Frankenberg | Bitcoin – Das ehrliche Geld | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 210 Seiten

Frankenberg Bitcoin – Das ehrliche Geld

Eine Antwort in Zeiten der Geldentwertung – Wie eine neue Technologie uns vor Inflation und Finanzkrisen schützen kann
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-949098-60-4
Verlag: Aprycot Media
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Eine Antwort in Zeiten der Geldentwertung – Wie eine neue Technologie uns vor Inflation und Finanzkrisen schützen kann

E-Book, Deutsch, 210 Seiten

ISBN: 978-3-949098-60-4
Verlag: Aprycot Media
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Warum wird die Eiskugel immer teurer? Warum kostet das Leben jedes Jahr mehr? Die schleichende Geldentwertung betrifft uns alle - doch es gibt eine Alternative. Alex v. Frankenberg nimmt dich mit auf eine Entdeckungsreise zu den Herausforderungen unseres Geldsystems. Mit lebensnahen Beispielen macht er deutlich, wie sich die kontinuierliche Entwertung unseres Geldes auf unseren Alltag auswirkt. Dabei eröffnet er eine faszinierende Perspektive: Bitcoin als möglicher Ausweg aus diesem System. Bitcoin vereint revolutionäre Technologie mit den Grundprinzipien eines stabilen Geldsystems. Ob als Wertspeicher, Zahlungsmittel oder digitales Investment - Bitcoin bietet vielfältige Möglichkeiten. Für den Autor steht dabei ein Aspekt im Zentrum: die kompromisslose Ehrlichkeit dieser Innovation. Ein aufschlussreicher Wegweiser für alle, die verstehen möchten, warum unser aktuelles Geldsystem ungerecht ist und welche Chancen Bitcoin bietet.

Dr. Alex von Frankenberg, Autor und Technologie-Experte, prägte als langjähriger Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds (HTGF) die europäische Start-up-Landschaft. Unter seiner Führung entwickelte sich der HTGF mit nahezu 800 Seed-Investments zum aktivsten Frühphasen-Investor Europas und verwaltet ein Fondsvolumen von 2 Milliarden Euro in fünf Fonds. Seine tiefgreifende Expertise in Technologie und Innovation baute er durch Positionen in der Siemens-Forschung, bei einem Company Builder sowie in der Strategie- und IT-Beratung auf. An der University of Texas at Austin absolvierte er sein MBA-Studium und promovierte anschließend an der Universität Mannheim über die Entstehung von de-facto Technologiestandards - ein Thema, das seine spätere Karriere prägen sollte. Seit vielen Jahren widmet er sich der Analyse disruptiver Technologien, Corporate Innovation und der Start-up-Ökonomie. Seine langjährige Forschung zu Netzwerkeffekten und technologischen Standards führte ihn zum Bitcoin-Ökosystem. Er sieht in Bitcoin das Potenzial, sich als de-facto Standard für digitale Wertspeicherung zu etablieren.
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Einleitung – Was ist Bitcoin?


Bitcoin ist zunächst eine Technologie. Gut sechzehn Jahre nach ihrer Einführung, dem Start der Bitcoin-Blockchain am 3. Januar 2009, ist es immer noch eine sehr junge und auch eine vergleichsweise noch wenig etablierte Technologie.

Das Besondere an Bitcoin sind seine Eigenschaften, die nicht nur neu, sondern auch einzigartig sind. Wie das Feuer in der Steinzeit: Nach der Entdeckung des Feuers war die Welt eine andere. Der Mensch, unsere Evolution, letztlich die Entwicklung unseres Gehirns und unserer Intelligenz wurden maßgeblich von der Entdeckung des Feuers beeinflusst. Plötzlich konnten wir Fleisch braten, unsere Höhle wärmen und hatten Licht im Dunkeln. So etwas hatte es vorher nicht gegeben. Genauso neu und einzigartig waren die Erfindung des Rades, der Buchdruck, der Computer, das Internet und sehr vieles mehr.

Was ist so besonders an Bitcoin?

Ganz im Gegensatz zum Buchdruck und dem Internet, die es ermöglicht haben, Informationen beliebig zu kopieren und weit zu verbreiten, ist Bitcoin die allererste Technologie, die es unmöglich macht, Daten, die mit diesem Netzwerk zusammenhängen, zu kopieren und damit zu vervielfältigen. Was sehr wichtig ist, wenn die Daten Geld darstellen. Denn wenn jeder – oder sogar nur einzelne Instanzen, das aber in großem Stil, siehe Zentralbanken – Geld beliebig vervielfältigen kann, hat es nicht lange einen Wert. Bitcoin ist digital. Wie bei einem Gegenstand, den immer nur eine Person besitzen kann, ist das auch mit Bitcoin. Ein digitales Gut – der Bitcoin – kann nicht kopiert werden. Er ist entweder hier oder dort. Das hat es noch nie gegeben. Informationen lassen sich digital nämlich sehr leicht vervielfältigen. Im Prinzip lässt sich das Teilen einer Information nicht mehr rückgängig machen (von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, wenn alle Stellen, die eine Information haben, vernichtet werden). Man bezeichnet diese Eigenschaft von Bitcoin als „digital scarcity“, digitale Knappheit.

