Flynn | Weihnachtswunder in Port Orchard | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 10, 130 Seiten

Reihe: Traumfrau gesucht!

Flynn Weihnachtswunder in Port Orchard


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1927-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 10, 130 Seiten

Reihe: Traumfrau gesucht!

ISBN: 978-3-7337-1927-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Erik Sullivan ist attraktiv, erfolgreich - und will nur weg aus seiner Heimatstadt. Denn hier erinnert ihn alles an seine Scheidung. Doch dann tritt kurz vor Weihnachten die bezaubernde Rory in sein Leben. Und weckt in ihm Gefühle, gegen die er sich heftig sträubt. Anfangs ...



Der preisgekrönten Autorin Christine Flynn erzählte einst ein Professor für kreatives Schreiben, dass sie sich viel Kummer ersparen könnte, wenn sie ihre Liebe zu Büchern darauf beschränken würde sie zu lesen, anstatt den Versuch zu unternehmen welche zu schreiben. Sie nahm sich seine Worte sehr zu Herzen und verließ seine Klasse, schrieb daraufhin sehr wenig, bis sie 15 Jahre später von ihrem Ehemann einen Silhouette Liebesroman erhielt, den er kostenlos mit dem Geschenkpapier für ihr Muttertagsgeschenk bekam. Weder sie noch ihr Ehemann erinnern sich daran, was er ihr gekauft hatte. Aber an das Buch erinnert sie sich noch ganz genau. Da sie von zwischenmenschlichen Beziehungen insbesondere von den oft komplizierten zwischen Mann und Frau schon immer fasziniert war, fokussierte sie sich beim Schreiben ihrer Werke auf die Ausleuchtung dieser Thematik. Jetzt wird sie als 'Meisterin des Geschichtenerzählens im Liebesromangenre' vom Romantic Times Magazine erachtet. Ihre Arbeiten erscheinen regelmäßig auf den Bestsellerlisten unter anderem auf der der USA Today.
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1. KAPITEL

„Haben wir uns verfahren, Mom?“

„Nein, Schatz.“ Rory, die das Auto auf dem unbefestigten Seitenstreifen einer Landstraße geparkt hatte, betrachtete stirnrunzelnd das Gebäude in etwa vierzig Meter Entfernung. „Ich bin nur nicht sicher, ob es die richtige Adresse ist.“

„Können wir zu dem Weihnachtsplatz fahren, wenn wir das Haus nicht finden?“

„Mal sehen. Im Moment suchen wir nach einem neuen Haus, in dem wir wohnen können.“

„Ich will kein neues Haus.“

„Das weiß ich.“ Sie strich Tyler die zerzausten Haare aus der Stirn. Als sie das Fenster geöffnet hatte, um die Adresse auf dem Briefkasten am Straßenrand besser sehen zu können, war eine kalte Brise ins Auto geweht.

Sie lächelte ihn an. „Aber wir brauchen ein neues Haus. Und du musst mir helfen, es auszusuchen. Das ist unser gemeinsames Abenteuer, erinnerst du dich?“

„Und dann können wir zum Weihnachtsplatz fahren?“

Als sie von der Fähre gekommen waren, hatten sie ein Werbebanner für einen Weihnachtsmarkt in Port Orchard gesehen. Seitdem fragte Tyler immer wieder danach. Gestern Abend hatte sie sich im Internet über die Gemeinde an der Küste informiert. Alles hatte fast idyllisch geklungen.

Aber sie wollte sich keine zu großen Hoffnungen machen. Vielleicht handelte es sich nur um gutes Marketing. Sie hoffte inständig, dass diese Hausbesichtigung sich nicht als fruchtloses Unternehmen herausstellen würde.

„Ich fürchte nicht, Schatz. Dazu haben wir keine Zeit.“ In fünf Minuten sollten sie den Vertreter des Verkäufers treffen. Sie warf wieder einen Blick auf das Gebäude, das von ein paar Bäumen und Gras umgeben war. Dahinter war ein Kiefernwald zu sehen. Eine Kiesfläche diente offenbar als Parkplatz.

Die Adresse auf dem Briefkasten stimmte mit der auf der Visitenkarte angegebenen Adresse überein. Das zweistöckige, rechteckige Gebäude mit Flachdach und Blick auf einen kleinen Jachthafen ganz in der Nähe hatte jedoch keine Ähnlichkeit mit einem Wohnhaus.

