E-Book, Deutsch, Band 476, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
Garbera / Critch / Deleon Baccara Collection Band 476
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2314-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 476, 384 Seiten
Reihe: Baccara Collection
ISBN: 978-3-7515-2314-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
FALSCHES MATCH MIT MR. RIGHT von KATHERINE GARBERA
Laut einer neuen Dating-App ist Jericho Winters das perfekte Match für Designerin Maggie. Wie kann das sein? Ihre Familien hassen sich seit Jahren! Um die von ihr gestaltete App zu promoten, trifft Maggie ihn trotzdem - gefährlich sinnliches Prickeln inklusive ...
AUF VERFÜHRUNG PROGRAMMIERT von J. MARGOT CRITCH
Bei der Zusammenarbeit mit Misha fühlt sich Investor Trey Winters unwiderstehlich zu ihr hingezogen. Spontan verführt er die betörende Programmiererin zu einer Nacht der Leidenschaft. Ein Fehler? Schon bald muss er fürchten, dass Misha nur mit ihm gespielt hat ...
VERJAG DIE GEISTER MIT MIR von JANA DELEON
Um ihr Elternhaus in den Sümpfen von Louisiana zu erben, muss Alaina zunächst zwei Wochen darin wohnen. Eine Herausforderung! Nicht genug damit, dass es dort spukt. Zudem passt Sheriff Carter Trahan auf, dass sie das Grundstück nicht verlässt. Und er ist so sexy wie tabu ...
USA-Today-Bestsellerautorin Katherine Garbera hat schon mehr als neunzig Romane geschrieben. Von Büchern bekommt sie einfach nicht genug: ihre zweitliebste Tätigkeit nach dem Schreiben ist das Lesen. Katherine lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem verwöhnten Dackel in England.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Jericho Winters nahm seinen VIP-Ausweis, durchquerte das Atrium des Winters Expo Center und sah sich voller Stolz um. Sein Architekturbüro RoyalGreen hatte den Zuschlag für den Neubau des Messezentrums seiner Heimatstadt Royal, Texas, erhalten. Jericho hatte die Anlage persönlich entworfen und dabei darauf geachtet, dass in puncto Nachhaltigkeit alles auf dem allerneuesten Stand war, um einen Veranstaltungsort zu schaffen, der sich nahtlos in die Umgebung einfügte und deutlich energieeffizienter als vergleichbare Gebäude war.
Sein Bruder Trey hatte ihn bekniet, zur ByteCon zu kommen und sich die Präsentation der k! smet-App anzuschauen. Trey war finanziell an der äußert beliebten Dating-App beteiligt. Dass die Entwicklerin Misha Law ausgerechnet ihre beste Freundin Maggie Del Rio angeheuert hatte, um die Grafik- und Werbeelemente der App zu gestalten, hatte für eine Kontroverse in der Familie georgt.
Die Familien Del Rio und Winters waren seit mehr als einem Jahrhundert verfeindet. Angefangen hatte der Zwist damit, dass Eliza Boudreaux ihren Verehrer Fernando Del Rio für Teddy Winters verlassen hatte, der später ihr Ehemann wurde.
Jericho mischte sich nur ungern in derlei Familienangelegenheiten und widmete sich lieber mit Leib und Seele seiner Arbeit und seinem Baseballteam, den Dallas Mavericks.
Der Duft von Jasmin und das Klackern hoher Absätze auf dem Fliesenboden des Atriums rissen ihn jäh aus seinen Gedanken. Er drehte sich um und sah, wie der Auslöser des neu aufflammenden Familienstreits gut gelaunt durch die Menge ging.
Maggie Del Rio.
Sie war groß, hatte unwiderstehliche Kurven und trug ihre langen schwarzen Haare offen. Sie war ihm zum ersten Mal an der Bar des Texas Cattleman’s Club aufgefallen. Jericho war dem Country Club, den die einheimischen Mitglieder nur TCC nannten und der seit mehr als einhundert Jahren aus Royal nicht mehr wegzudenken war, erst kürzlich beigetreten. Er war drauf und dran gewesen, Maggie anzusprechen, als Trey ihm erklärt hatte, um wen es sich handelte. Also hatte Jericho seine Aufmerksamkeit auf eine andere Frau gelenkt, aber … Er hatte nur Augen für Maggie gehabt.