Es gibt noch mehr Besonderheiten: Bitcoin ist Open Source, das heißt, die Software ist transparent, für jeden zugänglich und einsehbar. Mit ein wenig Programmierkenntnissen kann man genau nachvollziehen, was die Software macht. Damit ist Bitcoin nicht nur transparent, sondern auch ehrlich. Es funktioniert genauso, wie in der Software dargestellt. Es gibt keine Tricks und Hintertürchen.

Eine dritte an dieser Stelle unbedingt erwähnenswerte Besonderheit ist, dass niemand, kein Einzelner, keine Gruppe, auch kein Staat die Technologie Bitcoin kontrollieren und einfach so verändern kann. Das hat weitreichende Implikationen: Niemand kann die Technologie zu seinen Gunsten einfach manipulieren. Ein komplexer Konsens- und Akzeptanzprozess der an Bitcoin beteiligten Parteien verhindert nicht gewünschte Veränderungen. Nur alle paar Jahre werden relevante Änderungen an der Software vorgenommen.

Aus technischer Sicht ist Bitcoin einfach eine neuartige Datenbank. Anders als bisherige Datenbanken ist die Bitcoin-Datenbank, die Blockchain heißt, nicht zentral, sie ist verteilt und dezentral organisiert. Es ist eine Datenbank, in der neue Einträge gebündelt in sogenannten Blöcken nach bestimmten Regeln hinzugefügt werden. Dieses Hinzufügen, das Verändern der Datenbank, erfolgt nicht durch eine zentrale Instanz, sondern dezentral durch einen Wettbewerb der sogenannten Miner. Letztlich entscheidet der Zufall, welcher Miner die Möglichkeit bekommt, einen Block zur Blockchain hinzuzufügen. Ebenfalls dezentral überprüft und an vielen Stellen gespeichert werden viele Kopien dieser Datenbank. Dies übernehmen Tausende von sogenannten Nodes, die damit sicherstellen, dass die Blockchain den akzeptierten Regeln entspricht. Damit gibt es keine zentrale Kontrolle über die Datenbank – das entscheidende und völlig neuartige Merkmal von Bitcoin. Niemand kann einfach so die Regeln ändern. Und damit kann niemand die maximale Anzahl von 21 Millionen Bitcoin verändern. Egal wie dringend ein Problem ist, wie groß eine (vermeintliche) Notlage ist, niemand kann aus den 21 Millionen Bitcoin einfach 22 machen. Und damit ist Bitcoin ein nicht vermehrbares Gut, das somit auch keine Inflation zur Folge hat. Das ist einzigartig und die vierte besondere Eigenschaft.

Diese wesentlichen Besonderheiten ermöglichen insbesondere – aber nicht nur – eine Anwendung: digitales Geld, das von niemandem kontrolliert wird, das nicht beliebig verändert, vor allem nicht inflationiert werden kann. Und Geld, das völlig transparent ist, digital zu sehr niedrigen Kosten weltweit transferiert werden kann. Geld, das sich vor allem als Wertaufbewahrungsmittel, für Zahlungen und für vieles mehr eignet. Der Transfer passiert von Person zu Person. Man benötigt lediglich einen Zugang zur Bitcoin-Blockchain, aber keine Banken oder Zentralbanken. Ein Bargeld ohne Mittelsmänner, ein wenig ähnlich wie Gold, nur digital. Wenn ein Bitcoin, der nur als Information existiert, transferiert worden ist, dann hat nur noch der Empfänger, aber nicht mehr der Sender Zugang dazu.

In den letzten fünfzig Jahren hat die Digitalisierung unsere Welt grundlegend verändert. Computer und das Internet haben den gleichzeitigen weltweiten Zugang zu einer Unmenge von Informationen ermöglicht. Digitale Zwillinge von Maschinen ermöglichen die Optimierung der Konstruktion oder des Betriebs von Maschinen. Künstliche Intelligenz fängt an, den Menschen in vielen Bereichen zu übertreffen. In gewisser Weise wird dadurch der Mensch beziehungsweise dessen an das physische Gehirn gebundene Intelligenz digitalisiert.

Es liegt nahe, wenn man sich die Auswirkungen der Digitalisierung ansieht, dass Bitcoin eine ähnliche oder gar viel stärkere weltverändernde Wirkung haben wird als der Computer, das Internet, das Smartphone und alle anderen digitalen Technologien. Wenn Bitcoin die negativen Konsequenzen einer weltweit sehr großen und andauernden Inflation eindämmen oder gar verhindern kann, dann wird Bitcoin die Welt erheblich verändern.

