Gilroy | Wenn ich dir nahe bin | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 464 Seiten

Reihe: Die Firefly-Lake-Serie

Gilroy Wenn ich dir nahe bin

Roman
1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-641-24292-3
Verlag: Penguin
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 2, 464 Seiten

Reihe: Die Firefly-Lake-Serie

ISBN: 978-3-641-24292-3
Verlag: Penguin
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie will nicht noch einmal verletzt werden – kann sie ihm trotzdem ihr Herz schenken?

Die 39-jährige Mia ist frisch geschieden und will sich mit ihren Töchtern ein neues Leben am idyllischen Firefly Lake aufbauen. Als verantwortungsvolle Mutter möchte sie einen klaren Kopf bewahren und darf sich nicht von ihren Gefühlen ablenken lassen. Doch diese Rechnung macht sie ohne ihren guten Freund Nic und den einen Kuss, der ihre Welt augenblicklich auf den Kopf stellt. Die beiden kommen sich immer näher, aber Mia kann nicht riskieren, ihre jahrelange Freundschaft zu gefährden. Auf keinen Fall will Mia noch einmal verletzt werden – kann sie ihm trotzdem ihr Herz schenken?

Nic ist fest entschlossen, nach New York zurückzukehren, sobald seine Mutter wieder gesund ist – zumindest war er das, bis Mia in Firefly Lake auftauchte. Plötzlich muss er sich entscheiden zwischen dem Leben, das er immer wollte – und der Frau, ohne die er nicht leben kann.

Lassen Sie sich verführen und lesen Sie auch die anderen Romane der Firefly-Lake-Serie!

Jen Gilroy ist unter dem weiten Himmel Westkanadas aufgewachsen. Nach vielen Jahren in England lebt sie jetzt in einer kleinen Stadt im Südosten von Kanada. Sie liebt Eiscreme, Cafés im Vintage-Stil und die wunderschöne Landschaft Nordamerikas. Ihr Ehemann ist ihr romantischer Held im wirklichen Leben, und ihre Tochter erinnert sie stets daran, für jeden Tag mit ihren Lieben dankbar zu sein. Ihren Nine-to-five-Job hat Jen Gilroy an den Nagel gehängt, um sich mit Liebesromanen in die Herzen ihrer Leserinnen zu schreiben. »Dort, wo ich dich finde«, der Auftakt ihrer Firefly-Lake-Serie, war für den Golden Heart Award der Romance Writers of America nominiert.

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»Du willst mich einstellen?« Mia Connell verhakte die Finger ineinander, und die Kuppe ihres Daumens verharrte an der Stelle, wo früher ihr Ehe- und ihr Verlobungsring gesteckt hatten.

»Warum nicht? Freunde helfen nun mal einander.« Nick McGuires Lächeln hatte eine sexy Note, und Mias Atem beschleunigte sich unwillkürlich. »In diesem Teil von Vermont können wir aufeinander zählen.«

Dieses Gemeinschaftsgefühl war einer der Gründe, weshalb Mia im vergangenen Monat nach Firefly Lake gezogen war. »Ich weiß das Angebot zu schätzen, aber ich habe schon einen Job. Sobald die Schule anfängt, werde ich private Musikschüler unterrichten und als Vertretungslehrerin arbeiten. Außerdem hast du mir schon jetzt so viel geholfen.«

Mia hatte einen Plan: Sie wollte unabhängig sein und auf ihren eigenen Füßen stehen. Die Kontrolle über das Leben übernehmen, das in die Warteschleife gelegt worden war, als sie jung geheiratet und für ihre Familie alles gegeben hatte.

Nicks Lächeln wurde breiter. »Wenn ich dich einstelle, um meiner Mutter zu helfen, warum kann das nicht zu deinem Neuanfang dazugehören? Es wäre doch nur für ein paar Wochen.«

Dieser Neuanfang war ein Teil des Lebens, das Mia sich aus den Trümmern der Vergangenheit mit all ihrer Entschlossenheit aufbauen wollte. Sie sah sich in der vornehmen Eingangsdiele um, die zu einer Landhausküche führte, wo die Julisonne durch die Verandatüren an der Rückseite des Hauses hereinströmte. »Ich wundere mich, dass deine Mom Harbor House verkaufen will.«

»Dieses Haus ist viel zu groß für sie.« Nick rieb sich mit einer Hand übers Gesicht. »Wir haben ein Gebot für einen Bungalow in dem Neubaugebiet unten am See abgegeben. Sie ist begeistert. Dort wird sie nicht mehr jeden Tag Treppen steigen müssen. Das Haus hat einen kleineren Garten, daher wird es leichter zu unterhalten sein.«

»Aber sie hat so lange hier gelebt.« Mia legte sich den Kleidersack aus der Reinigung mit den Sachen seiner Mom über den Arm und ging zurück zur Küche.

