E-Book, Deutsch, 120 Seiten
Fritz Wo gehts denn hier nach Madagaskar?
2. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7534-1607-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Die große Reise der Familie Kullerballi
E-Book, Deutsch, 120 Seiten
ISBN: 978-3-7534-1607-6
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Franzi Fritz wurde am 30.12.1980 in Wurzen / Deutschland geboren und lebt mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn in Leipzig / Deutschland. Ihre Werke veröffentlicht sie unter ihrem Mädchennamen. Das vorliegende Buch ist ihre dritte Kinderbuchveröffentlichung. Bereits 2015 erschien ihr Debüt "Dornröschen - Munter durch den Märchenwald" gefolgt von der Erzählung "Bärlis Karl und Peters Bärli" im Jahr 2017. Neben Prosa verfasst sie auch Lyrik. Ihre schreibfreie Zeit verbringt sie mit ihrer Familie, dem Lesen, Nähen und dem Arbeiten in ihrem Beruf.
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Vorwort
Liebe kleine und große Leserinnen und Leser!
Ich freue mich sehr, dass ihr den Weg auf diese Seiten gefunden habt und heiße euch recht herzlich willkommen.
Bevor ich beginne, euch von der Familie Kullerballi zu erzählen, möchte ich euch die Helden dieses Abenteuers vorstellen. Ein jeder der Familie ist wichtig und soll kurz seinen eigenen kleinen Auftritt und Moment des Ruhms haben, bevor er einer von mehreren Hauptfiguren in dieser Geschichte wird. Ich kenne jeden Einzelnen der Kullerballis persönlich. Ich weiß, wie sie aussehen, kenne ihre Stärken und Schwächen und ja, auch ihre Macken und Eigenheiten. Es ist mir sehr wichtig, dass ich euch zu Beginn bereits eine ganz genaue Vorstellung der kleinen Kerle vermittle.
Die Familie Kullerballi ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen kleiner Stofftiere, die gemeinsam in einem Menschenhaushalt leben. Die einen sind tatsächlich existierenden Tierarten nachempfunden, die anderen sind Fabel- und Sagentiere, die es wohl nur in der menschlichen Fantasie gibt. Doch wer weiß das schon genau! Es gibt immer wieder Wunder und Dinge auf der Welt, die (noch) nicht erklärbar sind. Man muss nur mit offenen Augen, wachem Verstand und vor allem weiten Herzens durchs Leben gehen. Die Welt ist voll davon.
Keines der Familienmitglieder ist liegend länger als ein erwachsener, menschlicher Unterarm und stehend größer, als sagen wir, zwanzig Zentimeter. Sie sind kuschelig und samtig weich. Ihre Körper sind gefüllt mit einer Stofftierfüllung aus Tausenden von Kügelchen, durch die man sie sehr gut in der Hand, im Arm oder auf dem Schoß halten kann, wenn sie es wollen. Ich allerdings kenne kein Tier dieser Art, das nicht gerne hochgenommen, geknuddelt und gekuschelt wird. Da bilden die Kullerballis keine Ausnahme.
Obwohl sie nicht gleichzeitig zu ihren Menschen gekommen sind, verstehen sie sich alle ganz wunderbar und halten zusammen. Alles wird zusammen entschieden, zusammen gemacht und zusammen durchgestanden. Ein jeder steht für den anderen ein. So, wie sich das in einer Familie, die sich lieb hat, gehört.
Die Kullerballis besitzen Herz und Verstand, haben Flausen im Kopf und sind bis auf wenige Ausnahmen sehr neugierig. Und eben diese Neugier veranlasste sie, das Abenteuer, von dem ich euch erzählen möchte, zu erleben. Die Ereignisse haben sich tatsächlich so zugetragen. Das habe ich aus verlässlicher Quelle erfahren.
