Francis | Perry Rhodan 1863: Damorgen brennt | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 1863, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Francis Perry Rhodan 1863: Damorgen brennt

Perry Rhodan-Zyklus "Die Tolkander"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-1862-2
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Die Tolkander"

E-Book, Deutsch, Band 1863, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-1862-2
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Rebellion der Zentrifaal - doch ihr Feind ist unsichtbar Im Sommer 1289 Neuer Galaktischer Zeitrechnung sind Terraner an verschiedenen Punkten des Universums in Ereignisse verwickelt, die in einem engen Zusammenhang stehen. Perry Rhodan und sein langjähriger Freund Reginald Bull beispielsweise sind in der Galaxis Plantagoo auf die Galornen gestoßen, die im Auftrag unbekannter Mächte an etwas arbeiten, das für die heimatliche Milchstraße bestimmt ist. Weder Rhodan noch Bull wissen allerdings, wie Plantagoo und die Menschheitsgalaxis verbunden sind. Alaska Saedelaere landete nach einer Irrfahrt durch die Galaxien Bröhnder und Tolkandir zuerst in der 'Mittagswelt', die sich mittlerweile als die Heimstatt der mysteriösen Goedda entpuppte. Von Terra aus haben drei andere Zellaktivatorträger - der Arkonide Atlan, die Kartanin Dao-Lin-H'ay und der Terraner Myles Kantor - einen wagemutigen Vorstoß begonnen. Mit Hilfe der Herreach vom Planeten Trokan stießen sie in den sogenannten Brutkosmos vor. Die drei Aktivatorträger wissen, dass sie nur in diesem Raum den Kampf gegen die Gefahr aufnehmen können, die derzeit die ganze Milchstraße bedroht: die Entvölkerung aller bewohnten Welten der Galaxis, ausgelöst durch eine mysteriöse Macht namens Shabazza. Den drei Aktivatorträgern gelingt in einem furiosen Kampf die Sprengung des Brutkosmos. Goedda, die Mutter aller Tolkander, wird zerstört. Währenddessen geschehen in Plantagoo Dinge, die von Perry Rhodan und Reginald Bull noch nicht richtig eingeordnet werden können: DAMORGEN BRENNT ...

H.G. FRANCIS Ob Kinder- und Jugendbücher, Tierabenteuer, Science Fiction, Detektivgeschichten, Gruselstorys oder Erwachsenenromane - H.G. Francis weiß in den verschiedensten Genres zu überzeugen. Darüber hinaus machte sich der PERRY RHODAN-Autor einen Namen als Autor und Regisseur von Hörspielen und Drehbüchern für Fernsehserien. Hans Gerhard Franciskowsky, wie der 1936 geborene Schriftsteller mit bürgerlichem Namen heißt, veröffentlichte bereits mit 26 seinen ersten Roman 'Die fünf Oligos'. 1970 erfolgte der Einstieg in das Team von ATLAN, ein Jahr darauf bei der PERRY RHODAN-Serie, für die er bis heute schreibt. Im September 2002 erschien sein zweihundertster Beitrag zur Serie! Im Lauf der Jahre sorgte Francis' Arbeit immer wieder für Diskussionen. Zuletzt, als er den Mausbiber Gucky (vorgeblich, wie herausstellte) sterben ließ. Neben seinen Serienromanen verfasste Francis eine Vielzahl anderer Science Fiction; sein Roman 'Die vom fünften Hundert' wird zu den besten Werken der deutschen Nachkriegs-SF gezählt. Der Umwelt- und Tierschutz liegt H.G. Francis nahe. Immer wieder nimmt er in seinen Romanen darauf Bezug, zum Beispiel mit der außerordentlich erfolgreichen Jugendbuchserie 'Wendy' um den Reiterhof Rosenborg und verschiedenen Tierbuch-Serien. Für diese Themen recherchierte der Autor weltweit. Reisen nach Indien (Tiger), Ostafrika (Elefanten), China (Pandabären), zu den Azoren (Pottwale), Florida (Delfine) oder Kanada (Grizzlys und Sattelrobben) bringen neue Erkenntnisse, die in seine Arbeit einfließen und ihnen Authentizität verleihen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit sind Drehbücher für so erfolgreiche Hörspielserien wie 'TKKG', 'Die drei Fragezeichen', 'Die fünf Freunde', 'Edgar Wallace', 'Gruselserie', 'Commander Perkins', 'Masters of the Univers' oder 'Wendy' und viele andere. Insgesamt entstanden rund 600 Hörspiele, bei denen der Autor teilweise selbst Regie führte. Dafür wurde H.G. Francis mit zahlreichen Goldenen und Platin-Schallplatten ausgezeichnet. Die Gesamtauflage seiner Hörspiele beträgt 120.000.000! Detektivromane, Kurzgeschichten und Drehbücher für Fernsehsendungen ergänzen das umfangreiche Schaffen des Schriftstellers. 'Ich wäre als Schriftsteller auf keinen Fall ausgefüllt und zufrieden, könnte ich nur in einem Genre arbeiten', bekennt er. 'Wichtig ist für mich die Vielfalt und die Herausforderung durch neue Themenkreise. Das Spektrum der Themen kann gar nicht weit genug für mich sein.' Mit Heft 2237 'Welt der Hyperkristalle' nahm H. G. Francis seinen Abschied von der Serie.
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1.


