Galli Lockerungsbegutachtungen im Strafvollzug
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-531-93212-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Kritik aus kriminologischer Sicht
E-Book, Deutsch, 96 Seiten, Web PDF
Reihe: VS College
ISBN: 978-3-531-93212-5
Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Die Bedeutung prognostischer Sachverständigengutachten zur Einschätzung der Frage, ob von bestimmten Personen eine Gefahr für Andere ausgeht, hat im forensischen Bereich stark zugenommen. Die Validität solcher prognostischer Aussagen ist äußerst zweifelhaft. Thomas Galli zeigt für den Bereich der Begutachtungen von Inhaftierten zur Vorbereitung von Lockerungsentscheidungen, dass der Schaden solcher Begutachtungen auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht größer als ihr Nutzen sein kann. Ausgehend von der Rechtslage in Bayern diskutiert er die Problematik auf der Ebene des betroffenen Individuums, der Institution Gefängnis, des Strafens und des gesellschaftlichen Umganges mit Kriminalität.
Zielgruppe
Research
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Vorwort;6
2;Inhaltsverzeichnis;7
3;1. Einführung;10
4;2. Rechtliche Rahmenbedingungen in Bayern;14
4.1;2.1 Gesetzliche Grundlagen und Verwaltungsvorschriften;14
4.2;2.2 Anforderungen für Prognosegutachten;16
5;3. Ebene des betroffenen Individuums;23
5.1;3.1 Beeinträchtigung des Selbstwertes;23
5.2;3.2 Erhöhung der „Gefährlichkeit“;26
5.2.1;3.2.1 Auswirkungen von Störungen der Persönlichkeit auf abweichendes Verhalten;26
5.2.2;3.2.2 Verfestigung der Exklusion;27
5.3;3.3 Mitberücksichtigung eines Gutachtens bei allen folgenden wichtigen Entscheidungen;29
5.4;3.4 Vereinbarkeit der Begutachtungen mit dem Rechtsstaatsprinzip;30
5.4.1;3.4.1 Eingriff in Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG;31
5.4.2;3.4.2 Geeignetheit und Erforderlichkeit der Begutachtungen zur Erreichung des ihnen zugrunde gelegten Zwecks;31
5.5;3.5 Zusammenfassung;35
6;4. Ebene der Institution Gefängnis;36
6.1;4.1 Auflösung der Grenzen zwischen verschiedenen Lebenssphären;36
6.2;4.2 Vergrößerung der Kluft zwischen Insassen und Bediensteten;37
6.3;4.3 Verschlechterung der Rechtsstellung der Insassen;40
6.4;4.4 Zusammenfassung;41
7;5. Ebene des Strafens;42
7.1;5.1 Veränderung der Zielrichtung des Strafens;42
7.1.1;5.1.1 Vom Körper über die Freiheit zur Seele;42
7.1.2;5.1.2 Sichern statt resozialisieren;45
7.1.3;5.1.3 Zusammenfassung;47
7.2;5.2 Erhaltung und Erweiterung der Machtverhältnisse;47
7.3;5.3 Legitimationserhalt des Strafvollzuges;52
7.3.1;5.3.1 Begegnung auf Kritik am Strafzweck;52
7.3.2;5.3.2 Begegnung auf Kritik am Schuldkonzept;53
7.4;5.4 Verselbstständigung des Strafvollzuges;58
7.5;5.5 Begründung strafrechtlicher Entscheidungen unter Bezugnahme auf außerrechtliche Erkenntnisse;60
8;6. Ebene des gesellschaftlichen Umgangs mit Kriminalität;62
8.1;6.1 Neoliberalismus und Kriminalpolitik;62
8.2;6.2 Kultur der Angst;64
8.2.1;6.2.1 Ursachen der Angst;64
8.2.2;6.2.2 Auswirkungen auf die Kriminalpolitik;65
8.2.3;6.2.3 Einfluss der Massenmedien;67
8.2.4;6.2.4 Zusammenfassung;69
8.3;6.3 Kultur der Kontrolle;70
8.3.1;6.3.1 Die Strukturmerkmale der Kontrollkultur und ihre Auswirkungen auf Lockerungen des Vollzuges;70
8.3.2;6.3.2 Auf dem Weg in eine Disziplinargesellschaft;73
8.4;6.4 Herausbildung einer neoliberalen Risikologik im Umgang mit Kriminalität;75
8.4.1;6.4.1 Problemmanagement statt Problemlösung;75
8.4.2;6.4.2 Umgang mit Risiken;76
8.4.3;6.4.3 Ökonomische Nutzbarmachung von Risiken;78
8.4.4;6.4.4 Entwicklung einer Vorbeugungslogik;79
8.4.5;6.4.5 Zusammenfassung;81
9;7. Abschließende Thesen;83
10;Quellenund Literaturverzeichnis;88




