Fischer | Knights & Heirs 2. Die Erben der Schlange | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 496 Seiten

Reihe: Knights & Heirs

Fischer Knights & Heirs 2. Die Erben der Schlange


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-96052-473-1
Verlag: Verlag Friedrich Oetinger GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 496 Seiten

Reihe: Knights & Heirs

ISBN: 978-3-96052-473-1
Verlag: Verlag Friedrich Oetinger GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine Liebe, die alles überwindet Mags' Welt liegt in Scherben. Nicht nur ihre Familie, sondern auch Cyrus hat sie belogen. Weder ihm noch den Knights kann sie länger trauen. Sie flieht von der Akademie, um mehr über ihre Kräfte und die Geheimisse der Loge herauszufinden. Die Suche führt Mags und ihre Freundin Stella zu den Rivalen der Knights, den Heirs of the Serpent. Was sie von ihnen erfahren, stellt alles auf den Kopf, was Mags zu wissen geglaubt hat. Währenddessen sind die Hunter der Knights Mags bereits auf den Fersen. Unter ihnen auch Cyrus, dessen Gefühle für Mags seine Loyalität infrage stellen. Wie wird sein Herz entscheiden, wenn er Mags erneut gegenüber steht? Knights & Heirs 2. Die Erben der Schlange: Das packende Finale der Romantasy-Dilogie - Urban Fantasy im Academy Setting: Mitreißendes Young Adult-Buch über ein Mädchen im Kampf gegen einen mächtigen Geheimbund für Leser*innen ab 14 Jahren. - Starke Protagonistin: Die mutige Mags nutzt ihre übernatürlichen Kräfte um sich den Machenschaften einer gefährlichen Geheimloge entgegenzustellen. - Verbotene Leidenschaft: Aus Liebe zu Mags stellt Cyrus seine Loyalität zu seiner Familie in Frage. - Einzigartige Mischung: Eine fesselnde Romantasy mit Mysterien, Intrigen und Academy Vibes. - Spannung pur: Der Young Adult-Roman ist die perfekte Lektüre für Fans von Kerstin Gier und Kira Licht. Die Romantasy-Dilogie 'Knights & Heirs' spielt in einer düsteren Welt voller Geheimnisse und bedrohlicher Mächte. Im Kampf um ihre Liebe müssen Megs und Cyrus die Kluft zwischen ihren verfeindeten Familien und zwei rivalisierenden Geheimlogen überwinden.

Rena Fischer lebte nach ihrem Studium einige Jahre in Irland und Spanien, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. In der Jugendfantasy schlägt ihr Herz für das Erschaffen neuer komplexer Welten.
Fischer Knights & Heirs 2. Die Erben der Schlange jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1


»Wie Dädalus schmiede ich mir Flügel; ich setze sie allmählich zusammen, indem ich täglich eine neue Feder hinzufüge.«

Silberne Inschrift auf der nachtblauen Holzschatulle von Asher Moore

Nie.

Ein Wort, drei Buchstaben lang, schlägt durch meine Gedanken wie eine Abrissbirne, hinterlässt Löcher, wo vorher Hoffnung herrschte, und bringt alles, woran ich mich in den letzten Wochen geklammert habe, zum Einsturz.

Ich werde meine Eltern nie kennenlernen.

Nie werde ich sie fragen können, warum sie mir den Namen Margaret gegeben haben, obwohl die Geheimgesellschaft, der sie angehörten, ihre Kinder nach Sternen und Weltraumphänomenen benennt. Niemals werde ich in ihre Gesichter sehen und überlegen können, ob ihr Lachen meinem gleicht und ob meine Ma ihre Haare ebenso schwungvoll über die Schulter wirft wie ich. Sie wird mich nie tröstend in den Arm nehmen können und mein Dad mich nicht stolz irgendwann zur Hochzeit führen. Nicht dass ich darüber nachgedacht hätte, in absehbarer Zeit zu heiraten. Und ich weiß auch nicht, ob das jemals passieren wird.

Ich bin mit der Hoffnung, meine Eltern kennenzulernen, nach Nathair Manor gekommen, und jetzt wäre ich schon froh, die nächsten Stunden zu überleben, ohne wieder als Versuchskaninchen auf Dr. Ripleys Krankenstation zu enden. Cyrus und sein Vater haben mich belogen. Meine Eltern sind tot.

Cyrus. Ich schiebe den Gedanken an ihn weit von mir.

Die Riemen von Andrews Rucksack schneiden in meine Schultern und erinnern mich an die letzten Augenblicke im Med Center mit ihm. Ich zwinge mich, nicht daran zu denken, was jetzt mit Andrew geschieht. So hätte es nicht laufen sollen. Wenn nicht gerade in dem Moment, als ich das Med Center verlassen wollte, Ripley, Castor und Ophelia aufgekreuzt wären, hätte der junge Assistenzarzt bestimmt kurz nach mir fliehen können.

