Fischinger | Götter der Sterne | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 375 Seiten

Fischinger Götter der Sterne

Bibel, Mythen und kosmische Besucher
Auflage der EPUB Ausgabe
ISBN: 978-3-946433-12-5
Verlag: Reichel Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)

Bibel, Mythen und kosmische Besucher

E-Book, Deutsch, 375 Seiten

ISBN: 978-3-946433-12-5
Verlag: Reichel Verlag
Format: EPUB
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Dieses Buch enthält genaue und kritische Untersuchungen der Aussagen und Rätsel der Bibel und der Apokryphen von der Schöpfung bis zu den Propheten. Lars A. Fischinger analysiert hier detailliert die alttestamentarischen Schriften und andere uralte Mythen. Erstaunliche Entdeckungen werden offenbart und liefern uns ein neues, phantastisches Bild der Bibel und der frühen Menschheit. Besucher aus dem All kamen als 'Götter' zur Erde, schufen den Menschen und vollbrachten hier Dinge, die uns zwar detailgetreu überliefert, aber bislang unverstanden geblieben sind.

Lars A. Fischinger (geboren 1974 in LETTE, einem Dorf im Münsterland, NRW) ist ein deutscher Sachbuchautor, freier Journalist, Blogger auf YouTube und Blogger aus dem Bereichen Prä-Astronautik, Grenzwissenschaft allgemein, UFOs, Rätsel der Archäologie, Parawissenschaft, christliche Mystik und den Mysterien der Welt.
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Kapitel II

Schöpfungsmythen anderer Völker


II.1 Mesopotamische Überlieferungen wissen mehr


Wir haben im vorherigen Kapitel bereits gesehen, dass Mesopotamien (Sumer) die Autoren der Bibel indirekt beeinflusst hat. Zumindest liegen heute Funde aus diesem Landstrich vor, die eindeutige Parallelen zur biblischen Paradieslegende aufzeigen. Auch sind die Schöpfungsmythen der Babylonier oder Sumerer sehr aufschlussreich, da sie Details über die Menschheitserschaffung schildern.

Abbildung 4: "Rollsiegel der Versuchung" aus dem Land der Sumerer

Besonders bemerkenswert ist eine unter dem Namen "Rollsiegel der Versuchung" (Britisches Museum, London, Abb. 4) bekannte Siegelabrollung (Barthel, S. 42/Willms, S. 132), welche bei Ausgrabungen vor rund 80 Jahren im einstigen Land der Sumerer entdeckt wurde. Der Name der Darstellung sagt eigentlich schon alles über dessen Motiv: Sie scheint - mit etwas gutem Willen - die biblische Verführung von Eva durch die Schlange in Eden zu zeigen. Dies ist besonders aufschlussreich, da Mythen keine bildlichen Berichte sind, eine Siegelabrollung hingegen als bildliche Mythe betrachtet werden kann.

Dieses 4000 Jahre alte Relikt des sumerischen Volkes zeigt eine Frau, die links neben einem Baum sitzt, dessen herunterragende äste "Früchte" tragen. Hinter der Frau findet sich eine symbolische Schlange mit klar zu erkennenden Kopf (nicht bloß ein "Strich"), und der Mensch ist gerade dabei, eine Frucht vom Baume zu nehmen, denn er streckt den Arm in seine Richtung aus.

Sollten wir diese Darstellung konkret mit dem biblischen Geschehen in Verbindung bringen, was in gewisser Hinsicht durchaus legitim ist, so darf aber auf keinen Fall ignoriert werden, dass die abgebildeten Personen bekleidet sind. Nach alttestamentarischen Berichten waren die ersten Menschen jedoch zur Zeit ihrer vermeintlichen Übertretung nackt, was zugleich eine der Kernaussagen dieser Überlieferung darstellt! Auch kann anhand der "Hörner" der rechten Person diese aller Wahrscheinlichkeit nach als eine "Gottheit" identifiziert werden.

