Garbera | Der Kuss des Millionärs | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara Herzensbrecher

Garbera Der Kuss des Millionärs


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2557-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Reihe: Baccara Herzensbrecher

ISBN: 978-3-7337-2557-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Ein geschäftlicher Deal macht Isabella zu Jeremy Harpers Geliebten. Was der reiche Unternehmer nicht ahnt: sie hat schon immer für ihren Mentor geschwärmt. Doch als sie nach einer leidenschaftlichen Romanze auf einen Heiratsantrag hofft, wird Bella bitter enttäuscht!



USA-Today-Bestsellerautorin Katherine Garbera hat schon mehr als neunzig Romane geschrieben. Von Büchern bekommt sie einfach nicht genug: ihre zweitliebste Tätigkeit nach dem Schreiben ist das Lesen. Katherine lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem verwöhnten Dackel in England.

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1. KAPITEL

„Jeremy Harper möchte dich sehen.“

„Schick ihn bitte herein, Shelley“, bat Isabella McNamara ihre Assistentin, obwohl Jeremys Name nicht auf ihrem Terminkalender eingetragen war. Sie legte den Hörer auf, lehnte sich in ihrem bequemen Ledersessel zurück und holte tief Luft. Es würde ein ganz normales Meeting werden. Sie arbeitete ständig mit erfolgreichen Geschäftsmännern zusammen. Mit Jeremy würde es nicht anders sein als mit allen anderen.

Ja, sicher, rede dir das ruhig ein.

Bella trocknete sich die vor Aufregung feuchten Handflächen an ihrem Seidenrock und bereute es sofort. Sie wollte den Charme und das Selbstbewusstsein einer Angelina Jolie ausstrahlen. Also atmete sie erneut tief ein und wiederholte die Worte in Gedanken – ruhig, cool, clever.

Mit Jeremy war es eben immer anders. Sie hatte ihn genau zwölf Mal gesehen in den vergangenen drei Jahren, und nach jedem Treffen waren ihr Verlangen und ihre Sehnsucht nach diesem Mann größer geworden. Da sie im Grunde ihren Körper schon so gut wie an ihn überschrieben hatte, musste sie jedes Mal daran denken, wie es sein mochte, seine nackte Haut an ihrer zu spüren.

Lieber Himmel, auf was für Ideen brachte er sie? Bella wusste, dass hier nicht wirklich Sex im Mittelpunkt stand. In erster Linie ging es um das Geld, das sie so dringend gebraucht hatte. Und trotzdem, sobald sie in Jeremys Nähe war, konnte sie einfach keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Bella wusste natürlich, warum er hier war. Vor genau drei Jahren hatte sie sich auf das Geschäft mit ihm eingelassen. Jetzt war die Frist abgelaufen. Jeremy war hier, um die Schulden einzutreiben.

Die Tür zu ihrem Büro wurde geöffnet, und Bella stand auf, um ihn zu begrüßen. Er trug seinen Anzug von Dolce & Gabbana mit der gleichen Lässigkeit wie ein Teenager Jeans und T-Shirt. Wie selbstverständlich kam er hereingeschlendert, als wäre er hier zu Hause.

Bella hielt den Atem an und wünschte insgeheim, sie würde ihn nicht so attraktiv finden. Sie versuchte angestrengt, den würzigen Duft seines Aftershaves zu ignorieren – und die Art, wie er sie aus den auffallend blauen Augen ansah.

Er war eine Art Teufel für sie, der Mann, dem sie ihre Seele verkauft hatte. Und jetzt war er gekommen, um sie zu holen. Beunruhigt verschränkte Bella die Arme vor der Brust und redete sich verzweifelt ein, dass sie keine Angst zu haben brauchte vor diesem knapp eins neunzig großen Mann. Es gelang ihr nicht.

„Hallo, Bella.“

Es klang tief und leise. Bella hatte unzählige Male am Telefon mit ihm gesprochen. Trotzdem erschauerte sie jedes Mal, wenn sie seine aufregende Stimme hörte.

