Francis | Perry Rhodan 2056: Invasion der Legion | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2056, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

Francis Perry Rhodan 2056: Invasion der Legion

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8453-2055-7
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Perry Rhodan-Zyklus "Die Solare Residenz"

E-Book, Deutsch, Band 2056, 64 Seiten

Reihe: Perry Rhodan-Erstauflage

ISBN: 978-3-8453-2055-7
Verlag: Perry Rhodan digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Sie sind Monochrom-Mutanten - gestrandet auf einer rätselhaften Welt Gegen Ende des Jahres 1303 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das dem Jahr 4890 alter Zeit entspricht, steht die Bevölkerung der Milchstraße in einer ganz entscheidenden Phase ihrer Geschichte. Seit wenigen Tagen gibt es nämlich eine neue Superintelligenz in der Galaxis. Sie nennt sich SEELENQUELL - und sie entstand aus den Bewußtseinen von 35.000 terranischen Monochrom-Mutanten und dem mit dem Anzug der Phantome ausgerüsteten Wrehemo Seelenquell. SEELENQUELL hat sich im Zentrum des Kristallimperiums eingenistet und wird von hier aus versuchen, die Milchstraße unter seine Kontrolle zu bekommen. Davon müssen die Verantwortlichen auf Terra ausgehen, weshalb Perry Rhodan und seine Mitstreiter bereits die ersten Gegenaktionen gestartet haben. Unter anderem auf der Extremwelt Ertrus... Zwei junge Menschen können von all diesen Vorfällen noch gar nichts wissen. Es handelt sich um Trim Marath und Startac Schroeder, zwei Monochrom-Mutanten. Nach den Ereignissen in Para-City verschwanden die beiden mit unbekanntem Ziel. Schroeder und Marath kommen auf einer fremden Welt heraus - und sie werden Zeugen der INVASION DER LEGION...

H.G. FRANCIS Ob Kinder- und Jugendbücher, Tierabenteuer, Science Fiction, Detektivgeschichten, Gruselstorys oder Erwachsenenromane - H.G. Francis weiß in den verschiedensten Genres zu überzeugen. Darüber hinaus machte sich der PERRY RHODAN-Autor einen Namen als Autor und Regisseur von Hörspielen und Drehbüchern für Fernsehserien. Hans Gerhard Franciskowsky, wie der 1936 geborene Schriftsteller mit bürgerlichem Namen heißt, veröffentlichte bereits mit 26 seinen ersten Roman 'Die fünf Oligos'. 1970 erfolgte der Einstieg in das Team von ATLAN, ein Jahr darauf bei der PERRY RHODAN-Serie, für die er bis heute schreibt. Im September 2002 erschien sein zweihundertster Beitrag zur Serie! Im Lauf der Jahre sorgte Francis' Arbeit immer wieder für Diskussionen. Zuletzt, als er den Mausbiber Gucky (vorgeblich, wie herausstellte) sterben ließ. Neben seinen Serienromanen verfasste Francis eine Vielzahl anderer Science Fiction; sein Roman 'Die vom fünften Hundert' wird zu den besten Werken der deutschen Nachkriegs-SF gezählt. Der Umwelt- und Tierschutz liegt H.G. Francis nahe. Immer wieder nimmt er in seinen Romanen darauf Bezug, zum Beispiel mit der außerordentlich erfolgreichen Jugendbuchserie 'Wendy' um den Reiterhof Rosenborg und verschiedenen Tierbuch-Serien. Für diese Themen recherchierte der Autor weltweit. Reisen nach Indien (Tiger), Ostafrika (Elefanten), China (Pandabären), zu den Azoren (Pottwale), Florida (Delfine) oder Kanada (Grizzlys und Sattelrobben) bringen neue Erkenntnisse, die in seine Arbeit einfließen und ihnen Authentizität verleihen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit sind Drehbücher für so erfolgreiche Hörspielserien wie 'TKKG', 'Die drei Fragezeichen', 'Die fünf Freunde', 'Edgar Wallace', 'Gruselserie', 'Commander Perkins', 'Masters of the Univers' oder 'Wendy' und viele andere. Insgesamt entstanden rund 600 Hörspiele, bei denen der Autor teilweise selbst Regie führte. Dafür wurde H.G. Francis mit zahlreichen Goldenen und Platin-Schallplatten ausgezeichnet. Die Gesamtauflage seiner Hörspiele beträgt 120.000.000! Detektivromane, Kurzgeschichten und Drehbücher für Fernsehsendungen ergänzen das umfangreiche Schaffen des Schriftstellers. 'Ich wäre als Schriftsteller auf keinen Fall ausgefüllt und zufrieden, könnte ich nur in einem Genre arbeiten', bekennt er. 'Wichtig ist für mich die Vielfalt und die Herausforderung durch neue Themenkreise. Das Spektrum der Themen kann gar nicht weit genug für mich sein.' Mit Heft 2237 'Welt der Hyperkristalle' nahm H. G. Francis seinen Abschied von der Serie.
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1.


