E-Book, Deutsch, Band 0266, 384 Seiten
Reihe: Bianca Exklusiv
Ferrarella / Jackson / Forbes Bianca Exklusiv Band 266
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-3026-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0266, 384 Seiten
Reihe: Bianca Exklusiv
ISBN: 978-3-7337-3026-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
EIN NEUES LEBEN - AN DEINER SEITE von FORBES, MARY J.
Ein Mann wie aus dem Bilderbuch bietet Breena an, ihren kleinen Laden zu renovieren. Seth Tucker ist so ganz anders als ihr untreuer Exmann. Schon nach dem ersten Kuss weiß sie, dass es Liebe ist. Aber wird Seth auch noch zu ihr stehen, wenn er ihr Geheimnis erfährt?
GLAUB AN MEINE LIEBE, KELLY von JACKSON, LISA
Ein Blick auf Detective Kelly Dillinger - und Matt ist verloren. Doch der kühle Rotschopf zeigt ihm deutlich, was er von Playboys wie ihm hält. Also setzt Matt alles daran, ihr zu zeigen, wie ernst er sie nimmt: als Frau, als Polizistin - und als die Liebe seines Lebens ...
UND DOCH GEHÖREN WIR ZUSAMMEN von FERRARELLA, MARIE
Nach einer leidenschaftlichen Nacht erwachen bei Peter die ersten Zweifel. Hat die attraktive Bethany ihn nur benutzt, um ihre Pläne zur Übernahme seiner Klinik durchzusetzen? Hin und her gerissen weicht er ihr aus. Aber vor seinen Gefühlen kann er nicht davonlaufen ...
Marie Ferrarella zählt zu produktivsten US-amerikanischen Schriftstellerinnen, ihren ersten Roman veröffentlichte sie im Jahr 1981. Bisher hat sie bereits 300 Liebesromane verfasst, viele davon wurden in sieben Sprachen übersetzt. Auch unter den Pseudonymen Marie Nicole, Marie Charles sowie Marie Michael erschienen Werke von Marie Ferrarella. Zu den zahlreichen Preisen, die sie bisher gewann, zählt beispielsweise der RITA-Award. Als Kind verbrachte Marie Ferrarella ihre Freizeit vor dem Fernseher, häufig schrieb sie die Drehbücher einiger Fernsehserien um und spielte dann selbst die Hauptrolle. Sie träumte von einer Karriere als Schauspielerin. Im Alter von elf Jahren verfasste sie ihren ersten Liebesroman, allerdings war ihr nicht bewusst, dass es sich um eine klassische Romance handelte. Während ihrer Collegezeit begann sie sich immer mehr für den Beruf einer Autorin zu interessieren und gab den Gedanken an eine Schauspielkarriere auf. Nach ihrem Abschluss, einem Master Degree in Shakespearean Comedy zogen sie zusammen mit ihren Eltern von New York nach Kalifornien. Charles, ihre Jugendliebe, hielt die Trennung nicht lange aus und folgte Marie nach sieben Wochen. Nicht lange darauf folgte die Hochzeit, und ihr Kleid dafür nähte Marie Ferrarella selbst. Mit ihren Büchern möchte die Autorin ihre Leserschaft zum Lachen bringen und unterhalten, das macht sie am glücklichsten. Genauso schön findet sie es, einen romantischen Abend mit ihrem Ehemann zu verbringen. Zu ihren Hobbys zählen alte Filme, Musicals sowie Rätsel. Geboren wurde Marie Ferrarella in Deutschland, und als sie vier Jahre alt war, wanderten ihre Eltern in die USA aus. Bereits im Alter von 14 Jahren lernte sie ihren heutigen Mann kennen; mit ihm und ihren beiden Kindern lebt sie in Süd-Kalifornien.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Ein eisiger Wind fegte über die Landstraße.
Breena Quinlan presste die Tüte mit Lebensmitteln an ihre dünne Jacke. Hinter ihr näherte sich ein LKW, seine Scheinwerfer leuchteten auf.
Denk an irgendetwas, und achte nicht darauf, dass der LKW langsamer wird!
Sie beugte den Kopf, um sich vor dem kalten Wind zu schützen.
Bremsen quietschten, und der LKW hielt an.
Geh weiter!
„Ist das Ihr Fahrzeug da hinten?“, hörte sie eine männliche Stimme.
Breena ging schneller.
Der LKW setzte sich wieder in Bewegung.
„Ma’am, ich weiß, was Sie jetzt denken.“ Der Fahrer beugte sich aus dem Fenster seines Wagens. „Vor mir brauchen Sie keine Angst zu haben. Ich bin Seth Tucker. Mir gehört die Baufirma Tucker Contracting Limited hier in Misty River.“ Er wies auf die Tür. „Falls Sie mir nicht glauben, schauen Sie sich die Aufschrift an.“
Breena warf einen Blick auf die Tür, aber sie konnte nichts erkennen. Außerdem bedeutete es gar nichts, denn er konnte ja auch ein angestellter Fahrer sein.
