E-Book zur 1. Auflage 2016
36-mal begleitet Sie unsere Wanderführerin Bettina Forst in eine der schönsten Regionen in den deutschen Alpen!
Der äußerste Südostzipfel des Landes ragt wie die Schwanzspitze des bayerischen Löwen ins Salzburger Land hinein und bildet die Grenze zu Österreich. Berchtesgaden und seine Berge sind nahezu legendär, und dafür gibt es zahlreiche sowie handfeste Gründe: den spektakulären Nationalpark, eine facettenreiche Gipfelwelt mit steilen Felswänden, grüne Bergwiesen, bewaldete Hänge, entrückte Hochplateaus, verwunschene Schluchten, ungezähmte Bachläufe, stille Seen und gemütliche Gasthöfe und Almen zur Jause mit frischer Milch.
Mittendrin thront der Watzmann würdevoll über dem Königsee. 2014 kürten die Leser eines Bergmagazins den 2.713 m hohen 'Watzi' sogar zum schönsten Berg der Welt!
Wunderbar, wenn man hier einfach gut geführt wird und sich nicht selbst um die Vorbereitung der Wandertage für sich und die Familie kümmern muss.
Bettina Forst
Jahrgang 1966, ist Geografin und lebt seit über 20 Jahren bei Stuttgart. Als Reiseleiterin und Buchautorin bereist und erwandert sie mit großer Begeisterung und Leidenschaft den afrikanischen Kontinent und Südeuropa. Doch immer wieder lockt sie der Schwarzwald mit seinen reizvollen Naturlandschaften und den kulinarischen Gaumenkitzlern in heimatliche Gefilde. Zur Entdeckungsreise mit Rucksack und Wanderstiefeln lädt die Autorin alle Naturfreaks in ihren MM-Wanderführern ein.
Forst
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Wandern im Berchtesgadener Land
„Griaß di“ im Berchtesgadener Land! Der äußerste Südostzipfel Bayerns ragt wie die Schwanzspitze des bayerischen Löwen ins Salzburger Land hinein und bildet die Grenze zu Österreich. Berchtesgaden und seine Berge sind vielgerühmt und dafür gibt es zahlreiche handfeste Gründe: Mit steilen Felswänden, grünen Almen, bewaldeten Berghängen, entrückten Hochplateaus, verwunschenen Schluchten, ungezähmten Bachläufen, stillen Seen und dem beeindruckenden Duo Watzmann mit Königssee findet man eine facettenreiche Bergwelt vor. König Watzmann thront würdevoll mit seinen 2.713 m inmitten des Nationalparks Berchtesgaden. Er ist nicht nur Wahrzeichen der Region, unlängst kürten die Leser eines Bergmagazins ihren „Watzi“ sogar zum schönsten Berg der Welt! Herrliche Berge, glückliche Kühe - berauschende Aussichten auf der Gotzenalm (Tour 24)
Bereits die Maler der Romantik liebten dieses Fleckerl Erde und bannten die Naturwunder des Berchtesgadener Landes mit Begeisterung auf ihre Leinwände. Liebevoll wird es seither auch „die Schweiz im Kleinen“ genannt. In seinem Buch „Anweisung für Reisende durch Berchtesgaden“ aus dem Jahre 1825 berichtet Severin Wallner: „die verschiedenartigen Schönheiten (...) findet man hier mit eigenthümlichem Reize mit Abriß auf einem kleinen Umfang von nicht vollen acht Flächenmeilen vereinigt“. Auf geht es also zur Erkundung dieser kleinen, aber an Höhepunkten reichen Region!