Trim Marath hatte das Gefühl, von einem Vibratormesser getroffen worden zu sein. Es überflutete jede seiner Nervenfasern mit peinigenden Reizen und erfüllte jeden Muskel seines Körpers mit schier unerträglichen Schmerzen. Dunkelheit umgab ihn, und irgendetwas bohrte sich zwischen seine Schulterblätter. Es war spitz und scharf, und ihm war, als wollte es seinen letzten Lebensnerv durchtrennen.

Trim Marath hatte nicht die Kraft, aufzuschreien oder sich zu bewegen. Er brachte noch nicht einmal die Energie auf, die Augen zu öffnen oder sonst etwas anderes zu tun, um sich aus der Hölle zu lösen, die ihn gefangen hielt. Nie zuvor in seinem Leben hatte er sich so kraftlos gefühlt.

Als du auf die Welt kamst, weintest du …

Vielleicht war dies ja der lang erwartete und befürchtete Gen-Tod. Der Tod, den er als Monochrom-Mutant ohnehin schon erwartete. Der Tod, der ihn früher als jeden anderen Nichtmutanten ereilen würde.

Nachdem die Monochrom-Mutanten in Para-City gegen die Herrschaft Parkinsons rebelliert hatten und der auf der Schulter des Para-Fürsten kauernde Lucky vernichtet worden war, hatte Trim etwas getroffen. Es war dunkel um ihn herum geworden, und seither war es dunkel geblieben.

Er lag im Sterben. Anders konnte es nicht sein. Das erklärte vielleicht auch den scharfen metallischen Geschmack auf seiner Zunge.

Irgendwo in seinem Hinterkopf spukte diese Vorstellung herum, und sie ließ ihn nicht los.

Der junge Mutant fragte sich, was geschehen war und warum er derartiger Pein ausgesetzt wurde. Warum war das Sterben mit solchen Qualen verbunden? Er versuchte, sich zu erinnern … In wellenartigen Schüben kamen die Schmerzen und fingen ihn und sein Bewusstsein derart ein, dass er nicht fähig war, einen einzigen klaren Gedanken zu fassen.

Etwas aber geisterte dennoch durch seinen Kopf. Immer wieder. Und irgendwann verdichtete es sich zu einer einzigen Stimme, die formulierte, was sein Leben in den letzten Monaten bestimmt hatte.

Para-City!

Wie ein Blitz durchfuhr es ihn. Die Schmerzen ebbten ab, und er meinte, ein von Erschöpfung gezeichnetes, verschwitztes und von einer Narbe verunstaltetes Gesicht zu sehen. Es verzerrte sich im Todeskampf.

… weintest du, und um dich herum freuten sich alle.

Er war nicht mehr in Para-City. Er hätte die Stimmen der vielen Monochrom-Mutanten vernehmen müssen, die sich im Stadtzentrum versammelt hatten, doch er hörte nur ein schwaches Keuchen, das von einem steten Rauschen begleitet wurde. Jemand war direkt neben ihm und hatte Schwierigkeiten zu atmen.

