Fuchs / Göhner | Änderung des Gesundheitsverhaltens | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 188 Seiten

Fuchs / Göhner Änderung des Gesundheitsverhaltens

MoVo-Gruppenprogramme für körperliche Aktivität und gesunde Ernährung
1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-8409-2047-9
Verlag: Hogrefe Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

MoVo-Gruppenprogramme für körperliche Aktivität und gesunde Ernährung

E-Book, Deutsch, 188 Seiten

ISBN: 978-3-8409-2047-9
Verlag: Hogrefe Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Nichts scheint eine chronische Erkrankung besser vorzubeugen als ein gesundheitsbewusster Lebensstil. Im Mittelpunkt des Buches stehen zwei Gruppenprogramme - MoVo-LISA und MoVo-LIFE - zur Veränderung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens bei Menschen aus der Normalbevölkerung. Dargeboten werden die beiden Programme in Form detailliert ausgearbeiteter Curricula, in denen der Inhalt und die Didaktik der jeweiligen Sitzung »gebrauchsfertig« aufbereitet werden.

Beide Programme basieren auf der »MoVo-Konzeption«, in der einige wichtige Erkenntnisse der aktuellen Motivations- und Volitionsforschung zusammengefasst werden. »MoVo-LISA« ist eine Kurzintervention von nur drei Sitzungen mit dem Ziel, den Teilnehmern dabei zu helfen, mit regelmäßiger körperlich-sportlicher Aktivität im Alltag zu beginnen und kontinuierlich fortzusetzen. Im Unterschied dazu umfasst »MoVo-LIFE« fünf Sitzungen, erstreckt sich über insgesamt 8 bis 10 Wochen und zielt nicht nur auf mehr Bewegung, sondern auch auf eine Umstellung der Ernährungsweise. In beiden Fällen handelt es sich um in sich abgeschlossene Programme, die von erfahrenen Gruppenleitern ohne großen Aufwand an die eigenen Verhältnisse angepasst und relativ schnell in die Praxis umgesetzt werden können.

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Weitere Infos & Material


1;Vorwort;6
2;Inhalt;8
3;1. Einleitung;10
3.1;Das MoVo-Konzept;14
4;2. Das MoVo-Konzept als theoretische Grundlage für Programme der Gesundheitsverhaltensänderung;18
4.1;Schlussfolgerungen für die Interventionspraxis;24
5;3. MoVo-LISA: Ein Kleingruppenprogramm in drei Einheiten;26
5.1;3.1 Organisation und Aufbau der Curricula;31
5.2;3.2 Curriculum für das Erste Gruppengespräch;33
5.2.1;3.2.1 Themen und Inhalte;33
5.2.2;3.2.2 Curriculum in der Übersicht;36
5.2.3;3.2.3 Curriculum in der Langform;38
5.3;3.3 Curriculum für das Einzelgespräch;52
5.3.1;3.3.1 Themen und Inhalte;52
5.3.2;3.3.2 Curriculum in der Übersicht;53
5.3.3;3.3.3 Curriculum in der Langform;54
5.4;3.4 Curriculum für das Zweite Gruppengespräch;57
5.4.1;3.4.1 Themen und Inhalte;57
5.4.2;3.4.2 Curriculum in der Übersicht;60
5.4.3;3.4.3 Curriculum in der Langform;62
5.5;3.5 Begleitmaterial;74
5.5.1;3.5.1 Plakate;74
5.5.2;3.5.2 Flipcharts;75
5.5.3;3.5.3 Bewegungsbuch;79
6;4. MoVo-LIFE: Ein Gruppenprogramm zur Änderung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens;86
6.1;4.1 Organisation und Aufbau der Curricula;96
6.2;4.2 Curriculum für Einheit 1: „ Auftakt und Gesundheitsziele“;98
6.2.1;4.2.1 Themen und Inhalte;98
6.2.2;4.2.2 Curriculum in der Übersicht;100
6.2.3;4.2.3 Curriculum in der Langform;102
6.3;4.3 Curriculum für Einheit 2: „ Ernährungspläne 1. Entwurf“;116
6.3.1;4.3.1 Themen und Inhalte;116
6.3.2;4.3.2 Curriculum in der Übersicht;118
6.3.3;4.3.3 Curriculum in der Langform;120
6.4;4.4 Curriculum für Einheit 3: „ Ernährungspläne“;129
6.4.1;4.4.1 Themen und Inhalte;129
6.4.2;4.4.2 Curriculum in der Übersicht;131
6.4.3;4.4.3 Curriculum in der Langform;133
6.5;4.5 Curriculum für Einheit 4: „ Bewegungspläne“;140
6.5.1;4.5.1 Themen und Inhalte;140
6.5.2;4.5.2 Curriculum in der Übersicht;142
6.5.3;4.5.3 Curriculum in der Langform;144
6.6;4.6 Curriculum für Einheit 5: „ Barrieren und Barrierenmanagement“;154
6.6.1;4.6.1 Themen und Inhalte;154
6.6.2;4.6.2 Curriculum in der Übersicht;157
6.6.3;4.6.3 Curriculum in der Langform;159
6.7;4.7 Begleitmaterial;171
6.7.1;4.7.1 Folien Einheit 1 bis 5;171
6.7.2;Folien Einheit 2;173
6.7.3;Folien Einheit 3;175
6.7.4;Folien Einheit 4;176
6.7.5;Folien Einheit 5;177
6.7.6;4.7.2 Handzettel;178
6.7.7;4.7.3 Bewegungsbuch;179
6.7.8;4.7.4 Ernährungsbuch;181
7;Literaturverzeichnis;184
8;Mehr eBooks bei www.ciando.com;0


