Liebe Besucherinnen und Besucher,

aufgrund unseres Sommerfestes sind wir am 03. September 2026 bis 14 Uhr erreichbar. Am 04. September 2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihr Team von Sack Fachmedien

Gilden | Star Trek - Classic: Die Raumschiff-Falle | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 0 Seiten

Gilden Star Trek - Classic: Die Raumschiff-Falle

Roman
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-641-11738-2
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, 0 Seiten

ISBN: 978-3-641-11738-2
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Kann die Enterprise der Raumschiff-Falle entkommen?

Conrad Franklin Kent ist Mitglied des Föderationsrates und möchte Präsident werden. Zu diesem Zweck startet er eine Kampagne gegen die Sternenflotte, um ihre Kommandeure als Kriegstreiber zu entlarven und sich selbst als Friedensstifter zu präsentieren. Ausgerechnet die Enterprise soll Kent zur Sternenbasis 12 bringen, doch auf dem Weg dorthin bekommt es Kirk mit einem Kriegsschiff der Klingonen zu tun. Dessen Kommandant will Rache üben, weil mehrere klingonische Schiffe spurlos verschwunden sind. Das Imperium vermutet, dass eine neue Waffe der Föderation dahintersteckt. Auf der Sternenbasis erfährt Kirk, dass auch Föderationsschiffe verschwunden sind - und die Enterprise soll den Lockvogel spielen, um die mysteriöse Raumschiff-Falle aufzuspüren.

Gilden Star Trek - Classic: Die Raumschiff-Falle jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Kapitel 1


»Am meisten gefällt mir an diesem Job, dass ich niemals Langeweile habe«, sagte Captain James T. Kirk. Er nahm einen Schluck dessen, was der Nahrungsmittelreplikator für Kaffee hielt, und betrachtete die beiden Männer, die bei ihm saßen – Mr. Spock (dessen vulkanischer Vorname für Menschen unaussprechlich war) und Dr. Leonard McCoy.

Das Raumschiff Enterprise, derzeit durch einen Traktorstrahl mit Starbase 23 verankert, war von einer entspannten und ein wenig ermüdeten Rumpf-Crew bemannt. Der größte Teil der Crew genoss die zwar begrenzten, nichtsdestotrotz willkommenen Unterhaltungsmöglichkeiten von Starbase 23.

Captain Kirk gehörte zu den wenigen Mannschaftsmitgliedern, die an Bord zurückgeblieben waren. Er glaubte, im Moment würde selbst ein Landurlaub für ihn eine zu große Anstrengung darstellen. Kirk vermutete, sein Erster Offizier und der Chef der medizinischen Abteilung empfanden ganz ähnlich, denn andernfalls wären sie jetzt nicht hier.

Sie hatten es sich an einem Tisch in jenem Teil des Erholungsraums auf Deck sechs gemütlich gemacht, der den Offizieren vorbehalten blieb. Abgesehen davon, dass die Tische etwas näher beim Interkom und den Nahrungsmittelspendern standen als die der übrigen Besatzung, unterschied sich der Offiziersbereich jedoch nicht nennenswert vom restlichen Raum.

Während Spock und McCoy über Kirks Bemerkung nachdachten, überlegte der Captain, weshalb er und seine Freunde sich hier versammelt hatten, statt den Urlaub auf Starbase 23 zu verbringen. Keiner von ihnen neigte dazu, derlei Dingen aus dem Weg zu gehen, nur weil sie mit einer gewissen Aktivität verbunden waren. Es musste also noch ein anderer Faktor eine Rolle spielen.

Ein Faktor war sicher das Vergnügen, das Kirk dabei empfand, wenn er seine Freizeit inmitten der Umgebung verbringen konnte, die normalerweise erhebliche Konzentration und Verantwortung von ihm verlangte. Allerdings gelangte er schließlich zu der Erkenntnis, der wahre Grund, weshalb sie alle noch hier waren, bestünde darin, dass es keinem von ihnen leichtfiel, die Verantwortung abzugeben, und dass sie sich verpflichtet fühlten, in der Nähe ihrer jeweiligen Stationen zu bleiben, auch wenn diese Stationen sie derzeit gar nicht brauchten.

Spock dachte über Kirks Bemerkung nach, ganz ernsthaft, wie es seine Art war. Obwohl – oder gerade weil – seine Intelligenz weit über dem menschlichen Durchschnitt lag, waren seine Fähigkeiten zu simplem Small talk eher begrenzt.

