Fraser / Lane / Hailstock | Romana Exklusiv Band 392 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 392, 448 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

Fraser / Lane / Hailstock Romana Exklusiv Band 392


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3302-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 392, 448 Seiten

Reihe: Romana Exklusiv

ISBN: 978-3-7515-3302-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



HEISSER FLIRT UNTER GRIECHISCHER SONNE von ANNE FRASER

Ein idyllisches Dorf in Griechenland - hier hofft Katherine, endlich die dringend nötige Ruhe zu finden. Vergeblich? Seit dauernd dieser gut aussehende Mann am Strand auftaucht, geraten ihre Sinne mehr und mehr in Aufruhr. Aber für eine neue Liebe ist sie längst nicht frei ...

DENN DIR GEHÖRE ICH FÜR IMMER von SORAYA LANE

Rebecca wiederzusehen weckt in Polo-Star Ben McFarlane sofort tiefes Verlangen. Damals war ihm seine Karriere wichtiger, heute will er ihr endlich seine Liebe zeigen. Als Ben jedoch erfährt, was er nie wissen sollte, schmecken Rebeccas Küsse plötzlich nach Verrat ...

WENN DER FEIND SO ZÄRTLICH KÜSST von SHIRLEY HAILSTOCK

Rosanna könnte im siebten Himmel sein: Der Mann, mit dem sie am Strand entlanggeht, ist ihr Märchenprinz. Doch sie darf David Thorn nicht lieben! Er hat sie um ihre berufliche Zukunft gebracht. Warum träumt sie dann von einem gemeinsamen Leben mit ihm?



Anne wurde in Schottland geboren, ist aber in Südafrika aufgewachsen. Nachdem sie die Schule beendet hatte, kehrte Sie sie wieder an die Geburtsstätte ihrer Eltern, nach Schottland, zurück. Sie schloss dort eine Ausbildung als Krankenschwester ab, bevor sie auf die Universität ging, um englische Literatur zu studieren. Nach der Geburt ihres ersten Kindes, reisten sie und ihr Mann, ein Arzt, um die Welt und lebten unter anderem im ländlichen Afrika, in Australien und im Norden Kanadas. Anne arbeitete bis vor kurzem im Gesundheitswesen, sodass Sie keinen Mangel an medizinischen Szenen für ihre Bücher hat. Darüber hinaus kann Sie auf das Wissen ihres Mannes zurückgreifen, um sicherzustellen, dass alle medizinischen Details korrekt sind. Anne Fraser liebt es immer noch zu reisen und packt jede Gelegenheit neue Orte zu entdecken, um diese dann in ihren Büchern zu verwenden. Um sich zu entspannen, spielt sie Tennis, macht Yoga, geht Wandern und liebt es natürlich zu lesen.
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2. KAPITEL


Am nächsten Morgen beschloss Katherine, im Haus zu arbeiten. Doch nach ein paar Stunden drängte es sie hinaus auf den Balkon. Alexander war wieder bei seinem Boot. Fasziniert betrachtete sie seinen nackten Oberkörper, der in der Sonne golden glänzte.

Plötzlich fluchte er, ließ den Spachtel fallen und starrte auf seine Hand. Er schüttelte den Kopf, schaute sich um und hob Momente später das T-Shirt auf, um es sich um die Hand zu wickeln.

Sie konnte ihn unmöglich mit seiner verletzten Hand sich selbst überlassen. Noch dazu, da sie natürlich einen Erste-Hilfe-Kasten im Haus hatte. Außerdem dürfte in dem Dorf am Sonntag kein Arzt verfügbar sein.

„Hallo“, rief Katherine im Näherkommen, um ihn nicht zu erschrecken, denn er arbeitete mit der gesunden Rechten weiter, während er die Linke in die Luft streckte. „Kann ich helfen?“, fragte sie, als er sich umdrehte und auf seine Hand deutete.

„Es geht schon. Aber vielen Dank.“ Er lächelte sie an, und ihr Herz klopfte schneller.

„Lassen Sie mich wenigstens einen Blick darauf werfen. In Anbetracht des vielen Blutes müssen Sie sich ziemlich verletzt haben.“

„Wenn Sie darauf bestehen.“

Er hielt ihr die Hand hin, und Katherine löste behutsam den Behelfsverband. Als ihre Fingerspitzen seine Handfläche berührten, hatte sie das Gefühl, lauter kleine elektrische Schläge zu bekommen. Verflixt, jetzt begegnete sie jemandem, den sie auf Anhieb attraktiv fand, und er war verheiratet und obendrein noch Vater.

