Gablé | Die Hüter der Rose | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 1115 Seiten

Reihe: Waringham Saga

Gablé Die Hüter der Rose

Historischer Roman
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8387-0948-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Historischer Roman

E-Book, Deutsch, Band 2, 1115 Seiten

Reihe: Waringham Saga

ISBN: 978-3-8387-0948-2
Verlag: Bastei Lübbe
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



>>Etwas Furchtbares war in Gang gekommen, das nicht nur seine Familie betraf, sondern ebenso den König, das Haus Lancaster und ganz England. Ihnen allen schien der Blutmond.<<

England 1413: Als der dreizehnjährige John of Waringham fürchten muss, von seinem Vater in eine kirchliche Laufbahn gedrängt zu werden, reißt er aus und macht sich auf den Weg nach Westminster. Dort begegnet er König Harry und wird an dessen Seite schon jung zum Ritter und Kriegshelden. Doch Harrys plötzlicher Tod stürzt England in eine tiefe Krise, denn sein Sohn und Thronfolger ist gerade acht Monate alt ...

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" (S. 949-950)



Simon, wo in drei Teufels Namen steckt Daniel?«, fragte John. Er flüsterte, obwohl er wütend war, denn sie standen in der Kathedrale, und Kardinal Beaufort feierte das Neujahrshochamt. »Keine Ahnung, Captain«, gestand Simon Neville ebenso gedämpft. »Der König hat ihn vor dem Kirchgang in seine Gemächer geschickt, um ihm den Mantel zu holen. Vermutlich ist er aufgehalten worden.« John bedachte ihn mit einem Kopfschütteln.

»Es ist rührend, dass du für deinen alten Freund immer noch das Blaue vom Himmel lügst, aber das war noch nie deine Stärke.« »Wie bitte?« Simon machte große Unschuldsaugen. John wies verstohlen auf den König, der nur zwei Schritte von ihnen entfernt auf einer kostbaren Bank kniete und wie üblich gänzlich in seine Gebete vertieft war. »Er trägt seinen Mantel.« »Er wollte den anderen mit dem Pelzkragen.« »Wer’s glaubt …«

»Daniel hat seinen Dienst bisher mit großer Pflichterfüllung getan, Captain«, murmelte Simon mit Nachdruck. »Und wenn du meine Offenheit verzeihen willst: Du bist seit Beginn der Weihnachtsfeiern grässlicher Laune.« John lag auf der Zunge, dass er dafür reichlich gute Gründe habe, aber in diesem Moment hob Henry den Kopf, schaute kurz über die Schulter und warf ihnen einen vorwurfsvollen Blick zu. John seufzte verstohlen und richtete den Blick wieder auf den breiten, immer noch kerzengeraden Rücken seines Schwiegervaters, der in seinem kostbaren Festtagsornat wahrhaft ehrwürdig aussah. Es war voll in Westminster, wie zu dieser Jahreszeit üblich. In Palast und Kloster herrschten Durcheinander und Gedränge.

Das erleichterte die Aufgabe der königlichen Leibgarde nicht gerade. John hatte Daniel wider besseres Wissen in die Wache aufgenommen, weil er dringend neue Männer brauchte und seinem Neffen daheim in Waringham die Decke auf den Kopf zu fallen drohte. Aber Daniel war ein Schürzenjäger und ein leichtsinniger Draufgänger ohne Verantwortungsgefühl, genau wie sein Vater, John hatte es von Anfang an gewusst. Der König hatte indessen großen Gefallen an dem stets gut gelaunten, verwegenen Ritter gefunden, sodass der Schritt sich kaum würde rückgängig machen lassen.

Doch das war nicht der eigentliche Grund für Johns Anspannung und Reizbarkeit. Auch der Duke of Gloucester, der dem Kronrat im Allgemeinen und dem Kardinal im Besonderen mit seiner ewigen Kriegstreiberei das Leben schwer machte, war ausnahmsweise nicht der Anlass seiner Sorgen. Juliana war schwanger. Zum ersten Mal seit Kate hatte sie das Kind nicht im Lauf der ersten drei Monate verloren, und inzwischen näherte sich der Tag ihrer Niederkunft.

Mit jeder Woche, die ins Land gegangen war, ohne dass die Katastrophe eintrat, hatten sich Johns Hoffnungen und Ängste gesteigert. Vor der Ernte hatte er seine Frau nach Waringham gebracht, weil sie genau wie er der Ansicht war, dass sie bei Liz Wheeler in besseren Händen sei als bei jeder anderen Hebamme in England, aber es quälte ihn, nicht an ihrer Seite zu sein. Nicht zu wissen, was geschah. Er fürchtete, das Kind könnte selbst jetzt noch tot zur Welt kommen. Und mehr als alles andere fürchtete er, seine Frau werde im Kindbett sterben."



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