Fohrer | Kreta Reiseführer Michael Müller Verlag | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 684 Seiten

Reihe: MM-Reisen

Fohrer Kreta Reiseführer Michael Müller Verlag

Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps.
24. Auflage 2025
ISBN: 978-3-96685-461-0
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Individuell reisen mit vielen praktischen Tipps.

E-Book, Deutsch, 684 Seiten

Reihe: MM-Reisen

ISBN: 978-3-96685-461-0
Verlag: Michael Müller Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Anders reisen und dabei das Besondere entdecken: Mit den aktuellen Tipps aus den Michael-Müller-Reiseführern gestalten Sie Ihre Reise individuell, nachhaltig und sicher. Machen Sie dort Urlaub, wo Göttervater Zeus geboren wurde. Autor Eberhard Fohrer bereist seit mehr als 40 Jahren Griechenland. Auf 768 Seiten mit 334 Farbfotos zeigt er Ihnen die wilde, ungezähmte Schönheit der größten griechischen Insel. Weit mehr als 250 Orte und Reiseziele sind ausführlich beschrieben. Strandurlaub mit Kindern oder individuelle Entdeckungsreise? 93 Karten und Pläne samt Übersicht aller Campingplätze und Ausgrabungsstätten verschaffen Ihnen optimale Übersicht über Strände, Unterkünfte, Kretas Sehenswürdigkeiten und Restaurants. Alles von unserem Autor vor Ort akribisch recherchiert und für Sie ausprobiert. Praktisches Extra: Eine herausnehmbare Kreta-Karte im Maßstab 1:200.000. Ökologisch, regional und nachhaltig wirtschaftende Betriebe sind kenntlich gemacht. Zahlreiche eingestreute Kurz-Essays vermitteln interessante Hintergrundinformationen. Die Geheimtipps des Autors erschließen Ihnen die Highlights ebenso, wie Sehenswertes abseits bekannter Pfade. Erprobte Tipps und nützliche reisepraktische Ratschläge runden den Reiseführer »Kreta« ab. Kreta-reise.info schreibt: »Der Kreta-Reiseführer (…) ist nach meiner Meinung der mit Abstand beste Reiseführer in Buchform.« Und kreta-urlaub.at findet: »Der umfangreiche Reiseführer gilt als DAS Standardwerk zum Thema Urlaub und Kreta.« Mehr als 250 Orte und Reiseziele: Iráklion und Umgebung, die Bucht von Mália, die Lassíthi-Hochebene, die Südküste, Ágios Nikólaos und Umgebung, die kretische Riviera, die Ostküste, Réthimnon und Umgebung, Georgioúpolis und Umgebung, Chaniá und Umgebung, Westen und Südwesten der Insel – Ortsbeschreibungen, Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Freizeitaktivitäten, Hotels, Restaurants und mehr. Kaum ein anderer Kreta-Reiseführer ist so individuell und authentisch. 135 Seiten Landeskunde und Reisetipps: Erfahren Sie alles zu Landschaftsformen und Geologie, Tier- und Pflanzenwelt, Traditionen und Brauchtum wie Tänze und Kunsthandwerk, Mythologie und Geschichte. Dazu reisepraktische Tipps von ärztlicher Versorgung über Hinweise zum legalen Erwerb von Souvenirs bis zur vielfältigen kretischen Küche, Klima und Wetter Kretas sowie die wichtigsten griechischen Redewendungen und Begriffe: Mit unserem Reiseführer »Kreta« bleibt keine Frage unbeantwortet. Die interessantesten Aktivitäten und Kretas Sehenswürdigkeiten: Erkunden Sie die vielfältige Natur zu Fuß oder mit dem Rad und lassen Sie sich verzaubern von majestätischen Bergregionen, versteckten Höhlen, menschenleeren Halbinseln, ländlich-ruhigen Hochebenen und grünen Flusstälern. Jahrtausende an Kultur und Geschichte wird lebendig dank der umfangreichen und detaillierten Informationen in unserem Reiseführer »Kreta« zu mehr als 50 Klöstern, minoischen Palästen und römischen Zisternen, venezianischen Wassermühlen und byzantinischen Fresken. Aktiv-Urlauber erfreuen sich an den zahlreichen sorgfältig recherchierten Tipps zu erlebenswerten Touren und Aktivitäten wie Wandern, Tauchen, Schwimmen und Segeln. Familien freuen sich über die umfangreichen Ortsbeschreibungen und praktischen Hinweise im Kreta-Reiseführer zu Stränden, Restaurants und Unterkünften, die ihren Urlaub zu einem gelungenen individuellen und erholsamen Abenteuer machen. Vertrauen Sie den Geheimtipps des Autors und Sie werden nicht enttäuscht, versprochen! Praktisch und interaktiv – 36 Wanderungen und Touren: Gehen Sie mit unserem Kreta-Reiseführer auf Entdeckungstour durch einmalige Landschaften mit großartigen Panoramen. Kostenlos und registrierungsfrei stehen fünf GPS-Tracks und die mmtravel App mit Online-Karten und Ortungsfunktion zum Download für Ihren Kreta-Urlaub bereit.
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Weitere Infos & Material


