Dingel | Geschichte der Reformation | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band Band 005, 312 Seiten

Reihe: Theologische Bibliothek

Dingel Geschichte der Reformation


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-7887-3204-2
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, Band Band 005, 312 Seiten

Reihe: Theologische Bibliothek

ISBN: 978-3-7887-3204-2
Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht
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Die Reformation, die in erster Linie auf eine umfassende kirchlich-theologische Erneuerung zielte, brachte zugleich tiefgreifende Wirkungen in Kultur, Gesellschaft und Politik hervor. Insofern war sie für Europa ein einschneidendes Ereignis. Als ausschlaggebendes Datum gilt das Jahr 1517, in dem mit der Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers nicht nur das Nachdenken über zentrale theologische Fragen, sondern auch der Ruf nach Erneuerung von Kirche und Gesellschaft neue, kraftvolle Impulse erhielt. Dem standen gesellschaftliche und politische Entwicklungen sowie weitere reformatorische Ansätze in Europa zur Seite, die mit der 1517 von Wittenberg ausgehenden Bewegung in Interaktion traten. Für die Reformatoren war die konsequente Orientierung an den Ausschließlichkeit beanspruchenden Grundsätzen »sola scriptura«, »solus Christus«, »sola gratia« und »sola fide« leitend, was sich in Glauben und Lehre, Frömmigkeit und Ritus niederschlug und zugleich das Leben des Einzelnen und der Gesellschaft tiefgreifend veränderte.Das Buch versucht, die Prozesse der Etablierung und Entfaltung der Reformation im Spannungsfeld der politischen Entwicklungen in Europa nachzuzeichnen. Ein kurzer Blick auf die spätmittelalterlichen Strukturen in Politik, Gesellschaft und kirchlichem Leben dient dazu, das Substrat zu skizzieren, auf dem sich die Reformation entfaltete und von dem sie sich abgrenzte. Nicht nur Wittenberg und die von dort ausgehende Reformation kommen zur Sprache, sondern auch weitere reformatorische Zentren und ihre herausragenden Akteure.

Prof. Dr. phil. theol. habil. Irene Dingel ist Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz.
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Weitere Infos & Material