Sein Verstand sagte ihm, dass die pure Lust aus ihm sprach. Anders konnte er sich seine Gefühle nicht erklären. Schließlich kannte er sie nicht einmal. Trotzdem konnte er sie nicht vergessen und informierte sich stattdessen im Internet über sie. Er war beeindruckt. Mit ihren dreißig Jahren hatte Maggie sich bereits einen Namen als Grafikdesignerin und Kuratorin gemacht. Da sie für einige hochkarätige Firmen gearbeitet hatte, war es ein Leichtes für Jericho, sich ihre Arbeit genauer anzusehen. Er stellt fest, dass sie sich ihren Ruf mehr als verdient hatte.
Abgesehen von einem zwei Jahre alten Artikel auf der Internetseite der örtlichen Tageszeitung über eine geplatzte Verlobung fand er nur wenig über ihre Person heraus. Ob sie Single war? Sicher konnte er sich nicht sein. An die möglichen Gründe für die aufgelöste Verlobung verschwendete Jericho nicht einen Gedanken.
Seinen Körper interessierte das schließlich wenig, was typisch für ihn war. Ihm war klar, dass er sie auch deshalb so sehr wollte, weil sie für ihn tabu war. Eine verbotene Frucht. Mehr als ein One-Night-Stand wäre allerdings nicht möglich, da keiner der beiden einen offenen Krieg zwischen ihren Familien riskieren wollte.
Zugegeben, das passte Jericho gut.
Er rieb sich nachdenklich den Nacken und schüttelte den Kopf. Er hatte nicht vor, mit Maggie zu schlafen, auch wenn er seit ihrer Begegnung in der Bar vor mehr als sechs Wochen mehr als einmal davon geträumt hatte.
Jericho lief durch die Ausstellungshalle und entdeckte seinen alten Freund Brian Cooper, mit dem er zur Schule gegangen war.
„Hey Mann, ich bin sprachlos! Ich hatte gehört, dass sie dir den Zuschlag gegeben haben! Ich konnte es kaum erwarten, zu sehen, was du aus dem alten Gebäude gemacht hast“, sagte Brian, nachdem er seine Hand geschüttelt und ihn umarmt hatte.
„Danke. Ich wollte einige umweltfreundliche Elemente integrieren, ohne Kompromisse beim Design einzugehen“, antwortete Jericho.
„Piper ist auch absolut begeistert. Sie sagt, du hast den Blick eines Künstlers“, fuhr Brian fort.
Brians Freundin Piper war selbst Künstlerin und eine erfolgreiche Galeristin in Dallas, was ungefähr zwei Stunden von Royal entfernt war. Brian war bei einer Anwaltskanzlei in Dallas tätig. Das Paar pendelte zwischen Dalles und Royal hin und her.
„Sag ihr danke von mir“, sagte Jericho. „Gibt es noch einen Grund, warum du heute hier bist?“
„Ja, ich sehe mir gleich die k! smet-Premiere an. Piper hat die App bereits installiert und sie mir für geschäftliche Zwecke empfohlen. Allerdings bin ich noch nicht ganz überzeugt. Hast du die App schon ausprobiert?“
„Nein, zumindest nicht für die Arbeit. Installiert habe ich sie, aber bislang fehlte mir einfach die nötige Zeit“, gestand Jericho. Abgesehen davon war er sich nicht sicher, ob er sich von einem Algorithmus mit jemandem verkuppeln lassen wollte. Die App hatte vor allem durch die erfolgreichen Treffer an Beliebtheit und Bekanntheit gewonnen.
Auf der heutigen Veranstaltung sollte eine neue Überraschungsfunktion vorgestellt werden. Das passte zufällig genau zu der Stimmung, in der sich Jericho gerade befand.
Normalerweise kamen die Frauen, mit denen er ausging, aus seiner Branche und waren meist entweder Architektinnen oder Bauunternehmerinnen. Seit drei Jahren hatte er immer mal wieder etwas mit einer Frau gehabt, die in Dallas lebte. Mehr als Sex war das allerdings nicht, da sie beide kein Interesse an einer festen Beziehung hatten. Umso gespannter war Jericho nun darauf, ob diese App wirklich das hielt, was sie versprach.