Iráklion
Die größte Stadt Kretas, Wirtschafts- und Ballungszentrum der gesamten Insel, glänzt nicht mit ausgeklügelter Stadtplanung. Hier wird gebaut, was geht. Fast 180.000 Menschen bevölkern heute die Stadt und ihre Außenbezirke; fast jeder vierte Kreter wohnt hier.

Im venezianischen Hafen von Iráklion

Iráklion ist eine Stadt voller Leben, noch dazu Dreh- und Angelpunkt des gesamten Inseltourismus. Ganze Heerscharen von Touristen durchziehen die Stadt und ihre Umgebung: Kreuzfahrer, die nur schnell mal nach Knossós und ins Museum geschleust werden, An- und Abreisende, die auf Fähren und Flieger warten, Urlauber aus den großen Badehotels der nahen Strände, Kulturbeflissene und viele mehr.
Trotzdem hat Iráklion Atmosphäre, auch wenn aus der bewegten Vergangenheit nicht viel erhalten geblieben ist: Antike Ruinen wurden nur an wenigen Stellen freigelegt, da die neuzeitliche Stadt darüber gebaut wurde. Nach der Befreiung von den Türken zerstörten die Kreter zudem alles, was an die verhasste Besatzungsmacht erinnerte und im Zweiten Weltkrieg vernichteten deutsche und alliierte Bomben gut zwei Drittel der Altstadt. Beim folgenden Wiederaufbau wurde auf Ästhetik und Bewahrung historischer Strukturen kaum Rücksicht genommen, doch immerhin stehen noch einige z. T. aufwändig restaurierte Repräsentationsbauten und Kirchen aus venezianischer Zeit. Reizvoll ist außerdem der Besuch des Hafenkastells und der fast vollständig erhaltenen venezianischen Stadtmauer mit sieben Bastionen und vier mächtigen Toren, auf der Níkos Kazantzákis, der Schöpfer des „Aléxis Zorbás“, begraben liegt.
Mittelpunkt des alten Zentrums ist seit eh und je die Platia Venizelou mit dem Löwenbrunnen. Die meisten Straßen im Umkreis sind als Fußgängerzonen ausgewiesen und laden zum entspannten Bummeln ein. Nur ein paar Schritte sind es etwa in die breite, von klassizistischen Palästen gesäumte 25 Avgoustou Str., die zum Hafenkastell hinunterführt, in die Marktgasse oder die geschäftige Dedalou Str., die zum weitläufigen Eleftherias-Platz mit dem weltberühmten Archäologischen Museum führt, das eine einzigartige Sammlung minoischer Kunst besitzt. Als Fluchtpunkt vor dem Lärm der City bietet sich ein Bummel am Fischerhafen mit dem imposanten venezianischen Kastell an. Und natürlich lässt niemand die nur wenige Kilometer außerhalb liegenden Ruinen des weltberühmten minoischen Palastes Knossós aus - Sir Arthur Evans gewagt konstruiertes „Disneyland für Archäologen“ ist seit Jahrzehnten Garant für einen ständig anwachsenden Touristenstrom.
Für die Kreter bedeutet Iráklion vor allem die Chance zum wirtschaftlichen Aufstieg. Über die Hälfte aller Industrie- und Handwerksbetriebe sind hier konzentriert, zudem hat sich ein Großteil der Fakultäten der University of Crete in den Außenbezirken der Stadt angesiedelt. Die gut 10.000 Studenten prägen allabendlich das Bild der Innenstadt und bevölkern die zahlreichen Kneipen und Cafés - ein fröhliches und sympathisches Bild.