„Jeremy“, sagte sie und erinnerte sich unwillkürlich an einen Rat, den ihre Mutter ihr gegeben hatte. Zeig ihnen nie, dass du nervös bist. Zwar hatte ihre Mutter sich auf den Jetset von Palm Beach bezogen, zu dem sie einmal gehört hatten. Aber der Rat galt sicher auch, wenn man es mit aufregenden Milliardären zu tun hatte. „Setz dich doch.“

Er nahm in einem ihrer Besuchersessel Platz, worauf Bella sich ebenfalls wieder setzte. Sie zog eine Schreibtischschublade auf und strich über den mit Juwelen besetzten Montblanc-Füllfederhalter, den Glücksbringer, der einst ihrer Mutter gehört hatte. Sie schloss kurz die Finger darum, bevor sie ihn herausnahm und auf den Schreibtisch legte.

„Was kann ich für dich tun?“, fragte sie. Vielleicht war er ja aus einem ganz anderen Grund gekommen. Vielleicht wollte er nur, dass sie die Verpflegung für eine Firmenparty lieferte oder für das jährliche Familienfest am vierten Juli.

„Ich glaube, das weißt du.“

Bella schluckte. Keine Familienfeier. „Die Zeit ist also um“, murmelte sie.

Er lachte. Der sonore Klang seiner Stimme erfüllte den ganzen Raum. Einen Moment lang vergaß Bella ihre Nervosität und die Tatsache, dass Jeremy alle Trümpfe in der Hand hielt.

„Ich hatte gehofft, die Zeit nimmt dir die Angst.“

„Ich habe keine Angst vor dir“, log sie.

Dabei war es ihr eigentlich egal, ob Jeremy wusste, wie ihr zumute war. Fast ihr ganzes Leben lang musste sie mit Menschen zurechtkommen, von denen sie sich bedroht fühlte. Vor allem seit dem Tod ihres Vaters und seit sie erfahren hatten, dass das Vermögen weg war. Bella hatte gelernt, den Spott derer, die einmal ihre Freunde gewesen waren, nicht mehr zu fürchten.

Der Zukunftsangst hatte sie sich nochmals gestellt, als ihre Mutter vier Jahre später gestorben war und Bella plötzlich die Verantwortung für ihren vierzehnjährigen Bruder Dare übernehmen musste. Sie hatte erfahren, was es hieß, ums Überleben kämpfen zu müssen, und sie hatte es überstanden.

Jeremy zog eine Augenbraue hoch. Die arrogante Geste passte zu ihm, fand Bella.

Sie zwang sich zu einem Lächeln und versuchte, das Thema zu wechseln. „Es gibt Neuigkeiten von Dare.“

„Lass mich raten. Er hat Ende des Sommers den College-Abschluss gemacht, und jetzt erwartet ihn ein Job bei ‚Fidelity‘, den er schon im Herbst antreten kann.“

Überrascht sah sie ihn an. „Woher weißt du das?“ Dare hatte sie erst am Nachmittag angerufen und ihr von dem Job erzählt. Sie hatte sich fest vorgenommen, es Jeremy zu sagen. Und ihm zu erklären, dass sie bereit war, ihren Teil der Abmachung zu erfüllen.

„Ich habe dir doch versprochen, dass ich mich um die Zukunft deines Bruders kümmern werde.“

„Ich dachte, du meintest sein Stipendium.“ Aber sie hatte bereits vermutet, dass er noch mehr getan hatte als das. Dare erwähnte hin und wieder, dass Jeremy ihn an der Universität besuchte. Fast sah es so aus, als läge ihm das Wohl ihres Bruders wirklich am Herzen.

Jeremy schüttelte den Kopf. „Ich bin nicht gekommen, um über Dare zu reden.“

Nein, natürlich nicht. Er war gekommen, um mit ihr über den Vertrag zu sprechen, den sie vor drei Jahren unterschrieben hatte. Jeremy hatte sie unterstützt und viel Geld geliehen. Im Gegenzug hatte sie sich verpflichtet, sechs Monate lang seine Geliebte zu sein, nachdem ihr Bruder sein Studium erfolgreich abgeschlossen hatte.

