Gates | Die feurigen Küsse des Wüstenprinzen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1719, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Gates Die feurigen Küsse des Wüstenprinzen


1. Auflage 2012
ISBN: 978-3-86494-161-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1719, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86494-161-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Seit Jahren sehnt sie sich nach ihm, und jetzt ist sie mit Scheich Amjad in einem Sandsturm gefangen! Sein Zelt wird zur Oase der Liebe: Nie wird Prinzessin Maram die Stunden der Ekstase vergessen. Nur eine Nacht darf sie sich ihren Gefühlen hingeben - als die Sonne über der unendlichen Einsamkeit aufgeht, wird ihr klar, dass der Wüstenprinz sie nur ausgenutzt hat. Amjad glaubt, dass ihr Vater die kostbaren Juwelen seiner Familie gestohlen hat, die er unbedingt wieder in seinen Besitz bringen will. Dass er dabei Marams Herz bricht, scheint ihm völlig egal zu sein ...



Olivia Gates war Sängerin, Malerin, Modedesignerin, Ehefrau, Mutter - oh und auch Ärztin. Sie ist immer noch all das, auch wenn das Singen, Designen und Malen etwas in den Hintergrund getreten ist, während ihre Fähigkeiten als Ehefrau, Mutter und Ärztin in den Vordergrund gerückt sind. Sie fragen sich jetzt bestimmt - uhh, was ist mit dem Schreiben? Ja, sie hat auch immer geschrieben, zugegebenermaßen weniger als sie mit der Rennerei der oben genannten Dinge beschäftigt war. Irgendwie dachte sie nie daran, dass Schreiben eine Karriereoption sei. Dann mit dem Erwerb ihres ersten Computers 2001 (Ja ein bisschen der Zeit hinterher, aber sie zieht es vor, dies ein 'Millenium Update!' zu nennen) und ihrer Einführung in den Cyberspace, fand sie eHarlequin.com und entdeckte, dass die Verleger der Bücher mit denen sie aufgewachsen war und die sie verschlungen hatte auf der Suche nach Manuskripten von Autorenneulingen waren. Eine unbeirrte Schaffensorgie mit unzähligen Einreichungen (95% von denen waren naiv und ahnungslos, bis sie das wirklich harte Geschäft des Schreibens kennenlernte!) und zwei Jahre später, verkaufte sie ihr erstes Buch Doctors on the Frontline an Harlequin Liebesarztromane. Der Tag, an dem Sie einen persönlichen Anruf von ihrem Redakteur während ihrer ersten Autoren Konferenz mit ihren Schriftstellerfreunden und Idolen, die einzigen die wirklich nachvollziehen konnten, was dieser Erfolg für sie bedeutete erhielt, nimmt noch immer einen Ehrenplatz als ihr aufregendster Tag in ihrem Leben ein! Seit Juli 2003, war es eine Achterbahnfahrt aus Geschäftigkeit und Schaffensdrang, da sie jetzt eine Vollzeit Ärztin und Autorin ist. (Fragt nicht wie sie das meistert!) Das lustige (und eigenartige) daran ist, dass seitdem Olivia das Buch verkauft hat, sie nie mehr daran dachte einen Arztroman zu schreiben. Jetzt haben all ihre Bücher einen waghalsigen, sich für Schwache engagierenden Held oder Heldin, welche in einer unnachgiebigen Art und Weise mit dem Feuer spielen und in ausweglosen Situationen Menschen in Not helfen, während sie selbst noch mit dem Tumult in ihrem eigenen Leben voll von überschäumender Leidenschaft zu kämpfen haben. Olivia lebt mit ihrem Ehemann, einer liebenswerten Tochter und ihrer weißen Angora Katze zusammen. Ihr Ehemann ist ihr Berater und ihr treuester Fan zugleich. Ihre Tochter sprüht nur so vor verrückten Ideen, wie dieser, dass ein Arzt barfuss über einen warmen Regenbogen zu seinen Patienten läuft. Wegen einer ...

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1. KAPITEL

Acht Jahre später.

Endlich bekam Maram Aal Waaked ihre Chance bei dem verrückten Prinzen.

So jedenfalls nannte man Amjad Aal Shalaan.

Aber für sie gab es nichts Wunderbareres auf der Welt, vielleicht außer Schokoladensoße.

Seit vier Jahren fühlte sie sich zu dem atemberaubend attraktiven Mann mit dem dunklen Teint hingezogen – eine Leidenschaft, die immer stärker geworden war.

Dass er ihr offenbar aus dem Weg ging, vergrößerte ihre Sehnsucht nur. Aber dieses Mal würde es klappen.

Diesmal, in der Wüste, wo Dutzende Männer von königlichem Geblüt aufeinandertreffen würden, konnte er sich ihr nicht entziehen.

Amjad war so wenig greifbar, dass er sich – wie einst der berühmte Entfesselungskünstler Houdini – aus einem Raum mit nur einem, noch dazu sorgfältig bewachten, Ausgang davonstehlen konnte.