Geschichte
In minoischer Zeit lag im heutigen Stadtgebiet von Iráklion nur ein kleiner Nebenhafen von Knossós. Amnissós, wenige Kilometer östlich, war der eigentliche Hafen der Siedlung um den Mínos-Palast (? Östlich von Iráklion). Erst in griechischer Zeit entstand die Stadt Heraklea, angeblich benannt nach dem sagenhaften Herakles, der in Kreta den Stier des Mínos lebend eingefangen und damit seine siebte Heldentat vollbracht hatte.
Später fiel die Stadt an die Römer und dann an die Sarazenen, die sie mit Mauern und Wassergraben umgaben und unter dem Namen Rabd el Chandak zum gefürchteten Piratennest ausbauten. 961 wurde das sarazenische Bollwerk von den Byzantinern erobert und neu befestigt. In Anlehnung an den sarazenischen Namen nannten sie die neue Stadt Chandax.
Anfang des 13. Jh. fällt Kreta und damit auch Chandax in Folge des vierten Kreuzzugs an die Republik Venedig (? Geschichte Kretas). Unter den Venezianern wird der Stadtname zu Cándia italienisiert und schon bald auf die gesamte Insel übertragen. Die venezianische Herrschaft wird zur kulturellen Blütezeit Iráklions: Wirtschaft und Verwaltung werden von den Venezianern völlig umorganisiert, reiche Grundbesitzer per Gesetz verpflichtet, Prachtbauten in die Stadt zu setzen. Doch die rigorosen Kolonialmethoden der Venezianer provozieren immer wieder Aufstände von Seiten der Bevölkerung. Nach dem endgültigen Fall Konstantinopels flüchten ab 1452 byzantinische Intellektuelle und Künstler nach Kreta. Die Berg-Sinai-Schule, damals wichtigste Hochschule des christlichen Ostens, richtet in der Ekateríni-Kirche von Iráklion eine Lehr- und Forschungsstätte ein.
Ab 1462 werden die Mauern von Cándia in einem gewaltigen Kraftakt verstärkt und um 1550/60 nochmals ausgebaut, denn die osmanische Invasion droht. Die Befestigungen Cándias gehören jetzt zu den stärksten im Mittelmeerraum. Trotzdem beginnt nach dem Fall Chaniás und Réthimnons im Mai 1648 die Belagerung. Über 21 Jahre wird sie dauern und ist damit bis heute die längste dokumentierte Belagerung der Geschichte. Beim Entsatzversuch einer französischen Hilfsflotte explodiert am 24. Juli 1669 das Pulvermagazin des Admiralsschiffs La Thérèse, das Schiff sinkt, der französische Großadmiral Beaufort kommt ums Leben. Daraufhin ziehen die Franzosen wieder ab und andere Hilfstruppen, die vom aussichtslosen Kampf genug haben, meutern. Am 16. September 1669 muss der venezianische Statthalter Francesco Morosini kapitulieren. Die längste Stadtbelagerung der Neuzeit ist zu Ende, 30.000 Venezianer und 120.000 Osmanen haben sie mit dem Leben bezahlt. Die getöteten Kreter wurden nicht gezählt.

