E-Book, Deutsch, 220 Seiten
Förster Leinen los vor Mykonos
1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-86361-613-7
Verlag: Himmelstürmer Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)
E-Book, Deutsch, 220 Seiten
ISBN: 978-3-86361-613-7
Verlag: Himmelstürmer Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)
Hellauf begeistert sind Tino und Julian, als sie im Hafen von Mallorca vor ihrer Jacht stehen. Gesponsert von ihren Eltern, haben die beiden, nach ihrer Ausbildung, eine Kreuzfahrt quer durchs Mittelmeer vor sich. Schnell merken sie, dass sie nicht die einzigen Jungs auf dem Schiff sind. Noch auf dem Weg Richtung Malta, hat Tino sich in Nils, einen jungen Barkeeper, verguckt. Nur zu gern geht der Kellner auf den Flirt ein. Abwechslung versprechen auch Joe und Kai. Die beiden sind zwar ein Paar, doch nehmen es beide mit der Treue nicht besonders genau. Auf Malta dann lässt sich Tino von Kosta, einem weiteren Passagier, nicht nur die Sehenswürdigkeiten der Insel zeigen. Eh er sich versieht, muss sich der dunkelhaarige Jungbanker zwischen Nils und dem adeligen Griechen entscheiden. Was ihm sichtlich schwer fällt. Lieber baggert er weiter mit beiden Jungs rum. Sogar seinen besten Freund vernachlässigt er dafür. Doch der blonde Julian findet ebenfalls Anschluss. Benedikt lässt ihn jedoch zunächst nicht wirklich an sich ran. Auch wenn er durchaus an Julian interessiert ist. Der dagegen verknallt sich regelrecht in den muskulösen Kerl. Auch wenn Benedikt ein Geheimnis zu haben scheint. Mysteriös kommt dem blonden Typ auch Steffen vor. Der Mittdeißiger schreibt Reportagen, ist sexy und taucht häufiger unvermutet auf der Bildfläche auf. Die Sache spitzt sich zu, als der Urlaubsdampfer vor Mykonos mit einem Motorschaden für einige Tage ankern muss. Was Kosta nur Recht ist. Er chartert eine kleine Jacht, mit der er rüber nach Delos möchte. Doch das nicht nur zum Spaß, wie die beiden Freunde raus bekommen. Auch Kai und Joe mieten sich ein Boot. Als es heißt, Leinen los vor Mykonos, wird Tino und Julian klar, einer ihrer Bekannten ist in eine Schmuggel Action verwickelt. Noch eh sie sich versehen, stecken sie dann mitten in einem Abenteuer, bei dem Jungs, Sex und Flirts nicht zu kurz kommen ... Leinen los vor Mykonos, wer denkt da nicht an Sommer, Sonne, Fun und Action?
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„Coole Sache“, blickte Julian aus dem Fenster. Die Boeing 737 befand sich im Landeanflug auf Malle und unter ihnen konnten sie deutlich den Hafen von Palma sehen. Sein Kumpel Tino nickte. „Dass wir die Reise von unseren Großeltern bekommen haben! Ja. Lieber wäre mir allerdings eine Gay Kreuzfahrt gewesen.“ „Hm. Das hätte ich meinen Alten kaum beibringen können. Außerdem sind die viel teurer. Aber der Typ im Reisebüro hat doch auch gemeint, gay-friendly sind die Touren alle.“ „Bei dem Ziel hoff ich das. Wobei du das Publikum hier im Flieger schon mal vergessen kannst.“ „Die bleiben sicher alle auf Malle. Außerdem haben wir ja uns.