Gedeiht im Innern der Zentrifaal die Moral, erblüht aus ihr die Bewunderung heldenhafter Taten, die liebende Hinwendung zu den hehren Seelen der Krieger, der Enthusiasmus für den Krieg.

Asphahanes, der ohne Clan lebte, in den philozentrifaalischen Schriften von Damor-Sedan.

Clanchef A-Jorkiro erhob sich überraschend aus seinem Sessel, ging zur Tür und sagte: »Ich werde noch einmal zu A-Gonezt gehen. Er hat wichtige Informationen für mich.«

Keiner aus seinem Clan widersprach ihm; niemand fragte, woher er plötzlich erfahren hatte, dass ein zusätzliches Gespräch mit A-Gonezt erfolgversprechend sein sollte. Alle 16 Männer und Frauen gaben stumme Zeichen der Zustimmung.

Einige Kinder machten aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. Sie hatten gehofft, dass A-Jorkiro von der Jagd plauderte. Sie liebten diese Stunden ganz besonders, in denen er es tat.

»Ich bin bald zurück«, versprach er den Kindern freundlich. »Dann erzähle ich euch die aufregendste Geschichte, die ihr euch vorstellen könnt.«

Sie jubelten noch, als er hinter dem Haus auf eine Antigravplattform stieg, startete und sich in nordwestlicher Richtung entfernte. Das Anwesen des Kommandanten lag weit außerhalb der Hauptstadt innerhalb eines weiten Waldgebietes, wo die Distanz zu den Nachbarn größer war als anderswo, so dass deren Nähe keinerlei Aggressionen hervorrief.

A-Jorkiro stand unter höchster Anspannung, doch davon hatte sein Clan bisher kaum etwas gemerkt. Es gab in der Tat neue Informationen, und sie berechtigten zu größten Hoffnungen.

Endlich sollte etwas geschehen!

Nach langer Zeit der Tatenlosigkeit wollten die Mächtigsten der Zentrifaal miteinander reden, um Pläne gegen die Galornen zu schmieden.

Und sie wollten nach Damor-Mitte kommen, um sich hier zu beraten.

Das war die Gelegenheit, auf die er ein halbes Leben lang gewartet hatte. Nun war er entschlossen, sie zu seinem Vorteil zu nutzen und seine Pläne zu realisieren.

Damor-Mitte war der siebte Planet von Damorgen, dem wohl unbedeutendsten Zentrifaal-System überhaupt. Damorgen war 112 Lichtjahre vom Zentriff-System entfernt. In einem kaum überschaubaren Regen von Kometen, Asteroiden und Planetoiden kreisten 22 Planeten um eine rote Sonne. Nur einer der Planeten war besiedelt – Damor-Mitte, jene Welt, auf der A-Jorkiro geboren und aufgewachsen war.

