Glines | Best I've Ever Had - Für jetzt und immer | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 288 Seiten

Reihe: Sea Breeze Meets Rosemary Beach

Glines Best I've Ever Had - Für jetzt und immer

Roman
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-492-99539-9
Verlag: Piper ebooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 3, 288 Seiten

Reihe: Sea Breeze Meets Rosemary Beach

ISBN: 978-3-492-99539-9
Verlag: Piper ebooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Endlich! Band 3 der beliebten »Sea Breeze Meets Rosemary Beach«-Reihe von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Abbi Glines ist da! Sommergefühle, Leidenschaft und Herzklopfen garantiert ... Nachdem Eli Hardy ein ganzes Jahr wie vom Erdboden verschwunden war, kehrt er auf seinem Motorrad als neuer Mann in die Küstenstadt Sea Breeze, Alabama, zurück. Die Tattoos, die nun seine Arme, Brust und die Seite seines Halses bedecken, sind genau wie die wilden Locken ein Ausdruck der letzten Monate, in denen er sich den dunklen Schatten seiner Vergangenheit gestellt hat. Als Eli unerwartet auf Ophelia Finlay trifft, die Schwester seines besten Freunds Nate, wird er von seinen starken Gefühlen für sie völlig überrascht. Wird sie es schaffen, wieder neue Hoffnung in sein Herz zu bringen? Abbi Glines, 1977 in Birmingham, Alabama, geboren, gelang mit ihren New-Adult-Romanen der große internationale Durchbruch. Heute lebt die erfolgreiche Bestsellerautorin mit ihrem Mann und vier Kindern in Fairhope, Alabama.

Abbi Glines, 1977 in Birmingham (Alabama) geboren, steht für die ganz großen Gefühle. Mit ihren »New Adult«-Romanen gelang ihr der internationale Durchbruch, und auf die Frage, wie viele Bücher sie insgesamt geschrieben hat, hält die Bestsellerautorin meist kurz inne und beginnt, an ihren Fingern abzuzählen. Wenn sie nicht gerade schreibt, liest sie, schleicht sich ins Kino und hört sich die alltäglichen Dramen ihrer Teenager-Kinder an, während sie sich überlegt, welche sie davon später in ihren Büchern verwenden wird. Heute lebt die erfolgreiche Bestsellerautorin mit ihrer Familie in Fairhope/Alabama.
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Die Hochzeit der besten Freundin


Nach meiner Armbanduhr war es Viertel nach zwei.

Der Flachmann in meiner Anzugtasche war nicht deshalb schon halb leer, weil mir gerade das Herz brach. Ich kam längst damit klar, dass meine beste Freundin Bliss und Nate Finlay heirateten. Hätte ich mich sonst etwa in eine andere verliebt oder es mir zumindest eingebildet? Was von beidem es war, wusste ich immer noch nicht genau. Es war ja schon aus und vorbei gewesen, ehe es überhaupt begonnen hatte. Die Monate waren verstrichen, und auch darüber war ich hinweggekommen.

Irgendwie hatte ich wohl den Ruf des »lieben Kerls« weg. Galt bei den Girls als beständig, zuverlässig und nicht nachtragend, blah motherfuckingblah. Bei dem Gedanken brauchte ich einen weiteren Schluck aus meinem Flachmann. Es überraschte mich, wie kühl sich der Flaschenrand an meinen Lippen anfühlte. Offiziell hatte der Sommer zwar noch gar nicht begonnen, aber in Südalabama kam es einem so vor. Hätten sich Bliss und Nate zu einer Hochzeitsfeier am Strand entschlossen, hätte vom Meer her zumindest eine leichte Brise geweht.

Doch seit unserer Kindheit hatte Bliss immer gesagt, hier wolle sie einmal heiraten, auf der Farm ihrer Eltern, genau wie es die beiden auch vor Jahrzehnten getan hatten. Weil sie das romantisch fand. Diesen ganzen Quatsch eben. Ich fand es viel zu heiß und ab vom Schuss, aber ich ließ mich auch gerade volllaufen und war in Liebesdingen ein wenig abgestumpft.