“ Julian schaute weiter interessiert auf die Touri-Insel runter. Tino aber schloss die Augen. Er hoffte auf ein paar geile Abenteuer auf dem Schiff. Mit 24 ist man eben dauergeil. Zwei Stunden später standen sie mit großen Augen vor dem rot-weißen Kreuzer, der sie nun zehn Tage lang durchs Mittelmeer bugsieren sollte. „Irre“, murmelte Julian. Tino nickte, als er die Pier runterschaute. Mit hundertachtzig Sachen fuhr da ein Motorrad auf sie zu. Direkt vor dem Schiff brachte der Fahrer die schwere BMW Maschine zum Stehen. Ein zweiter Typ, der sich eng an den Biker geschmiegt hatte, sprang runter, um dann einen schwarzen Helm vom Kopf zu ziehen. Nicht nur Tino schaute rüber. Auch Julians Blick galt nun den beiden jungen Männern, die beide in weißen Shirts und engen Jeans steckten. Der Beifahrer strich nun durch seine schwarzen Haare, um dann kurz zu den beiden Jungs rüber zu zwinkern. Tino lächelte, als der Typ sich auch schon von seinem Chauffeur verabschiedete, um dann Richtung Boot zu rennen. „Der hat es aber eilig“, wunderte Julian sich. Sein Kumpel blickte auf die blaue Armbanduhr, die er zum Abi von seinen Alten bekommen hatte. „Das war echt ein Lichtblick. Davon noch mehr und unsere Kreuzfahrt ist gerettet.“ „Du nun wieder. Als ob es nur noch Sex auf der Welt gäbe.“ Julian blickte dem davonfahrenden Motorradfahrer hinterher. „Hey. Mach bloß nicht auf anständig. Dir ist ein geiler Typ in der Kiste doch auch zehnmal lieber als wichsen. Komm, wir erkunden das Schiff.“ Tino schlug seinem Kumpel kurz auf die Schulter, um dann Richtung Gangway zu marschieren. Im Hinterkopf hatte er dabei vor allem den smarten Typen in der engen Jeans auf dem Schiff wieder zu finden. Nach dem Einchecken schauten sich die beiden als erstes ihre Kabine an. Julian war erleichtert, ihre Koffer schon neben ihrem Bett zu erblicken. Tino dagegen sah kritisch in das kleine Badezimmer. „Ist ja winzig. Das Zimmer auch. Wenigstens mit Fenster“, schaute er dann auf den Hafen von Palma. „Wir sind ja nur zum pennen hier“, legte sein Kumpel da schon einen Stapel Shirts in den schmalen Wandschrank. Tino folgte seinem Beispiel. „Können wir dann?“, schob er seinen rasch geleerten Koffer unters Bett. „Ja. Bin gespannt, wie das Essen ist.“ Julian fuhr sich kurz durch seine dunkelblonden Haare. Sein Kumpel runzelte die Stirn. „Du denkst ans Fressen, hoff lieber, dass hier noch ein paar Gays auf dem Schiff sind.“ „Das Thema hatten wir schon. Spätestens auf Mykonos werden wohl welche sein.“ Sein Kumpel zwinkerte ihm zu. Kurz drauf erkundeten sie das Schiff. Auf dem Vorderdeck fand bereits ein Empfang mit Begrüßungscocktails statt. „Hey, genehmigen wir uns einen? Ist gratis.“ Julian schaute zur Bar rüber. „Jetzt schon saufen? Wir waren noch nicht hinten. Da sollen die Clubräume und der Sportbereich sein.“ Tino war unschlüssig. „Meinst du, der Typ vom Hafen ist schon in der Mucki Bude?“ Julian lachte. Bis er seine Augen zusammenkniff. „Hey, schau mal dort.“ Er packte seinen Kumpel am Arm. Doch auch Tino hatte den Typen vom Hafen da erblickt. Nur steckte der jetzt in einem weißen Hemd, schwarzen Hosen und servierte den Gästen Cocktails. Sogar die Haare hatte er sich mit Gel noch bearbeitet. „Geile Sau“, murmelte Tino. „Der arbeitet hier“, grinste Julian. „Na, dann kann er uns gleich einen Cocktail servieren. Gehen wir runter.“ Tino wartete die Antwort seines Kumpels gar nicht erst ab. Wie der Blitz stand er vor dem smarten Kellner. „Hallo. Wir nehmen zwei. Tino. Das ist Julian.“ „Hallo, gern.“ Der junge Kellner schwenkte sein Tablett in Richtung der beiden Freunde. Julian überlegte dabei, ob sie ihn einfach duzen durften. Tino war in diesen Dingen immer sehr locker. Hoffentlich brachte er den Typ damit nicht in Verlegenheit. Doch der lachte nur. „Nils. Wir sehen uns dann sicher öfter in den kommenden zehn Tagen.“ Keine Spur von Verlegenheit, nahm nun auch Julian seinen Früchtecocktail vom Tablett. „Hoffentlich. Bedienst du auch beim Essen?“ Tino versuchte sofort zu flirten. „Klar. Rund um die Uhr im Einsatz. Wenn du am richtigen Tisch sitzt.