„Versuch es ruhig. Piper hat die Geschäftsversion installiert und dadurch eine Graffitikünstlerin gefunden, die sie seitdem betreut. Die Treffer, die ihr die App angezeigt hat, waren allesamt sehr nützlich.“
„Mhm, ich denke mal drüber nach“, antwortete Jericho.
Kurz darauf steuerten sie auf die Hauptbühne zu, auf der ein Werbebanner von k! smet und ein großer Bildschirm mit dem Unternehmenslogo standen. Nachdem Brian sich verabschiedet hatte, um mit ein paar Bekannten zu sprechen, suchte Jericho einen ruhigen Ort, an dem er ungestört war. Dann nahm er sein Handy und öffnete die k! smet-App. Er klickte auf Suche nach Treffern in deiner Nähe.
„Meine Güte, was für ein heißer Tag. In Texas ist es im August heißer als im Fegefeuer“, sagte Maggie Del Rio, als sie den Backstage-Bereich betrat, der dem k! smet-Team bereitgestellt worden war. Ihre beste Freundin Misha Law warf einen prüfenden Blick in den Spiegel und legte etwas Lippenstift auf.
„Sehr gut, das freut mich. Bei der Hitze werden noch mehr Leute in der klimatisierten Ausstellungshalle Zuflucht suchen und die Präsentation sehen. Man munkelt, dass die Investoren mit der App an die Börse gehen wollen, was einfach traumhaft wäre“, kommentierte Misha begeistert. „Ich hoffe nur, dass die Überraschungsfunktion gut ankommt. Als mein Bruder mir das erste Mal von der Idee erzählte, war ich absolut begeistert. Doch jetzt auf die Bühne zu gehen und sie dem Publikum vorzustellen …“
Maggie drückte ihrer Freundin beruhigend die Schulter. „Es wird ein absoluter Erfolg werden. Du hast ein sehr gutes Gespür dafür, was die Leute wollen, und Nico ist ein wahres Genie.“
„Danke, Mags. Ich bin so froh, dass du hier bist.“
„Ich auch.“
„Sag mal …“
„Ja?“
Misha verdrehte die Augen. „Hast du dich endlich bei k! smet angemeldet?“
Maggie kramte auf der Suche nach ihrem Handy in ihrer Tasche und vermied dabei absichtlich jeglichen Blickkontakt mit ihrer Freundin. Misha wusste besser als jede andere, wie sehr sich Misha gegen Verabredungen und Dating-Apps sträubte, seitdem Randall sie vor zwei Jahren abserviert hatte.
Es ließ sie einfach nicht los, wie sehr sie sich in ihm getäuscht hatte. Dass Randall sie nicht heiraten wollte, hatte wehgetan, doch letztendlich war er ein freier Mann, der selbst entscheiden konnte, was ihn glücklich machte und was nicht. Aber wie sollte Maggie sich jemals verzeihen, dass sie sich in einen Mann verliebt hatte, der nur am Namen Del Rio und ihrem Vermögen interessiert war? Erst als ihr Vater auf einen Ehevertrag bestand, bekam Randall plötzlich kalte Füße.
„Ich lasse dich niemals im Stich“, sagte Misha und hakte sich bei Maggie unter.
Maggie seufzte. „Ich weiß. Aber … Ich habe einfach Angst.“
„Und deshalb solltest du die App ausprobieren. Sie nimmt dir die Partnersuche und den Druck ab, allein den Richtigen finden zu müssen“, erklärte ihre beste Freundin.
Maggie umarmte sie. „Ich weiß nicht so recht. Ich glaube, nach Randall habe ich dem ersten Date viel zu viel Bedeutung beigemessen. An sich ist es nur eine Verabredung, aber in meinem Kopf habe ich daraus eine viel zu große Sache gemacht.“
„Das habe ich mir schon gedacht. Lass mich das mal machen. Dein Handy, bitte“, sagte Misha und streckte ihre Hand aus.
Widerwillig entsperrte Maggie ihr Telefon und reichte es ihrer Freundin, die sogleich die App öffnete. Misha schaute sich stirnrunzelnd Maggies Profil an. „Ist das dein Ernst? Das ist dein Profilbild?“
„Was stimmt denn nicht mit meinem Bild?“, fragte Maggie gespielt pikiert.
„Man sieht praktisch nur die Silhouette deines Rückens! War das letzten Sommer am...




