Fröhlich | Und Clowns sind aus dem All - Echt! | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 448 Seiten

Fröhlich Und Clowns sind aus dem All - Echt!


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7407-7420-2
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 448 Seiten

ISBN: 978-3-7407-7420-2
Verlag: TWENTYSIX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wenn man glaubt, JETZT ist alles rund und selbst das australische Rumpelstilzchen hat zu tun, kommt der Sachbearbeiter im Universum hundert pro auf die Idee, eine Ecke einzubauen. Aber ist es nicht genug, wenn plötzlich der Zyklus ausbleibt und ich Schnuller statt Schokolade spinnen muss? Wieso muss dann auch noch die größte Landschnepfe meiner Schulzeit ausgerechnet hier bei mir in Australien auftauchen? Und was hat mein Bruder William mit dieser Unterweltsbraut zu tun? Zu allem Übel mischt sich auch noch meine Mutter ein! Ich habe Nick gleich gesagt, Voodoo gegen meinen immer noch lästigen Ex-Ausrutscher Jonas McSchnauf&Schmatz ist KEINE gute Idee und sicherlich folgt darauf die Rechnung des Universums. Aber sind die wirklich so schnell da oben?

Sobald Lilly Fröhlich das Schreiben und Lesen gelernt hatte, gab es kein Halten mehr. Nahezu jedes Buch wurde verschlungen und bereits in der dritten Klasse schrieb sie ihr erstes Kinderbuch. Jahrzehntelang schrieb sie für die Schublade, bis sie sich mit ihrem ersten Kinderbuch an die Öffentlichkeit wagte. Viele, viele literarische Schätze schlummern noch in ihrem Schreibtisch. Die nächsten Bücher dürfen also mit Spannung erwartet werden. Mehr erfahrt ihr auf www.lilly-froehlich.de
Fröhlich Und Clowns sind aus dem All - Echt! jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Das bisschen Voodoo


»Also ich weiß nicht recht, Nick, sollen wir das wirklich machen?«

Vor uns liegen eine braune Kerze, ein Foto von Jonas McGonogin, meinem Ranch-Nachbarn (und Ex-Ausrutscher), Stacheldraht und eine echt fies stinkende Kräutermasse.

»Natürlich machen wir das jetzt, Süße! Jonas hat es verdient.« Nick nimmt ein Messer und ritzt Jonas Namen in die Kerze.

(Ich bin mir nicht sicher, ob die Kerze aussieht wie ein Außerirdischer, ein Zyklop oder ein missratener Kerzenstumpf, obwohl Nick behauptet, er habe die menschliche Kerze in einem Voodoo-Laden in Canberra gekauft.)

»Der Typ schreibt dir immer noch verliebte Kurznachrichten übers Handy und bombardiert dich mit Emails. Es wird Zeit, dass wir ihn loswerden.«

»Du hast gut reden! Er ist mein Nachbar.«

»Genau. Und so soll er sich auch benehmen. Oder wir müssen daran etwas ändern.« Nick grinst teuflisch.

»Nein, auf gar keinen Fall! Du hast doch immer gesagt, wenn man anderen schadet, rächt sich das Universum.«

(Immerhin habe ich meinen Traummann bekommen.

Ich bin noch vor meinem Klimakterium schwanger geworden.

[Was rein biologisch auch günstiger ist.]

Meine Mutter ist weit weg und mein Wollstübchen brummt.

Ich kann weder die Rache des Universums, noch die des australischen Rumpelstilzchens, oder gar die der Außerirdischen, gebrauchen.

Echt nicht!)

»Es rächt sich nicht, Süße! Es schreibt Rechnungen.«

»Siehst du! Und genau aus diesem Grund finde ich es falsch, wenn wir hier Voodoo betreiben, um Jonas zu schaden. Ich will keine neue Rechnung. Ich habe bereits alle bezahlt.«

In einigen Metern Entfernung pinseln Mariella und Joshua auf irgendwelchen Tonscherben herum, obwohl das Camp innerhalb der nächsten Woche geschlossen werden soll.