(S. 9)

Das MoVo-Konzept geht von der Erkenntnis aus, dass es vielen Menschen schwer fällt, das, was sie sich vorgenommen haben, auch in die Tat umzusetzen. Auch dann, wenn Menschen hoch motiviert sind, gelingt es ihnen oft nicht, die entsprechenden Handlungen folgen zu lassen. Was diesen Personen fehlt, ist nicht noch eine weitere „Motivierungseinheit“, sondern konkrete Unterstützung bei der volitionalen Umsetzung ihrer Absichten. Mit dem psychologischen Begriff der Volition werden, in Abgrenzung zum Begriff der Motivation, jene Prozesse der Selbstregulation bzw. Selbstkontrolle bezeichnet, die es dem Menschen ermöglichen, auch dann ihre Absicht in die Tat umzusetzen, wenn äußere oder innere Hindernisse auftreten (Gollwitzer, 1999; Gollwitzer, Fujita & Oettingen, 2004; Kuhl, 2001). Betrachtet man die bisher üblichen (Rehabilitations-) Programme zur Gesundheitserziehung bzw. Lebensstiländerung, so ist festzustellen, dass diese fast ausschließlich mit motivationalen Interventionen operieren (Fuchs, 2003; Fuchs, Göhner & Seelig, 2007). Unzutreffenderweise wird hier davon ausgegangen, die Änderung von Verhaltensweisen bzw. Lebensstilen sei allein eine Frage der richtigen Motivierung. Im MoVo-Konzept wird die Perspektive weiter gefasst: Auch hier spielt der Motivationsaufbau eine wichtige Rolle; aber dabei wird nicht stehen geblieben. Das Konzept umfasst auch volitionale Interventionen, die der Stärkung der selbstregulativen Kompetenzen dienen, mit denen es der Person möglich wird, aus einer bloßen Bereitschaft konkretes Handeln hervorgehen zu lassen.

In der einschlägigen Forschungsliteratur existieren verschiedene Ansätze zur Erklärung des Gesundheitsverhaltens (im Überblick: Conner & Norman, 2005; Scholz & Schwarzer, 2005; Schwarzer, 2004). Diese Ansätze lassen sich im wesentlichen zwei unterschiedlichen Forschungstraditionen zuordnen: zum einen der angloamerikanischen Social Cognition-Forschung, wie sie beispielsweise im Sammelband von Rutter und Quine (2002) zusammenfassend dargestellt wird; und zum anderen der deutschen Volitionsforschung, die vor allem mit den Namen Gollwitzer (1999; Gollwitzer et al., 2004), Kuhl (2001) und Schwarzer (2001; 2004) verknüpft ist (im Überblick: Sniehotta, Winter, Dombrowski & Johnston, 2007). Der MoVo-Ansatz basiert auf einem Erklärungsmodell des Gesundheitsverhaltens, das zentrale Elemente dieser beiden Forschungstraditionen zu integrieren versucht. In Abbildung 1 ist dieses Modell schematisch dargestellt.



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