Es bleibt dennoch eine interessante Darstellung - wie praktisch alle Siegel Mesopotamiens. Rollsiegel wurden und werden zu Tausenden aus dem mesopotamischen Boden gegraben; sie sind nichts Besonderes. Einige von ihnen zeigen immer wieder, wie der Mensch nackt auf Feldern arbeitet. Daneben sind "Götter" abgebildet, die jedoch stets bekleidet sind. Diese ungewöhnlichen Siegel sind bildliche Legenden der Völker des Zweistromlandes. Denn einst, so berichten es zahlreiche Tontafeln, haben die "Götter" den Menschen als Diener, Arbeiter oder Sklaven erschaffen, da "die Götter gleich den Menschen die Arbeit verrichteten und sich abplagten". Diese Überlieferungen decken sich teilweise mit der Genesis, wie ich bereits in I.5 kurz erläuterte. In Drechsels "Bibel Lexikon" wird dies in knappen Worten geschildert:

" Um die Götter von lästigen Aufgaben zu befreien, erschuf er (der "Gott" Marduk , L.A.F.) die Menschheit aus Lehm und dem Blut des aufständigen Gottes Kingu ." (S. 375)

Was die mesopotamischen Schöpfungsmythen ebenfalls so interessant macht, ist die Tatsache, dass sie teils überdeutliche Übereinstimmungen zum hebräischen Bericht aufweisen. Die Genesis-Schöpfung (Gen. 1,1-2) berichtet davon, dass die "Götter" irgendwie vorhandenes "Baumaterial" nutzen, um damit die Welt (oder die Kuppel im Meer) zu errichten. Den Menschen erschufen sie aus Schlamm, Lehm, Erde oder dem Ei - je nachdem, welches Wort wir nehmen möchten - nach ihrem Bilde.

In dem Jahrtausende alten Gilgamesch -Epos (Papke, S. 312 bis 377) der Sumerer und Babylonier stoßen wir ebenfalls auf eine Schöpfung aus Lehm. Der Eposheld Gilgamesch - ein "göttliches" Mischwesen (s. II.5) - sollte einen Gefährten erhalten, der von den "Göttern" künstlich erschaffen wurde:

" Die Hände wusch Aruru sich, kniff Lehm ab und legt’ ihn in die Steppe. [...] schuf Enkidu, den Helden, den Spross [...], ein Abbild Ninurtas ." (I. Tafel, assyrisch, 2,34-35)

Betrachten wir uns morgens verschlafen im Spiegel, so sehen wir, laut Genesis, ein Wesen, das im prinzipiellen Aufbau den "Göttern" gleicht. Die sumerische Schöpfungsmythologie betrachtet ebenfalls den Menschen als ein Abbild der "Götter". Denn sumerische Schriften wissen von einem "göttlichen Rat" oder einer Versammlung zu berichten, auf der die Erschaffung des Menschen beschlossen wurde. Auch das " Popol Vuh "/" Popul Vuh " der Maya - um 1600 n. Chr. - (Sproul, östlich, S. 47 und auch Sproul, westlich, S. 249ff.), ferner Legenden der afrikanischen Suaheli-Völker (Sproul, westlich, S. 303, s. II.3) und der Islam beschreiben, dass die Schöpfung der Menschen auf einer Versammlung verschiedener "Gottheiten" und Engel beschlossen wurde.

Laut den Sumerern meuterten die arbeitenden "Götter", so dass dieses Treffen nötig wurde, um den Streit zu schlichten. Der "Gott" Enki ( Ea ), dessen häufiges Symbol die Schlange ist, teilte dabei den anwesenden "Gottheiten" mit, dass auf der Erde ein Geschöpf existiert, das sich für ihr Vorhaben eignen würde. "Wir müssen es nur mit dem Bild der Götter verbinden".

Dass hier von einer Erschaffung nach dem Bild der "Götter" berichtet wird, ist sicherlich - mit Blick auf die Genesis - sehr interessant. Das mesopotamische "Epos der Schöpfung" (das bekannte Enuma Elisch ), wahrscheinlich das bekannteste Epos des Nahen Ostens, weist ausdrücklich darauf hin, dass der erste Mensch als ein "Primitiver" (" Lullu "), ein Arbeiter (" Lulu Amelu ", "primitiver Arbeiter") geschaffen wurde, was sich scheinbar auch - zumindest versteckt - in der Genesis niedergeschlagen hat. Dies geschah in der sumerisch/babylonischen Schöpfungsmythologie nur, um "den Göttern ihre schwere Arbeit abzunehmen" (Staimer, S. 73). Folgen wir dem Enuma Elisch-Epos weiter, so erfahren wir auf der VI. Tafel deutlich, was auf dem "göttlichen" Treffen Wichtiges beschlossen wurde: Eine Mensch als Sklave muss her:

