Fielding | Süßer als jede Versuchung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0019, 144 Seiten

Reihe: Julia

Fielding Süßer als jede Versuchung


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-0098-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0019, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7337-0098-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Von einem Moment zum nächsten ist Natashas Maklerjob futsch. Denn jemand hat hinterrücks eine ihrer Anzeigen manipuliert. Jede andere würde vor Wut kochen. Die Blondine dagegen backt - Schokotorte, Kekse, Kuchen. Ob sie damit Darius Hadley milde stimmen kann? Schließlich soll der sexy Bildhauer ihr noch eine Chance geben, sein Landgut zu verkaufen - und so ihren Ruf retten. Doch als sie ihn aufsucht, verlocken ihre Kurven Darius weit stärker als ihre Leckereien. Er verlangt, dass sie ihm Modell steht. Nackt! Natasha spürt: Die Zeit der süßen Sünden hat gerade erst begonnen...



In einer absolut malerischen Gegend voller Burgen und Schlösser, die von Geschichten durchdrungen sind, lebt Liz Fielding in Wales. Sie ist seit fast 30 Jahren glücklich mit ihrem Mann John verheiratet. Kennengelernt hatten die beiden sich in Afrika, wo sie beide eine Zeitlang arbeiteten. Sie bekamen zwei Kinder, die inzwischen längst erwachsen und von zu Hause ausgezogen sind. Bei Liz Fielding und John geblieben ist jedoch ihre große schwarz-weiße Katze Rocky (ein Bild von ihr gibt es auf Liz Fieldings Website www.lizfielding.com. Liz lebt eigentlich sehr zurückgezogen, in einem Dorf, das sie selten verlässt. Kontakt zu ihren Leserinnen ist ihr aber sehr wichtig, und den hält sie über das Internet. 2001 und 2006 gewann Liz aber den Rita Award der Romance Writers of America und flog nach Washington D.C., um den begehrten Preis entgegenzunehmen; eine große Ausnahme und ein großartiger Trip, auf dem sie viele alte Freundinnen wiedersah. Liz Fielding freut sich immer, wenn sie eine E-Mail von ihren Leserinnen erhält. Ihre Adresse lautet: liz@lizfielding.com

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2. KAPITEL

Wie konnte er es wagen, auch nur anzudeuten, dass sie einen Zusammenbruch gehabt hatte? Miles musste doch merken, dass die Sache zum Himmel stank!

Bebend verließ Tash sein Büro und ging auf die Toilette. Bevor sie Janine begegnete, die sicher genau gewusst hatte, was sie in Miles’ Büro erwartet hatte, musste sie erst einmal zu sich kommen.

Sie ordnete ihr Haar, trug eine dicke Schicht Lippenstift auf und atmete tief durch, bevor sie es wagte, die Treppe hinunterzugehen, die sie wenige Minuten vorher voller Vorfreude hinaufgelaufen war.

Janine wartete bereits mit einem Karton vor Natashas Schreibtisch auf sie

„Es ist alles drin“, erklärte sie ohne den leisesten Anflug von Verlegenheit. Im Gegenteil, sie lächelte. Freunde waren sie nie gewesen, aber während Tash außerhalb des Büros keinen Gedanken an Janine verschwendet hatte, war es durchaus möglich, dass Janine ihr – unter Außerachtlassung von Natashas Überstunden und ihrer nicht existenten Freizeit – die Bonuszahlungen nicht gegönnt hatte. „Das meiste ist Müll.“

Darauf antwortete Tash nicht. Es war nicht zu übersehen, dass der Inhalt ihrer Schubladen sorglos in den Karton gekippt worden war. Abgesehen von einer Ersatzstrumpfhose, einer Federtasche und der Tasse, in der sie ihre Stifte aufbewahrte, war das meiste wirklich Müll. Sie nahm die Kiste und ging zur Tür.

„Warte! Miles hat gesagt …“

Ihrer Meinung nach hatte Miles mehr als genug gesagt. Trotzdem drehte sich Natasha mit teilnahmsloser Miene um und wartete.

„Er hat mich gebeten, dir die Schlüssel abzunehmen.“

Natasha stellte die Kiste ab, zog ihren Schlüsselbund hervor, löste den Büroschlüssel und reichte ihn Janine.