Prüfend betrachtete sie die Wunde. „Es ist ein tiefer Schnitt, der genäht werden muss. Ist heute irgendwo eine Praxis geöffnet?“

„Die meisten sind sonntags nur für Notfälle da, und ich bezweifle, dass dies hier einer ist.“

„Das denke ich allerdings schon. Ich bin Ärztin und weiß, wovon ich rede.“

Alexander zog die Brauen hoch. „Wirklich? Die Leute im Dorf haben vermutet, Sie wären Schriftstellerin. Sind Sie praktische Ärztin?“

„Nein. Ich bin Epidemiologin und arbeite als Forscherin im öffentlichen Gesundheitswesen.“

„Auch im Urlaub? Sie waren gestern ganz schön beschäftigt.“

„Ich schreibe meine Dissertation.“

„Das gefällt mir.“ Er lächelte erneut zu Herzen gehend. „Können Sie nicht schnell die Hand nähen?“

„Nein. Mir fehlt die entsprechende Ausrüstung. Außerdem dürften Sie eine Tetanusinjektion benötigen. Es sei denn, Sie haben erst kürzlich eine erhalten.“

„Nein, habe ich nicht.“

„Okay, dann müssen wir auf jeden Fall in eine Notfallpraxis. Ich werde die Wunde jetzt provisorisch versorgen. Haben Sie jemanden, der Sie hinfahren kann?“

„Es gibt eine, die zu Fuß erreichbar ist. Diese kleine Verletzung wird mich ja nicht so schnell umbringen.“

„Vielleicht nicht. Dennoch könnte sie Ihnen ernste Probleme bereiten.“ Katherine zögerte einen Moment. „Ich rate Ihnen dringend, jetzt sofort in eine Notarztpraxis zu fahren. Ich kann auch gerne anrufen. Ein Gespräch von Arzt zu Arzt ist da oft sehr hilfreich.“

„Offen gestanden, wäre es doch etwas peinlich in Anbetracht der Tatsache, dass ich der Arzt bin und es meine Praxis ist. Jedenfalls eine von meinen.“

„Sie sind Arzt?“, fragte sie überrascht und kam sich nun mit ihrem kleinen Erste-Hilfe-Kasten ziemlich albern vor. Jetzt wusste sie auch, warum sie seit ein paar Minuten das Gefühl hatte, er würde sich über sie lustig machen. „Das hätten Sie auch früher sagen können.“

„Ich hätte es noch getan. Ehrlich.“ Wieder lächelte er. „Ich schätze, ich habe es genossen, zur Abwechslung mal der Patient zu sein.“

„Sie hätten es sofort sagen sollen.“ Katherine kämpfte gegen ihren Ärger an. „Allerdings können Sie die Hand schlecht selbst nähen.“ Obwohl sie im Augenblick nicht abgeneigt war, es ihn versuchen zu lassen.

„Ich könnte es probieren … Aber Sie haben recht. Es wäre leichter und ordentlicher, wenn Sie es tun würden. Meine hiesige Praxis ist nicht viel mehr als ein besseres Sprechzimmer. Ich benutze sie, wenn die älteren Leute aus dem Dorf mit kleineren Wehwehchen zu mir kommen. Sie ist jedoch so ausgestattet, dass Sie die Wunde dort nähen können.“

„Dann los.“

Seine Praxis schien ein ehemaliges Fischerhäuschen zu sein, das unmittelbar am kleinen Hafen lag. Von dem schmalen Flur gingen nur zwei Türen ab, und Alexander öffnete die rechte.

Katherine sah alles, was sie in einer ländlichen Praxis erwartet hätte. Bis auf den großen Lehnstuhl, über den eine karierte Decke ausgebreitet war. Alexander verzog das Gesicht, als er ihren erstaunten Blick bemerkte.

„Ich weiß, der gehört hier eigentlich nicht her. Aber meine Patienten fühlen sich so mehr wie zu Hause.“

Während sich Katherine die Hände wusch, stellte er alles Nötige auf den Edelstahlwagen neben der Liege, setzte sich und entfernte den Notverband. Nachdem sie die Schutzhandschuhe übergestreift hatte, spritzte sie ihm schließlich ein Mittel zur lokalen Betäubung. „Ich warte noch etwas ab, bis es richtig wirkt.“

„In der Zwischenzeit können Sie mir erzählen, was Sie herführt. Unser Dorf ist nicht unbedingt bei Touristen gefragt.“