„Harbor Market & Sporting Goods“ stand auf einem Schild, das über der Veranda angebracht war. „Frischer Espresso“, „Würmer“ und „Geschlossen bis zum Frühjahr“ war auf drei Schildern an der Tür zu lesen.

Angesichts der Briefkästen, die weiter hinten entlang der Straße standen, schien es möglich, dass sich dort zwischen den Bäumen Wohnhäuser befanden. Doch es war kein einziges Fahrzeug zu sehen. Eine schmale Zufahrt führte um das Gebäude herum zur Rückseite. Vielleicht stand dort noch ein kleines Landhaus, auf das die Sicht versperrt war.

Sie griff nach ihrer Schultertasche und sagte ihrem kleinen Sohn tapfer, dass sie sich umsehen würden, während sie auf den Vertreter der Verkäufer warteten. Als sie auf das Gebäude zugingen, fiel eine Tür krachend ins Schloss. Tyler erstarrte.

Ein großer, breitschultriger Mann, der einen Fischerpullover und Jeans trug, überquerte die Veranda und lief schnell die drei Stufen hinunter.

„Entschuldigung, ich wollte Sie nicht erschrecken. Ich vergesse immer wieder, den Türdämpfer zu reparieren.“

Die dunkle Stimme passte zu dem sehr männlichen Prachtkerl mit den schiefergrauen Augen, dem athletischen Körperbau und den markanten Gesichtszügen. Die Brise zerzauste seine dunklen Haare. Als er auf sie zukam, warf er einen Blick auf Tyler. Dann schaute er wieder sie an.

„Sind Sie Mrs. Linfield?“ Er musterte sie. Von den rotbraunen Haaren, die ihr über die Schultern fielen, über die beige Cabanjacke und die Jeans bis zu den Stiefeln.

Es dauerte nur einen Moment. Dennoch hatte sie das nervöse Gefühl, dass er sich jede Rundung und Kurve ihres Körpers vorstellte. „Ich hatte hier niemanden erwartet“, sagte sie. „Ich habe kein Auto gesehen. Also wollten wir uns ein bisschen umsehen.“

„Ich bin mit dem Wasserflugzeug hergekommen.“ Mit dem Kopf deutete er auf den Jachthafen, bevor er zu ihr trat und ihr die Hand hinstreckte. „Ich bin Erik Sullivan und erledige diesen Verkauf für meine Großeltern.“

„Sind Sie Immobilienmakler?“ Er strahlte Mut und Kraft aus, und sein Lächeln vermittelte eine absolut tödliche Mischung aus Selbstbeherrschung, Durchsetzungsvermögen und lässiger Ungezwungenheit.

„Tatsächlich baue ich Boote. Ich kümmere mich nur für meine Großeltern darum.“

Rory schüttelte ihm die kräftige Hand. Er trug eine Rolex am Handgelenk. Offenbar war er in seinem Metier sehr erfolgreich. Sein Händedruck war fest. Er wirkte kompetent und kultiviert.

Doch vor allem nahm sie eine völlig unerwartete Verbindung zu ihm wahr, als sie sich in die Augen sahen. Alles in ihr schien ruhig zu werden. So etwas hatte sie bislang nur einmal empfunden. Damals hatte Curt ihr zum ersten Mal die Hand gegeben. Dieses flüchtige Gefühl hatte von diesem Moment an ihr Leben bestimmt, und der Verlust ihres Ehemanns hatte eine große Leere in ihrem Herz hinterlassen.

Hastig entzog sie Erik ihre Hand und trat einen Schritt zurück. Ihre abrupte Reaktion war ihr peinlich. Aber sie lehnte den Gedanken an irgendeine Art Verbindung – ob eingebildet oder nicht – zu diesem Mann instinktiv ab. Sie traute ihren Empfindungen nicht.

Denn laut der Unterhaltung, die sie nach Curts Beerdigung mitgehört hatte, war es sehr gut möglich, dass die von ihr empfundene Liebe und Nähe zwischen ihr und ihrem Ehemann einseitig gewesen war. Sie legte die Hand auf die Schulter des Jungen. „Das ist mein Sohn Tyler.“

Erik lächelte den Jungen an und deutete auf das Gebäude. „Der Haupteingang zum Wohnbereich ist hinten. Aber wir können durch den Laden gehen. Kommen Sie. Ich führe Sie herum.“

„Gibt es kein separates Haus?“

„Wenn der Käufer ein Haus bauen will, gibt es dafür auf dem sehr großen Grundstück viel Platz. Doch es hat gewisse Vorteile, wenn das eigene Geschäft im Haus ist. Man muss nicht pendeln.“

Er konnte nicht erkennen, ob sie über die Bemerkung lächelte, denn ihre Haare verdeckten ihr Profil, während sie den Jungen zum Haus führte.

