E-Book, Deutsch, 128 Seiten
Reihe: Tiffany Hot & Sexy
Garbera Vernaschen verboten!
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-5229-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 128 Seiten
Reihe: Tiffany Hot & Sexy
ISBN: 978-3-7337-5229-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
In der TV-Show Premier Chef treten die besten Köche des Landes gegeneinander an. Staci könnte gewinnen - doch ihr Konkurrent Remy lenkt sie mit Küssen ab, die ihre Knie butterweich werden lassen. Sie muss den Spieß umdrehen und sein Blut zum Kochen bringen...
USA-Today-Bestsellerautorin Katherine Garbera hat schon mehr als neunzig Romane geschrieben. Von Büchern bekommt sie einfach nicht genug: ihre zweitliebste Tätigkeit nach dem Schreiben ist das Lesen. Katherine lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem verwöhnten Dackel in England.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
Die letzten anderthalb Blocks bis zu den Hamilton-Ramsfeld-Kochstudios rannte Staci Rowland. Sie kam zu spät. Viel zu spät! Sie war dabei, die Chance ihres Lebens zu verpassen. Die Chance, bei Premier Chef teilzunehmen, eine halbe Million Dollar zu gewinnen und ihre eigene Fernsehkochshow zu bekommen. Die Chance, wieder in einer Sterneküche zu arbeiten und allen zu beweisen, dass sie ihr junges Talent nicht vergeudet hatte.
Sie kam zu spät, weil sie in dieser Woche knapp bei Kasse war. Jeder Cent des ihr zu Verfügung stehenden Geldes steckte in dem neuen Messerset, das sie für die Show gekauft hatte. Damit hatte ihr das Benzingeld für die Strecke von San Diego nach Santa Monica gefehlt, also war sie mit dem Bus gefahren.
Jetzt rann ihr der Schweiß den Rücken hinab, ihr war heiß, und die Messer in ihrem Arm schienen eine Tonne zu wiegen. Sie stürzte durch den Haupteingang des Gebäudes und starrte auf den verlassenen Empfangstresen. Wenigstens half ihr die kalte Luft der Klimaanlage, sich abzukühlen.
„Verdammt“, stieß sie atemlos hervor und eilte zum Empfang, wo ein Klemmbrett mit der Teilnehmerliste lag und der Anweisung, den Fahrstuhl in den vierzehnten Stock zu nehmen. Sie rief den Fahrstuhl und wühlte in ihrer Handtasche nach dem Brief der Show-Produzenten. Dort stand hoffentlich die genaue Nummer des Raumes, in den sie musste. Mit einem Ding öffneten sich die Fahrstuhltüren. Sofort sprang sie hinein, verfing sich dabei aber mit der Spitze ihres Schuhs in der kleinen Spalte dazwischen und stolperte. Fluchend flog sie durch die Luft und erwartete, auf den Boden zu knallen. Stattdessen fing sie der warme und angenehm weiche Körper einer anderen Person auf. Ein Mann gab ein erschrockenes Geräusch von sich, und eine kühle Flüssigkeit ergoss sich über sie beide.
Sie blickte auf, die Entschuldigung schon auf den Lippen, und erstarrte, als sie in ein paar Augen schaute, die so blau und kristallklar strahlten wie das Karibische Meer. Sie wollte sich aufrichten, rutschte jedoch an seinem Arm ab, und er musste sie an der Hüfte packen, damit sie nicht hinfiel.
„Mist“, sagte sie, „heute ist nicht mein Tag.“
Er war groß und gut gebaut, hatte eine breite Brust und starke Schultern. Das spürte sie schon an der Art, wie er sie hielt. Er hatte ein markantes Kinn, und seine Augen wirkten wie Perlen aus Eis. Leider konnten sie ihren verschwitzten Rücken nicht kühlen, aber für einen angenehmen Schauer reichte es. Super, dachte sie, heute schien sich das ganze Universum gegen sie verschworen zu haben.
„Verzeihung“, sagte sie.