„Und die Autoschlüssel.“

Das BMW-Cabriolet hatte Miles dem Mitarbeiter versprochen, der ein bestimmtes Jahresverkaufsziel erreichte, das er für unerreichbar gehalten hatte. Natasha hatte es noch vor Jahresablauf erreicht, und sie liebte den Wagen so sehr, wie die anderen sie um ihn beneideten. War es möglich, dass ihr das nur passiert war, weil jemand …

Sicher würde Miles auch ihre spektakulären Verkaufserfolge heranziehen, um seine Anschuldigungen zu untermauern, dass sie sich total überarbeitet hatte, um zu beweisen, dass sie besser war als alle anderen. Wie rührend!

Stolz, dass ihre Finger im Gegensatz zu ihrem restlichen Körper nicht zitterten, löste sie den silbernen Schlüsselring, den Toby ihr zu Weihnachten geschenkt hatte, von den Autoschlüsseln und steckte ihn ein, behielt die Schlüssel jedoch in der Hand. „Ich muss noch meine Sachen rausholen“, erklärte sie.

„Ich komme mit“, antwortete Janine und folgte ihr zur Tür. „Ich muss sichergehen, dass der Wagen vernünftig abgeschlossen wird.“

Traute man ihr nicht einmal mehr zu, ein Auto abzuschließen? Oder glaubte diese armselige Person, dass sie einfach davonbrausen würde?

„Du wirst sogar ein wenig mehr zu tun haben. Ich stehe auf einem Kurzzeitparkplatz. Der Wagen muss weggefahren werden, bevor … Oh, zu spät.“

Tash verblüffte die Politesse mit einem Lächeln, öffnete den Wagen und warf Janine die Schlüssel zu, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie würde sich nicht anmerken lassen, wie geknickt sie war. Es war nur ein Auto. Und sie würde es bald wiederhaben. Sobald Miles wieder klar denken könnte.

In aller Ruhe leerte sie das Handschuhfach, holte ihre Gummistiefel, ihre alte Wachsjacke und ihren Regenschirm aus dem Kofferraum und legte alles mit in die Kiste. Anschließend griff sie nach ihrer Laptoptasche.

„Die nehme ich.“

„Meinen Laptop?“ Tash wandte sich Janine zu. „Hat Miles gesagt, dass du ihn mir abnehmen sollst?“

„Er hat jede Menge Ärger“, antwortete Janine und warf den Kopf zurück. Also nein.

„Das stimmt, und wenn ich herausgefunden habe, wer für dieses Schlamassel verantwortlich ist, wird er damit nicht mehr allein sein. Falls er bis dahin danach fragen sollte …“, sie hängte sich die Tasche um, „… kannst du ihm sagen, dass ich es von der Bonuszahlung von Januar bezahlt habe.“

Janine, die sich offenbar ertappt fühlte, errötete, aber es war ein kurzer Triumph für Tash.

„Dein Taxi wartet. Es bringt dich zur Fairview-Klinik“, verkündete Janine und verschwand wieder im Büro.

Tash sah das Taxi an. Obwohl sie viel zu tragen hatte, wäre sie am liebsten demonstrativ zur nächsten U-Bahn-Station gegangen. Doch da niemand außer der Politesse diese Geste bemerkt hätte, stieg sie in das Taxi und nannte dem Fahrer ihre Adresse.

Der Fahrer wandte sich um. „Ich sollte sie zur Fairview-Klinik bringen.“

„Ich muss erst nach Hause“, antwortete sie ohne eine Miene zu verziehen. „Ich brauche ein Nachthemd und eine Zahnbürste.“

Darius ging schnellen Schrittes die Kings Road hinunter Richtung U-Bahn. Er war wütend, und er musste Abstand von Natasha Gordon gewinnen.

Keine nennenswerten Schwierigkeiten? Ein Haus, das sie unverkaufbar gemacht hatte, und eine Steuerforderung in sechsstelliger Höhe für ein Gebäude, in dem er nicht leben konnte. Was waren denn in ihren Augen nennenswerte Schwierigkeiten?

In ihren kornblumenblauen Augen. Und dazu dieses blonde, etwas zerzauste Haar und die weibliche Figur! Sie war höllisch sexy.

Sobald er im Zug saß, zog er seinen Skizzenblock hervor und tat das, was er immer tat, wenn er alles um sich herum vergessen wollte: Er zeichnete. Nicht das Innere des Zuges, die Frau, die ihm gegenübersaß, sondern das, was ihm gerade durch den Kopf ging.

