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E-Book

E-Book, Deutsch, 208 Seiten

Gemmeker Neuanfang

Optimal ernähren. Besser schlafen. Richtig entgiften. Das volle Potenzial leben.
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7453-0773-3
Verlag: riva
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Optimal ernähren. Besser schlafen. Richtig entgiften. Das volle Potenzial leben.

E-Book, Deutsch, 208 Seiten

ISBN: 978-3-7453-0773-3
Verlag: riva
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Übermäßiger Stress, ein ungesunder Lebensstil, die falschen Nahrungsmittel und Umweltgifte machen unserem Körper zu schaffen. Wer Anzeichen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder schlechten Schlaf zu lange ignoriert, riskiert, dass der Körper irgendwann zusammenbricht. Genau das widerfuhr Unkas Gemmeker, dessen wildes und bewegtes Musikerleben in eine langjährige chronische Müdigkeit mündete. In diesem Buch erzählt der Gründer des erfolgreichen Podcasts BIO360, wie er sich aus dieser gesundheitlichen Krise befreit und die beste Form seines Lebens erlangt hat. Basierend auf seinen Erfahrungen zeigt dir Unkas Gemmeker, wie auch du deinen Lebensstil optimieren kannst. Eine zentrale Rolle spielen dabei Ernährung, Schlaf, Bewegung und Entgiftung, aber auch Stressreduktion, Licht und die Vermeidung elektromagnetischer Strahlung. Das Buch führt dich, prall gefüllt mit zahlreichen Tipps und Hintergrundwissen, durch alle optimierbaren Lebensbereiche. Es ist die perfekte Anleitung, wieder die Verantwortung für dein Leben zu übernehmen und dir so Energie, Gesundheit und Wohlbefinden zurückzuholen.

Unkas Gemmeker war viele Jahre als Musiker im In- und Ausland unterwegs. Sein ungesunder Lebensstil und einige Schicksalsschläge führten dazu, dass er sechs Jahre unter chronischer Müdigkeit litt. Dadurch fehlten ihm Kraft und Energie für den Alltag. Erst als er sich intensiv mit dem Thema Gesundheit zu beschäftigen und sein Leben grundlegend zu verändern begann, erlangte er seine Gesundheit und Vitalität zurück. Sein gesammeltes Wissen gibt er seit 2017 in seinem beliebten Gesundheitspodcast und Blog Bio 360 weiter. Im Februar 2019 veranstaltete er den bislang größten europäischen Online-Entgiftungskongress mit über 20000 Zuhörern.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


KAPITEL 1


Der große Fall


»Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt. Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt.«

Aldous Huxley

Begleite mich auf eine Reise durch mein Leben – und durch meine dunkelsten Jahre. Ich musste den Grund des Bodens kennenlernen, um den Wert der Gesundheit zu erkennen. Ich habe vieles falsch gemacht, ich habe schwere Zeiten durchlebt, ich war ganz unten und am Ende. Ich hatte mein Leben nicht mehr im Griff, ich wurde krank und hatte keine Kraft mehr. Doch ich habe mich aus diesem tiefen Tal wieder befreit und bin heute ein ganz anderer, ein völlig neuer Mensch.

Vom Schulabgänger zum Musiker


Ich bin in den 1970er-Jahren geboren und hatte eine relativ unspektakuläre Kindheit. Wie viele andere Kinder dieser Zeit auch, bin ich mit Haferflocken, Weißbrot, Nutella und der üblichen deutschen Kost in einer nicht allzu wohlhabenden Familie aufgewachsen. Das Wort »bio« gab es noch nicht und auch ansonsten keinerlei Bewusstsein für Gesundheit. Ich war allerdings als Kind viel draußen und habe mich sehr viel bewegt – zumindest so lange, bis die Schule mich circa sechs Stunden am Tag an einen Stuhl fesselte. Aber immerhin habe ich die Nachmittage mit relativ viel Bewegung verbracht. Das ging so lange gut, bis ich meinen ersten Computer bekam. Das war etwa mit 14 Jahren. Von da an habe ich, wie viele Teenager heute, meine Zeit vor dem Bildschirm verbracht. Ich drohte, zum Computernerd zu werden. Glücklicherweise kauften sich einige meiner Freunde E-Gitarren, und so tat ich es ihnen gleich und wurde zum Musiker. Noch mal Schwein gehabt.

