Fforde | Sommer der Liebe | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 414 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Fforde Sommer der Liebe


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7325-4811-8
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 414 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7325-4811-8
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sian ist mit ihrem kleinen Sohn aufs Land gezogen. Während sie mit Hingabe ihren Garten bepflanzt, lernt sie die fröhliche Fiona kennen, die ihr bald eine mütterliche Freundin wird. Beide sehnen sich nach ein bisschen Erfrischung in Sachen Liebe, daher macht Fiona sich mit dem Internetdating bekannt und Sian will die Affäre mit einem treuen Verehrer wiederbeleben. Doch das Schicksal hat andere Pläne und präsentiert ihnen das Glück eines Tages gleich im Doppelpack ...

Angenehmes Lesevergnügen nicht nur für milde Sommerabende, von Bestsellerautorin Katie Fforde.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Katie Fforde hat bereits zahlreiche Romane veröffentlicht, die in Großbritannien allesamt Bestseller waren. Ihre romantischen Beziehungsgeschichten werden erfolgreich für die ZDF-Sonntagsserie "Herzkino" verfilmt. Katie Fforde lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und verschiedenen Katzen und Hunden in einem idyllisch gelegenen Landhaus in Gloucestershire, England.
Offizielle Website: http://www.katiefforde.com/

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1


»Äh … hallo!«

Sian ließ die Harke sinken und blickte über die Gartenmauer. Eine Frau lächelte sie an. Sie hielt eine Flasche Wein in der einen und ein Marmeladenglas voller Blumen in der anderen Hand.

»Hallo!«, erwiderte Sian.

»Ich hoffe, Sie halten mich jetzt nicht für entsetzlich neugierig, aber ich habe den Umzugswagen gestern in der Auffahrt gesehen und dachte, ich komme schnell mal vorbei und heiße Sie im Dorf willkommen. Ich bin Fiona Matcham. Ich lebe in dem Haus dahinten.« Sie deutete mit der Weinflasche vage über die Straße.

»Oh«, sagte Sian. »Möchten Sie reinkommen?« Sie nahm an, dass ihre Besucherin das große Haus meinte, ein wundervolles Gebäude, von dem ihre Mutter geschwärmt hatte, als sie hier gewesen war, um Sian beim Einzug zu helfen.

»Ich möchte Sie nicht von der Arbeit abhalten, aber ich könnte Ihnen dabei zusehen.«

Sian lachte und wischte sich die Hände an ihren Shorts ab. Es war ihr gelungen, alle Erdbeerpflanzen in die Erde zu setzen, die ihre Mutter ihr geschenkt hatte. »Nein, nein, ich wollte sowieso gerade aufhören. Ich bin Sian Bishop.«

»Hallo Sian.« Fiona winkte ihr mit dem Marmeladenglas. »Hier, nehmen Sie die.« Sie reichte Sian die Flasche und die Blumen über die Mauer und ging dann zum Tor, durch das sie hereinkam. »Sie haben einen Jungen! Wie schön! Ich liebe Jungs.«

Rory, der mit seinem kleinen Spaten in der Erde grub, die seine Mutter für ihn aufgelockert hatte, blickte auf und starrte Fiona unter seinem blonden Pony hervor an.

»Du arbeitest ja ganz schön schwer. Willst du da etwas pflanzen?« Fiona Matcham sprach Rory an und holte aus der Tasche ihrer offenen Leinenjacke ein Glas Marmelade.

»Ja«, erklärte Rory ernst.

»Wir möchten gern unser eigenes Gemüse anpflanzen, jetzt, da wir auf dem Land leben«, sagte Sian. »Rory hat diesen Streifen da, und ich habe einen breiteren hinten im Garten. Wir haben Erdbeeren gesetzt. Salat sähen wir später noch aus. Rory, möchtest du jetzt Pause machen und etwas trinken? Oder weiterarbeiten, während ich Tee koche?«

»Weiterarbeiten, während du Tee kochst«, antwortete Rory, wandte ihnen wieder den Rücken zu und ignorierte sie beide.

Sian wusste, dass ihr Sohn schüchtern war und vielleicht später zu ihnen stoßen würde – wahrscheinlich, wenn ihm klar wurde, dass die Dose mit den Schokoladenplätzchen, die seine Großmutter dagelassen hatte, gleich auf dem Tisch stehen würde. »Möchten Sie denn eine Tasse Tee?«, fragte Sian ihren Gast. »Ich bin davon ausgegangen, dass …«

»Ja, Tee wäre schön. Wenn es Ihnen nichts ausmacht.«

Sian hatte bereits beschlossen, dass diese Frau, die ungefähr Mitte fünfzig sein musste, nicht zu den Menschen gehörte, die ein etwas chaotisches Haus kritisch beäugten. Die Blumen waren kunstvoll arrangiert und originell – ein unkonventioneller Strauß, der zweifellos aus Fiona Matchams eigenem Garten stammte. Sian mochte Fiona jetzt schon.