Wanderregionen im Berchtesgadener Land
Im Paradies für Wanderfreunde kann man aus einer Fülle von Wanderrouten schöpfen: Vom gemütlichen Spaziergang, einer familienfreundlichen Almenrunde, Panoramawandern, Schluchtensteigen bis hin zu einer strammen Bergtour mit Kraxelpassagen ist alles möglich. Von den Höhen eröffnen sich traumhafte Panoramen mit den Bergketten der Zentralalpen, den umgebenden friedlichen Almen, die mit zünftiger Jause begeistern, und mit den kristallklaren Seen, die zum kühlenden Bad locken und in denen sich im Ruhezustand die Gipfelprominenz spiegelt. Ambitionierte Wandereinsteiger und erfahrene Gipfelstürmer werden das abwechslungsreiche Wandergebiet mit seiner reichhaltigen Routenauswahl lieben und wiederkommen! Das „Landl“, wie das Berchtesgadener Land von seinen Bewohnern genannt wird, hat Suchtcharakter. Die liebenswert-kauzigen Einheimischen gelten als charakterstarker und fröhlicher Menschenschlag, der die alten Traditionen und das Brauchtum lebendig halten. Gerade auf den Almen begegnen wir bei einer genussvollen urigen Rast dem Miteinander von Natur, Tier und Mensch. Also seien Sie gewarnt: Sie könnten ihr Herz verlieren an das einzigartige Berchtesgadener Land!
Die Berchtesgadener Alpen zählen wie die benachbarten Chiemgauer Berge zu einem eher jüngeren Teil der Alpen. Sie gehören zu den Nördlichen Kalkalpen, die wiederum zu den Ostalpen zählen. Das Berchtesgadener Land wird begrenzt durch das Alpenvorland mit dem Rupertiwinkel im Norden, den Chiemgauer Alpen im Westen, den Loferer Steinbergen, dem Steinernen Meer und dem Hochkönig im Süden sowie dem Tennengebirge und dem Salzburger Land im Osten. Inmitten der alpinen Bergwelten glitzern die tiefblauen Seen, wie der Thumsee, Hintersee oder Königssee und locken mit kühl-klaren Fluten zum Bad. Das Berchtesgadener Land bietet einen nahtlosen Übergang von diesen idyllischen Seen über grüne Almflächen und bewaldete Berghänge zu den felsigen Höhen alpiner Bergwelten bis hin zum Wahrzeichen der Berchtesgadener Alpen, dem Watzmann. Mit seinen 2.713 m Höhe ist er der dritthöchste Berg Deutschlands, aber der höchste Gipfel, der ausschließlich auf deutschem Gebiet liegt. Doch auch Hochstaufen, Hochkalter, Predigtstuhl, Jenner oder Untersberg sind prominente Gipfelpersönlichkeiten mit herrlichen Aussichten und vielfältigen Wanderoptionen. Sowohl der Jenner als auch der Predigtstuhl können mit Bergbahnen erobert werden. Die Berchtesgadener Alpen werden durch die Flusstäler von Saalach, Schwarzbach, Ramsauer Ache, Königsseer Ache und Berchtesgadener Ache durchschnitten, die eine gute touristische Erschließung der alpinen Gebirgsregion ermöglichen. Von den malerischen Ortschaften Bad Reichenhall, Ramsau, Bischofswiesen, Berchtesgaden oder Schönau am Königssee lassen sich alle Start- und Endpunkte der Wanderungen meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder eigenem fahrbaren Untersatz erreichen. Alpenblick zu den Loferer Steinbergen am Hochstaufen (Tour 1)
Rund um Bad Reichenhall (Touren 1-4): Bad Reichenhall, das Meran des Nordens, wie es auch genannt wird, bildet die Pforte zu den Berchtesgadener Alpen. Die geschützte Lage im Reichenhaller Talkessel an der Saalach beschert und bescherte dem alpinen Ort ein Schonklima, sodass Bad Reichenhall zur beliebten Kuroase avancierte, in der schon bekannte Persönlichkeiten wie König Maximilian II. von Bayern, Kaiser Wilhelm II., Bismarck, Sissi, Mozart, Wagner oder auch Sigmund Freud die Sommerfrische, den Kurschatten oder die Erholung suchten. Bad Reichenhall verdankt den Solequellen und der