„Kein Problem“, antwortete er mit einem Südstaatenakzent, so weich, dass Staci zweimal hinsah. Er hatte schwarze, lässig zerzauste Locken, die ihm in die Stirn fielen. Er war schlanker und muskulöser als andere Köche. Und sie hatte keinen Zweifel, dass er Koch war.
„Nächstes Mal schauen Sie besser nach vorne, wenn Sie gehen“, sagte er.
„Danke, daran habe ich nicht gedacht“, gab sie pampig zurück. Sie war nicht in der Stimmung, allzu höflich zu sein. Ihr war heiß, und die Flüssigkeit, mit der sie sich überschüttet hatte, begann, sich klebrig anzufühlen.
„Was haben Sie getrunken?“
„Gesüßten Tee.“
Sie fuhr mit den Händen über ihre Kleider und schüttelte den Kopf. „Jemand da oben muss mich hassen.“
„Da oben?“ Er holte weit aus, um an ihr vorbei auf die Taste mit der Nummer vierzehn zu drücken.
„Das Universum oder der Himmel oder wie immer Sie das launische Schicksal nennen.“ Staci strich sich eine Strähne ihrer kurzen Haare hinter das Ohr.
„Warum geben Sie einer unsichtbaren Macht die Schuld daran, dass Sie zu spät kommen? Nichts von alldem wäre passiert, wenn Sie rechtzeitig eingetroffen wären.“
„Touché“, antwortete sie. Damit schien alles gesagt, und Schweigen setzte ein. Staci versuchte, es auszuhalten, aber sie hasste Stille. Schon immer. „Sind Sie auch wegen des Kochwettbewerbs hier?“ Sie riet nur, aber die Tüte mit Kochmessern in seiner Hand hatte ihr einen guten Tipp gegeben.
„Ja. Ich hoffe, in der Küche stellen Sie sich besser an als im Lift.“
„Oh, Sie haben noch nicht erlebt, was ich im Lift am besten kann.“ Sie zwinkerte ihm zu. Dann reichte sie ihm die Hand, um sich vorzustellen. „Ich bin Staci Rowland.“
„Remy … Stephens.“ Sein Händedruck war fest und warm. Und seine Hände erzählten die Geschichte eines Mannes, der schon recht lange kochte. Brandmale und Schnittnarben deuteten eine lange Erfahrung in der Küche an. Sie sah ihm ins Gesicht, womöglich etwas länger, als angemessen gewesen wäre. Sein Bartschatten verlieh ihm einen rauen, sexy Anstrich. Als sie ihm wieder in die Augen schaute, bemerkte sie, dass er eine Augenbraue hochgezogen hatte. Sie ließ ihn los und rieb sich die Hand an ihrer Jeans ab. Was zum Teufel war heute nur mit ihr los?
„Oh, wie die kleine Ratte in Ratatouille.“ Ihre Nichte liebte den Film. Louisa hatte darauf bestanden, Ratatouille zu Abend zu essen, nachdem sie sich gemeinsam den Film angesehen hatten.
„Ratatouille? Die Gemüsesuppe?“
„Nein, der Pixar – Film. Es geht um einen Koch, der nicht weiterweiß und von einer kleinen Ratte auf den kulinarischen Weg zurückgeführt wird. Die Ratte heißt Remy.“
„Ah. Also, nein, wie mein Großonkel. Ich gucke keine Zeichentrickfilme.“
Staci zuckte die Schultern. „Ist echt süß. Sie sollten es versuchen.“
Sie trat noch einen Schritt zurück, um ihn besser betrachten zu können. „Es tut mir wirklich leid, dass ich in Sie gestolpert bin.“
„Kein Problem“, meinte Remy. „Wenn ich aus der Küche komme, sehe ich schlimmer aus. Ich denke heute auch nur ans Kochen.“
„Ich auch“, sagte sie mit einem halben Lächeln. „Ich bin Mitinhaberin des Sweet Dreams, ein Cupcake-Laden in San Diego.“
„Das Cupcake-Mädchen“, sagte er strahlend. „Ich habe mir die Infos zu den anderen Köchen heute Morgen angeschaut.“
„Cupcake-Mädchen? Meiner Geschäftspartnerin und mir gehört eine sehr profitable Bäckerei. Ich finde, ‚Cupcake-Mädchen‘ wird dem nicht gerecht.“ Stacy wünschte, sie hätte die Kurzporträts ebenfalls gelesen. Dann wüsste sie mehr über Remy. Aber sie hatte nicht mehr die Zeit dazu gehabt.
