E-Book, Deutsch, Band 2032, 64 Seiten
Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage
Francis Perry Rhodan 2032: Suche in der Silberwolke
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2031-1
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"
E-Book, Deutsch, Band 2032, 64 Seiten
Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage
ISBN: 978-3-8453-2031-1
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
H.G. FRANCIS Ob Kinder- und Jugendbücher, Tierabenteuer, Science Fiction, Detektivgeschichten, Gruselstorys oder Erwachsenenromane - H.G. Francis weiß in den verschiedensten Genres zu überzeugen. Darüber hinaus machte sich der PERRY RHODAN-Autor einen Namen als Autor und Regisseur von Hörspielen und Drehbüchern für Fernsehserien. Hans Gerhard Franciskowsky, wie der 1936 geborene Schriftsteller mit bürgerlichem Namen heißt, veröffentlichte bereits mit 26 seinen ersten Roman 'Die fünf Oligos'. 1970 erfolgte der Einstieg in das Team von ATLAN, ein Jahr darauf bei der PERRY RHODAN-Serie, für die er bis heute schreibt. Im September 2002 erschien sein zweihundertster Beitrag zur Serie! Im Lauf der Jahre sorgte Francis' Arbeit immer wieder für Diskussionen. Zuletzt, als er den Mausbiber Gucky (vorgeblich, wie herausstellte) sterben ließ. Neben seinen Serienromanen verfasste Francis eine Vielzahl anderer Science Fiction; sein Roman 'Die vom fünften Hundert' wird zu den besten Werken der deutschen Nachkriegs-SF gezählt. Der Umwelt- und Tierschutz liegt H.G. Francis nahe. Immer wieder nimmt er in seinen Romanen darauf Bezug, zum Beispiel mit der außerordentlich erfolgreichen Jugendbuchserie 'Wendy' um den Reiterhof Rosenborg und verschiedenen Tierbuch-Serien. Für diese Themen recherchierte der Autor weltweit. Reisen nach Indien (Tiger), Ostafrika (Elefanten), China (Pandabären), zu den Azoren (Pottwale), Florida (Delfine) oder Kanada (Grizzlys und Sattelrobben) bringen neue Erkenntnisse, die in seine Arbeit einfließen und ihnen Authentizität verleihen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit sind Drehbücher für so erfolgreiche Hörspielserien wie 'TKKG', 'Die drei Fragezeichen', 'Die fünf Freunde', 'Edgar Wallace', 'Gruselserie', 'Commander Perkins', 'Masters of the Univers' oder 'Wendy' und viele andere. Insgesamt entstanden rund 600 Hörspiele, bei denen der Autor teilweise selbst Regie führte. Dafür wurde H.G. Francis mit zahlreichen Goldenen und Platin-Schallplatten ausgezeichnet. Die Gesamtauflage seiner Hörspiele beträgt 120.000.000! Detektivromane, Kurzgeschichten und Drehbücher für Fernsehsendungen ergänzen das umfangreiche Schaffen des Schriftstellers. 'Ich wäre als Schriftsteller auf keinen Fall ausgefüllt und zufrieden, könnte ich nur in einem Genre arbeiten', bekennt er. 'Wichtig ist für mich die Vielfalt und die Herausforderung durch neue Themenkreise. Das Spektrum der Themen kann gar nicht weit genug für mich sein.' Mit Heft 2237 'Welt der Hyperkristalle' nahm H. G. Francis seinen Abschied von der Serie.
Autoren/Hrsg.
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56,08 Seg
Wir haben ein Wrack entdeckt, Mun-1. Es könnte ein uraltes Generationenschiff sein. Sollen wir es vernichten?
Ignorieren, Sonderbeauftragter! Wir bekämpfen keine Toten, sondern nur fremde Eindringlinge und alle, die sich uns in den Weg stellen. Sofort. Kompromisslos. Warum belästigst du mich mit solchen Fragen? Bist du nicht selbst in der Lage, Entscheidungen zu treffen?
Das bin ich, Mun-1.
Dann setze deine Waffen ein, selbst wenn es nur gegen ein Wrack geht, anstatt mir meine Zeit mit solchen Fragen zu rauben!
*
Für einen kurzen Moment verharrte Mondra Diamond mitten im Raum und horchte. In der SOL herrschte weitgehend Stille. Vibrationen vom Antrieb waren so gut wie nicht zu spüren.
Sie fragte sich verwundert, was sie hatte stutzen lassen. Irgendetwas schien sich verändert zu haben. Möglicherweise hatte die Hauptleitzentrale nach dem Ende des überlichtschnellen Fluges ein besonderes Manöver eingeleitet.
Sie wandte sich ihrem Kind zu. Allein das Baby war wichtig für sie. Alles andere interessierte sie lediglich am Rande und konnte ihre Aufmerksamkeit nur kurzfristig erregen. Mondra besaß Vertrauen in die Schiffsführung und würde sich nicht in deren Aufgaben einmischen. Es sei denn, dass etwas geschah, was sie unmittelbar betraf.