1;Cover;1
2;Title Page;4
3;Copyright;5
4;Table of Contents;8
5;Body;18
6;Vorwort;6
7;Einleitung;14
8;Politische, gesellschaftliche und rechtliche Strukturen um 1500;18
8.1;I. Ständeordnung und Verfassungsstrukturen;18
8.2;II. Das Heilige Römische Reich deutscher Nation;20
9;Religiöses Leben im Spätmittelalter und an der Schwelle zur Frühen Neuzeit;26
9.1;I. Die Kirche in ihren institutionellen Erscheinungsformen und Strukturen;26
9.1.1;1. Kirche und Papsttum;26
9.1.2;2. Klerus;28
9.2;II. Frömmigkeit;30
9.2.1;1. Mystik und Devotio moderna;30
9.2.2;2. Volksfrömmigkeit;34
9.3;III. Erneuerungsbewegungen;37
9.3.1;1. Kirchenkritik und Reformansätze vor der Reformation;37
9.3.2;2. Renaissance und Humanismus;41
10;Die Reformation in Wittenberg;46
10.1;I. Martin Luthers Entwicklung zum Reformator;48
10.1.1;1. Theologische Grundlegung: Disputationen und reformatorische Hauptschriften;54
10.1.2;2. Evangelische Verkündigung: Bibelübersetzung – Predigt – Unterweisung;69
10.2;II. Philipp Melanchthon als Wittenberger Professor und theologischer Lehrer;73
10.2.1;1. Der Universalgelehrte und sein wissenschaftliches Werk;78
10.2.2;2. Der Theologe und Reformator;82
11;Die Reformation in Zürich;88
11.1;I. Huldrych Zwinglis Weg zur Reformation;89
11.2;II. Der Beginn der Reformation in Zürich;91
11.2.1;1. Zwinglis reformatorische Predigt;91
11.2.2;2. Der Bruch mit der römischen Kirche;95
11.3;III. Die Zürcher Disputationen;97
11.3.1;1. Die erste Zürcher Disputation und ihre Wirkung;97
11.3.2;2. Die zweite Zürcher Disputation;100
11.4;IV. Theologische Grundlegung und praktische Gestaltung der Reformation;102
12;Kontroversen und Abgrenzung;106
12.1;I. Die Wittenberger Bewegung (1521/1522);106
12.2;II. Der Streit mit Erasmus über den freien Willen (1524/1525);112
12.3; III. Die Abendmahlskontroverse mit Zwingli (1525–1529);116
12.4;IV. Die Antinomistischen Streitigkeiten (1527 und 1537/1538);125
13;Reformatorischer Dissent;131
13.1;I. Das Täufertum;132
13.1.1;1. Das frühe Täufertum in Zürich – Konrad Grebel und Felix Mantz;133
13.1.2;2. Vielfalt des Täufertums – Balthasar Hubmaier, Hans Denck, Hans Hut;135
13.1.3;3. Konsolidierung und Abgrenzung;138
13.1.4;4. Das Täuferreich in Münster;141
13.1.5;5. Mennoniten und Hutterer;144
13.2;II. Ausprägungen des Spiritualismus;146
13.2.1;1. Thomas Müntzer: Kämpferische Leidensnachfolge;148
13.2.2;2. Caspar Schwenckfeld von Ossig: die Botschaft vom inneren Christus;156
13.2.3;3. Sebastian Franck: Konsequenter Individualismus;160
13.3;III. Antitrinitarische Strömungen;164
13.3.1;1. Die Anfänge;165
13.3.2;2. Verbreitung;167
14;Die Reformation in Straßburg;171
14.1;I. Martin Bucers Weg nach Straßburg;171
14.2;II. Einführung und Etablierung der Reformation .;175
14.3;III. Abgrenzung und Konsolidierung;178
14.4;IV. Bucers Wirken außerhalb;182
15;Reformation und Reichspolitik;189
15.1;I. Der Römische Prozess gegen Luther und die Lage im Reich;189
15.2;II. Die Bedeutung der Reichstage für die Reformation;195
15.2.1;1. Der Wormser Reichstag von 1521 und die Ächtung Luthers;195
15.2.2;2. Der Reichstag von Speyer 1526, die Entstehung des landesherrlichen Kirchen-regiments und die Ordnung der Kirche;198
15.2.3;3. Der Reichstag von Speyer 1529 und das Ringen um ein Minderheitenrecht in Glaubensfragen;203
15.2.4;4. Der Augsburger Reichstag von 1530 und die reformatorische Bekenntnisbildung;206
15.2.5;5. Der Schmalkaldische Bund, das Ringen der Mächte und erste Religionsfriedens-schlüsse;213
16;Ringen um Konsens;216
16.1;I. Die Wittenberger Konkordie (1536);217
16.2;II. Kaiserliche Konzilspolitik und Schmalkal-dische Artikel (1537);221
16.3;III. Das Religionsgespräch von Hagenau, Worms und Regensburg (1540/1541);225
17;Krieg und Frieden;231
17.1;I. Der Bauernkrieg (1524–1526) und die Reaktion Martin Luthers;232
17.2;II. Der Schmalkaldische Krieg (1546/1547) und das Augsburger Interim (1548);239
17.3;III. Fürstenkrieg und Passauer Vertrag (1552);247
17.4;IV. Der Augsburger Religionsfrieden (1555);250
18;Die Reformation in Genf;256
18.1;I. Calvins Weg zur Reformation und sein frühes reformatorisches Wirken;256
18.2;II. Calvins Wirken in Genf (1536–1538) und sein Straßburger Exil (1538–1541);259
18.3;III. Calvins Rückkehr nach Genf und weiteres Wirken (1541–1564);262
18.3.1;1. Neuordnung der Kirche – Struktur, Praxis, Kirchenzucht;263
18.3.2;2. Konsolidierung der Lehre – Theologische Kontroversen;266
18.4;IV. Der Consensus Tigurinus und der Bruch mit dem entstehenden Luthertum;270
18.5;V. Wirkungen auf Lehre und Leben der Reformierten;273
19;Reformatorische Transformationen;280
20;Quellen und Literatur;292
20.1;I. Quellen;292
20.2;II. Literatur;295


Schweitzer, Friedrich
Prof. Dr. Friedrich Schweitzer leitet das Evangelische Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (Eibor, Tübingen).

Janowski, Bernd
Dr. Bernd Janowski ist emeritierter Professor für Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.

Wolter, Michael
Prof. Dr. Michael Wolter ist emerierter Professor für das Neues Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn.

Dingel, Irene
Prof. Dr. phil. theol. habil. Irene Dingel ist Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz.

Dingel, Irene
Prof. Dr. phil. theol. habil. Irene Dingel ist Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung für Abendländische Religionsgeschichte, Mainz.

Auffarth, Christoph
Prof. Dr. Dr. Christoph Auffahrt ist Professor am Institut für Religionswissenschaft/-pädagogik der Universität Bremen mit dem Schwerpunkt Geschichte und Theologien des Christentums.

Schwöbel, Christoph
Dr. Christoph Schwöbel ist Professor für Systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.



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