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E-Book, Deutsch, 100 Seiten
Förster Sehnsucht - nach mehr
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-86361-363-1
Verlag: Himmelstürmer Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
E-Book, Deutsch, 100 Seiten
ISBN: 978-3-86361-363-1
Verlag: Himmelstürmer Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Basti schiebt Frust. Sein bester Kumpel Normen erscheint ausgerechnet zum Abi-Ball mit einer Tussi. Und das, nachdem sie fast zwei Jahre lang ihre ersten sexuellen Erfahrungen miteinander geteilt haben. Doch im Gegensatz zu seinem Kumpel, fühlt Basti, er steht auf Jungs und das wird auch so bleiben. Zum Glück taucht sonntags nach dem Abi-Ball Lutz auf der elterlichen Apfelplantage auf. Der zwölf Jahre ältere entfernte Cousin ist schon lange Bastis großer Schwarm. Weit weg vom Niederrhein, lebt der in Köln und, so flüstert die Familie, steht auf Männer. Basti ist erst wieder happy, als Lutz ihn zur Uni Besichtigung nach Köln einlädt. Bastis erstes Wochenende in der Gay Hauptstadt wird zur Achterbahnfahrt. Er sieht knutschende Jungs, erlebt Boys, die ihm an die Wäsche wollen, und hat auch noch seinen ersten richtigen Sex. Die nächsten Wochen werden zum Kontrastprogramm. Bei der Erdbeerernte hat er Zeit zum nachdenken, führt frustrierende Gespräche mit Normen und bleibt in Lutz vernarrt. Ohne mit dem Cousin im Bett zu landen, bringt der ihm Köln näher und Basti erkennt an den folgenden Wochenenden die Oberflächlichkeit der schwulen Szene. Dennoch lockt die City. Mit Lutz' Kumpel Marco erlebt er seine erste Gay-Disco, seinen ersten One Night stand und andere verrückte Ereignisse. Marco verschafft ihm dann ein Appartement und Basti ist bereit für das Abenteuer Großstadt. Bis Sören zur Apfelernte auf dem elterlichen Gutshof auftaucht. Diesmal fahren nicht nur Bastis Gefühle Achterbahn. Der Youngster erlebt den ersten Looping seines schwulen Lebens.Achterbahn, zwischen Dorf und City, Erdbeeren und Kölsch, Sex und Gefühlen.......
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Verrückte Pläne
„Fo…fo…follow you“, schaltete ich mein iPhone lauter. Leicht gefrustet lag ich dabei unter einem von 2000 zur Apfelplantage gehörenden Bäumen mit Blick auf unseren Gutshof. Mein Frust bezog sich auf Norman. Mein Wichskumpel während der gesamten Oberstufe. Seit fast zwei Jahren war nun für mich scheinbar mehr draus geworden. Was genau, keine Ahnung. Sexspiele zum Beispiel, von denen ich mehr wollte. Okay, seit einem Jahr erlebte ich auch mehr. Nur nicht mit ihm. Trotzdem hatten doch auch wir regelmäßig unseren Spaß gehabt. Bis vor ein paar Wochen. Ich dachte Abi-Stress. Von wegen! Gestern zum Abi-Ball war er dann mit dieser Tussi aufgetaucht. Die Musik lauter drehend, konnte ich es immer noch nicht glauben. Sogar geküsst hatten sie sich. Ich dagegen schaute in die Röhre. Von nun an gab es wohl keinen Norman mehr für mich. Sicher nicht. Norman. Der Boy, der mich seit zwei Jahren von meinem fast ständigen Druck zwischen den Schenkeln befreite. Abschreiben. Nach vorne schauen. Mit dem Abi in der Tasche war ich eh nun frei. Studium. Eine Stadt! Ein anderer Norman! Einer, der mehr als nur wichsen wollte. So wie der Typ vor drei Wochen im Hallenbad. Dass nur Jungs mich anturnten, raffte ich eh schon seit fast vier Jahren. Da war es wohl echt gut, bald von hier weg zu können. Norman vergessen. Plötzlich weitete sich mein Blick. Wow! Wir bekamen Besuch. Ich sprang beinahe auf, als ein silberner BMW vor unserem Gutshof hielt. Lutz sprang aus dem Wagen. Mein iPhone fiel ins Gras. Damit hatte ich ja Null gerechnet. Was machte der denn hier? Warum hatte meine Mutter mir nichts gesagt? Lutz war Vaters viel jüngerer Cousin. Meine Favoriten-Wichsvorlage, seit ich denken konnte. Zwölf Jahre älter als ich und, so flüsterte die Familie, stockschwul. Was ihn für mich nur noch interessanter machte. Leider aber sah ich ihn nur selten. Außerdem hatte er mich bisher nie beachtet. Ich war eben ein Kind. Aber jetzt? 