So etwas hatte sie bereits erlebt, während geheimer Verhandlungen, bei denen sie ihr Emirat vertreten hatte. Als einige Teilnehmer begonnen hatten, sich zu ereifern, hatte Amjad plötzlich seinen charakteristisch gelangweilten Gesichtsausdruck bekommen – und dann war er verschwunden. Einfach so.

Ihre Freundinnen machten sich darüber lustig, dass sie überhaupt an ihn dachte. Natürlich war er ein attraktiver Mann, bei dessen Anblick die Frauen nur so dahinschmolzen, das konnten sie nicht leugnen. Aber zugleich verlieh ihm das eine fast unheimliche Macht über sie, denn er war nun mal … verrückt.

Doch warum sammelte er dann nicht eine Eroberung nach der anderen?

Dass er kaum eine Frau in seine Nähe ließ, brachte Maram zu dem Schluss, dass er in Wirklichkeit absolut zurechnungsfähig und sogar so etwas wie gnädig sein musste. Es schien, als würde er damit die Damenwelt vor sich selbst schützen.

Ihre Freundinnen dagegen verstanden sein merkwürdiges Verhalten nicht. Sie fanden, er müsste längst über seine Vergangenheit hinweg sein.

Maram hingegen glaubte, dass man eine so entsetzliche Erfahrung nur überwinden konnte, wenn man etwas erlebte, was im selben Maße wunderbar war.

Amjad brauchte jemanden, der sich von seinem skrupellosen Verhalten nicht abschrecken ließ, sondern es als Geradlinigkeit schätzte. Jemanden, den sein Reichtum und seine Macht nicht interessierten. Jemanden, der begriff, wie tief verletzt die Seele dieses aufrechten, heldenhaften Mannes war.

Maram lebte für die Chance zu beweisen, dass sie dieser Jemand war …

Um ihrem hochgesteckten Ziel näherzukommen, musste sie es allerdings erst einmal schaffen, sich längere Zeit mit ihm zu unterhalten.

Bis auf ein Mal hatte er nur immer seine kurzen, bissigen Bemerkungen gemacht – und sie dann stehen lassen, noch bevor sie die Gelegenheit gehabt hatte, etwas zu erwidern.

Doch sie würde dieses wundervolle wilde Tier besänftigen, und wenn es das Letzte war, was sie tat. Allein die verheißungsvolle Vorstellung davon, was dann kommen würde, rechtfertigte alle Blessuren, die ihr ganz sicher nicht erspart bleiben würden …

Bald würde das Rennen in die erste Runde gehen.

Laut ihrem GPS näherte sie sich der Rennbahn, einem acht Kilometer langen Rundkurs auf festem Untergrund, umgeben von Dünen. Amjad selbst hatte diesen Ort inmitten der Wüste für das jährliche Pferderennen ausgewählt. Normalerweise wurde es im Herbst ausgerichtet, aber diesmal war es von Amjad wegen dringender anderweitiger Verpflichtungen vorverlegt worden.

Alle waren entsetzt darüber, dass das Rennen nun im Hochsommer stattfand. Daher hatte Amjad spöttische Briefe verschickt – etwas, was nur er sich erlauben konnte.

Maram hatte den Brief gesehen, den ihr Vater bekommen hatte.

Im Geiste hatte sie Amjads gleichgültig-gefährliche Stimme gehört, während sie die elegante, kraftvolle Schrift betrachtet hatte.

Wollte ihr Vater nicht auf seinen gewohnten Luxus verzichten? Scheute der große kräftige Mann die Entbehrungen der Wüste? Oder die Hitze, obwohl er am Rennen selbst nicht teilnahm?

Offenbar hatte Amjad seine Briefe ganz genau auf die Eigenheiten der Empfänger zugeschnitten. Ihr Vater war eben etwas … anspruchsvoll, er legte Wert auf einen gewissen Komfort. Eigentlich wusste das niemand, denn aus Imagegründen versuchte er, den gegenteiligen Eindruck zu erwecken. Aber Amjad Aal Shalaan konnte man nichts vormachen. Seine tiefe Menschenkenntnis war einer der Gründe für seinen anhaltenden Erfolg in der internationalen Politik und in der Finanzwelt.

Kein Wunder, dass alle sich seinen Wünschen gefügt hatten. Um drei Uhr nachmittags sollten Teilnehmer und Zuschauer eintreffen.

Inzwischen ging es auf Mittag zu. Maram hatte gerade ihren Vater angerufen, um ihm zu sagen, dass sie wohlbehalten angekommen war. Auch ohne das Gefolge, mit dem sie seiner Ansicht nach hätte reisen sollen.

Sie ging vom Gas, um den unvergleichlichen Anblick auf sich wirken zu lassen.

Nur war es nicht die atemberaubende Schönheit der Wüstenlandschaft unter der weiß glühenden Sonne, die sie in ihren Bann schlug. Nein, er war derjenige, der ihr Herz höher schlagen ließ und ihr den Atem raubte.

