E-Book, Deutsch, 320 Seiten
Fukuda Ergonomische Gestaltung der Webauftritte
1. Auflage 2004
ISBN: 978-3-8316-0337-4
Verlag: Herbert Utz Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
E-Book, Deutsch, 320 Seiten
ISBN: 978-3-8316-0337-4
Verlag: Herbert Utz Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Heutzutage können wir von vielfältigen Informationen sowie Dienstleistungen im World Wide Web profitieren. Allerdings ist die Gestaltung der Webauftritte nicht immer benutzerfreundlich. Ungünstige Seitengestaltungen sowie Navigationsstrukturen verursachen Verwirrungen, wodurch die Nutzer die Lust auf die Webnutzung verlieren können. In dieser Arbeit werden Schwierigkeiten bei der Webnutzung aus der Nutzerseite mit verschiedenen Methoden analysiert.
Die Blickbewegung der Nutzer auf einzelnen Webseiten zeigt, was das Finden der gesuchten Information schwierig macht. Das Navigationsverhalten der Nutzer stellt dar, wo sie in einem Webauftritt verlaufen können. Die von Nutzern erlebten Schwierigkeiten werden durch das Interview erfasst. Basierend auf diesen Daten, die auch das Alter und die Erfahrung der Nutzer berücksichtigen, werden Gestaltungsempfehlungen zu einem ergonomischen, »für alle Nutzer gerechten« Webauftritt vorgestellt.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Danksagung;8
2;Inhaltsverzeichnis;10
3;1 Einleitung;14
3.1;1.1 Bedeutung der Ergonomie für Senioren;14
3.2;1.2 Senioren und neue Technologien;17
3.3;1.3 Zielsetzung;21
4;2 Ausgangssituation;23
4.1;2.1 Das World Wide Web;23
4.1.1;2.1.1 Definition, Entwicklung und Funktionsweise des World Wide Webs;23
4.1.2;2.1.2 Webangebote und Nutzung;27
4.1.3;2.1.3 Nutzerprofil;29
4.1.4;2.1.4 Senioren im Internet;31
4.2;2.2 Einzelne Probleme bei der Webgestaltung;34
4.2.1;2.2.1 Allgemeine Bewertungskriterien für Webauftritte;34
4.2.2;2.2.2 Gestaltung der Webseiten;38
4.2.3;2.2.3 Navigationsdesign;43
4.2.4;2.2.4 Organisation eines Webauftritts;53
4.2.5;2.2.5 Seniorenorientierte Studien;54
4.3;2.3 Fragestellung;58
4.3.1;2.3.1 Problematik der herkömmlichen Gestaltungsprinzipien der Webauftritte;58
4.3.2;2.3.2 Problematik der herkömmlichen Untersuchungen;59
4.3.3;2.3.3 Was soll in dieser Arbeit geklärt werden?;60
4.4;2.4 Hypothesen;65
5;3 Versuchskonzept;71
5.1;3.1 Versuchsperson;71
5.2;3.2 Versuchsaufgabe;72
5.2.1;3.2.1 Aufgabenauswahl;72
5.2.2;3.2.2 Teilaufgaben bei den elektronischen Fahrplanauskünften;74
5.2.3;3.2.3 Teilaufgaben beim Nachrichtenlesen in den Webauftritten der Tageszeitungen;77
5.3;3.3 Versuchsablauf;81
5.3.1;3.3.1 Elektronische Fahrplanauskünfte;81
5.3.2;3.3.2 Webauftritte der Zeitungen;83
5.4;3.4 Angewendete Webauftritte;85
5.4.1;3.4.1 Elektronische Fahrplanauskünfte (Webauftritte der Nahverkehrsverbunde);85
5.4.2;3.4.2 Webauftritte der Zeitungen;95
5.5;3.5 Versuchsaufbau;104
5.6;3.6 Auswertungsmethode;108
5.6.1;3.6.1 Objektive Auswertung;108
5.6.2;3.6.2 Subjektive Bewertung;110
6;4 Versuchsergebnis;112
6.1;4.1 Visuelle Informationsaufnahme auf den Webseiten;113
6.1.1;4.1.1 Blickverteilung;113
6.1.2;4.1.2 Blickbewegung;120
6.1.3;4.1.3 Fixierungsdauer;125
6.2;4.2 Navigation, Informationseingabe und Informationserwerb;130
6.2.1;4.2.1 Surfstrategie;130
6.2.2;4.2.2 Navigationsstrategien bei der gezielten Suche;133
6.2.3;4.2.3 Eingabe der Suchbedingungen;143
6.2.4;4.2.4 Interpretation der angezeigten Information;145
6.3;4.3 Dauer;149
6.4;4.4 Subjektive Bewertung;154
6.4.1;4.4.1 Profil der subjektiven Bewertung;154
6.4.2;4.4.2 Einzelne Bewertungen und Einflussfaktoren;157
6.4.3;4.4.3 Ursachen für eine schlechte subjektive Bewertung;162
7;5 Diskussion;163
7.1;5.1 Ursachen für vom Ist-Ablauf abweichendes Verhalten;163
7.1.1;5.1.1 Wo wurde ein abweichendes Verhalten häufig beobachtet?;163
7.1.2;5.1.2 Probleme in der Seitengestaltung – Abweichung in der Anordnung;168
