Flynn | Ice Knights - Happy End mit Mr Wrong | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 377 Seiten

Reihe: Ice Knights

Flynn Ice Knights - Happy End mit Mr Wrong


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7363-1316-3
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band 2, 377 Seiten

Reihe: Ice Knights

ISBN: 978-3-7363-1316-3
Verlag: LYX.digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Drei Dates mit Folgen ...

Männer spielen in Tess' Leben keine große Rolle. Zu oft wurde sie schon enttäuscht. Und als sie Cole, einen der Spieler der Ice Knights bei der Hochzeit ihrer Freundin kennenlernt, glaubt sie nicht, dass sie eine Chance bei ihm hat. Doch ihre Anziehungskraft ist unleugbar, und beide geben der Versuchung nach ... einmal, zweimal, dreimal . Aber dann müssen sie feststellen, dass ihre Affäre ungeahnte Folgen hat ...

'Eine quirky Heldin + ein heißer Eishockeyspieler = ein sexy und humorvoller Liebesroman.' MONICA MURPHY, NEW-YORK-TIMES-BESTSELLER-AUTORIN

Band 2 der sexy Sportsromance-Serie von Bestseller-Autorin Avery Flynn



Avery Flynn ist eine USA-TODAY-Bestseller-Autorin und schreibt über Männer, denen die Welt gehört, und Frauen, die sie in die Knie zwingen. Sie liebt ihre drei Kinder und ihren eishockeyfanatischen Ehemann. Weitere Informationen unter:averyflynn.com

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2


Tess’ Kissen kitzelte ihr die Nase, als es sich, als würde es tief und gleichmäßig ein- und ausatmen, in einem sanften, stetigen Rhythmus auf und ab bewegte. Aber das ergab keinen Sinn, es sei denn – ihr blieb das Herz stehen, ihre Lunge stellte die Arbeit ein, als sie sich wie ein Klappmesser aufrichtete; sie kniff die Lider zusammen, denn sehen hätte erkennen bedeutet, was wiederum bedeutet hätte … sie riskierte einen Blick.

Oh, mein Gott. Sie hatte keinen feucht-heißen Traum gehabt. Sie hatte mit Cole Phillips gevögelt.

Cole.

Fucking.

Phillips.

Thors Ebenbild höchstpersönlich.

Und das mehrmals.

Im Wintergarten.

Im Vorraum seines riesigen Hotelzimmers.

Und schließlich in seinem gigantischen Bett, das sie jedoch nur zur Hälfte mit Beschlag belegten, weil sie sich bis vor etwa zehn Sekunden aneinandergekuschelt hatten.

Oh, mein Gott!

Sie hatte offensichtlich den Verstand verloren. Oh, na klar, sie konnte den drei Gläsern Wein oder der Hochzeitsstimmung die Schuld dafür geben, dass sie die Contenance verloren hatte, trotzdem … einer von Lucys Klienten? Ein Profisportler? Den sie gerade erst kennengelernt hatte?

Da begann sich Cole neben ihr zu rühren und einladend mit der Hand aufs Bett zu klopfen. »Es ist noch zu früh, um schon aufzustehen, Mar-« Er fuhr erschrocken auf.

Jetzt saßen sie beide aufrecht im Bett, starrten einander mit vor Entsetzen geweiteten Augen an und schnappten nach Luft, als wären sie gerade einer Horde Zombies entkommen.

Zum Glück war sie eine Frau, die akzeptierte, dass es das Schicksal auf sie abgesehen hatte. Wenn nicht, wäre sie in dem Moment, als über ihrem Kopf die sinnbildliche Glühbirne aufleuchtete und ihr klarmachte, dass der erste Mann, mit dem sie seit beinah einer Ewigkeit Sex gehabt hatte, sie nach dem Aufwachen für jemand anderen hielt, auf schmerzliche Weise eines Besseren belehrt worden. Was ziemlich schmerzhaft gewesen wäre.