„Es fängt also heute Abend an?“, fragte sie schließlich. Drei Jahre lang hatte Bella ihn alle drei Monate getroffen, um ihm zu versichern, dass die Abmachung noch galt. Drei Jahre lang hatte sie im Stillen von seinen leidenschaftlichen Umarmungen geträumt. Sie hatte gehofft, er würde mehr wollen und nicht nur eine Geliebte. Sie wünschte sich nichts mehr, als wirklich zu Jeremy zu gehören und von ihm geliebt zu werden.

„Ich glaube, du hast heute keine Termine mehr“, sagte er.

Das stimmte. Der neue Mitarbeiter, den Bella eingestellt hatte, konnte die Aufträge auch allein abwickeln. Heute war also einer ihrer seltenen freien Abende. Aber woher wusste Jeremy das? „Hat Dare dir das erzählt?“

„Das brauchte er nicht. Ich habe deine Assistentin gefragt.“

„Du bist ein sehr gründlicher Mann.“ Sie musste mit Shelley darüber sprechen, an wen sie persönliche Informationen weitergeben durfte und an wen nicht.

Bella zitterten die Hände. Sie ballte sie zu Fäusten, damit Jeremy es nicht merkte. Er war schließlich nur ein Geschäftspartner. Aber aus irgendwelchen Gründen war er für sie immer sehr viel mehr gewesen.

„Wenn ich etwas sehe, das ich will …“, sagte er.

„Und du willst mich?“

„Daran kannst du nicht ernsthaft zweifeln.“

Das tat sie nicht. Wenn sie an seine leidenschaftlichen Küsse dachte, wurde ihr heute noch heiß. Andererseits hatte sie immer gedacht, sich seine intensiven Blicke nur einzubilden.

Er stand auf, kam um den Schreibtisch herum und blieb vor ihrem Sessel stehen. „Hast du deine Meinung geändert?“

Sie konnte den Ausdruck in seinen Augen nicht deuten. Woher sollte sie wissen, ob es ihm nicht eigentlich herzlich egal war, wie ihre Antwort ausfiel? Und genau davor hatte sie Angst.

Als sie die Abmachung damals getroffen hatte, war Bella verzweifelt gewesen. In der Zeit hatte sie sich schrecklich einsam gefühlt. Sie war von so vielen Menschen verlassen worden. Aus irgendeinem Grund hatte sie gehofft, Jeremy dazu bringen zu können, bei ihr zu bleiben – wenn sie nur die Chance dazu bekam. Wenn Bella ehrlich war, hoffte sie das auch heute noch. Was, wenn er es sich jetzt anders überlegte?

Jeremy hatte sehr viel mehr getan, als er ursprünglich versprochen hatte. Er hatte Bella diversen Geschäftspartnern vorgestellt und ihren Partydienst empfohlen, als sie noch keine Referenzen vorweisen konnte. Seine Hilfe war unschätzbar gewesen für den Erfolg ihres Geschäfts.

Und sie begehrte ihn. Obwohl sie befürchtete, sich zu große Hoffnungen zu machen, fühlte sie sich zu ihm hingezogen wie zu keinem anderen Mann. Sie wollte ihn, seit sie ihn mit sechzehn Jahren das erste Mal gesehen hatte.

Sie hatte im Jachtclub in Palm Beach als Kellnerin gearbeitet, wo er eines Tages mit Freunden vom College zu Abend gegessen hatte. Jeremy war perfekt, schon damals: sonnengebräunt, sportlich und unglaublich gut aussehend. Und sehr nett. Noch niemand war so freundlich zu ihr gewesen.

Als er einige Jahre später unerwartet zu Besuch gekommen war, hatte sie zuerst begeistert reagiert. Bis ihr klar geworden war, was für eine Art Geschäft er ihr vorschlug. Und trotz allem bereute sie keinen Augenblick lang, dass sie damals zugestimmt hatte.

„Nein, ich habe meine Meinung nicht geändert, Jeremy. Ich habe dir mein Wort gegeben.“ Sie hatte...



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