Nein!, korrigierte sie sich. Nicht mich!
Für sie stand der Säugling im Mittelpunkt ihres Lebens.
Delorian.
Perry Rhodans Sohn.
*
Nach dem etwa 400.000 Jahre währenden Kontraktionsprozess seit der Entstehung ESTARTUS – wie man mittlerweile nach den bisherigen Berichten schätzte – hatte die annähernd kugelförmige Auroch-Maxo-Dunkelwolke nur noch einen Durchmesser von etwa 20 Lichtstunden. Da sie aus bislang nicht eindeutig geklärten Umständen das zentrale Aufmarschgebiet der Mundänen war, stellte sie den gefährlichsten Sektor der ganzen Riesengalaxis Segafrendo dar.
Atlan und die anderen Führungspersönlichkeiten der SOL waren darauf vorbereitet, dass der Feind mit sehr starken Verbänden präsent sein würde. Keiner von ihnen hatte jedoch damit gerechnet, dass sich eine Flotte von solch unvorstellbaren Ausmaßen rings um Auroch-Maxo konzentrierte.
Somit bot die Ballung der Mundänen-Raumer nicht das Bild, das die Vertreter der Galaktischen Krone in ihren Schilderungen gezeichnet hatten. Sie bildete keine Staffel, die sich über den gesamten Sektor Tauu verteilte, sondern eine geradezu brutale Ansammlung um die Dunkelwolke, als habe sie keinen anderen Auftrag, als diese vor dem Eindringen einer anderen Macht von außen zu schützen.
Angesichts dieser Formation mochte der Arkonide nicht an einen Zufall glauben.
»Wie viele sind es?«, fragte Fee Kellind, die Kommandantin.
»Hunderttausende«, antwortete Viena Zakata. Ein nervöses Lächeln huschte über sein pferdeartiges Gesicht, und es schien, als schöben sich die Vorderzähne dabei besonders weit über die Lippen hinaus. Er strich sich die fettig aussehenden Haare nach hinten. Um sie halten zu können und sie daran zu hindern, wieder nach vorn zu fallen, klemmte er sie sich hinter die Ohren. Immer wieder, als hätte er es nicht gerade zuvor schon getan.
»Hat jemand eine Vorstellung, weshalb so viele Mundänen-Raumer hier sind und welchen Zweck sie verfolgen?« Atlan blickte in die Runde, doch niemand sagte etwas.
Der Anblick der gigantischen Flotte schien allen den Atem verschlagen zu haben und ihre Gedanken zu lähmen. Gegenüber einem derart massierten Feind schien ein weiteres Vordringen einem Selbstmord gleichzukommen.
Noch aber war die SOL nicht entdeckt worden.
Auf der Hologalerie des Ortungsleitstandes konnten alle verfolgen, dass fortwährend Raumschiffe der Mundänen in die Dunkelwolke eindrangen, während andere wieder daraus hervorkamen. Es fand ein ununterbrochener Wechsel statt, ohne dass dabei erkennbar wurde, welchem Ziel die Manöver dienen sollten.
»Fangen wir Funksprüche auf?«, wandte sich der Arkonide erneut an Zakata.
»Jede Menge«, erwiderte er, »und teilweise können wir sie auch entschlüsseln, aber Rückschlüsse auf die Vorgänge lassen sie vorläufig nicht zu.«
Atlan trat näher an die Ortungsholos heran. Er erkannte Trossschiffe, die leicht bewaffneten Versorgungseinheiten, zylinderförmige Raumschiffe mit Durchmessern von 1500 Metern und einer Höhe von annähernd 900 Metern sowie Kriegsleichter, kleine Kampfeinheiten, die im Verhältnis zu ihrer Größe schwerstbewaffnet waren. Sie hatten einen Durchmesser von nur etwa 200 Metern bei einer Höhe von 120 Metern.
Dazu konnte er die sogenannten Kriegsflöße identifizieren, die ebenfalls zylinderförmig waren, einen Durchmesser von 500 und eine Höhe von 300 Metern hatten.
Sie waren beeindruckend genug, doch sie wurden noch weit übertroffen von den Kriegstürmen, riesigen Schlachtschiffen, die Durchmesser von etwa 3000 Metern und eine Höhe von rund 1800 Metern hatten.