Inmitten seiner Männer, die er alle um einen Kopf überragte, stand er vor einem der großen Zelte. Hoch gewachsen, schlank und breitschultrig, strahlte Amjad Aal Shalaan natürliche Autorität aus. Die Sonne, die auf sein schwarzes Haar brannte, störte ihn offenbar nicht. Überhaupt schien ihm nichts etwas anhaben zu können.

Kein Wunder, dass man ihn auch den Prächtigen nannte.

Bisher hatte sie ihn immer nur in maßgeschneiderten Anzügen aus feinster Seide gesehen, in denen er schlichtweg umwerfend aussah. Aber der Anblick, den er in seinem weiten weißen Hemd, der engen weißen Hose und den braunen Stiefeln bot, übertraf alles …

Sie parkte das Ungetüm von Geländewagen, das ihr Vater ihr für die Fahrt hierher überlassen hatte, und stieg aus. Sie schlang den Riemen ihrer Tasche um die Schulter und setzte ihren Hut auf, um sich vor der Sonnen zu schützen, wie sie vorgab – in Wirklichkeit sollte er sie daran hindern, auf der Stelle zu ihm zu rennen.

Amjad hatte es anscheinend nicht eilig, sie zu begrüßen. Erst als sie die Autotür zuschlug, sah er in ihre Richtung – mit seinem unverwechselbar nonchalanten Blick, der sie fast verrückt machte.

Seinen smaragdgrünen Augen unter den halb gesenkten Lidern entging keine ihrer Bewegungen.

Während sie auf ihn zuging, betrachtete sie seinen rücksichtslos sinnlichen Mund und den perfekt proportionierten Körper im gleißenden Licht der Sonne, die fast senkrecht stand. Durch die harten Schatten wirkten die meisten Menschen unvorteilhaft, ja fast wie Karikaturen. Nur Amjad nicht. Er erschien dadurch als der Rachegott, der er ja auch tatsächlich war. Und gerade deshalb fühlte sich Maram unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Für sie war er das Kostbarste, was die Welt ihr zu bieten hatte.

Als sie beinahe vor ihm stand, sah er sie richtig an. Oder wenigstens fast, denn die für ihn typische Gleichgültigkeit war nicht aus seinem Blick gewichen.

Mit einer Handbewegung grüßte Maram die Umstehenden, dann wandte sie sich ihm zu und sagte lächelnd: „Hier bin ich.“

Was, zum Teufel, wollte sie hier?

Amjad hatte Prinz Aal Waaked eingeladen, aber gekommen war Prinzessin Maram Aal Waaked. Geschmeidig und bedrohlich wie eine Tigerin kam sie auf ihn zu.

Er zwang sich, gelassen zu bleiben, während er insgeheim den Zauber ihrer anmutigen Erscheinung bewunderte.

Ihr beigefarbener Hosenanzug aus fließendem Stoff betonte ihre schöne weibliche Figur mit den langen schlanken Beinen. Die goldbraunen schulterlangen Haare waren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Die Augen in dem ebenmäßigen Gesicht mit dem hellen Teint strahlten wie die Sonne und wirkten unergründlich und geheimnisvoll wie die Wüste.

Ihr gesamtes Auftreten kündete ebenso von Selbstvertrauen wie von Beherrschtheit. Sie verhielt sich wie eine Frau, die wusste, was sie wert war, und ihre Schönheit wie eine Waffe gebrauchte.

Amjad spürte die Luft heiß in seinen Lungen.

Da begriff er. So wie es aussah, gab es gegen das … Männliche im Mann kein Heilmittel.

Und er sprang stark auf diesen Typ Frau an, das war nicht zu leugnen. Kein Zweifel, Maram Aal Waaked stellte eine Gefahr dar – und hier sprach nicht die Paranoia aus ihm, die man ihm nachsagte.

Mit dreißig hatte sie schon zwei Ehemänner gehabt, zumindest offiziell. Einen Prinzen und einen reichen Erben. Der eine älter als ihr Vater, der andere jung wie ein kleiner Bruder. Dabei war es ein offenes Geheimnis, dass die Männer ihr reihenweise zu Füßen lagen.

Und jetzt galt ihre Aufmerksamkeit ihm! Mit ihren glänzenden Augen, die das Sonnenlicht einzufangen schienen, sah sie ihn an.

War er für sie etwas Besonderes? Wohl kaum, denn sie interessierte sich für ihn und seinen Bruder.

Vermutlich würde sie sogar damit zurechtkommen, wenn sie ihr beide nicht widerstehen konnten … Aber so weit würde es nicht kommen, denn er würde sich auf keinen Fall auf sie einlassen.

Eher würde sie den Teufel persönlich bekommen als ihn!

Bei seinem Halbbruder Haidar allerdings sah die Sache anders aus. Er war seit Kindertagen mit Maram befreundet und würde schon deshalb leichter auf sie hereinfallen.

Abgesehen davon würde so ziemlich jeder Mann heftig auf sie reagieren …

Sie trug ihren Namen zu Recht: Maram bedeutete die Angebetete, die Begehrte.

Nur er selbst schaffte es, sich ihrem Zauber zu...



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