Der Clanchef flog etwa zwanzig Kilometer weit über dicht bewaldetes Gebiet, das immer wieder von weiten Grasflächen durchbrochen wurde. Aus der Höhe konnte er zahlreiche Tiere beobachten, von denen die meisten auf den Lichtungen ästen, während andere den Boden auf der Suche nach Kleintieren durchwühlten oder Raubtiere Beute zu machen versuchten.

Er achtete kaum darauf. Sein ganzes Augenmerk galt einem braunen Turm, der sich inmitten einer kleinen Siedlung erhob. Es war die Behausung des einflussreichen A-Gonezt, eines ranghohen Militärs. Von ihm erhoffte er die nötige Protektion, um sich in das bevorstehende galaktische Geschehen einschalten zu können.

Erst als er vor dem Gebäude landete, bemerkte er die Flugmaschine von A-Phanka, einem gefürchteten Steuereintreiber. Unwillkürlich zögerte er, denn mit dem Erscheinen dieses Mannes hatte er nicht gerechnet. A-Phanka hatte den Ruf, absolut rücksichtslos zu sein und die Steuern sowie seine Provision, die ihnen aufzuschlagen war, mit gnadenloser Härte einzutreiben. Man munkelte, er habe Männer und Frauen aus dem Clan steuersäumiger Clanchefs bei »Unfällen« sterben lassen, um den höchstmöglichen Druck auf die Anführer der jeweiligen Clans auszuüben.

Was hatte A-Phanka bei A-Gonezt zu suchen?

Ganz sicher wollte er bei ihm keine Steuern kassieren. A-Gonezt galt als einer der reichsten und einflussreichsten Männer des Planeten. Er war kein säumiger Steuerzahler. Außerdem war A-Phanka nicht nur Eintreiber, sondern ebenfalls einer der bedeutendsten Männer von Damorgen.

Während A-Phanka die Maschine verließ und ins Haus ging, blieb A-Jorkiro auf seiner Plattform stehen. Kaum war die Tür hinter dem Steuereintreiber zugefallen, als es im Inneren des etwa fünfzig Meter hohen Turms eine krachende Explosion gab.

Hoch über dem Kommandanten platzte die Außenmauer auseinander. Eine schreiende und um sich schlagende Gestalt wurde herausgeschleudert. Sie trug die flammend rote Uniform der Steuereintreiber von Damor-Mitte.

A-Jorkiro war als ein Mann bekannt, der blitzschnell zu reagieren wusste, der aber erfahren genug war, um zu erkennen, wann er einer Gefahr nicht mehr entrinnen konnte. Er sah das Gemäuer auseinanderbrechen und einen Regen von Mauerbrocken auf sich herabstürzen.

Obwohl er wissen musste, dass er keinen der Gesteinsbrocken auffangen und abwehren konnte, hob er unwillkürlich die Arme über den Kopf. Dabei schien ihm nicht bewusst zu sein, wie hilflos er in Wirklichkeit war. Die Masse war zu groß; sie musste ihn erschlagen.

Gesteinsbrocken trafen die Antigravplattform und schleuderten den Zentrifaal von ihr weg.

Als es schien, dass er mit dem Leben abschließen musste, packte ihn plötzlich eine unsichtbare Kraft. Die Mauerbrocken änderten ihre Sturzbahn, und er raste seitlich durch die Luft. Nur um Millimeter verfehlten ihn die Steine. Dann wirbelte eine mächtige Staubwolke auf, die sich so rasch ausbreitete, dass er für Sekunden darin verschwand.

Doch noch immer war er in der Gewalt der unsichtbaren Kraft. Sie beförderte ihn weiter, setzte ihn schließlich etwa zweihundert Meter von der Siedlung entfernt am Ufer eines kleinen Flusses ab. Ein Gleiter näherte sich ihm und landete; ein schlanker Mann in schwarzer Uniform stieg aus.

»Das war knapp, A-Jorkiro«, sagte er. »Ich habe dich gerade noch mit dem Traktorstrahl erwischt.«

Es war E-Rholtophlon, ein hoher Offizier, der ebenfalls bei der Raumflotte von Damorgen diente. A-Jorkiro kannte ihn gut, da er schon mehrere Einsätze mit ihm geflogen hatte.