Professor Dr. Macklin, der Chef des archäologischen Instituts in Canberra und Schirmherr dieser Ausgrabung, wird Nick nächste Woche mitteilen, wohin es sie verschlagen wird.

(Ich hoffe ja sehr, dass Nick NICHT ans andere Ende von Australien muss.

Der Professor hat schon so komische Andeutungen gemacht und Perth würde mir gar nicht passen.

Das sind mindestens zweitausend Kilometer quer durch die Victoria Wüste.

[Warum ist Australien in der Realität eigentlich so verdammt viel größer, als es auf der Landkarte aussieht?])

»Bestimmt reißt uns das Universum auseinander, wenn wir das hier durchziehen«, sage ich jämmerlich klagend.

Nick legt mir eine Hand auf die Schulter. »Wir wollen ihm doch nicht schaden. Nicht richtig. Wir sorgen nur dafür, dass er dich in Ruhe lässt.«

Nick zündet die Kerze an und klebt sie auf eine flache Tonscherbe, auf der bereits das Foto von Jonas prangt.

(Ich schätze, das zerbrochene Ding ist irgendein wertloses Überbleibsel aus den letzten zehn Jahren.

Vielleicht hat auch irgendein blöder Touri seine Müslischüssel in das Resort geworfen.

[Oder es ist ein Kackpott, der voll war mit Exkrementen.])

Anschließend sticht Nick etwas Stacheldraht in das Bild, reibt es mit der Stinkemasse ein und stellt sein Werk zufrieden in die Lagerfeuerstätte.

Joshua gesellt sich zu uns und mustert unseren kläglichen Voodoo-Versuch. »Sehe ich richtig, Schatz?«

Nick grinst unschuldig. »Ich weiß nicht, wovon du sprichst.«

(Ich ahne Schlimmes!)

»Das ist doch die Tonscherbe aus dem Nachttopf, dessen Teile wir nicht alle gefunden haben, oder?«

(Okay, dann war das KEINE Müslischüssel.)

»Ich finde etwas, worauf die Menschen damals schon geschissen haben, bietet sich geradezu an für eine dringend erforderliche Maßnahme. Dass Jonas ein unangenehmer Zeitgenosse ist, brauche ich dir wohl nicht zu sagen, oder?« Nick zeigt auf Joshuas Auge.

Unwillkürlich zuckt Joshua zusammen.

(Das blaue Auge, welches Jonas ihm aus heiterem Himmel auf dem Schaufelraddampfer verpasst hatte, hielt sich MONATE.)

»Okay, ich schweige. Aber nur, weil wir den Pisspott ohnehin nicht vollständig ausgraben konnten.« Joshua lächelt sanft.

»Sehr gnädig, mein Schatz, danke!«

»So bin ich.«

(Wie lange wollen die beiden ihre höflichen Plänkeleien eigentlich noch fortführen?

Ich habe Neuigkeiten, die ich gar nicht so lange zurückhalten WILL!)

»Ich bin schwanger«, platze ich also in die Gesprächspause, bevor einer von beiden den Schnabel wieder aufreißen kann.

»Was?«

(Joshua guckt mich an, als hätte ich ihm mitgeteilt, dass mein fünftes Auge leider amputiert werden muss, weil die Galaxie meines Heimatplaneten dringend an irdische Informationen herankommen muss.)

»Nee!«

(Nick schaut auch nicht besser aus der Wäsche!

Und dabei fällt mir ein, dass ich das Buch übers Gesichtlesen noch immer nicht gekauft habe.)

»Doch!« Ich grinse wie ein Honigkuchenpferd. »Ihr seid nach Frederico die ersten, die von meinem Geheimnis erfahren.«

Nick fällt mir in die Arme, dann springt er auf und tanzt um den Feuerplatz.

»Oh Gott, hat Rumpelstilzchen von ihm Besitz ergriffen?«, frage ich leicht perplex.