„Ich bin auf dem Weg zu einer Baustelle, um meinen Lieferwagen zu holen. Soll ich einen Abschleppdienst anrufen? Dann können Sie zu Ihrem Fahrzeug zurückgehen und sind vor dem Wind geschützt.“
„Mir geht es gut“, brachte sie hervor.
„Sie frieren doch“, entgegnete er. „Was machen Sie, wenn hier wirklich ein zwielichtiger Typ vorbeikommt?“
Das saß. Ihr war eiskalt, und es war ein Wunder, dass sie sich überhaupt noch bewegen konnte.
„Gut“, meinte der Unbekannte. „Dann fahre ich eben neben Ihnen her, bis Sie Ihr Ziel erreicht haben.“
Breena hielt an, der LKW ebenfalls. Sie überlegte kurz, was sie tun sollte. Das Angebot annehmen, um dem eisigen Wind zu entkommen?
„Kennen Sie Earth’s Goodness?“, fragte sie den Mann.
„Ja, das Geschäft liegt ungefähr achthundert Meter von hier.“ Nun betrachtete er sie eingehend. „Macht der Laden nicht um fünf Uhr zu?“
„Ich wohne dort.“
„Ah, Sie müssen die Verwandte von Paige Quinlan sein.“
Also hatte er schon von ihr gehört. Nun, das war der Vorteil einer Kleinstadt. „Sie ist meine Großtante.“ Mehr wollte Breena nicht sagen, denn Ihre Familie ging ihn nichts an.
„Ist es in Ihrem Wagen warm?“, fragte sie spontan.
„Ja, angenehm warm.“
Sie biss die Zähne zusammen. Was würde sie nicht alles für einen heißen Kaffee geben? Trotzdem hatte sie noch Bedenken.
„Würde es Sie beruhigen, wenn ich Ihnen sage, dass mein Bruder der hiesige Polizeichef ist? Vielleicht haben Sie ihn schon gesehen. Ein schwarzhaariger Riese.“
„Jon Tucker?“
„Richtig.“
„Er ist Ihr Bruder?“
„So ist es. Rufen Sie ihn von meinem Handy aus an, wenn Sie möchten. Oder rufen Sie Ihre Tante an, sie kennt mich.“
„Nein, ist schon gut.“ Breena traute den Worten des Mannes. Welcher Psychopath würde schon sein Opfer bitten, die Polizei anzurufen? Sie ging näher zu dem LKW.
Der Fahrer öffnete die Tür und stieg aus. Er war groß, vielleicht nicht ganz so groß wie sein Bruder. Seine Schultern waren breit, und im Licht des LKWs konnte Breena dunkles Haar und ein gebräuntes Gesicht erkennen.
„Seth Tucker, Ma’am“, stellte er sich vor.
Er zeigte ein schiefes Lächeln und streckte ihr die Hand hin. Gleich darauf spürte Breena seine Wärme.
„Breena Quinlan.“
Er beugte kurz den Kopf. „Am besten steigen Sie ein, Miss Quinlan, bevor Sie noch zum Eiszapfen werden.“
„Breena“, erwiderte sie und zog ihre Hand zurück, doch sofort vermisste sie die Wärme.
Hilfsbereit nahm er ihr die Einkaufstasche ab und führte Breena zur Beifahrerseite. Er öffnete die Tür und stellte die Lebensmittel im Fußraum ab. „Halten Sie sich am Griff fest“, riet er. „Vorsicht, es gibt zwei Stufen.“
Mit seiner Hilfe gelangte sie in den wunderbar warmen Wagen. Dann schwang Seth sich auf den Fahrersitz, legte den Gang ein, schaute in beide Seitenspiegel und fuhr los.
„Reiben Sie Ihre Hände und Arme, damit Ihnen schneller warm wird.“
Tatsächlich wurde ihr allmählich wärmer. „Ist das Wetter normal für Oregon?“
Wieder huschte ein leichtes Lächeln über sein Gesicht. „Für Oktober schon. Sie haben Glück, dass es nicht regnet. Woher kommen Sie?“
„Aus San Francisco.“
„Zu Besuch hier?“
„So ungefähr.“ Die Entscheidung, nach Oregon zu kommen, war ihr vor drei Wochen noch vernünftig erschienen. Aber sich in das Geschäft ihrer Tante Paige einzukaufen schien mittlerweile ziemlich unüberlegt. Woher sollte Breena wissen, wie man einen kleinen Geschenkeladen führte?
Sie kannte sich mit Krankengeschichten aus. Drogensucht und Kindesmissbrauch. Ausreißer. Zerstörte Familien. Sie hatte versucht, schiefe Lebenswege wieder zu begradigen. So war es jedenfalls gewesen, bis Leo sie betrogen hatte.
Aber sie würde lernen. Als sie damals ihren Doktor gemacht hatte, musste sie auch hart arbeiten.
Und wenn du Schiffbruch erleidest? ging es ihr durch den Kopf. Dann würde sie wieder als Familientherapeutin in San Francisco arbeiten. Selbst wenn es ihr schwer fallen würde, in der gleichen Stadt wie Leo und Lizbeth zu leben. Auch jetzt, nach sieben Monaten, erinnerte sich Breena noch immer an den Schock, als sie ihren Mann und ihre Schwester sah, die sich küssten und streichelten. Sieben Jahre Ehe ließen sich leider nicht so schnell vergessen.