Werte, die früher an physische Dinge gebunden waren, wie Gold und Geldscheine, oder in digitaler Form zentral durch Banken oder Notenbanken kontrolliert und veränderbar waren, sind plötzlich unabhängig und dezentral. Zahllose Versuche, Gold künstlich zu erschaffen, scheiterten. Banken, Notenbanken und Staaten gelang jedoch die Alchemie. Geld – entkoppelt von Gold und zentral kontrolliert – kann künstlich vermehrt, gedruckt oder, wie es heißt, geschöpft werden. Die Geldvermehrung passiert, wenn Notenbanken beispielsweise Anleihen kaufen oder Banken Kredite vergeben. Wenn eine Bank einem Immobilienkäufer eine Finanzierung gibt, wird dieses neue Darlehen, das heißt Geld, aus dem Nichts, geschaffen. Es entsteht neues digitales Geld, umgangssprachlich wird Geld gedruckt. Das Gleiche passiert, wenn eine Notenbank oder auch Zentralbank genannt eine Anleihe kauft. Um diese zu bezahlen, schafft sie einfach neues Geld.

Bitcoin ist in diesem Sinne wie Gold, es kann nicht künstlich vermehrt werden. Anders als Gold kann es aber in Sekundenschnelle rund um den Globus transferiert werden. Und es kann nicht einfach mehr Gold gefunden werden. Wie viel Bitcoin es jemals geben wird und wann diese Bitcoin entstehen ist vorprogrammiert. Bitcoin ist digital, man könnte sagen, digitales Gold.

Bitcoin ist nicht eine Technologie, die Bestehendes minimal verbessert, es ist eine Technologie, die sehr vieles sehr grundlegend verändern wird – eine völlig neuartige, eine disruptive Technologie.

Das Schwierige an disruptiven Technologien ist, diese als solche zu erkennen. Es gibt sehr berühmte Beispiele von äußerst schlauen und renommierten Menschen, die nicht in der Lage waren, disruptive Technologien als solche zu erkennen: Paul Krugman, der 1997 (!) dem Internet keine größere Wirkung zuschrieb als dem Faxgerät. Noch zwei Jahre nach dem Launch des iPhones zweifelte der Strategiechef von Nokia, damals mit immerhin rund 40 % Weltmarktanteil unangefochtener Marktführer, an dem Erfolg des iPhones. Ähnlich wie der Apple Macintosh ein Nischenprodukt blieb, war dies auch seine Erwartung für das iPhone. Ein Telefon mit riesigem Bildschirm und vor allem ohne physische Tasten, einer Batterielebensdauer von nur wenigen Stunden – im Gegensatz zu einzelnen Nokia-Modellen, die mehrere Tage funktionierten, ohne aufgeladen werden zu müssen – könnte seines Erachtens niemals erfolgreich sein. Fünf Jahre nach dem Launch des iPhones war die Handysparte von Nokia nach einer unglücklichen Übernahme durch Microsoft am Ende.

Meine Methode, um disruptive Innovationen zu erkennen, ist der fast unbewusst in den Kopf schießende Gedanke, die unreflektierte Reaktion „So ein Quatsch!“. Immer und wirklich immer, wenn man dies denkt, gibt es genau zwei Möglichkeiten: Es könnte sich tatsächlich um Quatsch handeln. Oder es ist eine völlig neuartige, weltverändernde Innovation, die man einfach nicht versteht, nicht begreifen kann und deswegen zunächst für Quatsch hält. Die Kunst ist es, Quatsch von Quatsch zu unterscheiden: Unsinn von völlig neuartigen, weltverändernden Innovationen. Das ist superschwer. Denn ganz viele, insbesondere große Innovationen, scheitern doch und sind dann – im Nachhinein – tatsächlich Quatsch.

Der Weg führt über das Verstehen der Besonderheiten der Technologie hin zum Markt: Welche neuen Anwendungen, die es bisher noch nicht gab, werden damit ermöglicht? Welche Riesen-Probleme werden gelöst? Welche bislang völlig unvorstellbaren Dinge sind nun möglich? Können riesige Kostenblöcke gespart werden?

Disruptive Technologien sind zunächst in ihrer Bedeutung und Wirkung sehr...


Dr. Alex von Frankenberg, Autor und Technologie-Experte, prägte als langjähriger Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds (HTGF) die europäische Start-up-Landschaft. Unter seiner Führung entwickelte sich der HTGF mit nahezu 800 Seed-Investments zum aktivsten Frühphasen-Investor Europas und verwaltet ein Fondsvolumen von 2 Milliarden Euro in fünf Fonds.

Seine tiefgreifende Expertise in Technologie und Innovation baute er durch Positionen in der Siemens-Forschung, bei einem Company Builder sowie in der Strategie- und IT-Beratung auf. An der University of Texas at Austin absolvierte er sein MBA-Studium und promovierte anschließend an der Universität Mannheim über die Entstehung von de-facto Technologiestandards – ein Thema, das seine spätere Karriere prägen sollte.

Seit vielen Jahren widmet er sich der Analyse disruptiver Technologien, Corporate Innovation und der Start-up-Ökonomie. Seine langjährige Forschung zu Netzwerkeffekten und technologischen Standards führte ihn zum Bitcoin-Ökosystem. Er sieht in Bitcoin das Potenzial, sich als de-facto Standard für digitale Wertspeicherung zu etablieren.



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