7.1.3;5.1.3 Strukturelle Probleme – Abweichung im Ablauf;178
7.1.4;5.1.4 Entwicklung der eigenen Navigationsstrategie;189
7.2;5.2 Unterschied zwischen den Nutzergruppen;192
7.2.1;5.2.1 Unterschied je nach Alter;192
7.2.2;5.2.2 Unterschied je nach Erfahrung;194
7.3;5.3 Beobachtete Schwierigkeiten und empfundene Schwierigkeiten;196
7.3.1;5.3.1 Entstehen der Schwierigkeiten im menschlichen Verhalten;196
7.3.2;5.3.2 Subjektiv empfundene Schwierigkeiten;204
7.4;5.4 Vorschläge zu einer guten Gestaltung der Webauftritte;207
7.4.1;5.4.1 Vorschläge zur Seitengestaltung;207
7.4.2;5.4.2 Vorschläge zur Strukturierung eines Webauftritts;213
7.4.3;5.4.3 Vergleich mit den herkömmlichen Vorschlägen zur Webgestaltung;223
7.5;5.5 Ausblick der Ergonomie für Senioren;225
8;6 Zusammenfassung;228
9;Literaturverzeichnis;230
10;Anhang;248
10.1;Anhang A Ist-Ablauf und tatsächlich betätigte Schaltflächen;248
10.1.1;A.1 Elektronische Fahrplanauskunft;249
10.1.1.1;A.1.1 Teilaufgabe 1: Navigation von der Startseite zur Eingabeseite der elektronischen Fahrplanauskunft;249
10.1.1.2;A.1.2 Teilaufgabe 3: Abfrage der Verbindungsinformation;253
10.1.1.3;A.1.3 Teilaufgabe 5: Navigation von der Verbindungsinformation zur weiteren Verbindungsinformation;255
10.1.1.4;A.1.4 Teilaufgabe 6: Navigation von der Verbindungsinformation zur Eingabeseite der elektronischen Fahrplanauskunft;258
10.1.2;A.2 Webauftritte der Zeitungen;260
10.1.2.1;A.2.1 Teilaufgabe 1: Navigation von der Überblick- bzw. Volltextseite zur Startseite;260
10.1.2.2;A.2.2 Teilaufgabe 2: Navigation von der Startseite zu einem bestimmten Volltext;263
10.1.2.3;A.2.3 Teilaufgabe 3: Navigation von einer Volltextseite zur nächsten Volltextseite;266
10.1.2.4;A.2.4 Teilaufgabe 4: Navigation von der Volltextseite zur Überblickseite;269
10.2;Anhang B Beobachtete Abläufe bei der gezielten Suche;271
10.2.1;B.1 Elektronische Fahrplanauskunft;272
10.2.1.1;B.1.1 Teilaufgabe 1: Navigation von der Startseite zur Eingabeseite der elektronischen Fahrplanauskunft;272
10.2.1.2;B.1.2 Teilaufgabe 3: Navigation von der Eingabeseite zur Verbindungsinformationsseite;274
10.2.1.3;B.1.3 Teilaufgabe 5: Navigation von der Verbindungsinformation zur weiteren Verbindungsinformation;277
10.2.1.4;B.1.4 Teilaufgabe 6: Navigation von der Verbindungsinformation zur Eingabeseite der elektronischen Fahrplanauskunft;281
10.2.2;B.2 Webauftritte der Zeitungen;284
10.2.2.1;B.2.1 Teilaufgabe 1: Navigation von der Überblick- bzw. Volltextseite zur Startseite;284
10.2.2.2;B.2.2 Teilaufgabe 3: Navigation von einer Volltextseite zur nächsten Volltextseite;289
10.2.2.3;B.2.3 Teilaufgabe 4: Navigation von der Volltextseite zur Überblickseite;292
10.3;Anhang C Zusammenfassung der objektiven Daten;294
10.3.1;C.1 Blickspurlänge;295
10.3.2;C.2 Fixierungsdauer;297
10.3.3;C.3 Zahl der benötigten Navigationsschritte;301
10.3.4;C.4 Dauer zur Aufgabenerfüllung;303
10.4;Anhang D Kriterien für die subjektive Bewertung;306
10.5;Anhang E Fragebogen über die Benutzerfreundlichkeit der elektronischen Fahrplanauskünfte;310
10.6;Anhang F Fragebogen über die Benutzerfreundlichkeit der Webauftritte der Zeitungen;315
10.7;Anhang G Fragebogen zur Grundinformation von Teilnehmer/-in;319
4 Versuchsergebnis (S. 99-101)
Die Auswertung bezieht sich im Prinzip auf die Daten aller Versuchspersonen. Durch den Vergleich zwischen den Webauftritten wird geprüft, ob unterschiedliche Seitengestaltungen sowie Navigationsstrukturen menschliches Verhalten beeinflussen. Dazu wird bezüglich der einzelnen Daten (je nach Teilaufgaben, Webauftritte bzw. Webseite) der Vergleich zwischen den Junioren und Senioren sowie zwischen den Anfängern und Fortgeschrittenen durchgeführt, um den Unterschied je nach Nutzergruppe klar zu machen.
