Förster | Gefährliche Dates | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 214 Seiten

Förster Gefährliche Dates


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-86361-451-5
Verlag: Himmelstürmer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, 214 Seiten

ISBN: 978-3-86361-451-5
Verlag: Himmelstürmer
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Mit einem ganz besonderen Auftrag landet Stefan auf Ibiza. Der junge Agent soll auf der Insel Dona Sofia besuchen und der alten Dame das Geheimnis eines alten Nazi Schatzes entlocken. Der gutaussehende Agent schafft es, bei einem abendlichen Date tatsächlich der Senora einen Teil ihres Geheimnisses zu entlocken. Nicht nur das. Er schafft es auch, sämtliche Lebensgeister der alten Dame zu wecken. Dona Sofia lädt den jungen Agen-ten, nach einem romantischen Abendessen, für den kommenden Tag auf ihre Finca ein. Der Einladung folgend, findet der junge Mann die Gastgeberin tot am Pool. Zurück in Deutschland, nehmen seine Vorgesetzten die Geschichte der Senora so ernst, dass sie den smarten Agenten auf Schatzsuche, quer durch halb Europa, schicken. Werner Nachtigall, der ehemalige Geschäftspartner der Senora, der mehr vom Nazi Schatz weiß, als er zunächst zugibt, lädt Stefan dabei sogar zu einer Partie Golf auf die Kanaren ein. Das Date mit dem Agenten endet auch für den mysteriösen Geschäftsmann im Jenseits. Stefan aber verfolgt eine weitere Spur in die Niederlande und dann in ein Schloss am Niederrhein.Dort trifft er auf Marcus, der ihm nach einer Führung wichtige Hinweise bei der Suche gibt. Nebenbei funkt es gewaltig zwischen den beiden Männern. Auch wenn Stefan nur auf flüchtige Abenteuer aus ist, der junge Typ aus dem Schloss hat es ihm angetan. Der ersten Begegnung folgt ein weiteres Date. Bis die Gefahr plötzlich ganz nah ist. Wird sein Date mit dem Agenten auch für Marcus das Letzte sein?

Förster Gefährliche Dates jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Dona Sofia
Mit betonter Lässigkeit sprang Stefan Bernau aus dem Taxi. Seinem Chauffeur warf er einen Fünf Euro Schein zu, eh er auf den Hafen der Altstadt blickte. Die Taxifahrt war überflüssig gewesen. Doch er war spät dran und wollte Dona Sofia nicht warten lassen. Genießerisch amtete der durchtrainierte Mann den Duft des Hafens ein. Mit einem letzten Blick auf die Seefahrerstatue vor ihm, machte er sich auf den Weg durch die engen Gassen der Altstadt. Das El Olivio, im Inneren der alten Wehrmauern, erreichte er nur zwei Minuten später. Auf dem Weg machte der braungebrannte Mann sich Gedanken über seine Gastgeberein. Viel hatte ihm sein Chef in Deutschland nicht erzählen können. Nur, dass die alte Dame sich bezüglich eines Naziraubes im Zweiten Weltkrieg ans Innenministerium gewandt hatte. Immerhin schien die Sache von einiger Brisanz zu sein. Daher war der Brief dann auch beim Nachrichtendienst gelandet. Und nun hatte man ihn nach Ibiza geschickt, um mehr von Senora Sofia zu erfahren.   Die spanische Lady erkannte er sofort, auch wenn bereits Betrieb an den Tischen herrschte. „Dona Sofia, guten Abend. Ich bedauere, dass Sie auf mich warten mussten.“ Der smarte Agent ließ seinen Charme spielen. Dass vor ihm seine Gastgeberin saß, dessen war er sich sicher. „Die kleine Verspätung sei Ihnen verziehen. Nehmen Sie Platz.“ „Stefan Bernau. Wir haben vorgestern telefoniert.