Mrs. Rory Linfield war völlig anders, als Erik erwartet hatte. Allerdings hatte Cornelia Hunt ihm kaum etwas über die Kaufinteressentin erzählt. Er war nicht sicher, was die elegante Ehefrau von Harry Hunt mit dem Gebäude neben dem Kundenbüro von Merrick & Sullivan vorhatte. Das Gebäude, das derzeit komplett renoviert wurde, hatte davor Eriks Großeltern gehört.

Gestern hatte Cornelia angerufen und gesagt, dass sie eine Witwe kennen würde, die sofort ein Zuhause benötigte – und die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Unter einer Witwe hatte er sich eine Frau mindestens Mitte oder Ende Fünfzig mit ergrauten Haaren und zumindest einigen Falten vorgestellt. Die sehr attraktive und elegante Frau, die jetzt die Veranda überquerte, sah dagegen verführerisch aus.

Ihre helle, zarte Haut und der schöne, mit rosafarbenem Lipgloss in Szene gesetzte Mund waren verlockend. Er schätzte sie auf Ende zwanzig. Demnach wäre sie zehn Jahre jünger als er. Auf den niedlichen kleinen Jungen war er überhaupt nicht gefasst gewesen.

In seiner Familie gab es keine kleinen Kinder, und in den Kreisen, in denen er verkehrte, ging es ausschließlich um Boots- und Segelsport. Den einzigen Kontakt zu Kindern hatte er, wenn ihn sein Geschäftspartner zu einer Familienfeier einlud. Also machte er sich nur selten Gedanken um Kinder. Nicht mehr.

Er hielt ihr die Tür auf. Als sie an ihm vorbeiging, nahm er den überraschend aufreizenden Duft ihres Parfüms wahr. Welche Empfindungen sie in ihm ausgelöst hatte, als er ihren sinnlichen Mund betrachtet und dann in ihre großen braunen Augen gesehen hatte, war genauso überraschend gewesen.

Offenbar hatte auch sie die besondere Verbindung zwischen ihnen gespürt. Denn in ihren Augen war eine Mischung aus Verwirrung und Vorsicht aufgeschienen, bevor sie zurückgewichen war.

Jetzt betrachtete sie verwirrt die leer geräumten Regale für Lebensmittel und die leere Kühlauslage für Milchprodukte in der Nähe der Kasse. Die Lebensmittel hatte er vor Monaten einer städtischen Essensausgabe gespendet. Sportartikel und Schwimmhilfen füllten noch immer die übrigen Regale. Dann entdeckte sie das Kajak, das an der Decke hing.

„Warum ist das Boot da oben, Mom?“

„Damit die Leute es besser sehen als die Boote da hinten.“ Sie zeigte auf ein Gestell im hinteren Bereich, an dem noch drei Kajaks hingen. Ruder und Wasserski standen in Reihen auf der anderen Seite.

„Werden wir in einem Geschäft wohnen?“

„Nein, Schatz. Wir … schauen uns nur um“, antwortete sie unsicher und wandte sich dann an Erik. „Sie sagten, dass die Immobilie Ihren Großeltern gehört?“

„Sie haben sich in San Diego zur Ruhe gesetzt. Das wurde auch Zeit. Mein Großvater hatte sich verletzt, als er eine der Neonröhren an der Decke ausgetauscht hat. Sie betrieben das Geschäft über fünfzig Jahre lang.“

Er hatte seinem Grandpa versprochen, sich um die Neonröhre zu kümmern. Im Lauf der Jahre hatte er seinen Großeltern viele Reparaturen abgenommen. Aber John Sullivan konnte manchmal ein wenig ungeduldig sein.

„Ist er gestürzt?“, fragte sie besorgt.

„Nein, es war nur eine Zerrung. Aber es hat zwei Monate gedauert, bis er wieder etwas heben konnte. Grandma ist für ihn eingesprungen, so gut sie konnte. Aber während dieser Zeit haben sie entschieden, sich zur Ruhe zu setzen.“

Rory wirkte immer noch unsicher, sie musterte den...



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