19, die Pickelzeit vorbei, ein echter Mann, was sogar meine Mutter neuerdings öfter der lieben Verwandtschaft flüsterte. Ich wollte, sie würde es mal Vaters Cousin flüstern. Lutz’ Mutter fand sogar, wir hätten eine leichte Ähnlichkeit. Nur, dass der in Köln wohnte, mitten im Leben stand und anscheinend jeder wusste, dass er schwul war. Konnte es sein, dass wir uns grad darum so ähnlich waren? Denn auch mich ließen Mädchen halt einfach kalt. Bei Jungs dagegen. Grrr, musste ich an Norman denken. Verflucht! Den sollte ich jetzt echt vergessen. Auf dem Weg zum Hof zupfte ich mir die letzten Grashalme von meinen verwaschenen 501. Lutz steckte sicher wieder in coolen, ganz neuen Jeans. Er steckte! Gemeinsam mit meiner Mutter stand er plaudernd in unserer riesigen Küche. Seine genial sitzende Jeans wirkte auf mich irre sexy. Das grüne G-Star Shirt betonte dabei noch auf lässige Weise seinen muskulösen Body. „Hallo, Basti“, drehte er sich, als ich im Türrahmen erschien. Zum ersten Mal, so schien es mir, musterte er mich dabei länger als üblich. Wobei, hatte er mich je gemustert? Vielleicht fiel Lutz endlich auf, dass ich erwachsen geworden war. „Hallo, Lutz. Du hier? Mutti hat gar nichts davon gesagt.“ Fast streng nun der Blick zu meiner Mutter. „Lutz bleibt drei Tage“, schnitt sie dabei seelenruhig den Erdbeerkuchen an. „Du hattest mit dem Abiball so viel um die Ohren, da hast du das wohl nicht mitbekommen.“ Total nebensächlich ihr Satz. Da kam meine größte Wichsvorlage der letzten Jahre gleich drei Tage ins Haus, aber meiner Mutter war das nur einen Nebensatz wert. „Glückwunsch zum Abi übrigens. Endlich frei, was?“ Wow, Lutz schlug mir auf die Schulter. Ganz nah nun sein Body. „Basti, bringst du das Geschirr schnell auf die Terrasse?“, brachte meine Mutter mich aus meinen Gedanken. „Ich helf dir“, drehte Lutz sich, um ebenfalls mit anzupacken. Oder wollte er mir seinen Knackarsch präsentieren? Blödsinn! Meine Fantasie ging mit mir durch. Nur gut, dass die beiden endlich auf die Veranda marschierten. Ich hatte echt voll das Rohr. Krass! Lutz schaffte es nun schon seit zwei Jahren, dass ich scharf wurde, bei dem Gedanken … Okay, Erdbeerkuchen war angesagt. Außerdem erschien mein Alter auf der Bildfläche. „Hallo, Sohnemann. Ausgeschlafen? Lutz, grüß dich. Du bist früh. Alles okay bei dir?“ Mein Vater hatte die Angewohnheit, ständig mehrere Fragen gleichzeitig zu stellen. In dem Augenblick auch noch an zwei Leute. Er und sein Cousin waren echt voll verschieden, stellte ich bei der Gelegenheit erneut fest. „Hallo, Klaus. Das Wetter lockte. Ich will nachher noch über die Dünen Richtung See spazieren.“ „Entspannen? Okay, ich such uns für heute Abend ein gutes Tröpfchen im Keller. Dann quatschen wir in Ruhe. Du bleibst doch bis Mittwoch?“ „Wenn es recht ist.“ Beide lachten. Sie verstanden sich echt. Für mich klar, da wollte ich dabei sein. Wenn ich schon die Chance hatte, meinem Schwarm so nah sein zu dürfen. Doch es sollte noch besser kommen. Noch eh Lutz ins zweite Stück Erdbeertorte biss, fragte er mich: „Wenn du Lust hast, erzählst du mir später von deinen Studienplänen. Okay?