Ihren Familiennamen erhielten die Kullerballis nicht etwa, weil ihre Menschen auch eine Familie Kullerballi wären. Das würde bei Menschenfamilien ziemlich albern klingen. Nein, ihr Menschenkind gab ihnen diesen Namen. Womöglich aufgrund ihrer Füllung in ihren Bäuchen. Oder aber auch einfach aus einer Laune heraus. Wer weiß schon so genau, was in Kinderköpfen vorgeht! Auf jeden Fall passt dieser Name sehr gut zu unseren Helden. Jeder Kullerballi hat aber natürlich auch noch seinen ganz eigenen Vornamen.
Doch lange Rede, kurzer Sinn, bevor ihr womöglich vor Neugier platzt, ohne je erfahren zu haben, was die Kullerballis nun eigentlich erlebt haben, will ich mit der Vorstellungsrunde beginnen.
Den Anfang machen das Fingertier Aylin und die Frettkatze Ferry
Aylin gehört der Gattung der Fingertiere an. Diese Tiere kommen wirklich in der Natur vor.
Sie hat eine Körpergröße von der bereits erwähnten Länge eines menschlichen Unterarms. Ihr Fell ist rot und durchzogen von feinen dunkleren Linien. Sie hat ein freundliches Gesicht und eine kecke Stupsnase. Ihre Pfoten sind groß und besitzen jeweils fünf Finger. Die Mittelfinger jeder Vorderpfote aber sind länger als alle anderen. Das sieht komisch aus, hat jedoch wahrscheinlich auch Vorteile für sie.
Aylin ist ein herzensgutes Wesen, sanft und immer freundlich.
Ihre realen Artgenossen sind nur in einer einzigen Region auf unserer großen Welt zu Hause. Aber davon werde ich euch in der Geschichte genauer berichten.
Ferry ist eigentlich ein Frettkater, denn er ist ein Junge.
Ferrys Artgenossen leben, ebenso wie die von Aylin, in der schon genannten einzigen Region auf der Welt. Diese Gemeinsamkeit macht ihn und Aylin zu einem Zweiergespann innerhalb der Familie Kullerballi.
Ferry ist etwa genauso groß wie Aylin. Er hat einen langen Schwanz, sein Fell ist grün und mit roten Punkten gemustert.
Er liebt es warm und hell. Die dunklen und kalten Jahreszeiten unserer Breiten gefallen ihm nicht so sehr.
Leila, ein kleines Schlaubergermädchen
Leila ist nur so groß wie eine menschliche Hand. Sie sieht mit ihrem spitzen, kleinen Gesicht einer Maus nicht ganz unähnlich. Leila geht aufrecht auf zwei zappeligen Beinchen und hat für ihren Körper recht große Hände. Zwischen ihren Öhrchen trägt sie einen strubbeligen Haarschopf aus schwarzer Wolle. Ihr Fell ist lila.
Leila ist, wie es ihr Name bereits vermuten lässt, ein kleines, weibliches Wesen, was so in der echten Tierwelt nicht vorkommt.
Sie eignet sich viel Wissen selbst an, ist ein großer Film- und Internetfan und kann lesen und schreiben. Ihre Kenntnisse bringt sie den anderen durch ihre liebenswerte, altkluge Art näher. Sie nimmt sich sehr ernst und wünscht sich, dass ihre Familienmitglieder es ihr gleichtun. Sie bezeichnet sich selbst als Wissenschaftlerin und Genie.
Peter, die Fledermaus
Peter ist eine Fledermaus oder besser ein Fledermäuserich.
Er ist so, wie man sich ein solches Tier gemeinhin vorstellt, nur in Braun. Er hat große Fledermausflügel, in die er sich bei Bedarf einwickeln kann. Seine Ohren sind pink und mit lila Punkten verziert.
Er kann, wie es sich für Fledermäuse gehört, sehr gut hören und in der Dunkelheit jede auch noch so kleine Kleinigkeit und Bewegung sehen. Er verwandelt sich selbstverständlich nicht in einen blutsaugenden Vampir. Er mag viel lieber Süßigkeiten und andere Sachen, die nur lecker sein müssen.