“ Mit einem Zwinkern wendete sich Nils anderen Gästen zu. „Wow“, flüsterte Tino seinem Kumpel ins Ohr. „Rund um die Uhr im Einsatz“, schlürfte Julian seinen Cocktail, um sich dann umzusehen. Das Publikum gefiel ihm. Überwiegend junge Leute. Alle gut drauf und in Jeans oder Shorts. Der Cocktail machte zudem Laune. Außerdem lag eine Kreuzfahrt vor ihm. Mit allem, was so dazu gehörte. Ganz unspektakulär legte das Schiff dann zwei Stunden später ab. Die beiden Jungs standen dabei immer noch auf dem Deck. Immer kleiner wurde der Hafen, die Kathedrale von Palma, bis sie schließlich nur noch das Meer um sich sahen. „Das Abenteuer kann beginnen“, grinste Tino. Die beiden Cocktails sorgten immer noch für eine leichte Beschwingtheit. „Dann lass uns essen gehen. Okay?“ Julian knurrte der Magen. „Gute Idee. Vielleicht sehen wir da Nils wieder.“ „Der muss arbeiten.“ „Sicher nicht rund um die Uhr. Gehen wir.“ Am Eingang zum Speisesaal stand dann ein weiterer Kellner, den beide sofort als gay ausmachten. „Hallo. Martin. Ihr Steward für die nächsten zehn Tage. Ich führe Sie zu Ihrem Tisch.“ Aus pechschwarzen Augen taxierte der Endvierziger die beiden Freunde einen Augenblick zu lang. Der ist spitz auf uns, dachte Julian, während sich Tinos Augen weiteten. Er hatte Nils erspäht. „Können wir einen Tisch bei Nils bekommen? Wir kennen uns.“ Das war zwar übertrieben, doch Tino schaute nun dem Chefkellner so tief in die Augen, dass der nickte. „Sicher. Gerne.“ „Folgen Sie mir bitte.“ Der Chefkellner nickte kurz zu Nils rüber. Dann marschierte er mit den beiden neuen Gästen zu einem der vielen Vierer Tische. „Bitte sehr. Darf ich Ihnen die Getränkekarte bringen lassen oder haben Sie schon einen Wunsch?“ Martin fasste Julian kurz an der Schulter. „Danke. Zwei Cola.“ Der war kurz verwirrt, als Nils auf sie zukam. „Ihr kennt euch ja“, ließ Martin sie dann allein. „Ja. Hey.“ Tino zwinkerte dem smarten Kellner zu. „Zwei Cola also.“ Nils ging erneut nur kurz auf den Flirtversuch ein. „Oder ist hier Weinzwang?“ Julian wurde unsicher. Was seinen Kellner zum lachen brachte. „Nein. Ich servier dir auch Buttermilch, wenn es sein muss.“ Damit drehte Nils sich um. Bewundernd schaute Tino ihm hinterher. „Deine Boysahne wäre mir lieber“, flüsterte er seinem Kumpel dann zu. „Hallo. Tino, der arbeitet hier. Never fuck the personal. Weißt du doch. Lass bloß die Finger von ihm. Nicht, dass er wegen dir Ärger bekommt.“ Julian kannte seinen Kumpel nur zu gut. Doch der war nicht mehr zu bremsen. „Quatsch. Warum soll der Ärger bekommen? Wenn er nett ist, schon überhaupt nicht.“ In dem Augenblick kam Nils bereits mit zwei Cola Flaschen zurück. Geschickt schenkte er ein. „Hast du das gelernt?“ Tino staunte. „Hab schon als Jugendlicher in einem Lokal gejobbt. Willst du meinen Lebenslauf?“ Frech schaute Nils zu Tino runter. „Gern. Wie lang musst du arbeiten?“ „Lange. Sei schön brav, sonst setz ich gleich ein paar Oldies zu euch.“ Nils schenkte auch Julian ein, eh alle drei zum Eingang schauten. Dort sorgte der Chefsteward dafür, dass alle Gäste einen Platz bekamen. Geschickt platzierte er dabei die Ankommenden so, dass sie zueinander passten. Als ein muskulöser Typ in engen Jeans am Eingang erschien, weiteten sich Julians Augen. „Den darf er gern zu uns bringen“, raunte er Nils zu. „Wird schon“, lachte auch Nils, um ebenfalls einen anerkennenden Blick zu dem neuen Gast zu werfen. Zu ihrer aller Überraschung aber brachte der Chefkellner den Muskeltyp zu einem Tisch, an dem bereits ein junges Hetero...