Andrews Worte lassen mich nicht mehr los. Sie sind eines der Bruchstücke, die ich noch nicht richtig zuordnen kann. Was bedeuten sie? Sind diese Heirs eine Organisation wie die Knights? Und was hat der Mann, den ich bislang für meinen Dad gehalten habe – Moore –, mit ihnen zu tun? Ist er ihr Anführer? Und warum überhaupt »Heirs«? Erben wovon?

Tränen brennen in meinen Augen, als ich die Hände zu Fäusten balle. Seit meiner Kindheit wurde ich belogen, und jetzt muss ich die Wahrheit aus all den verstreuten Scherben um mich herum zusammensetzen.

Ein stechender Schmerz zieht durch meine linke Seite, erinnert mich an meine aktuelle Lage. Hätte mich Castor nicht verletzt, wäre es sicherlich leichter, mit der Uraeuskraft zu laufen. Sie erlaubt mir, mich in einer anderen Zeitdimension zu bewegen als andere Menschen. In meiner Zeitmatrix ist die Welt um mich herum nahezu eingefroren, während ich gegen eine unsichtbare Strömung anzukämpfen scheine. Die Luft ist dick, und jede Bewegung kostet mich mehr Kraft als sonst.

Schwer atmend erkenne ich, dass die Landstraße, der ich folge, eine Kurve macht, und mein Herz schlägt sofort schneller. Jedes Mal wappne ich mich dagegen, dass hinter der Biegung jemand lauern könnte. Die Härchen in meinem Nacken stellen sich auf, und unter dem dünnen Schweißfilm auf meiner Haut breitet sich Gänsehaut aus. Ich spanne jeden Muskel an und lausche auf das kleinste Geräusch: das Knirschen meiner Sneakers auf dem Asphalt, das Rascheln meiner Kleidung und meinen eigenen lauten Atem. Insekten schwirren in der Luft, und irgendetwas raschelt im Weizenfeld neben mir. Eine Maus? Ein Feldhase? Oder vielleicht doch ein Hunter der Knights, der nur darauf wartet, mich k.o. zu schlagen und zurückzubringen?

Im nächsten Augenblick zieht die Kurve an mir vorüber, die Landstraße liegt wieder offen vor mir und mein Herzschlag normalisiert sich.

Nachdem ich das Grundstück von Nathair Manor verlassen habe, bin ich Richtung London gelaufen. Die Wege, die von Nathair Manor wegführen, habe ich mir in den ersten Wochen meiner Ankunft genau angesehen, sobald ich meinen Laptop bekommen hatte. Trotzdem fällt es mir schwer, das Gefühl abzustreifen, dass ich verfolgt werde. Dabei sollte mir eigentlich klar sein, dass mir noch kein Hunter auf den Fersen sein kann. Solange ich mich mit der Uraeuskraft bewege, bin ich ihnen einen Schritt voraus.

Leider ist mir auch bewusst, dass mein Vorsprung schmelzen wird, sobald die Wirkung der Uraeusblautabletten nachlässt. Also habe ich, kurz bevor das passierte, die nächste aus einer der Kapseln, die ich Ophelia und Castor geklaut habe, eingenommen und danach noch mehr. Mit ihnen kann ich theoretisch unendlich lang in dieser Matrix bleiben und meinen Vorsprung weiter ausbauen. Aber ich habe keine Ahnung, wie oft ich hintereinander diese Pillen nutzen kann, bevor ich bewusstlos werde. Wie damals im Wald mit der Überdosis, die der Uraeus mir verabreicht hat. Cyrus’ Vater und Chef der Geheimloge, dem ich blind vertraut habe.

Ich atme tief durch und bemühe mich darum, möglichst gleichmäßige Bewegungen zu machen, um kein Seitenstechen zu bekommen. Wie viel Zeit genau vergeht, während ich in der Zeitmatrix stecke, ist schwer einzuschätzen. Ich beginne, meine Schritte zu zählen, versuche, meine Laufgeschwindigkeit herauszufinden, suche nach Meilenangaben auf Schildern.

Doch dann überwältigen mich wieder all die verwirrenden Gefühle für Cyrus, und ich gebe das Rechnen auf. Er ist der Sohn des Uraeus’, wird seinem Vater immer treu ergeben sein und ist somit mein Feind. Trotzdem hat er mir zur Flucht verholfen. Ohne seine Uraeusblautablette und Andrew wäre es mir nie gelungen, zu entkommen.

, erinnert mich eine innere Stimme.