" Blut will ich binden an Blut, Blut an Gebein, Aufstellen will ich Lullu, Mensch sei sein Name. Erschaffen will ich Lullu, den Menschen! Es sollen ihm auferlegt werden die Götterdienste, sie sollen ausgeführt sein! " (Sproul, östlich, S. 119)

Und unmissverständlich an späterer Stelle im Enuma Elisch :

" Die Schwarzköpfigen sollen den Göttern auf Erden dienen, bedingungslos ." (Sproul, östlich, S. 124)

Oder in einem ähnlichen, altbabylonischen Mythos:

" Erschaffe den Lullu und lass ihn das Joch tragen! Das Joch wird er tragen [...] Die Last der Schöpfung wird tragen der Mensch! " (Sproul, östlich, S. 132)

Die uralte Enuma Elisch -Überlieferung, die in den Ruinen der Stadt Ninive entdeckt wurde (Sproul, östlich, S. 94), schildert weiter, dass der "Gott" Marduk , der hier gesprochen hatte, mit der "Muttergöttin" in einem Haus verschwunden sein soll, um dort mit der schweren Arbeit der Menschheitserschaffung zu beginnen. Dieses "Haus" wird " Schimti " ("das Haus, wo Schicksale bestimmt werden") genannt, welches vom sumerischen " Schi.im.ti " abgleitet sein könnte (Sitchin, Planet, S. 348). "Schi.im.ti" bedeutet in der Übersetzung "Atem-Wind-Leben", wobei wir "Leben" (= " ti ") ebenfalls mit "Rippe" oder "Lebenskraft" (" ti " bedeutet auch "Pfeil") übersetzen können. " Bit Schimti " lautet sogar "Das Haus, in dem der Wind des Lebens eingeatmet wird", was sich zweifellos mit der biblischen Schöpfung deckt:

"(...) und hauchte ihm in die Nase den Lebensatem, und Adam ward zum lebendigen Wesen ." (Gen. 2,7)

Die "Göttin" Nin-ti , eine wichtige Persönlichkeit in dieser Mythologie, sollte nicht übergangen werden. Allein ihr Name sagt viel über ihre einstige Funktion in dem mesopotamischen Götterpantheon als "Muttergöttin" oder "Göttin der Geburt" aus: "Herrin/Dame der Rippe/Lebenskraft"...

Nach einer anderen Schrift erkrankte einst der "Gott" Enki sehr schwer, als er von verschiedenen Kräutern aß. Acht Organe oder Körperteile von ihm gaben den Geist auf und schmerzten, so dass der "Gott" dem Tode nah war. Wehmütig klagte er "Meine Rippe (oder "Lebenskraft") tut mir weh". Erst als die "Göttin" Ninti eine seiner Rippen nimmt, um mit dieser Enki wieder zu heilen, erlangt der "Gott" seine Kräfte zurück und überlebte sein Leiden.

Ninti / Nintu , die Frau von Ea ( Enki ), ist laut den Texten, wie etwa einem altbabylonischen Mythos, neben zahlreichen weiteren "Muttergöttinen" aktiv an der Schöpfung des Gottesdieners beteiligt gewesen, denn eine Hymne, ein Anruf an sie, macht es sehr deutlich:

" Die Götter riefen sie an, [...] die Mutter, die gnädigste der Gottheiten, die weise Mama: ,Du bist der Mutterleib, der die Menschheit erschafft. Erschaffe den Lullu (Arbeiter, L.A.F.) und lass ihn das Joch tragen! Das Joch wird er tragen [...], Die Last der Schöpfung wird tragen der Mensch! ’" (Sproul, östlich, S. 132)

Der Mensch als arbeitender Diener der Himmlischen? In der Religion der Bhil (Indien) könnten diese Hinweis...


Fischinger, Lars A.
Lars A. Fischinger (geboren 1974 in LETTE, einem Dorf im Münsterland, NRW) ist ein deutscher Sachbuchautor, freier Journalist, Blogger auf YouTube und Blogger aus dem Bereichen Prä-Astronautik, Grenzwissenschaft allgemein, UFOs, Rätsel der Archäologie, Parawissenschaft, christliche Mystik und den Mysterien der Welt.



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