McCoy jedoch war jederzeit zu einem freundschaftlichen Streit bereit. »Mir hingegen«, meinte er knurrig – McCoy sprach ziemlich oft in einem knurrigen Ton –, »wäre nach dem, was wir hinter uns haben, ein wenig Langeweile durchaus angenehm.« Genau wie Kirk trank auch McCoy Kaffee. Spock hingegen bevorzugte eine obskure vulkanische Teemischung, deren Name für menschliche Zungen ebenfalls unaussprechlich war.

»Ebenso wenig, wie ich die menschliche Neigung verstehe, gerade während eines der Erholung dienenden Urlaubs besonders große Energie an den Tag zu legen«, erklärte Spock, »verstehe ich den sporadisch auftretenden Wunsch der Menschen nach einem Mangel an geistiger Stimulation.«

»Sie verstehen das ganz gut, Spock«, bemerkte McCoy. »Nur, wenn Sie das tun, nennen Sie es Meditation.«

Spock war längst darüber hinaus, sich wegen einer von McCoys Bemerkungen beleidigt zu fühlen, doch manchmal nahm er den Köder an, weil er den Unterhaltungswert der sich daraus ergebenden Diskussion schätzte. Kirk hörte nur mit halbem Ohr hin, als Spock die Meditation und ihre Verbindung zur vulkanischen Philosophie erläuterte.

Eine weibliche Stimme meldete sich über das Interkom. »Brücke an Captain Kirk.«

Spock hielt in seinen Erklärungen inne. Während Kirk zum Interkom hinüberging, spürte er, wie sein Missmut wuchs. Er ärgerte sich tatsächlich darüber, dass er beim Nichtstun gestört wurde. Er drückte auf den Knopf und sagte: »Ja, Fähnrich – Miraskin, nicht wahr?«

»Ja, Sir. Sind Sie das, Captain?«

Kirk fragte sich, wo diese schlafmützigen Kinder eigentlich herkamen. Sanft sagte er: »Ja, Fähnrich, ich bin es. Was gibt es denn?«

»Gerade ist eine dringende Nachricht von Starfleet eingetroffen.«

Kirk legte eine Hand über das Mikro des Interkom und sagte zu Spock und McCoy: »Wahrscheinlich ein Admiral mit einem eingewachsenen Fingernagel.« Dann wandte er sich wieder dem Interkom zu. »Lesen Sie sie vor.«

»Das kann ich nicht, Sir. Sie ist codiert.«

»Verdammt.«

»Wie bitte, Sir?«

»Schon gut, Fähnrich. Schicken Sie die Meldung in meine Kabine. Kirk Ende.« Er drückte wieder auf den Knopf und wandte sich achselzuckend den beiden Männern zu. »Was soll ich machen? Starfleet kommt einfach nicht ohne mich aus.«

»Sag Bescheid; wenn du Hilfe bei dem eingewachsenen Fingernagel brauchst«, rief McCoy hinter ihm her, als sich die Tür zischend hinter ihm schloss.

Auf dem Korridor war außer seinen Schritten und dem Zischen der Klimaanlage nichts zu hören. Selbst das konstante Summen der Maschinen fehlte. Scotty hatte sie heruntergefahren, damit sie überprüft und justiert werden konnten. Er hatte zwar vorgehabt, diese Arbeiten selbst zu übernehmen, doch McCoy hatte ihn gezwungen, frei zu nehmen, indem er ihm androhte, ihm einen Monat lang Urlaub aus medizinischen Gründen zu verordnen, wobei es ihm nicht gestattet wäre, eine Maschine auch nur zu berühren.

Während er ging, spürte Kirk die gewaltige Größe und Masse des Schiffes, die auf ihm lastete, und die mechanische Arterie, durch die er sich bewegte, zusammendrückte. Dieses Gefühl empfand er nicht oft; normalerweise betrachtete er das Schiff eher als eine Erweiterung seiner selbst denn als riesige Maschine. Doch jetzt, da es praktisch ohne Besatzung dalag, seine Energie von der Starbase bezog und seine Autonomie zumindest für den Moment aufgegeben hatte, schien es von einem völlig anderen Geist erfüllt. Kirk lächelte. Hatte das Schiff überhaupt einen Geist? Er würde gern zuhören, wie Spock und McCoy darüber stritten.