Ich wünschte, ich könnte sie zum Schweigen bringen, aber Cyrus hat mich bereits in Deutschland belogen. Er wusste die ganze Zeit über, dass meine Eltern nicht mehr leben, und trotzdem hat er mich zu seinem Vater und nach Nathair Manor gelockt und mich in dem Glauben gelassen, ich würde sie wiedersehen. Und das alles nur, weil ich ohne das Uraeusblau die Kraft der Schlange nutzen kann und die Knights wissen wollen, wie das möglich ist. Ich bin ihr Versuchskaninchen geworden.

Das kann ich Cyrus nicht einfach verzeihen!

Mein Magen krampft sich zusammen, wenn ich an den Uraeus und all die Menschen im Med Center denke, von denen ich noch nicht weiß, was sie überhaupt mit mir vorhatten.

Und dann ist da meine brennende Wut auf Dad. Moore. Der Mann, der mich großgezogen hat, ohne mir jemals zu sagen, dass er gar nicht mein richtiger Vater ist. Den ich früher für einen gutmütigen, leicht zerstreuten Archäologen gehalten habe – bis die ganze Geheimnistuerei anfing. Bis wir plötzlich nach Deutschland gezogen sind, falsche Pässe bekamen und ich mich nicht einmal von meinen Freunden verabschieden durfte.

Ich rufe mir unsere letzten Momente ins Gedächtnis zurück. Wie Dad sich ohne Vorwarnung wie ein ausgebildeter Nahkämpfer auf Cyrus stürzte. Klar, er wusste, dass Cyrus kein harmloser Austauschschüler aus England ist. Ebenso wenig wie Ma wirklich meine Mutter. Oder Liam mein Bruder. Aber ICH hatte keine Ahnung von alledem.

Ich versuche, mir vorzustellen, wie Moore mich als Baby auf dem Arm trägt, während er durch die Wildnis stapft, weg von einem rauchenden Wrack eines Privatjets. Hinter uns meine leiblichen Eltern, die er ihrem Schicksal überlässt. So viel hat Cyrus mir erzählt. Aber was genau ist passiert? Haben sie den Absturz überlebt und sind erst später an ihren Verletzungen gestorben? Das Bild ist so surreal, so grauenvoll und falsch, passt dermaßen wenig zu dem Menschen, den ich bisher als Dad gekannt habe, dass ich um ein Haar das Fellbündel auf der Landstraße übersehe und stolpere. Ich richte den Strahl meiner Taschenlampe nur für Sekunden darauf. Sie reichen aus, um geronnenes Blut auf rostrotem Fell wahrzunehmen. Anklagende Augen, die meinen Blick nicht mehr erwidern können. Ein heiseres Schluchzen entschlüpft meiner Kehle, bevor ich einen großen Bogen um den überfahrenen Fuchs mache und weiterrenne. Weiteratme. Weiterlebe.

Schließlich erkenne ich in der Ferne etwas Großes, Rücklichter leuchten rot in einer Nebelbank, die die feuchte Straße vor mir verschluckt. Im Näherkommen mache ich ein Auto mit Anhänger aus. Hinter dem Steuer sitzt ein Mann mit abgetragenem Overall, das Gesicht wettergegerbt und der Mund zu einem Gähnen verzogen. Er wirkt erschöpft, wahrscheinlich ist er nach einem langen Arbeitstag auf dem Heimweg. Vor den Scheinwerfern hängen Mücken in der Luft wie eingefroren.

Vorsichtig bewege ich mich am Straßenrand um das Auto herum, ohne in die Nähe der Motorhaube zu kommen. Es stellt zwar im Moment keine Gefahr dar, aber ich weiß, was passiert, wenn meine Uraeuskraft plötzlich versiegt. In Deutschland hat Cyrus in letzter Sekunde mein Leben gerettet, als ich mit dem Fahrrad fast von einem Auto erfasst worden wäre. Hier jedoch würde mir niemand zu Hilfe kommen.

Im Vorbeigehen fällt mein Blick durch das Beifahrerfenster, und auf einmal schießt mir eine Idee durch den Kopf. Ich bleibe abrupt stehen und drehe um. In der Mittelkonsole steckt ein Thermosbecher, und auf dem Sitz neben dem Fahrer liegen eine Packung Sandwiches und...


Fischer, Rena
Rena Fischer lebte nach ihrem Studium einige Jahre in Irland und Spanien, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. In der Jugendfantasy schlägt ihr Herz für das Erschaffen neuer komplexer Welten.

Rena Fischer lebte nach ihrem Studium einige Jahre in Irland und Spanien, bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. In der Jugendfantasy schlägt ihr Herz für das Erschaffen neuer komplexer Welten.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.