»Das werde ich dir nie vergessen«, versprach er. »Du hast mir das Leben gerettet. Wieso bist du hier? Ich wusste gar nicht, dass du auf Damorgen bist. Doch lassen wir die Fragen. Von jetzt an bilden wir beide eine verschworene Gemeinschaft, die durch nichts mehr zu trennen ist.«

Er streckte die rechte Hand zum Zeichen seiner Treue aus, und E-Rholtophlon ergriff sie. Die beiden Männer blickten sich an und bekräftigten den Schwur der Freundschaft, indem sich auch ihre linken Hände sanft gegeneinanderdrückten und sie sich danach umarmten, wobei beide ihre rechte Hand auf den Rücken legten, um damit deutlich zu machen, dass sie absolut friedliche Absichten hatten.

Die Hände der Zentrifaal waren sehr unterschiedlich. Während die rechte sieben kräftige Finger mit rasiermesserscharfen Nägeln hatte, glich die linke Hand mehr einer verschließbaren Hohlschaufel, mit der sogar Flüssigkeiten über eine lange Zeit hinweg transportiert werden konnten.

Die Berührung der linken Hand hatte symbolische Bedeutung und besagte soviel wie: »Wir gießen unsere Freundschaft in ein gemeinsames Gefäß, aus dem sie niemals verrinnen wird.«

Diese Geste des Clanchefs fußte auf uralten Traditionen des zentrifaalischen Volkes und bedeutete die höchste Ehre für E-Rholtophlon, der sich nie zuvor in seinem Leben hätte vorstellen können, dass er je in den Genuss eines derartigen Vertrauensbeweises kommen würde. Er wusste, dass er sich von nun an blind auf den Kommandanten verlassen konnte.

»Die Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern«, sagte der Jüngere ergriffen.

Wie alle Zentrifaal hatte er eine blasige, weiße Haut, die zäh wie dickes Leder war. Nun schien die Haut noch heller zu werden, so dass sich die schwarze Blickleiste noch schärfer von ihr abhob.

»Was ist geschehen?«, fragte A-Jorkiro. »Alles ging so schnell, dass ich es kaum erfasst habe.«

Er war ein ungewöhnlich gutaussehender Mann mit einem klaren, vertrauenerweckenden Gesicht. Unter der extrem hohen Stirn lag eine breite Blickleiste, die das Gesicht kantiger und eckiger erscheinen ließ, als es ohnehin schon war. Sein Mund verbarg sich unterhalb des Kinns und war für sein Gegenüber nicht zu sehen.

A-Jorkiro war mit 1,62 Metern klein, da die Zentrifaal eine durchschnittliche Größe von 1,70 Metern erreichten, doch das fiel kaum auf. Er war eine Persönlichkeit, die mit großer Ausstrahlung die fehlenden Zentimeter mehr als wettmachte.

»Ich habe ein Funksignal von A-Gonezt empfangen«, berichtete E-Rholtophlon, der nicht nur als Offizier in der Raumfahrt diente, sondern dessen logistische Fähigkeiten von den staatlichen Institutionen auch für organisatorische Probleme auf dem Planeten in Anspruch genommen wurden. »Darin deutete er an, dass er vollkommen verzweifelt sei; er stehe vor der absoluten Vernichtung seiner Existenz. Er wollte seinen Clan und sich töten und den Steuereintreiber mit in den Tod reißen. Genau das hat er wohl auch getan.«

»A-Phanka ist tot«, bestätigte A-Jorkiro. »Ich habe gesehen, wie er herausgeschleudert wurde.«

Die beiden Männer waren außerordentlich höflich zueinander. Obwohl sie nun durch eine unverbrüchliche Freundschaft miteinander verbunden waren, achteten sie sorgfältig darauf, alles zu vermeiden, was zu Missverständnissen führen und dadurch Aggressionen auslösen konnte.

»Eine Tragödie«, stellte E-Rholtophlon fest. »Eine Familie ist in den Tod gegangen, die hohes Ansehen verdient hat.«

»Wohl wahr«, bestätigte A-Jorkiro. »Der Tod ist ein schwerer Verlust für mich. Ich habe nicht nur einen Freund verloren, sondern auch einen höchst wichtigen Informanten. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich nicht schon früher zu A-Gonezt geflogen bin. Hätte ich getan,...



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