Sie führte ihre Besucherin ins Haus. Es wirkte dunkel nach dem hellen Juni-Sonnenschein draußen und roch feucht. Aber die Miete war wirklich erschwinglich, wie Siams Mutter betont hatte. Es gab einen großen Garten, und die Vermieterin, die in Frankreich lebte, war mit allen nötigen Renovierungen einverstanden, sofern sie nicht zu extravagant waren. Sian stellte die Blumen auf den Tisch, und sofort wirkte alles hübscher.

»Entschuldigen Sie die Unordnung«, sagte sie und hob eine halb ausgepackte Kiste mit Geschirr von einem Stuhl. »Ich konnte bei diesem schönen Wetter einfach nicht im Haus bleiben. Setzen Sie sich doch! Und vielen Dank für die Blumen. Jetzt sieht es hier gleich irgendwie gemütlicher aus.«

Fiona stellte das Glas Marmelade mit einem »Für Sie« an die Seite, zog einen leeren Stuhl heran und setzte sich an den Tisch. »Da der Sommer ja vielleicht nicht mehr schöner wird, wäre es auch wirklich schade, den Sonnenschein mit Auspacken zu verschwenden.« Sie zögerte. »Ich habe für die Blumen extra ein Glas mitgebracht, damit Sie nicht nach einem Gefäß suchen müssen, in das Sie sie stellen können. Nichts ist nerviger als Leute, die Blumen mitbringen, wenn sie zum Essen eingeladen sind, und einen so von den Unterhaltungen mit den Gästen, dem Kochen und dem Getränkeanbieten abhalten, weil man erst eine Vase dafür suchen muss. Ich habe keinen Mann mehr«, fügte sie hinzu, »deshalb muss ich mich um alles allein kümmern.«

»Ich bin auch alleinerziehend, ich kenne das.« Es war nicht wirklich ein Test, doch Sian hatte in den mehr als viereinhalb Jahren seit Rorys Geburt gemerkt, dass die Leute, die bei dieser Eröffnung ein bisschen zurückzuckten, eher nicht ihre Freunde wurden.

»Das war ich auch. Der Vater meiner Söhne starb, als sie noch sehr jung waren. Das war schwer.«

Sian lächelte Fiona in dem dämmrigen Licht des kombinierten Flur-Esszimmers an. Sie hatte das Gefühl, bereits eine neue Freundin gefunden zu haben.

»Ich setze Wasser auf. Was für einen Tee hätten Sie gern?«

»Ich kann nicht glauben, dass Sie so organisiert sind, dass ich schon die Wahl habe«, erwiderte Fiona, die auf dem Stuhl saß, als würde sie, wenn nötig, sofort aufspringen und helfen.

Sian lächelte. »Meine Mutter war für ein paar Tage hier. Ich trinke gern Frühstückstee, sie Earl Grey. Das sind die Sorten, die ich habe, wenn Sie keinen Kräutertee möchten.«

»Frühstückstee ist gut.«

»Ich habe auch ein paar Plätzchen. Meine Mutter hat mir eine große Dose mitgebracht. Ich bin sofort zurück«, erklärte Sian und verschwand in der Küche.

»Ich denke, Luella sollte die Wand rausreißen und dieses Zimmer in eine große Küche mit Essbereich verwandeln!«, rief Fiona. »Warum schlagen Sie ihr das nicht vor?«

»Meinen Sie Mrs. Halpers? Sie war sehr entgegenkommend und meinte, dass ich etwas verändern kann, solange ich es nicht übertreibe. Aber ich glaube, das Rausreißen einer tragenden Wand hält sie vielleicht für übertrieben«, gab Sian zurück.

Sie war nicht länger allein in der kleinen Küche. Ihre Besucherin, die offenbar nicht gern herumsaß und sich bedienen ließ, war zu ihr gestoßen.

»Jetzt sehen Sie sich doch nur an, wie feucht der Boden ist!«, rief Fiona. »Das ist ja furchtbar. Obwohl es vielleicht nur das Abflussrohr ist, das mal gereinigt werden muss. Soll ich vielleicht jemanden vorbeischicken, der sich die Sache mal ansieht?«

»Wenn es nur das Abflussrohr ist, dann kann ich das vermutlich allein«, sagte Sian. »Wenn nicht, wäre ich froh, wenn Sie mir jemanden nennen könnten, der verlässlich ist.« Sian war gern so unabhängig wie möglich, aber sie wusste, dass es Dinge gab, mit denen sie nicht fertig wurde. Seit dem Umzug wohnte ihr Dad nicht mehr um die Ecke. Er konnte also solche Sachen nicht länger für sie erledigen.