»Tess«, klärte sie ihn auf, während sie sich die Bettdecke an die Brust drückte und, eine Pobacke nach der anderen, an die Bettkante rutschte. »Mein Name ist Tess.«

»Ja, klar …« Cole fuhr sich mit den Fingern durchs Haar, das wie von Zauberhand lose auf seine Schultern fiel, als würde er in einer Shampoo-Werbung mitspielen. »Ich war bloß noch nicht ganz wach.«

Das war einfach nicht fair – dass seine Haare schon morgens so perfekt lagen, nicht was er gesagt hatte. Es war ihr EGAL, in Großbuchstaben, dass er sie fast beim Namen einer anderen genannt hätte, schließlich machte sie sich keinerlei Illusionen darüber, wer sie war oder wer er war und was zur Hölle überhaupt passiert war. Nee, wenn es um ihren Verkehr mit gerade mal einer Handvoll Menschen ging, blickte sie der Wahrheit unerschrocken ins ungeschminkte Gesicht. Deshalb liebte sie Trivia. Fakten waren unkompliziert und eindeutig und leicht zu bestimmen. Menschen waren das alles überhaupt nicht. Nie. Was sie besser als irgendjemand sonst wusste und weshalb sie die unverblümte Wahrheit, dass sie dem Hochzeitsfluch zum Opfer gefallen war, umso übler traf. Und danach zu urteilen, wie der Blick von Thors Ebenbild gerade im Hotelzimmer umherschoss und an jedem Möbel zweimal hängen blieb, ohne sie auch nur ein einziges Mal anzusehen, hatte er nicht den geringsten Schimmer, was los war.

»Flipp nicht gleich aus«, sagte sie, indem sie einen Fuß auf den Boden setzte und samt Bettdecke aufstand. »Wir sind bloß verhochzeitet.«

Natürlich sah er sie jetzt an, während sie mit einer Hand die Bettdecke festzuhalten und sich gleichzeitig ihr Höschen anzuziehen versuchte, das sie sich mit der anderen Hand vom Teppich geangelt hatte. Linkisch, wie sie war, fiel es ihr alles andere als leicht, einhändig in ihren Slip zu steigen. Den Blick von dem Kerl im Bett ab- und der Zimmerdecke zuzuwenden, schien jedoch zu helfen, also machte sie es so, hüpfte auf einem Bein stehend herum und zerrte das Höschen dann schnell an Ort und Stelle.

»Verhochzeitet? Was soll das denn heißen?«, wollte Cole wissen.

»Wir haben uns irgendwie von dem glücklichen Anlass hinreißen lassen.« Sie schaute auf ihn hinunter. Das erwies sich als Fehler. Denn er war splitterfasernackt, bloß die um die Taille gewickelte Decke hinderte sie daran, ihn in seiner ganzen Pracht im morgendlichen Licht betrachten zu können. »Dann ist es passiert.«

»Verhochzeitet.« Am Ende hob er ein wenig die Stimme, als würde er die neue Vokabel zum späteren Gebrauch in einen geistigen Aktenschrank einsortieren.

»Ganz genau.« Sie presste sich die Bettdecke gegen ihre Brust, als hätte er nicht längst jeden Quadratmillimeter von ihr gesehen, berührt und geküsst, woran sie indes nicht denken wollte, als sie seitwärts zu einem Sessel watschelte, in dem in der Eile, sich auszuziehen, gestern Abend ihr Kleid gelandet war. »Hoffentlich ist es noch so früh, dass ich mich in mein Zimmer schleichen kann, ohne dass mich jemand sieht.«

Er nahm sein Handy vom Nachttisch. »Es ist zehn.«

»Was?« Panik traf sie wie ein elektrischer Schlag und fuhr ihr bis in die Zehen. Shit. Nein.

Nun gab sie die Bettdecke auf und lief den Rest des Weges zum Sessel, packte ihr Kleid und zog es sich über den Kopf, während sie bereits zur Tür eilte. »Ich hätte mir schon vor einer halben Stunde in Lucys Zimmer die Haare machen lassen sollen.« Sie griff nach ihrer Handtasche, stopfte den BH hinein und hob ihre Schuhe vom Boden neben der Zimmertür auf, wo sie sie gestern Abend abgestreift hatte. »Ich muss los.«

»Wir sehen uns dann auf der Hochzeit.«

Dann? Sie müsste ihm nach dieser Nacht noch mal gegenübertreten. Oh, ich komme in die Hölle!

Und da sie keine Ahnung hatte, was sie dazu sagen sollte, tat sie, was sie immer tat, und verließ sich auf ihre Freunde, die zufälligen, irrelevanten Fakten, ob sie es nun wollte oder nicht.

»Die Römer gaben Frischvermählten einen besonderen Brotlaib, den manche Ehegatten dann über dem Kopf der Braut brachen, was der Grund dafür ist, dass wir heute noch Hochzeitstorten haben«, platzte sie heraus.

Schweig still, verrücktes Hirn.

