händen durch meine dichten, braunen Locken. »Wir haben die Zahlen vom letzten Monat doch beide gesehen. Wahrscheinlich ist es noch viel schlimmer, als ich es mir ausmale.«

Sie zieht gedankenverloren an einer ihrer blonden Braids, was bedeutet, dass sie sich mehr Sorgen macht als sie sich anmerken lässt. Dann verzieht sie nachdenklich ihr freches Gesicht. »Also, sie können die Show ja nicht einfach so einstellen, oder? Dein Vertrag läuft noch bis Ende des Jahres.«

»Ja, dieser Vertrag«, stelle ich klar. »Aber sie könnten jederzeit entscheiden, ihn nicht zu verlängern.«

Sie runzelt die Stirn, als hätte sie sich nicht angemaßt, das überhaupt für möglich zu halten. »Aber alle lieben dich doch! Whisk-y Business hat sozusagen das neue Studio bezahlt. Ich bin mir so was von sicher, dass Courtneys Apples to Apples nichts damit zu tun hatte.« Sie lacht abfällig. »Dass wirklich niemand damit gerechnet hat, dass ihr nach sechs Monate die Ideen ausgehen würden, was man alles mit Äpfeln machen kann, kann ich immer noch nicht fassen.«

»Na ja, zumindest macht sie jetzt viel mit Birnen«, werfe ich ein.

»Ja, ergibt total Sinn für eine Show, bei der es nur um Äpfel gehen sollte«, brummt sie vor sich hin. Sie winkt ab. »Wie auch immer. Ich mein ja nur, deine Show ist der Star des ganzen Senders.«

»Schon, aber …« Ich beiße mir auf die Lippe. »Die Zahlen nehmen stetig ab. Als würden die Leute Interesse verlieren. Ich lasse mir immer schwierigere Rezepte einfallen, aber es scheint nichts zu ändern. Auf Social Media gibt es auch weniger Interaktion als vorher.«

»Okay, aber …« Ava zieht die Augenbrauen zusammen. »Glaubst du wirklich, sie würden die Show einstellen?«

Ich schüttele den Kopf. »Keine Ahnung. Genau deswegen ist mir ja so kotzübel.«

»Scheiß doch auf die, echt jetzt«, sagt sie wütend. »Selbst wenn du Donuts in deinem Keller frittieren würdest, bekämst du ohne Ende Views auf YouTube, auch ohne die.«

»Echt inspirierend, wie sehr du an mich glaubst«, bemerke ich trocken. »Und als Junior Produzentin solltest du deine Vorgesetzten vielleicht nicht gleich so abschreiben.«

»Ja, ja, egal. Ich arbeite gerne mit in deinem Keller, wenn ich muss.«

»Du weißt schon, dass ich nur eine Wohnung habe, oder?«

»Pst. Damit will ich doch nur sagen, dass du auf mich zählen kannst.«

Mein Handy fängt in meiner Hosentasche an zu vibrieren und ich hole es heraus. Ava bedeutet mir ranzugehen, während sie hinter sich rumfuchtelt, was wohl bedeutet, dass sie noch zu tun hat. Ich schaue ihrer schlanken Figur nach, als sie davonschlendert, und halte das Handy an mein Ohr, am anderen Ende brüllt mein Bruder Jack in die Leitung.

»Jetzt komm schon!« Seine Stimme ist mindestens zehn Dezibel lauter, als es für einen Anruf angemessen wäre, und ich ziehe das Telefon schnell vom Ohr weg, bevor ich Schäden davontrage. »Ach, verpiss dich doch, Abseits!«

»Jack«, versuche ich zu antworten, woraufhin mir noch mehr Gebrüll entgegen schallt. Ich räuspere mich. »Jack

»Oh, hey. Warum gehst du erst jetzt ran?«

»Ich bin doch direkt – « Ich verziehe das Gesicht und entscheide mich gegen eine Diskussion. »Brauchst du was?«

»Wow. Dein großer Bruder ruft dich an einem der schlimmsten Tage deines Lebens an, um dich zu unterstützen und für dich da zu sein, und alles, was ich kriege, ist deine kalte Schulter? Unsere Eltern wären enttäuscht.«

»Das Letzte, was ich heute gebrauchen kann, sind Tote-Eltern-Witze, Jack«, fauche ich.

Jack und ich gehen mit der Tatsache, dass wir Waisen sind, sehr unterschiedlich um. »Außerdem würde ich es nicht ›einer der schlimmsten Tage meines Lebens‹ nennen, wenn du mich eigentlich aufmuntern willst.«

»Vielleicht.«

Ich höre klare Kaugeräusche in...



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