zugehörigen heute noch aktiven Saline ihre überregionale Bedeutung. Auf den Spuren der historischen Salzproduktion und dem Transport der Sole kann auf bequemen Wegen nachgespürt werden. Die ehemaligen Soleleitungswege sind zu familienfreundlichen Wanderwegen ausgebaut worden, auf denen wir zum Beispiel bei der Wanderung um den Thumsee (Tour 2) unterwegs sein werden. Auch auf dem Hinweg zu den Reibwänden (Tour 3) gelangt man über einen Soleleitungsweg. Gerade der kristallklare und romantisch in Waldhänge eingelassene Thumsee erfreut sich großer Beliebtheit. Ein idealer Ausgangsort für Wanderungen und Spaziergänge mit Badespaß und lauschiger Einkehr. Wilder und „berauschender“ präsentiert sich die Weißbachschlucht (Tour 4) an der Grenze zu den Chiemgauer Alpen. Die ungezähmten Fluten des Weißbachs haben sich tief ins Kalkgestein eingeschnitten und somit ihre eigene abgeschiedene Welt geschaffen. Es ist eine wahre Freude für die gesamte Familie, den Spuren des Wassers in der Schlucht zu folgen, während Zeit und Raum in Vergessenheit geraten. Ebenso wild und rau zeigen sich die Reibwände (Tour 3) oberhalb der Weißbachschlucht, die geübten Bergwanderern vorbehalten bleiben. Für jeden Besucher bieten sich vielfältige Naturerlebnisse, die auch vor ausschweifendem Gipfelvergnügen wie auf dem Hochstaufen (Tour 1) nicht haltmachen. Die Weitblicke vom Reichenhaller Hausberg ins Vorland bis hin zum Chiemsee, nach Salzburg und hinein in die vielfältigen Bergketten der Alpen lohnen die Mühe, die zusätzlich mit bayerischen Schmankerln, in luftiger Höhe genossen, belohnt wird. Ja, die Natur hat es mit der Region rund um Bad Reichenhall richtig gut gemeint: Wälder, Almen, Seen und Flüsse sind eingebettet in eine bezaubernde Bergsinfonie, die zum Auftakt zu den Berchtesgadener Gipfelriesen einstimmt. Reiteralpe und Lattengebirge (Touren 5-12): Im Norden der Berchtesgadener Bergwelt ruhen im wörtlichen Sinne die beiden Gebirgsstöcke der Reiteralpe, auch Reiteralm genannt, und des Lattengebirges. Hier treffen Wandersleut auf eine recht ursprüngliche und unverwechselbare Naturlandschaft. Das Lattengebirge begrenzt im Süden den Reichenhaller Talkessel, im Westen wird es vom breiten Strom der Saalach und im Südwesten durch den Einschnitt des Schwarzbachs isoliert. Im Süden trennt die Ramsauer Ache das Lattengebirge vom Watzmannstock und im Osten ist es durch den Hallthurmpass vom Untersberg getrennt. Das Lattengebirge lässt sich am bequemsten mit der Grande Dame der Seilbahnen, der unter Denkmalschutz stehenden Predigtstuhlbahn, erkunden. In einer nostalgischen Kabine schwebt man auf den Gipfel des Predigtstuhls (Tour 7), von dem ein Höhenweg uns atemberaubende Ausblicke auf das Kaisergebirge, auf Watzmann und Hochkalter beschert. Ein beliebtes Wanderziel ist auch die Steinerne Agnes (Tour 8) mit ihrem bizarren Felsgebilde. Das Lattengebirge ist bekannt für seine ungewöhnlichen Verwitterungsformen, die sich mit dem Zahn der Zeit aus dem Dachsteinkalk und Ramsaudolomit herausmodellierten, wie zum Beispiel die auffallende Formation der Schlafenden Hex. Das südliche Lattengebirge beherbergt liebliche, vom Kuhglockengebimmel beglückte Almlandschaften, die von Klein und Groß auf dem Almerlebnisweg (Tour 9) erkundet und in den Hütten „erschlemmt“ werden können. Gut ausgebaute Wanderwege führen auch rund um den Toten Mann (Tour 10), der aufgrund eines Sesselliftes zu den beliebten Wander- und Ausflugszielen zählt.Eingebettet zwischen Lattengebirge und Reiteralpe (Reiteralm) fristet die offene Wiesen- und Weidenregion rund um Ramsau keineswegs ein...