“ Ich konnte nur nicken. Unterstützung kam von meinem Vater. „Wie schaut denn der Wohnungsmarkt in Köln aus? Basti wird eine Bude brauchen. Egal ob nun in Münster, Köln oder Essen.“ „Katastrophal. Das war bei mir damals schon ein Drama. Weißt du denn schon, in welche Stadt du willst?“ Ich schüttelte mit dem Kopf. Darüber hatte ich mir echt noch keine Gedanken gemacht. „Bin froh, erst mal das Abi zu haben. Bis Oktober sind ja noch fünf Monate. Zeit, um mir alle Städte der Welt anzusehen.“ Ich war wohl echt naiv. Lutz musste laut lachen. „Du hast ja Nerven. Entscheide dich besser heut als morgen. Dann hast du Zeit für die Wohnungssuche. Bisschen weltfremd“, lachte er immer noch. Mein alter Herr nickte auch noch, um Lutz recht zu geben. „Weißt du was? Wir machen jetzt einen langen Spaziergang. Da erklär ich dir mal kurz, was du bist Herbst noch alles so organisieren musst. Okay?“ Voll begeistert konnte ich wieder nur nicken. „Das ist gut. Nimm ihn ruhig unter deine Fittiche“, gab auch noch meine Mutter ihren Segen. Gleichzeitig versorgte sie Lutz mit dem dritten Stück Torte. Wo ließ er das nur? Denn auch beim Sitzen konnte ich nicht ein Gramm Fett an seinem Body erkennen. Im Gegenteil. Six-Pack! Lutz’ Kondition war top. Eine Stunde später durfte ich das bei unserem Bummel, weg von der Apfelplantage, feststellen. Über den Rheindamm wanderten wir direkt auf das nahe liegende Naturschutzgebiet zu. Eine Dünenlandschaft, für den Niederrhein untypisch und Jahrhunderte alt. „Eure Dünen erinnern mich immer an Norddeutschland“, blickte Lutz dann von einem Hügel aus quer über das Naturschutzgebiet. „Ja. Echt schön, aber halt nichts los“, murmelte ich. Lutz grinste. „Null Action, was? Warte ab. Du bist ja bald an der Uni. Da hast du Action.“ „Hoffentlich“, grinste nun auch ich. „Na, dann schieß mal los. Was willst du studieren? Wo und warum?“ Ohne Umweg ging er ans Eingemachte. Sein Blick dabei, Versuchung pur. Oder kam mir das nur so vor? „Ich will Geschichte und Deutsch studieren“, hielt ich den Blick. „Ach. Teacher werden? Wow. Ich dachte, du übernimmst später die Plantage”, wendete Lutz nun seinen Blick. In der Ferne waren unsere Apfelbäume zu sehen. „Wo deine Brüder doch auch schon andere Pläne haben.“ Fast schuldbewusst nickte ich. „Meine Eltern sind aber einverstanden. Es läuft eben nicht immer so, wie sie es gerne hätten.“ Diesmal musste ich an meine Schwäche für Jungs denken. Auch das war sicher nicht nach dem Geschmack meiner Eltern. Meinen Studienwunsch dagegen hatten sie abgenickt. Vielleicht auch die Hoffnung, dass Johannes oder Clemens es sich doch noch einmal überlegen würden. „Du bist ja auch in die Stadt abgehauen“, nun fast trotzig meine Antwort. Doch Lutz brachte das nur erneut zum Lachen. „Bei mir lagen die Dinge anders“, schaute er mir dann fest in die Augen. Okay, time für ein Coming-out, holte ich Luft. „Aber ich würde mich auch auf dem Land glücklich fühlen“, überraschte er mich da. „Was? Echt?“ „Echt. Ja. Mit einem passenden Partner und dem richtigen Job vor der Haustür. Wenn du das Studentenleben ein paar Jahre kennst, wirst du mich vielleicht verstehen. Dann kannst du es auf alle Fälle aber besser beurteilen als heute. Und nun komm mit zum See. Oder schlagen wir hier Wurzeln?“ Freundschaftlich knuffte er mich mit der Hand auf meine Oberarme. Sofort spannte ich die Muskeln an. Sollte mein Dreamboy ruhig merken, dass ich erwachsen geworden war. Ich glaub, er merkte es da wirklich. Verdammt, ich war spitz. Horny! Scharf auf meinen Cousin. Okay, auf den Cousin meines Alten. Seit ich 16 war, stellte ich mir vor, wie es wäre, Sex mit ihm zu machen....