Der Para-Block hatte alle Mutanten vereint. Gebündelte Energien, wie es sie wohl nie zuvor in der Geschichte der Erde gegeben hatte, waren hinausgestoßen in das Universum, um irgendwo auf ein Echo zu stoßen. Es hatte eine Resonanz gegeben. Möglicherweise alle Bewohner von Para-City hatten in einem Rhythmus geschwungen, der ihnen von außen aufgezwungen worden war.

Dazu hatte ihnen jemand versprochen: »Ich allein kann euch Rettung bieten. Ich allein besiege euren Tod. Und nun werde ich bei euch sein …«

Es passte nicht zusammen. Es war ein Widerspruch. Er konnte nicht im Sterben liegen, wenn der Unbekannte ihm das Leben versprochen hatte. Es sei denn, er hatte ihn und die anderen Mutanten bewusst belogen.

… freuten sich alle. Lebe so, dass alle weinen, wenn du die Welt verlässt und du allein lächelst!

Welch seltsamer Gedanke!

Der Yornamer wurde sich dessen bewusst, dass niemand weinen würde. Er war allein, und niemand würde sein Lächeln sehen. Es war zu früh, die Welt zu verlassen. Er musste kämpfen, und er wollte kämpfen, um eine Weile leben bleiben zu können.

Trim Marath drehte sich auf die Seite, und der Schmerz in seinem Rücken ließ nach. Verwundert blieb er liegen. Er spürte seine Schulter, und endlich gelang es ihm, die Augen zu öffnen.

Um ihn herum war es nicht dunkel. Er fand sich in einer fremden Umgebung wieder, die durch hereinfallendes Licht schwach erhellt wurde. Der Boden war mit seltsamen Mustern bedeckt, wie er sie nie zuvor gesehen hatte, und nur eine Armlänge von ihm entfernt schwebte eine Tischplatte, auf der sich verschiedene kleine Dinge erhoben.

Während die Schwäche blieb, verloren sich die Schmerzen. Immerhin gelang es ihm, sich auf die andere Seite zu wälzen.

Nachdem Trim das mit einiger Mühe geschafft hatte, blickte er in das bleiche Gesicht seines Freundes Startac Schroeder. Schroeder atmete mit weit geöffnetem Mund, schien aber dennoch nicht genügend Sauerstoff in sich hineinpumpen zu können.

Der Teleporter hielt die Augen geschlossen. Er sah aus, als ob er dem Tode näher war als dem Leben. Die wirren Haare klebten ihm an der Stirn, der Mund war schmal wie ein Strich, und das Kinn war kantig vorgeschoben, als wollte er sich trotzig gegen alle Unbill behaupten. Deutliche Falten umrahmten seine Augen und die Mundwinkel. Es waren die Spuren der Ereignisse von Para-City, aber auch die der elf Jahre, um die Startac älter war als Trim.

Er legte dem Freund die Hand an die Schulter, um ihn auf sich aufmerksam zu machen, doch Startac reagierte nicht. Er war bewusstlos.

Trim rutschte ein wenig zur Seite, um nicht wieder auf den spitzen Gegenstand zu geraten, der aus dem Boden ragte, und rollte sich auf den Rücken. Und während er den Raum überblickte, fragte er sich, wo er sich befand und wer ihn hierhergebracht hatte. Vielleicht war es Startac Schroeder gewesen, der mit ihm in einen der Container teleportiert war.

»Nein«, sagte Trim Marath leise und richtete sich ächzend auf.

Der Raum war zu groß. Dies konnte kein Container sein. Außerdem deutete der Entzerrungsschmerz darauf hin, dass sie bei der Teleportation eine Entfernung von mehr als fünfzig Kilometern zurückgelegt hatten. Startac Schroeder war also deutlich weiter gesprungen als jemals zuvor. Trim konnte nur vermuten, dass sein Freund so starke Energien aus dem Para-Block gewonnen hatte, dass diese ihn dazu befähigt hatten, seine Kapazität weit zu überschreiten.