Das Haus, das er nie wieder hatte betreten wollen, hatte düstere Erinnerungen in ihm geweckt, doch auf dem Papier erschien etwas anderes. Er zeichnete Natasha Gordon. Ihre großen blauen Augen. Ihr Haar, das sich aus einer antiken silbernen Spange gelöst hatte, und das Grübchen in ihrer Wange, das sich gezeigt hatte, als sie ihm zur Begrüßung lächelnd die Hand gegeben hatte. Es war, als hätte sich ihr Bild in sein Gehirn eingebrannt. Ihr Erröten, die Kette, die sie um den Hals trug und die zwischen ihren verlockend großen Brüsten verschwand. Ihre langen Beine.

Er zeichnete wie ein Besessener weiter, als könnte er sie aus seinem Kopf verbannen, indem er sie aufs Papier brachte, als könnte er vergessen, was in dem Moment passiert war, als er aufgestanden war und sie angesehen hatte. Als er sich auf der Straße noch einmal umgewandt hatte und sie im Fenster hatte stehen sehen. Und sich gewünscht hatte, dass er sie mitgenommen hätte, als er gegangen war. Und einen Moment überlegt hatte, noch einmal zurückzugehen.

Wie Morgan sich gefreut hätte!

Er hörte auf zu zeichnen und überlegte, wie er sie malen oder in Stein meißeln würde. Und als er schließlich aufsah, war er an seiner Haltestelle vorbeigefahren.

Tash lehnte sich zurück, als der Taxifahrer losfuhr, einen U-Turn machte und sich in den Stau auf der Kings Road einfädelte.

Es hatte gerade einmal zwanzig Minuten gedauert, um von einer erfolgreichen Angestellten eines der angesehensten Maklerbüros der Stadt zu einer Person zu werden, die niemand mehr einstellen würde.

„Das Haus ist schön, Darius.“ Patsy hatte Tee gekocht und den Chronicle im Mülleimer gefunden, als sie die Teebeutel weggeworfen hatte. „Und so groß. Du könntest dir dort ein Atelier einrichten.“ Sie legte den Kopf schief und betrachtete die ölverschmierte Wand der ehemaligen Autowerkstatt. „Warum ziehst du nicht einfach ein? Wenn du mich ganz lieb fragst, würde ich sogar mitkommen und den Haushalt für dich erledigen.“

„Du und wer noch?“ Er warf einen Blick auf die Aufnahme. Der Fotograf hatte ganze Arbeit geleistet. Das Gebäude war von der bestmöglichen Stelle aus fotografiert worden. Das Fachwerk kam gut zur Geltung, ein üppiger Rosenbusch täuschte über eine unansehnliche Stelle hinweg, und die Zeder, die einst zu Ehren der Krönung Queen Victorias gepflanzt worden war, rundete die Szenerie ab.

Und die Aufnahme war zur perfekten Tageszeit gemacht worden: Der golden leuchtende Morgennebel, der sich aus dem Fluss erhob, verlieh dem Anwesen etwas Magisches, das die Erinnerung an frühmorgendliche Angeltouren mit seinem Großvater in den Schulferien in ihm weckte. Erinnerungen daran, wie zauberhaft die Welt ihm als Kind erschienen war.

„Es hat mindestens zwanzig Zimmer“, fuhr er fort und wandte sich der Skulptur zu, an der er gerade arbeitete – einem über einen Zaun springenden Rennpferd. „Und zwar ohne Küche, Spülküche, Speisekammern und Mansarden.“ Sowie ein halbes Dutzend Gesindehäuser, in denen momentan frühere Angestellte wohnten, die sich nicht vertreiben ließen, und ein ziemlich heruntergekommenes Bootshaus.

Patsy legte das Magazin auf seinen Arbeitstisch, öffnete eine Packung Kekse und aß einen davon, nachdem Darius dankend den Kopf geschüttelt hatte. „Und, was hast du nun vor?“

„Der dummen Gans den Hals umdrehen?“, sagte er und versuchte, nicht an ihren Hals zu denken. Nicht an ihren Vanilleduft zu denken. Sich nicht auszumalen, wie sie sich wohl anfühlte. „Nächstes Thema.“ Er nahm den Chronicle und warf ihn zurück in den Müll.

„Ich habe gelesen, dass sie eine Art Nervenzusammenbruch hatte“, wandte Patsy ein.

Sie war Witwe und half in verschiedenen Firmen auf freiberuflicher Basis aus – so konnte sie ihr Berufsleben auf die Bedürfnisse ihres zehnjährigen Sohnes abstimmen. Sie erledigte den Papierkram für Darius und half ihm im Haushalt. Ihr einziger Nachteil war ihre...



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