E-Book, Deutsch, 214 Seiten
Gierhan / Henseler Feiere deine Vielseitigkeit!
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-593-46214-1
Verlag: Campus Verlag Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Das Tausendsassa-Prinzip für Klarheit, Erfüllung und Erfolg im Job
E-Book, Deutsch, 214 Seiten
ISBN: 978-3-593-46214-1
Verlag: Campus Verlag Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Sarah Gierhan ist Business Coach und Professorin für Coaching an der IU Internationale Hochschule. Als Gründerin von TausendsassaCoach begleitet sie seit Jahren vielseitige Menschen in verantwortungsvollen Positionen auf ihrem Weg zu Klarheit, Erfüllung und Erfolg im Job.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Kapitel 1: Lerne dich als vielseitige Persönlichkeit kennen und verstehen
Einführung
Kapitelüberblick
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Du lernst eine neue Seite vieler prominenter Persönlichkeiten kennen: ihr Tausendsassa-Ich, das dich mit ihnen verbindet.
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Du bekommst im Selbstcheck darüber Klarheit, wie viel Tausendsassa in dir steckt und woran man das festmachen kann.
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Du verstehst, welche Persönlichkeitsmerkmale und Eigenschaften Tausendsassa typischerweise mitbringen und was das für dein Berufsleben bedeutet.
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Du erhältst Klarheit darüber, mit welchen Herausforderungen du als Tausendsassa im Job gemeinhin konfrontiert bist und mit welchen Stärken du dich positiv von der Masse abheben kannst.
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Du lernst, inwiefern Tausendsassa sich voneinander unterscheiden und mit welchen Tausendsassa-Typen und -Besonderheiten du dich am stärksten identifizierst.
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Du hast eine erste Idee davon, wie du dein berufliches Potenzial optimal einsetzen kannst.
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Du hast Argumente an der Hand, mit denen du auch deinen Arbeitgeber oder deine Auftraggeber davon überzeugen kannst, dass du als Tausendsassa für sie besonders wertvoll bist.
Die bunte Welt bekannter Tausendsassa-Persönlichkeiten
London, 1956. Der neunjährige David Robert Jones bekommt durch Zufall eine Schallplatte von Little Richard in die Hände: . Es ist das erste Mal, dass der Junge bewusst eine Faszination für Musik in sich wahrnimmt – ein lebensverändernder Augenblick. Nach der Blockflöte will David nun auch weitere Instrumente lernen: Saxofon, Gitarre, Mundharmonika, Klavier und einige mehr werden es schließlich, viele davon lernt er autodidaktisch. In den 1970er-Jahren wird der Junge unter dem Künstlernamen David Bowie zum Weltstar, vor allem mit seiner Musik, aber auch mit zahlreichen Film- und Theaterproduktionen. Dabei war er weder der beste Sänger aller Zeiten noch ein Textgenie, Gitarrenvirtuose oder Schauspielgott. Bowies außergewöhnliches Talent bestand vielmehr darin, seine unterschiedlichen Begabungen in Musik, Schauspielerei und im Schreiben zu vereinen. David Bowie ist nur eins der vielen prominenten Beispiele dafür, dass sich Erfolg und Vielseitigkeit nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil: Vielseitigkeit ist ein Talent, auf dessen Fundament sich die unterschiedlichsten Erfolge aufbauen lassen.
Das Phänomen der »Scanner-Persönlichkeit« ist wesentlich älter als der Begriff selbst. Lange bezeichnete man diesen Persönlichkeitstypus als »Universalgelehrte oder -genies«. In der Renaissance erlangten einige von ihnen solch einen Bekanntheitsgrad, dass man uns heute auch als »Renaissance-Menschen« oder auch »Renaissance Souls« betitelt. Zwar sind aufgrund der gesellschaftlichen Gegebenheiten historisch mehr Beispiele von Männern als von Frauen und mehr aus der westlichen Welt als aus dem Rest der Welt überliefert, doch lässt die Geschichte wohl keinen Zweifel daran, dass vielseitige Begabungen und Interessen schon immer unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder sonstigen Unterscheidungsmerkmalen zu finden waren. Tauchen wir also ein in die bunte Welt berühmter Tausendsassa und schauen uns an, wie sie mit ihrer Vielseitigkeit bis heute bleibenden Eindruck hinterlassen haben!