Jetzt war er es, der einen Schritt zurücktrat und sich tief verbeugte. „Ich bitte ergebenst um Verzeihung, Bäckerin.“
„Wo arbeiten Sie?“
„Im Moment habe ich mich noch nicht weiter entschieden, aber ich habe in den besten Küchen New Orleans gearbeitet.“
„Das habe ich vermutet“, sagte Staci.
„Wieso?“
„Der Akzent verrät Sie.“
Er schenkte ihr ein ruhiges Lächeln, das ihren Puls beschleunigte. Sie wusste nicht, woher, aber sein Lächeln kam ihr bekannt vor. Außerdem war es so verdammt sexy, dass sie sich fragte, ob sie nicht besser auf der nächsten Etage wieder aussteigen sollte. Einige Frauen hatten eine Schwäche für Männer in Uniform, andere für Männer mit Geld und Macht. Aber ihr hatte es schon immer die erdige Sinnlichkeit von Männern angetan, die kochen konnten.
„Gefällt Ihnen mein Akzent?“
Staci erwiderte sein Grinsen. „Vielleicht.“
Er zog eine Augenbraue hoch. „Die meisten Leute finden meinen Akzent charmant.“
„Wirklich?“
Remy warf ihr einen langen Blick zu, bevor er zwinkerte. „Er macht einen großen Teil meiner Persönlichkeit aus, Cupcake-Mädchen. Manche Leute unterschätzen mich deswegen. Aber in der Küche nutze ich diesen Effekt zu meinem Vorteil. Ich kann sehr fordernd sein.“
Staci wusste, dass er vom Kochen redete. Aber sie vermutete, dass er auch im Schlafzimmer fordernd wäre. Sie räusperte sich. „Das bin ich auch.“ Gemeinsam mit Alysse die Bäckerei zu führen war harte Arbeit. Sie waren nur so erfolgreich geworden, weil das Sweet Dreams für sie beide immer an erster Stelle stand.
„Cupcake-Mädchen …“
„Wenn Sie mich noch einmal so nennen, bin ich nicht mehr so nett.“
„Ach, so sind Sie, wenn Sie nett sind??“, fragte Remy.
Doch auch wenn seine Stimme ernst klang, entdeckte Staci ein amüsiertes Funkeln in seinen Augen. Sie mochte ihn und freute sich darauf, ihn in der Küche fertigzumachen. Als sie auf der vierzehnten Etage eintrafen, standen die Leute bereits Schlange, um sich beim Kochwettbewerb anzumelden. „Ich bin überrascht, dass so viele Leute hergekommen sind.“
„Ich nicht. Das Preisgeld lockt jeden Koch hinter dem Ofen hervor. Ich gehe mir zuerst einmal den Tee abwaschen. Bis später in der Küche.“
Sie sah Remy nach und rief sich dann innerlich zur Ordnung. Sie war nicht hier, um die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Diesmal machte sie es richtig und verliebte sich nicht in einen weiteren Koch – auch wenn er ein umwerfendes Lächeln, einen sexy Po und einen sehr charmanten Akzent hatte.
Remy Cruzel war in einem der namhaftesten Restaurants New Orleans’ groß geworden. Das Gastrophile hatte neue Standards für die amerikanisch-kreolische Küche gesetzt. Dafür waren sein Großvater und sein Großonkel vom Guide Michelin mit drei Sternen bedacht worden. Eine solche Auszeichnung außerhalb von Paris zu bekommen war schwer. Wenn man zudem kein gebürtiger Franzose war, galten drei Sterne als kleine Sensation in der kulinarischen Fachwelt. Aber die Cruzel-Brüder hatten es geschafft und ihr Wissen und Können erfolgreich an ihre Kinder weitergegeben.
Die Gespräche im Studio...