Außerdem wird nach Bedarf ein Vergleich zu den bestimmten Bedingungen durchgeführt. Beispielsweise wird die Blickverteilung zwischen die Versuchspersonen, die eine der Teilaufgabe entsprechende Schaltfläche gewählt haben, und die Versuchspersonen, die eine für die Teilaufgabe irrelevante Schaltfläche gewählt haben, verglichen, um den Einfluss der visuellen Informationsaufnahme auf die Entscheidung zu untersuchen.
In den folgenden Unterkapiteln werden die bedeutenden Ergebnisse der obigen Analyse vorgestellt. Zuerst wird das Ergebnis der Blickanalyse präsentiert, was sich auf die Seitengestaltung bezieht. Dann wird die Analyse der Navigationsstrategie bei dem freien Surfen sowie den gezielten Suchaufgaben dargestellt. Dabei spielen sowohl die Seitengestaltung als auch die Navigationsstruktur eine große Rolle. Anschließend wird die Dauer zur Aufgabenerfüllung angesprochen. Zum Schluss wird das Ergebnis der subjektiven Bewertung vorgestellt. Die für den Versuch verwendeten Webseiten, die darauf zu betätigenden Schaltflächen, sowie alle beobachteten Abläufe und Messwerte sind im Anhang zusammengefasst.
4.1 Visuelle Informationsaufnahme auf den Webseiten
4.1.1 Blickverteilung
Bezüglich der Blickverteilung wird zuerst die Frage gestellt, ob eine Tendenz existiert, dass eine bestimmte Lage auf dem Bildschirm unabhängig vom angezeigten Inhalt bevorzugt hingeblickt wird. Um diese Frage zu beantworten, wurde die Verteilung der Blickpunkte bezogen auf die Koordinaten auf dem Bildschirm ausgewertet. Abbildung 4-1 zeigt ein Beispiel davon. Bei allen Webauftritten konzentriert sich der Blick eher auf die linke als auf die rechte Seite, eher oben als unten, jedoch nur innerhalb jedes einzelnen Teilbereichs. Hier ist der Einfluss der Lesegewohnheit der westlichen Länder festzustellen. Bei Hebräischsprachigen ist der Wahrnehmungsbereich beim Textlesen asymmetrisch zur linken Seite der Blickpunkt, wobei der Wahrnehmungsbereich von Englischsprachigen asymmetrisch zur rechten Seite der Blickpunkt ist (Pollatsek et al., 1981).
Deshalb ist diese Tendenz bei Hebräischsprachigen vermutlich anders. Die Studie von Dong und Salvendy (1999) vergleicht englische Menüs und chinesische Menüs, die jeweils horizontal oder vertikal angeordnet sind, und zeigt, dass das englische horizontale Menü und das chinesische vertikale Menü bessere Leistung unterstützt. Das Ergebnis in dieser Studie und die obigen zwei Beispiele zeigen, dass die Sprache die visuelle Informationsaufnahme beeinflusst.
Die häufige Fixierung auf der linken Seite der Browser-Schaltfläche ist auf die dort befindliche back Funktion zurückzuführen. Die Fixierungen, die sich auf dem rechten Rand konzentrieren, betreffen die Bildlaufleiste. Die meisten Seiten sind länger als eine Bildschirmlänge. Da nicht alle Seiten gescrollt werden, wird der ohne Scrollen unsichtbare Bereich seltener betrachtet. So werden beispielsweise nur 17 bis 26 % der Volltexte beim freien Surfen bis zum Ende gelesen. Bei einer langen Seite ist diese Tendenz noch stärker. Die Länge der komplett gelesenen Volltexte beträgt durchschnittlich 1,3 bis 1,6 aber maximal 2,5 Bildschirmlängen. Bei einer Unterbrechung wird meistens nur eine Bildschirmseite, höchstens 1,8 Bildschirmseiten gelesen.