»Zu lange.« Nick nahm ihr den Kleidersack ab, hängte ihn an einen Haken hinter der Küchentür und folgte Mia. Er war ein groß gewachsener Mann, um die eins fünfundneunzig, und mit seinen windzerzausten dunklen Haaren, dem weißen Hemd mit dem offen stehenden Kragen und der locker gebundenen Krawatte war er Welten entfernt von dem harten Typen, den Mia in Erinnerung hatte … Jenem Mann, der sich in all den endlosen Ferien, die sie im Sommercottage ihrer Familie am Firefly Lake außerhalb der Stadt verbracht hatte, am Rande ihres Lebens herumgetrieben hatte. Er war vom bösen Jungen zu einem Mann herangewachsen, der nie die Kontrolle verlor und der im vergangenen Jahr ihr Freund, Unterstützer und beständiger Kompass in einer Welt geworden war, die aus den Fugen geraten war.

»Ich bin keine professionelle Organisatorin.« Sie versuchte, das Flattern in ihrer Brust zu ignorieren, das neu war. Es hatte nichts mit Freundschaft und alles damit zu tun, wie Nicks breite Schultern sein Hemd ausfüllten.

»Mom will niemand Fremdes in ihrem Haus haben. Sie wünscht sich jemanden, den sie kennt und dem sie vertraut. So oft, wie du umgezogen bist, musst du ein Naturtalent sein.«

»Deine Schwestern wollen doch sicher mit einbezogen werden. Sie sind schließlich ihre Familie.«

»Sie würden helfen, wenn ich sie bitten würde, aber …« In Nicks Kiefer zuckte ein Muskel. »Cat unterrichtet an einer Sommerschule in Boston. Und Georgia könnte weder sich selbst noch irgendjemand anders organisieren. Außerdem ist sie bis Weihnachten in diesem Retreatzentrum in Indien.«

»Meine Töchter …« Mias Brust schnürte sich zu, und ihre Kehle wurde trocken.

»… sind den ganzen nächsten Monat bei ihrem Vater in Dallas.« Nick trat einen Schritt näher an sie heran.

Als ob sie eine Erinnerung an die Sorge- und Umgangsrechtsvereinbarung mit ihrem Ex-Mann bräuchte. Es hatte ihr das Herz zerrissen, ihre beiden Mädchen Tausende von Meilen weit wegzuschicken, damit sie für die Ferien bei ihm und einer anderen Frau wohnten. »Meine Schwester braucht meine Hilfe bei den Vorbereitungen für das Baby. Es ist Charlies erstes, und ich bin ihre einzige Angehörige.«

»Ihr Ehemann und seine ganze Familie wuseln rund um die Uhr um Charlie herum.«

Mia hielt die Luft an, als Nick noch näher trat.

»Außerdem … Wenn Charlie dich so dringend braucht, warum habe ich sie dann gestern in einer Nische des Diners gesehen, wie sie sich hinter ihrem Laptop verschanzte? Und warum hat sie mir das Versprechen abgenommen, niemandem, dich eingeschlossen, zu sagen, wo sie war?«

»Sie ist fast im achten Monat schwanger. Schwangere Frauen haben Hormonschwankungen.«

Ein Schatten huschte über Nicks Gesicht und war wieder verschwunden, fast bevor Mia ihn registrierte. »Charlie sah nicht so aus, als ob sie Hormonschwankungen hätte. Wenn du mich fragst, war sie stocksauer.«

»Ich sage ja, sie hat Hormonschwankungen.«

Mia blickte durch die Verandatüren hinaus auf die Terrassengärten, die das stattliche viktorianische Haus, das hoch über dem Firefly Lake thronte, umgaben. Die Kleinstadt breitete sich unter ihnen aus, und der Turm der Episkopalkirche ragte in der Nähe des Stadtangers zwischen den Bäumen auf. Ein Patchwork aus den verschiedensten Häuserdächern fiel zu der sanften Biegung des Sees hin ab, von der Harbor House seinen Namen hatte. Die ganze Szene wurde von den wogenden Vermonter Hügeln umrahmt, die Mia das Gefühl gaben, in dieser kleinen Ecke des Northeast Kingdom sicher und geborgen zu sein.

»Bitte …« Nicks Atem erwärmte ihre Wange, und der Geruch seines Aftershaves hüllte sie ein, Zedernholz und Amber, abgerundet mit irgendetwas Frischem, Selbstbewusstem und zugleich Lieblichem. »Solange deine Mädchen in Dallas sind, könntest du hier wohnen. Mom könnte deine Gesellschaft auf jeden Fall gebrauchen.«

Sein sanfter Bariton ließ eine fast vergessene Saite in ihr erklingen. Mia strich sich eine eigenwillige braune Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie führte sich lächerlich auf. Warum sollte sie Gabrielle nicht helfen? Der Lohn, den Nick ihr bot, war mehr als großzügig, und sie konnte das Geld als zusätzliche Sicherheit für die Mädchen dringend brauchen. Außerdem wäre es perfekt, im Harbor House zu wohnen. Sie würde nicht auf einer Baustelle leben müssen, während in ihrem Haus die neue Küche eingebaut wurde.