»Fehlen nur noch die ominösen S-Zentranten, von denen wir gehört haben«, murmelte Ronald Tekener. Er trat näher an ihn heran, um sich ebenfalls mit Hilfe der Ortungsholos zu informieren. »Kaum vorstellbar, dass sie noch größer und mächtiger sind. Glücklicherweise ist davon weit und breit nichts zu sehen.«
»Nein«, bestätigte der Arkonide. »Ich möchte auch nicht unbedingt einem von ihnen begegnen. Nach allem, was wir wissen, sind es wahre Monster.«
»Ja, das ist richtig. Gut, dass sie nicht da sind.«
»Das habe ich nicht gesagt! So ein Riese könnte durchaus in unserer Nähe sein. Wir würden ihn nicht sehen. Unsere Ortung hat die Schwierigkeiten noch nicht überwunden, mit denen sie zu kämpfen hat.«
»Wir tun, was wir können«, sagte Viena Zakata. Um die Ortungsergebnisse zu optimieren, dirigierte er verschiedene Geräte, gab immer wieder halblaute Anweisungen an die Rechner. »Überall im Tauu-Sektor wird die Ortung durch exorbitante Mengen von ultrahochfrequenter Hyperstrahlung erschwert, und es sieht ganz so aus, als ob diese von der Auroch-Maxo-Dunkelwolke ausgehe. Das ist der Grund dafür, dass der Hypertakt-Orter uns nur einen blinden, verwaschenen Fleck liefert.«
»Keine Angst vor Riesen!«, scherzte Ronald Tekener. »Kennst du unsere Märchen? Darin kämpft fast immer jemand gegen einen weit überlegenen Gegner – eine Hexe, einen Zauberer, einen Riesen –, und stets siegt die List über die brutale Gewalt der Mächtigen. Darin liegt eine tiefe Wahrheit.«
»Das ist bei unseren Märchen nicht viel anders«, versetzte der Arkonide. »Auch gegen die sogenannten Riesen hat man eine Chance. Man muss nur den richtigen Riecher haben.«
»Dann darfst du unsere Dookies aber nicht gegen die Mundänen einsetzen«, lachte der Galaktische Spieler.
»Warum nicht?«, fragte Atlan verblüfft.
Der Arkonide kannte die Umweltangepassten von Doo XIII, und er wusste, was sie leisteten, und er schätzte sie.
»Weil sie Nasen haben, die unglaublich flach sind und so klein wie ein Pickel«, meinte der Terraner. »Also, wenn man's genau nimmt, haben sie eigentlich überhaupt keine!«
Atlan lächelte. Er sah sich die Anzeigen der Instrumente an, um sich über den Grad der fünfdimensionalen Strahlung zu informieren. Alle leuchteten in einem steten, absolut ruhigen Licht. Von ihnen ging zumindest äußerlich nichts Beunruhigendes aus. Die Anzeigen waren – abgesehen vom Hypertakt-Orter – klar und deutlich, so dass sie mühelos abzulesen waren.
»Erstaunlich hoch«, kommentierte Ronald Tekener, der ihm über die Schulter blickte. »Wirklich extrem hoch.«
»Diese Fünf-D-Strahlung muss identisch mit den Überresten jener UHF-geladenen Wolke sein, aus der ESTARTU vor etwa 420.000 Jahren entstanden ist«, sagte Myles Kantor nachdenklich.
In den Unterlagen der Kosmologen von Segafrendo war die Rede davon gewesen, dass die Dunkelwolke rings um das Auroch-Maxo-System als gewaltiger 5-D-Strahler wirkte.
»Für mich ist ziemlich wahrscheinlich, dass die Reststrahlung der Wolke nach ESTARTUS Entstehung die Sonne Auroch-Maxo zu einer ungewöhnlichen Reaktion angeregt hat«, argumentierte Tangens der Falke. Der Umweltangepasste aus dem Volk der Korphyren befeuchtete sich die Fingerspitzen, um anschließend die Augäpfel damit zu massieren.
»Das ist eine Vermutung, die sich aufgrund unserer Ortungsschwierigkeiten wohl nicht verifizieren lässt«, entgegnete Myles Kantor, in dessen Stimme Unwillen über den Vorstoß des Wissenschaftlers mitschwang.
»Aber sie ist sehr wahrscheinlich!«, betonte Tangens der Falke. Die lidlosen, eng beieinanderstehenden Augen verliehen ihm einen starren Blick. Er nahm die leise Kritik Kantors gelassen hin. Der Umweltangepasste stritt sich gern mit dem Aktivatorträger, zu dem er oft in Opposition ging.
»Ich kann nur davor warnen, in die Wolke einzufliegen«, wandte Viena Zakata ein. Er schwenkte seinen Sessel herum, so dass er Atlan und die anderen direkt ansehen konnte. »Wir müssen davon ausgehen, dass in der Dunkelwolke praktisch überhaupt keine Ortung mehr möglich ist. Das heißt, dass wir uns nicht mehr orientieren können, sobald wir in der Wolke sind.«
»Auch das ist nur eine Vermutung«, stellte Myles Kantor fest. »Solange wir noch nicht in der Wolke sind, haben wir keine zuverlässigen Informationen. Wir müssen in die Wolke eindringen. Erst dann wissen wir, wie es dort wirklich aussieht.«
»Ausgeschlossen!«, protestierte Fee Kellind. »Wie sollten wir an den Mundänen vorbeikommen? Und selbst wenn wir das könnten, wie soll es in der Dunkelwolke...