»Krieg ich auch einen Schluck?« Diese sinnliche Stimme kannte ich doch! Hatte man einmal Ophelia Finlays Stimme gehört, ging sie einem nicht mehr aus dem Kopf. Kennengelernt hatten wir einander, weil sie die Mitbewohnerin Lila Kates war, der Frau, die ich fast, aber nicht ganz gedatet hatte. Klar, mithilfe von Lila war ich über meine Liebe zu meiner besten Freundin hinweggekommen. Doch auch sie hatte sich ruckzuck einen reichen Bad Boy aus Rosemary Beach geangelt.

Ich reichte Ophelia den Flachmann. Sie war mir schon zuvor aufgefallen. Wie auch nicht? Sie war ja kaum zu übersehen. Hellblondes Haar, blaue Augen, die – wirklich wahr! – aussahen, als befände sich Silber darin, und außergewöhnlich nette Titten. Was einem durch das trägerlose Kleid, das sie anhatte, kaum entgehen konnte. Bestimmt konnten nicht viele Frauen solch ein Kleid mit ihrem Vorbau so gut an Ort und Stelle halten wie Ophelia. Wir kannten uns zwar nur oberflächlich, doch noch vor Sonnenuntergang würde sie die Schwägerin meiner besten Freundin sein.

Ich deutete auf den Flachmann. »Da ist Whisky drin.«

Ich betrachtete sie unauffällig. Echt scharf, diese Frau!

Sie sah mich an, und ich entdeckte unter ihren dichten Wimpern leichte Belustigung. »Damit komme ich klar.«

Bliss hatte mir schon ein wenig über die zwei jüngeren Schwestern von Nate erzählt. Ophelia war die ruhigere der beiden, Phoenix Finlay dagegen eine richtig wilde Hummel. Nur ihre rote Mähne warnte einen, wenn sie in der Klemme steckte. Ansonsten sah sie aus wie ein Engel. Als ich ihr zum ersten Mal begegnet war, hatte ich mich gefragt, ob die ganzen Geschichten über sie nicht an den Haaren herbeigezogen waren. Dann allerdings hatte sie sich auf einer Geburtstagsparty, die Nate für Bliss bei sich zu Hause organisiert hatte, bis auf ein winziges Höschen ausgezogen und war in den Pool gesprungen. Nate war aus dem Fluchen gar nicht mehr rausgekommen, doch der Rest der anwesenden Jungs hatte das Ganze gebannt verfolgt.

»Single Malt, hmmm. Danke, genau das habe ich gebraucht!« Ophelias Stimme war so verdammt warm und kratzig. Ich hatte vergessen, wie gern ich sie reden hörte.

»Die Hochzeitsfreuden stressen dich?« Ich trank noch einen Schluck, bevor ich den Verschluss zuschraubte und die Flasche zurück in meine Anzugjacke steckte.

Seufzend zuckte Ophelia mit den Achseln. »Bliss ist eine ganz Liebe. Wenn ich nicht wüsste, dass sie meinen Bruder um den kleinen Finger gewickelt hat, würde ich mir Sorgen um sie machen. Die Frauen in unserer Familie sind nicht lieb. Wäre das hier Phoenix’ Hochzeit, bräuchte ich eine ganze Flasche Whisky. Aber Bliss ist keine Brautzilla. Zum Glück. Ich mag’s bloß nicht, mich so in Schale werfen und schminken zu müssen. Und auf das Gedöns meiner Mom um meine Frisur und diese ständige Fotografiererei könnte ich auch verzichten.«

Vielleicht lag es am Whisky, aber ihre weitschweifenden Erklärungen brachten mich zum Schmunzeln. »Na ja, aber du siehst rattenscharf aus. Insofern …«

Ich glaube nicht, dass ich einer Frau schon je gesagt hatte, sie sehe rattenscharf aus. Da sprach eindeutig der Whisky aus mir.