Da ich aber nie genug geübt habe, habe ich die Instrumente Bass und Gitarre relativ schnell gegen den Gesang getauscht. Das konnte ich bereits von Natur aus einigermaßen und musste es nicht üben. Beim Singen kam dann auch wieder Bewegung ins Spiel, denn im Sitzen kann man keine Rockmusik singen. Zu dieser Zeit – ich war 16, 17 Jahre alt – kam ich dann aber auch mit Alkohol, Zigaretten und Marihuana in Kontakt. Ich verbrachte meine Abende in Kneipen und torkelte praktisch jeden Abend betrunken nach Hause. Morgens kam ich nicht mehr aus dem Bett, verpasste endlose Stunden in der Schule, die mich sowieso nicht inspirierte, und musste schließlich im 13. Schuljahr die Schule ohne Abschluss verlassen.

Alkohol und Zigaretten bestimmten mein Leben

Ich fing dann an, in einer Bar zu arbeiten, was meinen Kontakt zu Alkohol und Zigaretten noch einmal deutlich verstärkte. Immerhin konnte ich viele Tage in der Woche umsonst und an allen anderen Tagen zum halben Preis trinken. Alle meine Freunde waren dort, und daher hatte ich in diesem Umfeld auch am meisten Spaß.

Mit meiner Band tingelte ich jahrelang durchs Land und sang Schlager.

In dieser Bar habe ich zwei Jahre lang gejobbt und habe danach Zivildienst gemacht, wo ich erstmals mit dem Bereich Tontechnik in Berührung kam. Und an den Nachmittagen habe ich Musik gemacht. Meine Musikerkarriere dauerte circa zehn Jahre – immer nebenbei, denn ich habe nach der Zivildienstzeit in einem Kommunikationszentrum gejobbt und mich später als Tontechniker selbstständig gemacht. Ich habe während dieser Zeit zwei Bands gehabt, zwei Plattenverträge unterschrieben und auch zwei CDs veröffentlicht. Mein Musikeralltag sah in etwa so aus: Ich habe mich praktisch permanent in dunklen und geschlossenen Räumen aufgehalten. Wenn wir auf Tour waren, saßen wir stundenlang im Auto und nach einem kurzen Soundcheck im Backstagebereich. Es wurde Bier getrunken, was beim Auftritt wieder ausgeschwitzt wurde. Viel Pizza und anderer Fast-Food-Kram waren an der Tagesordnung.

Mein Musikerleben war superungesund, aber das war mir damals nicht bewusst und vor allem auch egal.

Mein scheinbar unbeschwertes Leben im Ausland


Da meine Musikerkarriere nicht von finanziellem Erfolg gekrönt war, stieg ich aus der zweiten Band aus und begann mit 30 Jahren eine einjährige Südamerikareise. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich ein ganzes Jahr lang draußen. Ich schwamm mit Delfinen in der Karibik, kletterte auf den 5900 Meter hohen Cotopaxi in Ecuador, machte Canyoning, Rafting und lernte Gleitschirmfliegen in Peru. Auf einer Trekkingtour in den Anden, umgeben von 6000 Meter hohen, schneebedeckten Bergen, entschied ich mich, mir ein neues Zuhause zu suchen. Als ich zurück nach Deutschland kam, packte ich meine Siebensachen in einen Postbus und fuhr mit meiner damaligen Freundin nach Spanien. Gleitschirmfliegen war min Ding, daher zog ich in die Berge und lebte zehn Jahre lang an einem der schönsten Orte in Andalusien.

Mein Leben fand nun also draußen statt. Allerdings gab es immer noch reichlich Fiesta und Cerveza. Meine Ernährung war wie die der meisten Menschen dort. Sie war relativ fleischlastig, es gab häufig Pommes und wenig Gemüse. Ich habe zwar versucht, Frittiertes zu Hause zu vermeiden, aber in Spanien isst man fast ständig in einer Bar oder einem Restaurant.

Gesundheitlich ging es mir so weit ganz gut. Mein immer noch übertriebener Alkoholkonsum hat aber – im Rückblick betrachtet – viele schöne Erfahrungen, wie zum Beispiel tolle Gleitschirmflüge oder Kletterpartien, vereitelt. Das lag daran, dass ich fast jeden Tag einen Kater hatte. Und weil ebendieser Kater oft recht heftig war, konnte ich entweder nicht fliegen oder klettern oder hatte einen schlechten Gleitschirmflug beziehungsweise eine schlechte Kletterpartie. Doch es bringt nichts, der Vergangenheit hinterherzuweinen. Heute würde ich es garantiert anders machen und meine Lebenszeit deutlich besser nutzen und mir diese nicht vom Alkohol verderben lassen.

Der Alkohol hat mir viele schöne Dinge verdorben, weil ich viel zu oft betrunken oder verkatert war.