»Sie müssen es nur sagen. Ich lebe schon so lange hier – seit Noah und seine Frau sich ineinander verliebten –, ich kenne hier fast jeden. Oh, hallo Rory«, sagte sie, als er im Türrahmen erschien.

»Könntest du die Plätzchen nehmen?« Sian reichte ihrem Sohn die Dose. »Warum bringst du sie nicht nach hinten in den Garten.« Sie wandte sich an Fiona. »Da stehen ein Tisch und Stühle. Ich brühe den Tee auf.«

»Gute Idee. Rory und ich gehen schon mal und bereiten alles vor und unterhalten uns. Mein Name ist Fiona«, sagte sie zu dem Jungen.

»Soll er Sie nicht lieber Mrs. Matcham nennen?«, erkundigte sich Sian.

»Nein, nein«, erklärte ihr Gast streng. »Fiona ist viel besser.« Sie lächelte, vermutlich, um nicht so streng zu klingen.

»Würde es Ihnen etwas ausmachen, die Milch mit rauszunehmen?«, bat Sian.

»Gießen Sie den Tee doch einfach gleich hier in die Becher, ja? Dann brauche ich auch nicht förmlich zu sein, wenn Sie mich mit Rory besuchen kommen. Förmlichkeit liegt mir nämlich nicht.«

Sian lächelte und hängte Teebeutel in die Becher. Sie konnte sich genau vorstellen, wie begeistert ihre Mutter sein würde, wenn sie von Fiona hörte. Sie würde sie als eine weise ältere Freundin und eine potenzielle Babysitterin sehen, ganz zu schweigen davon, dass Fiona in einem wunderschönen Haus lebte und deshalb vielleicht auch noch eine Kundin ihrer Tochter sein würde. Richard würde sich auch freuen. Da er der Grund dafür war, dass Sian in gerade dieses Dorf gezogen war, und er Rory und sie unter seine Fittiche genommen hatte, würde er froh sein, dass die Nachbarn sie hier freundlich aufnahmen.

Fiona Matcham und Rory standen ganz hinten im Garten, als Sian die Teebecher hinaustrug. Sian setzte sich auf einen der Stühle, trank ihren Tee und beobachtete die beiden. Sie war erleichtert zu sehen, dass Rory seine Schüchternheit abgelegt hatte und Fiona gegenüber aufgeschlossen war. Sian hatte sich ein bisschen Sorgen gemacht, weil sie mit dem Kleinen aus der großen Stadt, die er kannte, aufs Land gezogen war, obwohl es ein großes Dorf war, wie Richard betont hatte, und kein abgelegener Ort im Nirgendwo. Es gab hier eine Schule, einen Pub, eine Kirche und zwei Geschäfte. In einem von ihnen war auch die Poststelle untergebracht. »Was ihn schon zu einer belebten Metropole macht«, hatte Sians Vater trocken bemerkt. Im Gegensatz zu seiner Frau war er ziemlich erbost darüber, dass Sian mit seinem einzigen Enkelkind weggezogen war, obwohl beide Eltern ihre Gründe für den Umzug akzeptierten.

»Es gibt Tee!«, rief Sian nun. »Und Plätzchen!«

Rory drehte sich um und rannte über das, was eines Tages ein Rasen sein würde. Wenn wir so lange bleiben können, dachte Sian sehnsüchtig, und unsere Vermieterin nichts dagegen hat.

Fiona folgte dem Jungen. »Ob Sie wohl vielleicht etwas von...


Fforde, Katie
Katie Fforde hat bereits zahlreiche Romane veröffentlicht, die in Großbritannien allesamt Bestseller waren. Ihre romantischen Beziehungsgeschichten werden erfolgreich für die ZDF-Sonntagsserie "Herzkino" verfilmt. Katie Fforde lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und verschiedenen Katzen und Hunden in einem idyllisch gelegenen Landhaus in Gloucestershire, England.Offizielle Website: http://www.katiefforde.com/

Katie Fforde hat bereits zahlreiche Romane veröffentlicht, die in Großbritannien allesamt Bestseller waren. Ihre romantischen Beziehungsgeschichten werden erfolgreich für die ZDF-Sonntagsserie "Herzkino" verfilmt. Katie Fforde lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und verschiedenen Katzen und Hunden in einem idyllisch gelegenen Landhaus in Gloucestershire, England.
Offizielle Website: http://www.katiefforde.com/



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