Cole gluckste. »Ich hoffe wirklich, dass Frankie das nicht bei Lucy probiert. Ich glaube nämlich nicht, dass das gut ankommt.«

Sie widersprach ihm nicht, traute sich aber durchaus zu, ihm einen Vortrag über die Herkunft dieser Redensart zu halten, und entschied sich deshalb für ein schlichtes: »Bye.«

Dann stürmte sie beinah aus dem Zimmer und die nahe Treppe hinunter in ihre Etage. Sie duschte in Rekordzeit, kleidete sich an, griff nach ihrem Brautjungfernkleid und eilte mit noch feuchten Locken in Lucys Suite.

Ihre Mädels waren vollständig versammelt. Lucy wurde gerade geschminkt. Gina saß auf einem Hocker, während eine Haarstylistin ihr Haar zu einer komplizierten Frisur auftürmte, die anscheinend nur von Hoffnung und Haarspray, wahrscheinlicher aber von einer Million Haarnadeln zusammengehalten wurde. Fallon hockte, schon vollständig angezogen, die Haare zum schlichten Zopf geflochten, in einer Ecke und sah sich auf ihrem Smartphone Eishockeyszenen an.

»Da schau her, wer endlich kommt«, rief Lucy lächelnd und musterte Tess neugierig.

Tess kam abrupt zum Stehen und biss sich in die Wange, um weder Geheimnisse noch Wissensperlen unters Volk zu streuen. Sie wollte nicht, dass die anderen erfuhren, was vorgefallen war. Cole würde sie noch vor dem Jawort vergessen haben, und damit war sie absolut einverstanden. Schließlich hatte sie genug Erfahrung damit, vergessen zu werden.

Was sie allerdings nicht wusste, war, wie sie damit umgehen sollte, dass ihre drei besten Freundinnen sie anstarrten wie einen Königskuchen, in dem eine Überraschung versteckt war.

Diese Frauen kannten sie. Einem Verhör durch sie konnte sie unmöglich standhalten. Womöglich war es das Beste, wenn sie die Visagistin anflehte, irgendetwas Drastisches mit ihrem Äußeren anzustellen, damit sie erst mal stillhalten musste und sich weder bewegen noch sprechen oder jemanden anschauen konnte. Aber war das ohne so eine Mission-Impossible-Maske überhaupt möglich? Vermutlich nicht. Damit war sie definitiv geliefert.

Gina gab ein erleichtertes Seufzen von sich. »Wir wollten schon einen Suchtrupp losschicken.«

»Das wäre dann wohl ich gewesen«, sagte Fallon und hob die Hand.

»Tut mir leid«, entschuldigte Tess sich und setzte sich für die Visagistin in den Liegestuhl. »Ich habe vergessen, den Wecker zu stellen.«

»Dann hat deine Verspätung nichts damit zu tun, dass du dich gestern mit Cole Phillips verdrückt hast?«, fragte Lucy.

»Wir wollten im Wintergarten nur ein bisschen Ruhe«, entgegnete Tess und verschränkte krampfhaft die Hände im Schoß. »Der DJ war so laut.«

»Armer Cole«, ließ sich Gina zwischen Haarspraystößen der Stylistin vernehmen. »Der Junge hat es nicht leicht. Danke, dass du ihm die Zeit vertrieben hast.«

»Nicht leicht? Inwiefern?« Nicht dass es sie interessierte, sie war bloß von Natur aus neugierig. Weiter nichts.

Gina schüttelte zum großen Verdruss der Stylistin den Kopf. »Seit gefühlt einer Million Jahren geht und geht er wieder nicht mit Coach Peppers Tochter Marti, aber sie hat vor Kurzem endgültig Schluss gemacht. Laut Online-Klatsch ist er total am Ende.«

»Ja«, sagte Lucy, ehe sie ihren leuchtend roten Lippenstift abtupfte. »Aber wird es diesmal dabei...


Flynn, Avery
Avery Flynn ist eine USA-TODAY-Bestseller-Autorin und schreibt über Männer, denen die Welt gehört, und Frauen, die sie in die Knie zwingen. Sie liebt ihre drei Kinder und ihren eishockeyfanatischen Ehemann. Weitere Informationen unter:averyflynn.com

Avery Flynn ist eine USA-TODAY-Bestseller-Autorin und schreibt über Männer, denen die Welt gehört, und Frauen, die sie in die Knie zwingen. Sie liebt ihre drei Kinder und ihren eishockeyfanatischen Ehemann. Weitere Informationen unter:averyflynn.com



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