Kirk erreichte seine Kabine, ohne unterwegs jemandem begegnet zu sein. Eilig setzte er sich an den Schreibtisch und tippte seinen persönlichen Sicherheitscode in die Interkomkonsole. Das Starfleet-Symbol tauchte auf dem Schirm auf, gefolgt von der Aufforderung, sich zu identifizieren. Während er darauf wartete, dass der Computer sein Retinamuster scannte, fragte er sich, was eigentlich los sein mochte. Wenn er all diese Sicherheitsanforderungen durchlaufen musste, dann würde es sich um etwas Wichtiges handeln. Neugier nagte an ihm, bis die Maschine »Danke« sagte und die Nachricht endlich auf dem Schirm erschien.

Ein Starfleetoffizier, den Kirk nicht kannte, blickte ihm entgegen. Er war sehr dünn und besaß enorm dichtes, schwarzes Haar, das nicht nur seinen Kopf bedeckte, sondern auch einen Teil der Stirn. Möglicherweise war er nur zu einem Teil menschlicher Abstammung. Nicht, dass so etwas eine Rolle gespielt hätte. Mit nervös klingender Stimme sagte der Mann: »Ich bin Lieutenant Lungo. Admiral Nogura hat mich gebeten, Ihnen die folgenden Befehle zu übermitteln. Fliegen Sie so schnell wie möglich nach Pegasus IV, wo Sie, ohne Fragen zu stellen, den Anweisungen von Conrad Franklin Kent oder seinem Stellvertreter folgen.«

»Wir sind monatelang auf Patrouille gewesen, Lieutenant. Meine Leute brauchen etwas Ruhe und Erholung. Worum geht es hier eigentlich?«

Lungo warf einen Blick auf etwas außerhalb der Bilderfassung und lächelte Kirk dann ohne Wärme an. Was zum Teufel ist hier los?, fragte sich Kirk. Weshalb schickte Nogura seinen nervösen Lieutenant vor, statt selbst mit ihm zu sprechen? »Tut mir leid, Captain«, sagte Lungo, »aber das sind alle Informationen, über die ich verfüge.« Der Schirm erlosch. Ende der Diskussion.

Kirk trommelte frustriert mit den Fingern auf dem Schreibtisch. Seine Leute waren erschöpft. Verdammt, er selbst war auch erschöpft. Die Mannschaft der Enterprise hatte sich eine Ruhepause verdient. Doch wenn die Pflicht rief, musste Kirk folgen. Nogura war schließlich nicht Admiral bei Starfleet geworden, weil er irgendwelchen Launen nachgab.

Was Kirk jedoch am meisten ärgerte, war die Identität des zu erwartenden Passagiers. Er hatte natürlich von Conrad Franklin Kent gehört – wer in der Föderation hätte das nicht? Kent war Seniormitglied des Föderationsrates mit unverhohlenen Ambitionen auf die Präsidentschaft. Und Kent galt nicht als Freund von Starfleet. Schon bei der leisesten Provokation pflegte er jedem in Hörweite zu versichern, Starfleet sei eine überholte, kriegstreiberische, nur an sich selbst interessierte Institution voller halbintelligenter Egomanen. Kirk hätte gut auf ihn verzichten können, doch offensichtlich verfügte Kent über Freunde in einflussreichen Positionen. Die Dringlichkeit des Befehls legte die Vermutung nahe, dass Kent sich in Schwierigkeiten gebracht hatte, aus denen ihm Kirk heraushelfen sollte. Und Kent würde sich mit Sicherheit nicht dankbar zeigen. Kirk schüttelte den Kopf. Befehl war Befehl, aber gefallen musste ihm die Sache deshalb trotzdem nicht.

Kirk drückte die Taste des Interkom, und das Gesicht von Fähnrich Miraskin füllte den Schirm. Sie war eine junge, dunkelhaarige Frau mit hohen, stark ausgeprägten Wangenknochen. Uhura tat ihr wahrscheinlich einen Gefallen, wenn sie ihr gestattete, Brückenerfahrung zu sammeln. Kirk befahl ihr, die gesamte Besatzung zurückzurufen; alles sollte sich auf die sofortige Abreise vorbereiten. Diese Anweisung galt insbesondere für Mr. Scott, der sich, wie Kirk vermutete, entzückt zeigen würde über diesen...



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.