Leonardo da Vinci (1452–1519): Architekt, Ingenieur, Maler, Bildhauer, Universalgelehrter
Er schuf das Lächeln der und gab dem Gestalt. Er erfand unter anderem einen Taucheranzug, einen Fallschirm, ein Automobil und diverse Fluggeräte. Doch während wir sein Werk, sein breites Wissen, wissenschaftliches Interesse und kreatives Genie heute bewundern, war Leonardo da Vincis Ruf zu Lebzeiten nicht ausschließlich positiv. Weil er seine Projekte nicht immer abschloss, empfand ihn mancher Auftraggeber – verständlicherweise – als sprunghaft. Trotzdem gab der Erfolg ihm am Ende Recht und die zahlreichen hinterlassenen Schriften und Zeichnungen zeigen ohne jeden Zweifel seine Freude am Lernen und Entdecken. In vielen Büchern und Texten ist Leonardo da Vinci die erste Referenz, wenn man von Scanner-Persönlichkeiten spricht. Nicht ohne Grund. Denn er ist ein Vorbild, das beweist: Tiefe Expertise steht definitiv nicht im Widerspruch zu breitem Wissen und vielseitigen Begabungen.
Isabella d’Este (1474–1539): Regentin, Mäzenin, Kunstsammlerin, »La prima donna del mondo«
Möglicherweise war sie die – das aber bleibt ein Geheimnis. Ganz sicher jedoch galt Isabella d’Este als schön, gebildet, intelligent und als eine der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit. Sie erhielt aufgrund ihres gesellschaftlichen Stands eine überdurchschnittlich gute Ausbildung, sprach Griechisch und Latein, spielte Musikinstrumente und hatte von Geschichte bis Literatur ein breites Interessenspektrum. Früh widmete sie sich neben ihrer Rolle als Frau des Markgrafen von Mantua der Förderung von Künstlern und Musikern, Architekten und Geisteswissenschaftlern. Ihre Briefe gelten als zeitgeschichtliche Dokumentation und auch sie selbst schrieb Geschichte: Formal nur stellvertretend für ihren Mann, und später ihren minderjährigen Sohn, zeigte sie viele Jahre lang als Regentin von Mantua diplomatisches Geschick und manövrierte die Markgrafschaft erfolgreich durch zahlreiche Kriege und Auseinandersetzungen.
Benjamin Franklin (1706–1790): Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Politiker
Als einer der Ersteller und Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika zählte Benjamin Franklin ohne Zweifel zu den wichtigsten Staatsmännern seiner Zeit. Dabei war er zu Beginn seiner Politikkarriere bereits 42 Jahre alt. Gestartet hatte er seine Berufslaufbahn aufgrund seiner familiären Herkunft als Drucker, Verleger und heimlicher Autor von humorvollen, gesellschaftskritischen Texten. Er hatte Freude am Lesen und Lernen, gründete die erste Leihbibliothek und eine der ersten freiwilligen Feuerwehren Amerikas, eine Bürgermiliz sowie die American Philosophical Society. Fasziniert von der Elektrizität wurde er außerdem zum Forscher und erfand schließlich den Blitzableiter. Damit brachte er es als Naturwissenschaftler zu Weltruhm, was sich später in seiner Funktion als Diplomat in Paris als großer Vorteil erweisen sollte. Von der Sommerzeit bis zur Glasharmonika, ein heute vergessenes Instrument, werden Franklin zahlreiche Erfindungen in den unterschiedlichsten Gebieten zugeschrieben – und doch spricht man über ihn primär als einen der Gründerväter der USA.
Hedy Lamarr (1914–2000): Technologiepionierin und Schauspielerin
Wenn du Hedy Lamarr googelst, siehst du sofort das Foto eines klassischen Hollywood-Stars ihrer Zeit; aber die gebürtige Wienerin (ihr eigentlicher Name lautete Hedwig Eva Maria Kiesler) war nicht nur eine erfolgreiche Schauspielerin. Seit ihrer Kindheit von Technik fasziniert, entwickelte sie mit dem Komponisten George Antheil während des Zweiten Weltkriegs ein Frequenzsprungverfahren. Gemeinsam übertrugen sie die Schwierigkeiten der Filmsynchronisation auf...