“ Beide musterten sie sich. Der Senora gefiel ihr Gegenüber, der, in weißen, figurbetonten Hosen und einem schwarzem Seidenhemd steckte. Für Dona Sofia, obwohl schon 78, hätte der junge Agent durchaus zwei Knöpfe mehr öffnen können. Sämtliche Lebensgeister der vermögenden Dame erwachten zum Leben. Doch auch der Agent musterte die in weiß gekleidete Frau, die ihn neugierig machte. Der dezente Schmuck wirkte elegant und war sicher echt und sündhaft teuer. „Ich werde Sie Stefano nennen“, schob die alte Dame dem jungen Mann die Speisekarte über den Tisch. „Wählen wir doch das Essen, eh ich Sie mit meiner langweiligen Geschichte behellige.“ Ihre Frage war eher ein Programm. Stefan Bernau jedoch zeigte beim Nicken sein schönstes Zahnpastalächeln. Die Geschichte interessierte ihn wirklich. Wenn er auch nebenbei den dunkelhaarigen, spanischen Kellner taxierte. Dich zum Dessert, dachte er dabei. Als der Kellner zwei Minuten später einen leichten Weißwein serviert hatte, lehnte Dona Sofia sich vor. „Die Sache ist vielleicht spannend. Auf jeden Fall aber von einiger Brisanz. Ich selber komme aus Deutschland, lebe aber schon seit über 50 Jahren in Spanien.“ Mit diesen Worten leitete die vermögende Dame nun endlich ihre Geschichte ein. „Vor einigen Wochen habe ich alte Tagebücher meines Vaters gelesen und seine sämtlichen, noch vorhandenen Dokumente gesichtet. Es war wohl 1944, als er, gemeinsam mit drei anderen Soldaten, mehr als zwei Dutzend alte Gemälde verstecken sollte. Nicht irgendwelche Bilder. Nein, Beutekunst aus den Niederlanden. Der Auftrag kam aus Berlin und war streng geheim.“ Stefan nippte an seinem Weinglas. „Und Sie glauben, wir könnten diese Bilder wiederfinden? Vielleicht wurden sie längst entdeckt. Wenn doch damals vier Männer an der Aktion beteiligt waren. Und es eine Weisung aus Berlin gab.“ Der Agent blieb skeptisch. Doch Dona Sofia lächelte, eh sie nach einer Olive griff. Mit Genuss begann sie zu lutschen und der Agent war sicher, dass seiner Gastgeberin dieses Rendevouz außerordentlich gut gefiel. „Der Offizier fiel nur Wochen später bei einem Bombenangriff auf Düsseldorf. Einer der Kameraden meines Vaters hat den Krieg ebenfalls nicht überlebt. Mit den anderen beiden hat mein Vater bis zu seinem Tod vor über 20 Jahren noch Kontakt gehabt.“ Der Kellner servierte die Vorspeise. Schinken an Melone. Während die alte Dame erneut kurz schwieg. Dabei war sie sich der Tragweite ihrer Aussagen ganz sicher. „Wenn die drei Überlebenden aber doch das Versteck kannten, hätten sie doch nach dem Krieg …“ Verschwörerisch beugte Dona Sofia sich bei den Worten des Agenten vor. „Die Suche war schon damals brisant. Beutekunst! Es gab Prozesse. Die drei hatten Angst. Angst vor der Vergangenheit. Alle drei haben sie sich später sehr erfolgreich eine neue Existenz aufgebaut. Es ist nun Zeit, die Gemälde ans Tageslicht zurückzuholen.“ Verschwörerisch sah die spanische Lady den jungen Mann erneut an. Der schwere Brillantring an ihrem Finger funkelte dabei im hellen Kerzenschein. Den Agenten aber beschlich das Gefühl, dass die alte Dame ihm nur einen Teil der Wahrheit sagte. Als der Ober den Hauptgang servierte, Lammrücken an Salat, bohrte er vorsichtig weiter. „Hat Ihr Vater später nie mit Ihnen über seine Kriegserlebnisse gesprochen?“ „Nie. Seine beiden Freunde kannte ich natürlich. Karl Nachtigall und Heinrich Ferber. Mein Vater hat in den fünfziger Jahren in Hamburg eine Spedition aufgebaut. Darüber hab ich dann meinen späteren Mann kennengelernt. Alfonso Goronzo. Mein Mann besaß in Spanien ein Gewürzimperium. Auch Karl Nachtigall hat mit Gewürzen gehandelt. Heute gehört seinem Sohn die Firma. Werner hat einen schwachen Charakter.