Joshua lacht auf. »Nee, ich glaube, DAS IST Rumpelstilzchen und nun kommt er endlich an sein Kind.«

Mitten in seiner merkwürdigen Verrenkung bleibt Nick stehen. »Ich muss den Prof anrufen!«

»Warum?«

»Wenn er tatsächlich plant, uns beim Mount Magnet nördlich von Perth anzusiedeln, um dort die große Ausgrabungsstätte zu leiten, bin ich die nächsten Jahre elendig weit weg. Ich würde weder sehen, wie deine Tochter zum ersten Mal lächelt und anfängt zu laufen, noch, wie sie das erste Mal ›Nick‹ schreit. Und ich will ganz unbedingt, dass so ein kleines, süßes, tapsiges Ding meinen Namen ruft.« Nick rennt zum Container und stürzt ans Telefon.

»Woher weiß er, dass es ein Mädchen wird?«

Joshua zuckt mit den Schultern. »Vielleicht geht er davon aus, dass Frederico keine Jungs machen kann?«

(Oh Gott, gibt es da Kriterien, die ein Mann erfüllen muss, die mir bisher verschleiert geblieben sind?

Vielleicht muss der Mann die Socken beim Sex anlassen?

Oder vorher in die Sauna gehen?

[Werden die Spermien dann super entspannt?]

Oder muss der Mann seine Eier per Motorrad herunterkühlen, bis die Spermien so langsam sind, dass unter Garantie nur noch Mädchen dabei herausspringen können?

Piloten sollen ja Mädchen-Papas sein, aber das dürfte wohl kaum an der niedrigen Außentemperatur liegen, als eher an der Tatsache, dass die Flugzeuge so dicht im Weltraum segeln, dass sich die Außerirdischen einen Spaß daraus machen und die Hoden der Piloten verhexen.

[Und liebe Wissenschaftler, kommt mir jetzt nicht mit radioaktiver Strahlung!]

Gute Güte, DAS ist DEFINITIV ein Thema, das ich googeln muss, sobald ich wieder auf Empfang bin!)

Nach einer halben Stunde (in der Joshua und ich wie auf glühenden Kohlen vor der brennenden Voodoo-Kerze sitzen) kommt Nick endlich wieder zum Vorschein.

Kopfschüttelnd wischt er sich über die Stirn. »Mann, Mann, Mann!«

»Was ist? Was hat er gesagt?« Joshua umschlingt seine Knie.

»Der Prof ist stinksauer.« Erschöpft plumpst Nick neben mir in den Sand. Er nimmt sich einen Stock und stochert in der kalten Asche des gestrigen Lagerfeuers herum.

»Und?«

»Beim Yookamurra-Schutzgebiet ist eine Ausgrabungsstätte genehmigt worden. Sie ist erheblich kleiner als am Mount Magnet und benötigt nur zwei bis drei Archäologen. Eigentlich zu klein für uns schlaue Köpfe, sagt der Prof.« Nicks Lächeln misslingt.

»Wo ist das genau?«

(Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich in meiner neuen Heimat noch immer nicht allzu gut auskenne.)

»Östlich von hier. Ich schätze in eineinhalb Stunden ist man da. Von der Garrel-Ranch aus gesehen«, fügt Nick hinzu.

»Ist das nicht das Gebiet, wo der Ameisenbeutler lebt?

Eine sehr seltene Spezies«, fügt Joshua hinzu und mustert Nick. »Das ist doch prima. Eineinhalb Stunden Fahrt sind nicht viel. Warum guckst du so traurig? Ich muss auch nicht unbedingt ans andere Ende Australiens. Der Großteil meiner Familie lebt hier.«

(Was so ungefähr ein paar hundert Leute sein dürften.

Manchmal glaube ich, es gibt kaum jemanden hier, der NICHT mit Joshua verwandt ist.)

»Der Professor will dich beim Mount Magnet und mich im Yookamurra-Schutzgebiet einteilen.«

(Heiliger Bimbam!)

Geschockt schauen wir uns an.

Keiner sagt ein Wort.

(Die Voodoo-Rechnung kommt aber sehr, SEHR schnell, in Lichtgeschwindigkeit sozusagen.

Wenn das Universum man sonst auch so schnell arbeiten würde!)

Eilig lösche ich die brennende Kerze.

(Vielleicht korrigiert der Sachbearbeiter im...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.