„Alles in Ordnung bei Ihnen?“ Der Mann neben ihr schaute konzentriert auf die Straße, mit seinen großen Händen umfasste er entspannt das Lenkrad.
Sie lehnte sich zurück und faltete die Hände im Schoß. „Ja, mir geht es gut.“
„Hatten Sie keinen Sprit mehr im Tank?“, erkundigte er sich.
„Doch, aber ich habe das Gefühl, dass mit dem Motor etwas nicht in Ordnung ist. Im Auto hat es ziemlich geklappert.“ Sie schaute auf die vielen Anzeigen im Armaturenbrett. „Für mich ist es völlig neu, mit so einem riesigen Truck zu fahren.“
Er lächelte. „Auch Neues kann sicher sein.“
Meinte er den Wagen oder sich selbst?
„In San Francisco konnte ich nicht bleiben“, hörte sie sich sagen. „Und ich weiß nicht, ob ich zurückgehen kann.“
„Manchmal ist es besser, wenn man ganz wegzieht.“
Im Licht des Mondes sah sie Bäume am Straßenrand, und einige Häuser tauchten auf. „In Misty River scheint man angenehm leben zu können“, bemerkte sie leise.
„Ja, hier ist es ganz in Ordnung. Hier kennt jeder jeden. Das kann ein Segen oder auch ein Fluch sein. Aber bald werden Sie sich nicht mehr fremd fühlen.“
Schon sah man das Holzschild vor dem Geschäft, das vom Licht der Straßenlaternen angestrahlt wurde. Seth fuhr langsam in die von Ulmen gesäumte Straße, die in den älteren Teil der Stadt führte.
„Lassen Sie mich an der Ecke heraus“, bat Breena. „Den Rest kann ich zu Fuß gehen.“ Sie wollte nicht, dass er vor dem Laden parkte, denn ihr neugieriger Nachbar Delwood Owens sollte nicht sehen, dass Seth Tucker sie hier absetzte. Außerdem sollte Seth nicht mitbekommen, dass sie nicht im Haus von Tante Paige wohnte, sondern in einem Hinterzimmer des Geschäftes.
Offensichtlich störte Seth Tucker sich nicht an den Nachbarn. Er hielt am Straßenrand an, stieg aus, ging zur Beifahrerseite und nahm Breena die Einkaufstasche ab, damit sie aussteigen konnte. Er schlug die Tür zu und begleitete Breena durch das kleine Tor über die schräge, mit Löchern übersäte Einfahrt zum Haus, als wäre das die natürlichste Sache der Welt. Vielleicht waren Frauen an Seth Tuckers Seite nichts Ungewöhnliches?
Diese Vorstellung missfiel Breena irgendwie. Sie wollte nicht, dass dieser Fremde ein Weiberheld wie Leo war. Aber warum interessierte sie das überhaupt?
Seth blieb vor dem Geschäft stehen. „Welche Tür? Diese oder die hintere?“
„Die hintere.“ Das Licht der Straßenlaternen warf Schatten, im Hinterhof herrschte völlige Dunkelheit. Der Wind fuhr durch Breenas Jacke und zerzauste ihr Haar. Seth trug keinen Mantel. Ob ihm auch kalt war?
An der Hintertür angekommen, holte sie den Schlüssel aus der Handtasche und nahm ihre Einkaufstüte entgegen. „Noch mal vielen Dank. Sie waren sehr nett.“ Während sie lächelte, hoffte sie, dass er nicht erwartete, hineingebeten zu werden.
„Ich rufe Bill an und bitte ihn, einen Abschleppwagen zu Ihrem Fahrzeug zu schicken“, sagte Seth.
„Bill?“
„Aus der Werkstatt The Garage Center. Er braucht allerdings Ihre Schlüssel.“
Breena schüttelte den Kopf. „Nicht nötig. Ich kümmere mich selbst um den Wagen.“ Sie schloss die Hintertür auf und schaltete das Licht ein. „Sie haben schon genug getan, und ich möchte Ihnen nicht zur Last fallen.“
„Das tun Sie auch nicht. Ich kenne Bill schon von klein an. Er kümmert sich um Ihren Wagen.“
„In Ordnung. Möchten Sie hereinkommen, um das Telefon zu benutzen?“
„Ich nehme mein Handy.“ Seth holte sein Mobiltelefon aus der Jackentasche. „Gehen Sie rein, sonst wird Ihnen kalt.“
Sie reichte ihm die Autoschlüssel. „Vielen Dank für Ihre Hilfe, Seth.“
„Keine Ursache.“
Breena schaute Seth noch kurz hinterher, dann machte sie die Tür zu. Sie lehnte die Stirn gegen das Holz, atmete tief aus und schloss die Augen.
Zum ersten Mal seit Monaten war es nicht Leos Gesicht, das sie vor sich sah.
Seth...