“ Dona Sofias Gesicht wurde undurchdringlich. „Ihrer Firma aber geht es gut?“, genoss Stefan das exzellente Lammstück. Nebenbei speicherte er alle Informationen und Namen. „Ich habe die Firma nach dem Tod meines Mannes verkauft. Offiziell aber repräsentiere ich das Geschäft immer noch. Ein Konzern aber steckt heute hinter der Firma. Mein Vermögen liegt heute überwiegend in Immobilien. Krisensicher.“ Die alte Dame nahm das schwere Weinglas in die Hand. „Ist das Menü nach Ihrem Geschmack?“ Plötzlich schien sie genug von der Vergangenheit zu haben. Mit Blicken zog sie den jungen Mann beinahe aus. Stefan war fast versucht, einen weiteren Knopf seines schwarzen Seidenhemdes zu öffnen. Doch wozu? Die Senora war fast 80 und er stand ohnehin nur auf junge, knackige Kerle. „Wir werden uns gemeinsam auf Schatzsuche begeben“, war Dona Sofia plötzlich wieder in der Vergangenheit. „Ich habe neben den Tagebüchern auch alte Aufzeichnungen meines Vaters gefunden. Pläne auf denen das Versteck sicher eingezeichnet ist. Sie helfen mir doch?“ Unvermittelt hatte die alte Dame nach dem muskulösen Unterarm des Agenten gegriffen. Der jedoch blieb scheinbar unberührt. „Die Bilder, wenn sie noch existieren, gehören dem Staat“, flüsterte er dann. „Oh ja. Natürlich. Aber wir werden sie finden.“ Verschwörerisch wieder der Blick der alten Dame. Um dann für den Abend endgültig das Thema zu wechseln. Zum Dessert genossen beide ein exquisites Früchtesourbet, eh sie zu einem doppelten Espresso übergingen. Gegen 23 Uhr dann bestand Dona Sofia darauf, die Rechnung zu begleichen. Danach durfte der junge Mann die Lady quer durch die Altstadt zum Taxistand am Hafen begleiten. Am Arm des jungen Mannes wurde Dona Sofia noch vergnügter. „Am Hafen dürfen Sie mich in ein Taxi setzen“, genoss die Senora die Blicke der Inselgäste. Stefan fühlte, sie fielen auf. Was ihm überhaupt nicht recht war. Doch im Augenblick sah er keine andere Möglichkeit. „Ich habe einen wunderbaren Swimmingpool. Wenn Sie morgen schwimmen möchten …“, schaute die Spanierin ihren Begleiter an. „Ich werde meine Badehose einpacken“, nickte Stefan. Auch wenn er viel lieber im Mittelmeer geschwommen hätte. Aber dazu würde sich bis 16 Uhr am nächsten Tag noch eine Gelegenheit finden. Dona Sofia lachte. „Die dürfen Sie zu Hause lassen. Wir sind unter uns. Nackt baden, ist doch einer der vielen Reize dieser Insel.“ Sie schritten bei diesen Worten durch den historischen Bogen Phillips des Zweiten, die Zugbrücke runter, Richtung Hafen. Stefan war für einen Augenblick sprachlos bei diesen Worten. Er kam sich vor, als wären sie beide gerade in einem billigen Roman. Die lüsterne Alte schien doch glatt Spaß daran zu haben, ihn herauszufordern. „Ibiza hat in der Tat viele Reize“, blieb er dennoch diplomatisch. Auch wenn er nicht das geringste Interesse daran hatte, der Alten seinen nackten Body zu präsentieren. „Ohne Zweifel“, fühlte Dona Sofia wohl seinen Unwillen. Ohne jedoch verlegen zu werden, klammerte sie sich nun noch fester am Arm des Agenten fest. „Sind Sie verheiratet?“, wollte sie als nächstes wissen. Echt krass, fühlte Stefan den Blick von der Seite. „Nein. Glücklicher Single“, schaute er bei seiner Antwort der Senora tief in die Augen. Und außerdem turnen mich eh nur Männer an, dachte er dabei, um es dann aber doch zu verschweigen. „Ein Genießer. Richtig so“, hob Dona Sofia ihre Augenbrauen. Anscheinend gefiel ihr seine Antwort. Noch am Taxistand war...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.