Es war Zeit, den Ausflüchten ein Ende zu setzen. Es war auch Zeit, mit den Selbstzweifeln aufzuhören, die dafür gesorgt hatten, dass sie sich ständig den Wünschen anderer Leute fügte und ignorierte, was sie selbst wollte und brauchte.

»Ich müsste einen Vertrag haben.« Sie gab sich Mühe, kompetent und professionell zu klingen. »Dieses Haus für den Verkauf auf Vordermann zu bringen ist mehr Arbeit, als du vielleicht denkst.«

»Natürlich.« Nick schenkte ihr ein lässiges und zugleich geschäftsmäßiges Lächeln. Seine Augen waren dunkelblau, mit einer Spur von Stahl. »Lass uns zusammen einen aufsetzen.«

»Ich könnte allerdings nicht zu festen Zeiten arbeiten.« Sie lächelte ebenfalls. Die Art Lächeln, die sie als Tochter des Arztes, Ehefrau des Managers und Königin von mehr Schönheitswettbewerben, als sie zählen konnte, perfektioniert hatte.

»Völlig flexibel. Du würdest mir einen Riesengefallen tun.« Nick zog an seiner Krawatte, nahm sie ab und stopfte sie in die Tasche seines Jacketts.

»Ich kann heute anfangen, wenn du willst.« Mias Magen rumorte.

»Mom wird begeistert sein. Ich wusste, dass wir auf dich zählen können.«

Alle hatten immer auf sie gezählt. Zuerst ihre Eltern, dann ihr Ehemann und ihre Töchter und natürlich auch all die Organisationen, bei denen sie in jeder neuen Stadt, in die der Job ihres Ehemanns sie geführt hatte, ehrenamtlich gearbeitet hatte. Sie war die hilfsbereite und verlässliche Mia. Aber sie war auch eine neununddreißigjährige Frau, und es war höchste Zeit, dass sie lernte, auf sich selbst zu zählen. Sich auf sich selbst zu verlassen.

»Eine Sache noch.« Sie schüttelte ein herumliegendes Kissen auf und legte es zurück auf einen Stuhl in der Frühstücksnische, einem sonnigen Alkoven mit Blick auf einen Teich voller Seerosen.

»Was immer du willst.« Nick schenkte ihr wieder dieses Lächeln, das sie fast vergessen ließ, dass er nur ein Freund war – der einzige männliche Freund, den sie je gehabt hatte und der nichts von ihr wollte, was sie nicht geben konnte.

Sie schob ein Hundekörbchen mit einem Fuß beiseite. Die roten Kitten Heels, die sie an diesem Tag trug, verliehen ihr ein Selbstbewusstsein, das sie nicht empfand. »Ich gebe dir recht, dass deine Mom Hilfe braucht. Sie ist nach ihrer Krankheit noch nicht wieder völlig zu Kräften gekommen. Du arbeitest rund um die Uhr, und deine Schwestern sind nicht oft da, daher ist sie hier ganz allein.«

»Ich habe ihr Pixie geschenkt.«

Beim Geräusch seines Namens schoss ein winziger Wirbelwind mit aufgerichtetem Schwanz an ihnen vorbei. Er hatte ein flauschiges weißes Fell und kurze Beine. Und er hatte ein Bellen, das nicht zu seiner geringen Körpergröße passte.

Ein Lachen stieg in ihr auf und perlte über ihre Lippen, bevor Mia es verhindern konnte. »Deine Mom braucht mehr in ihrem Leben als einen Hund.«

Der Malteser starrte sie mit leuchtenden Augen an.

»Aber …«

Mia hob eine Hand, als sie unter der Trauerweide neben dem Teich etwas Orangefarbenes aufblitzen sah. Nicks Mom in ihrem Gartenkittel. »Du findest, dass deine Mom umziehen sollte, aber ich bin mir da nicht so sicher. Dieses Haus ist seit Generationen im Besitz ihrer Familie. Sie ist hier verwurzelt.«

Wurzeln, nach denen Mia sich...


Gilroy, Jen
Jen Gilroy ist unter dem weiten Himmel Westkanadas aufgewachsen. Nach vielen Jahren in England lebt sie jetzt in einer kleinen Stadt im Südosten von Kanada. Sie liebt Eiscreme, Cafés im Vintage-Stil und die wunderschöne Landschaft Nordamerikas. Ihr Ehemann ist ihr romantischer Held im wirklichen Leben, und ihre Tochter erinnert sie stets daran, für jeden Tag mit ihren Lieben dankbar zu sein. Ihren Nine-to-five-Job hat Jen Gilroy an den Nagel gehängt, um sich mit Liebesromanen in die Herzen ihrer Leserinnen zu schreiben. »Dort, wo ich dich finde«, der Auftakt ihrer Firefly-Lake-Serie, war für den Golden Heart Award der Romance Writers of America nominiert.



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