Trim war sicher, dass der Freund ihm bald erklären würde, was geschehen war. Er beschloss, Startac vorläufig in Ruhe zu lassen, damit er sich erholen konnte. Neugierig wandte er seine Aufmerksamkeit wieder jenen Dingen zu, die ihn umgaben.

Das Design der Objekte war offenbar einem vollkommen fremden – oder vielleicht auch verwirrten – Geist entsprungen. In seinen Augen verzerrte es viele der Formen, und die Muster darauf sprachen nicht unbedingt sein Schönheitsempfinden an.

Im Raum herrschte ein unübersichtliches Durcheinander, als ob man alles, was nicht unbedingt benötigt wurde, achtlos und ohne Plan hineingestellt hätte.

An der schwebenden Tischplatte zog Trim sich hoch. Er war so schwach, dass die Beine sogleich wieder unter ihm nachgeben wollten. Um nicht zu Boden zu sinken, lehnte er sich weit vor und stützte sich mit den Ellenbogen ab. Hinter sich hörte er den Freund stöhnen. Schroeder bewegte sich.

Trim Maraths Blicke fielen auf vier stabförmige Gegenstände. Sie waren etwa so lang wie sein Unterarm, und sie waren mit einer Art Klebeband zusammengebunden worden. Wenigstens hier hielt man sich an eine Form, die ihm vertraut war.

Er wandte sich anderen Dingen zu, doch irgendwie wollte das soeben aufgenommene Bild von den Stäben nicht von ihm weichen. Er betrachtete die Einrichtung des Raumes, versuchte, seine Gedanken zu ordnen, und dann dämmerte ihm, dass er es sich nicht leisten konnte, dieses seltsame Bündel zu ignorieren.

Ein kleines Kästchen stand daneben. An ihm leuchteten Symbole, die in schneller Folge wechselten. Sie brannten sich ihm förmlich ein, und plötzlich ging ihm auf, womit er es zu tun hatte.

Trim Marath stöhnte auf.

Kein Zweifel. Vor ihm lag eine Bombe. Nur zu gut entsann er sich, einmal Sprengstoffstäbe gesehen zu haben, die ganz ähnlich zusammengefügt und mit einem drahtlosen Zünder versehen worden waren.

Einem ersten Impuls folgend, wollte er den Zünder ergreifen und zur Seite schleudern, wurde sich jedoch rechtzeitig dessen bewusst, dass er damit aller Wahrscheinlichkeit nach die Bombe sofort auslösen würde.

Nein. Er durfte nichts anrühren. Er musste Startac Schroeder so schnell wie möglich auf die Beine helfen und dann mit ihm verschwinden, um einen möglichst großen Abstand zu dem Sprengsatz zu gewinnen.

Er löste sich vom Tisch, und es gelang ihm, einige Schritte weit zu kommen, sich dann an einer Kiste abzustützen und den Ausgang auszumachen. Unsicher taumelnd bewegte er sich weiter, stieß die Tür auf und trat in eine vollkommen fremde Welt hinaus.

Aus tief hängenden Wolken stürzte Regen herab. Er war es, der das stete Rauschen verursachte. Wassertropfen prasselten auf den gepflasterten Boden und auf große, mit einer süßlich riechenden Flüssigkeit gefüllte Schalen.

Bäume, die vierzig Meter hoch und mehr waren, hielten ihre ausladenden Äste schützend über den Vorbau des Gebäudes, konnten den Regen jedoch nicht abhalten. Dunkle fliegende Wesen, die Trim als »Vögel« einordnete, schreckten auf und stoben davon. Sie hatten langgestreckte, schmale Körper mit vier deutlich voneinander getrennten Flügeln, die sie weit ausholend bewegten und deren Spitzen unter ihren Körpern zusammenschlugen, dass es knallte.

Zwischen den Baumstämmen hindurch konnte Trim eine ausgedehnte Industrieanlage erkennen. Sie war in ihrer Architektur fremd und machte einen ungeordneten Eindruck auf ihn, als seien ihr im Laufe der Zeit immer neue Teile hinzugefügt worden, für die anfangs kein Platz vorgesehen gewesen war. Von dorther trieb der Wind den intensiv metallischen Geruch heran und...



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