„Eine Kollegin ist mit der Tochter der Familie Dukase befreundet. Ich darf deren Haus benutzen, wenn ich mich um Herkules und den Garten kümmere. Meine Mutter ist gebürtige Griechin, und ich habe schon immer mal ihre Heimat kennenlernen wollen.“

„Ist sie von hier?“

„Nein, aus Itylo ganz in der Nähe.“

„Sind Sie das erste Mal auf dem Peloponnes?“

„Ja, und auch in Griechenland.“

„Und Ihre Mutter ist nicht mitgekommen?“

„Sie ist kürzlich gestorben.“ Katherine musste sich räuspern. „Sie wollte immer, dass wir gemeinsam herfliegen. Aber ihre Gesundheit hat sie am Reisen gehindert. Sie hatte Multiple Sklerose.“

„Es tut mir leid.“

Ja, er meint es ehrlich, dachte sie, während sie mit den Fingerspitzen auf seine Innenhandfläche klopfte. „Wie fühlt sich das an?“

„Taub. Sie können anfangen.“

Warum muss er nett und zudem noch attraktiv sein, fragte sie sich, als sie sich dem kleinen Operationsbesteck auf dem Edelstahlwagen zuwandte.

„Sie haben hoffentlich vor, hier einiges zu besichtigen. Olympia, Delphi, Athen, vielleicht auch Mykene.“

Sie lachte. „Das steht alles auf meiner Liste. Aber vorher muss ich noch meine Dissertation zu Ende bringen.“

„Also erst einmal kein freier Tag? Das ist nicht gut. Jeder braucht irgendwann etwas Entspannung.“

„Ich relaxe durchaus. Außerdem ist Arbeit zugleich Entspannung für mich.“

„Ja, sie kann ein Mittel sein, sich etwas Unerträglichem nicht stellen zu müssen. Wenn man das zu lange macht, schadet es allerdings der Psyche. Sie müssen sich Zeit zum Trauern nehmen“, murmelte er leise.

Katherine zuckte zusammen. Für wen hielt er sich, dass er ihr erzählte, was sie tun oder lassen sollte? Es war ihre Entscheidung, wie sie lebte.

„Ich möchte mich noch einmal wegen gestern entschuldigen“, fuhr Alexander fort, als sie nichts erwiderte. „Meine Tochter wollte Sie unbedingt kennenlernen und da sind leider die Pferde mit ihr durchgegangen.“

Katherine begann, die Wunde zu nähen. „Ihre Kleine ist bezaubernd.“

„Sie kommt nach ihrer Mutter.“

„Die hübsche Frau gestern am Strand war sicher Ihre Frau?“ Sie hörte, dass er scharf einatmete, als sie den nächsten Stich setzte. „Habe ich zu wenig von dem Betäubungsmittel gespritzt?“

Alexander schüttelte den Kopf. „Ich spüre nichts … Die Frau, die Sie gesehen haben, ist meine Cousine Helen. Crystals Mutter ist tot.“

„Es tut mir leid. Wie schrecklich für Sie und Ihre Tochter.“

„Ja, das war es“, antwortete er schroff, während sie sich wieder um die Wunde kümmerte.

Er wusste also, was es hieß, jemanden zu verlieren. Und der Ausdruck, der sich eben in seinen Augen gespiegelt hatte, verriet ihr, dass er den Verlust noch nicht überwunden hatte. Dann könnte er genauso gut auch verheiratet sein, dachte sie und rief sich im nächsten Moment zur Vernunft. Wohin verirrten sich nur ihre Gedanken?

„Was ist mit der Tetanusinjektion?“, fragte sie, nachdem sie die Hand verbunden hatte. „Sie haben hier vermutlich welche vorrätig, oder?“

„Ja. Und da meine letzte Impfung vor über fünf Jahren war …“ Alexander öffnete den kleinen Medikamentenkühlschrank. „Verflixt, es ist keine mehr da. Egal. Ich lasse mir morgen in meiner anderen Praxis eine geben.“

„Bis dahin könnte es zu spät sein, wie Sie sicher selbst wissen. Da Sie zumindest momentan mein Patient sind, bestehe ich darauf, dass es noch heute geschieht.“

„Was eine Fahrt nach Pyrgos bedeutet, das fast eine Autostunde entfernt ist. Außerdem ist Helen gerade mit meinem Wagen unterwegs. Sie wird erst am Abend zurückkommen. Also muss es doch bis morgen warten.“

„Dann fahre ich Sie“, erklärte Katherine in einem Ton, der keine Widerrede duldete. „Ich hole das Auto, und währenddessen möchten Sie...



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