Der venezianische Morosini-Brunnen im Herzen der Altstadt

Kreta steht damit unter osmanischer Herrschaft und Venedig gehört mit der Niederlage nicht mehr zu den Großmächten im Mittelmeerraum. Iráklion wird von den Kretern im Folgenden zwar Megalókastro (große Festung) genannt, verliert aber immer mehr an Bedeutung, da die Osmanen Chaniá zur Verwaltungshauptstadt erheben.
Mit dem Abzug der Osmanen und der Unabhängigkeit Kretas 1898 erhält die Stadt schließlich ihren ursprünglichen Namen Heráklion (= Iráklion) zurück, aber erst 1913 mit dem Anschluss Kretas an Griechenland ihre frühere Bedeutung. Der Zustrom der griechischen Umsiedler aus der Türkei lässt die Bevölkerungszahl sprunghaft in die Höhe schnellen.
Im Zweiten Weltkrieg wird Iráklion durch deutsche Bomber schwer zerstört, die deutschen Truppen besetzen 1941 die Stadt und ziehen erst 1944 wieder ab (Chaniá bleibt bis Kriegsende in deutscher Hand). Nach dem Krieg lassen Tourismus, Industrie und Handel Iráklion schnell zur wichtigsten Stadt der Insel werden. 1971 wird Iráklion wieder Hauptstadt Kretas.
Sehenswertes
Platia Venizelou und Umgebung
Abgesehen vom Hafenkastell und der Stadtmauer liegen die meisten venezianischen Relikte Iráklions nur einige Armlängen von der zentralen Platia Venizelou mit ihrem markanten Brunnen entfernt. In den Cafés am Platz trifft man sich zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Morosini-Brunnen (Löwenbrunnen): Wasser zu beschaffen, war immer eines der größten Probleme der Stadt. 1628 ließ der Statthalter Francesco Morosini deshalb einen 15 km langen Aquädukt vom Berg Joúchtas in die Stadt bauen. Endstück war dieser Brunnen am zentralsten Platz Iráklions. Doch schon 40 Jahre nach der Fertigstellung mussten die Venezianer die Stadt den Osmanen übergeben, die den zierlich-eleganten Wasserspender zu einem großen Brunnenhaus ausbauten. Heute ist die ursprüngliche venezianische Gestaltung wiederhergestellt: Löwen stemmen eine große Schale, aus ihren Mäulern sprudelt Wasser dekorativ in Becken, deren Umfassungsmauern mit Reliefs von Meerjungfrauen und Meeresgöttern geschmückt sind. Auch Europa auf dem Stier ist mehrmals zu sehen.
Kirche Ágios Márkos: Die schlichte romanische Kirche schräg gegenüber vom Morosini-Brunnen wurde 1239 erbaut und fungierte wahrscheinlich während der gesamten venezianischen Epoche als Sitz des katholischen Erzbischofs von Kreta. Von den Osmanen wurde sie später zeitweise als Moschee genutzt; rechts neben der Fassade steht noch versteckt der Stumpf eines Minaretts. Vorgelagert ist eine säulengestützte Vorhalle. Das Längsschiff wird von Marmorsäulen mit goldfarbenen Kapitellen getragen, links und rechts flankiert von Seitenschiffen, die durch Bögen abgetrennt sind. Beachtenswert ist auch die Holzdecke, von der zwei schwere hölzerne Leuchter herunterhängen. Der Innenraum wird heute für wechselnde Ausstellungen genutzt.
Venezianische Loggia: Der Renaissancepalazzo mit holzgedeckter Vorhalle, halbrundem Innenhof und...



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