Mein Leben in Spanien war schön, auch wenn ich einen zu großen Teil dieser Zeit verschwendet habe.

Denn heute ist mir klar, dass mein Alkoholkonsum ein unbewusster Versuch war, Bedürfnisse wie Kommunikation, innere Ruhe und Verbundenheit zu befriedigen. Es hat leider lange gedauert, bis ich verstanden habe, dass sich diese Bedürfnisse auf eine viel bessere und nachhaltigere Weise befriedigen lassen – doch dafür musste ich erst einmal aufwachen.

Irgendwann ging gar nichts mehr

Gegen Ende meiner Zeit in Andalusien wurde ich mit 38 Jahren Vater. Die Beziehung zu der Mutter war aber sehr schwierig, weil eine gesunde Kommunikation nicht möglich war. Ich bekam zu der Zeit Probleme mit massivem Sodbrennen, stand stundenlang völlig übermüdet in der Nacht allein in der Küche, mit derartigen Schmerzen, dass ich teilweise den Kopf gegen die Wand geschlagen habe. Ich trank schlückchenweise Wasser, bis ich so viel Wasser im Magen hatte, dass alles nur noch schlimmer wurde. Nach zwei bis drei Stunden war dann der Spuk vorbei. Einige wenige Male nahm ich sogar Magensäureblocker. Da ich noch nie in meinem Leben Medikamente genommen hatte, war dies für mich bereits ein Schritt mit sehr gemischten Gefühlen. Ein guter Freund sagte mir dann: »So, jetzt nimmst du Magensäureblocker, damit du so weitermachen kannst wie bisher.« Er hatte genau das gesagt, was mir im Grunde genommen auch schon klar war. Ein paar Tage später hörte ich für immer auf zu rauchen und Alkohol zu trinken. Ich kaufte mir ein Fahrrad und schaute dabei nicht aufs Geld, denn ich hatte kurz überschlagen, was ich im Jahr für Alkohol und Zigaretten ausgegeben hatte. Daher beschloss ich, dieses Geld lieber sinnvoll zu investieren, und entschied mich für das Fahrrad, das am schönsten aussah. Ich wurde dann plötzlich sehr sportlich. Das Fahrradfahren ermöglichte es mir, von meiner Beziehung davonzulaufen und wenigstens für einige Stunden am Tag Raum für mich zu haben.

Ich habe in Spanien viel Zeit in der Natur verbracht. Radfahren, Spazierengehen – alles, was mir gutgetan hat.

Da meine Freundin allerdings weiterhin rauchte und Alkohol trank, wenn auch weniger als ich, öffneten meine sportlichen Aktivitäten eher eine Kluft zwischen uns beiden. Dazu kam noch, dass ich einen Job bei der Formel 1 annahm, der für die gesamte europäische Saison andauerte und mich häufig von zu Hause fernhielt. Ich war dort einsam, ganz auf mich allein gestellt, hatte mit massiven Problemen zu kämpfen und zog mich mehr und mehr in mich zurück. In einer Pause zwischen den Rennen trennte ich mich von der Mutter meiner Tochter und verbrachte die letzten Rennen in innerer Ausgedörrtheit. Die wirkliche Trennung wurde erst bei meiner Rückkehr vollzogen. Erst dann wurde mir klar, dass ich ausziehen musste und mich somit nicht nur von meiner Exfreundin, sondern auch von meiner Tochter und der ganzen Idee einer glückseligen Familie bis in alle Ewigkeit trennen musste.

Nach der Trennung und meinem Auszug verbrachte ich praktisch jeden Tag auf dem Fahrrad oder beim Wandern in den Bergen – flüchtete mich in den Sport, um den Trennungsschmerz, vor allem den von meinem Kind, zu überwinden oder einfach vor ihm davonzulaufen. Nach...


Unkas Gemmeker war viele Jahre als Musiker im In- und Ausland unterwegs. Sein ungesunder Lebensstil und einige Schicksalsschläge führten dazu, dass er sechs Jahre unter chronischer Müdigkeit litt. Dadurch fehlten ihm Kraft und Energie für den Alltag. Erst als er sich intensiv mit dem Thema Gesundheit zu beschäftigen und sein Leben grundlegend zu verändern begann, erlangte er seine Gesundheit und Vitalität zurück. Sein gesammeltes Wissen gibt er seit 2017 in seinem beliebten Gesundheitspodcast und Blog Bio 360 weiter. Im Februar 2019 veranstaltete er den bislang größten europäischen Online-Entgiftungskongress mit über 20000 Zuhörern.



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