Schelm, das schwarze Kaninchen
Schelm ist ein Nager mit kräftigen Zähnen und rabenschwarzem Fell. Seine Ohren sind lila.
Wie sein Name schon sagt, ist er ein kleiner Schelm, der sich für keinen Unfug und Schabernack zu schade ist. Aus diesem Grund halten die anderen Kullerballis immer ein wenig Abstand, denn niemand weiß, was er sich als Nächstes ausdenkt. Doch er kann einfach nicht anders und kommt mit der Zurückhaltung der anderen sehr gut zurecht. Manchmal jedoch wünscht er sich einen Freund. Einen, den er nur für sich haben und mit dem er alles teilen kann.
Perti, der Wolpertinger
Mit Perti beschreibe ich euch das erste Familienmitglied, das nach einem Fabeltier angefertigt wurde. Ihren Ursprung haben die Überlieferungen um ihn in Bayern.
Er ist stolzer Besitzer zweier langer Hasenohren und den dazu passenden Hasenzähnen. Er trägt weiße Hörnchen zwischen den Ohren und ist ausgestattet mit blaugescheckten Flügeln. Er hat hellgrüne Hühnerbeine. Oder sind es Entenfüße? So genau ist das nicht zu erkennen. Sein braunes Fell trägt dunkelgrüne Punkte.
Durch sein etwas zusammengestückeltes Aussehen ist er ein wenig scheu und schüchtern. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als einen richtigen Freund, der ihn nicht auslacht und so nimmt, wie er eben ist. Na, merkt ihr etwas?
Karl Krakeel, der Hahn mit seiner Frau Helga, der Henne und Küken, ihrem Kind
Karl ist ein stolzer, gallischer Hahn, der mit einem dunkelgrünen Gefieder und gelben Hühnerbeinen daherkommt. Er trägt einen roten Kamm und rote Schwanzfedern zur Schau und sein Hahnenschrei aus seinem gelben Schnabel ist durchdringend laut.
Seine Frau Henne Helga steht ihm in Sachen Schönheit in nichts nach. Ihr Gefieder ist schokoladenbraun. Auch sie hat gelbe Hühnerbeine, einen roten Kamm und einen gelben Schnabel.
Den beiden ist ihre Schönheit durchaus bewusst. Sie bilden sich jedoch nichts darauf ein und bleiben auf dem Boden. Ihre Flügel würden sie auch nicht weit tragen.
Karl und Helga sind niemals ohne ihr kleines, sonnengelbes Küken anzutreffen. Von Küken ist noch nicht so recht klar, ob es einmal ein Hähnchen oder ein Hühnchen wird. Im Gegensatz zu seinen Eltern hat Küken einen roten Schnabel und rote Beinchen, was die beiden jedoch bislang nicht nachdenklich gemacht hat.
Papa und Mama Eli mit Söhnchen Olifant
Die Elis sind ebenso wie die Hühner, eine kleine Familie innerhalb der Familie Kullerballi. Sie waren die ersten Kullerballis, die bei ihren Menschen einzogen.
Papa und Mama Eli sind bunt gestreift, wobei die blaue Farbe sehr überwiegt. Olifant, ihr Söhnchen, ist gänzlich blau.
Wie man aus ihrem Namen bereits ableiten kann, gehören sie der Gattung der Elefanten an. Das wissen die Elis jedoch nicht. Sie haben, wie alle Elefanten auf diesem Erdenrund, einen Rüssel und die passenden großen Ohren. Stoßzähne sucht man allerdings bei dieser Elefantenart vergebens. Auf dem Kopf tragen sie, ähnlich wie Leila, Strubbelhaare aus Wolle.
Flämmchen, der Feuerdrache
Flämmchen gehört wieder zur Gattung der...