Sie quittierte das Kompliment mit einem Grinsen und einem leisen, überraschten Lachen, das genauso berauschend war wie ihre Stimme. »Eli Hardy, ich glaube, du bist betrunken!«

Da hatte sie garantiert recht, doch kannte sie mich für diese Unterstellung nicht gut genug. »Wie kommt’s?« Ich grinste ebenfalls belustigt. Sie drehte sich leicht zu mir. Die Bank, die ich in Beschlag genommen hatte, stand unter einer großen Lebenseiche und war wohl extra für die Hochzeit hierhergestellt worden. Sie reichte gerade für zwei Personen, und als sich Ophelia mir ganz zudrehte, streifte ihre Schulter meine, auch ihr Oberschenkel berührte meinen kurz. Nun registrierte ich auch ihren Duft. Nichts Blumiges wie so oft bei Parfums, nein, ihr Duft erinnerte an Kokosnuss und Sonnenschein. Ihre Haut verströmte die besten Gerüche des Sommers.

Was auch immer es war, am liebsten hätte ich meinen Kopf in ihrem Hals vergraben und tief eingeatmet. Aber so betrunken war ich nicht.

»Na, wir sind uns ja schon das ein oder andere Mal über den Weg gelaufen. Dabei habe ich dich beobachtet. Ich beobachte nämlich gerne Leute«, erklärte sie mir mit einem kleinen Heben ihrer bloßen und perfekt gebräunten linken Schulter. »Du bist der Good Guy. Von dem jeder weiß, dass er das Richtige tut oder sagt.«

Gerade hatte ich mich in meinem betrunkenen Zustand noch zu ihr hingezogen gefühlt, doch damit war es schlagartig vorbei. Ich hatte mir zwar genau dasselbe gedacht, aber deshalb brauchte noch lange keine Frau daherzukommen und es mir aufs Brot zu schmieren, verflucht noch mal! Warum war ich der Good Guy? Warum benahm ich mich grundsätzlich so kreuzbrav? Ich musste an das letzte Mal denken, als ich mir die Kante gegeben und etwas Dummes getan hatte.

»Ich hatte einen One-Night-Stand mit einer Frau. Wir waren beide bezecht, und ich konnte mich danach an nichts mehr erinnern«, erzählte ich, als würde das reichen, um einen echten Rambo aus mir zu machen. Von wegen, es machte einen Trottel aus mir.

Wieder lachte sie auf diese sexy Art, und obwohl ich diesen Klang nicht genießen und ihr schönes Gesicht nicht bewundern wollte … tat ich es doch. Hach, und diese vollen Lippen, verdammt, konnten die überhaupt echt sein?

»Ich glaube nicht, dass deine Sexkapade mit Lila Kate an ihrem ersten Abend in Sea Breeze an deinem Image des lieben Kerls kratzen kann. Wir wissen doch alle, dass Lila Kate fast schon engelsgleich ist, und sie war auch nicht betrunken, höchstens beschwipst von den Jello Shots, die du ihr eingeflößt hast.« Bei der Erwähnung der Shots, an die ich mich, ehrlich gesagt, gar nicht mehr erinnerte, klang sie amüsiert.

Ich stutzte schockiert. »Sie hat dir davon erzählt?«

»Wir teilen uns eine Wohnung. Schon vergessen? Auch wenn sie nur selten zu Hause ist, kenne ich sie eigentlich schon mein ganzes Leben. Unsere Mütter sind beste Freundinnen.« Sie seufzte. »Ihre Hochzeit ist die nächste, auf die ich gehen muss«, meinte sie ein wenig säuerlich.

»Hab schon gehört, dass sie und Cruz sich verlobt haben.« Es hatte mir nichts ausgemacht. Ich freute mich für sie und ging irgendwie davon aus, dass es eigentlich von Anfang darauf hatte hinauslaufen müssen.

Ophelia nickte. »Jep, ich wusste, dass es so kommen würde. Sie haben es gerade bekannt gegeben. Insofern werde ich diese große Wohnung bald ganz für mich haben. Cruz hat ihnen nämlich auf dem Land des Country-Clubs ein Haus gekauft. Aber: wieder so ein Event, für das man sich aufdonnern muss.« Sie wedelte mit der Hand, als sei das das Schlimmste, wozu man sie zwingen konnte.

»Es gibt Schlimmeres. Du könntest Brautführer sein«, scherzte ich. Meine Rolle bei dieser Hochzeit entsprach weiß Gott nicht der Tradition.

Wieder lachte Ophelia, und es gefiel mir, dass ich sie zum Lachen bringen konnte. Diese Augen – der Hammer! »Die Tatsache, dass bei der Feier nur du und Dad irgendwelche Pflichten übernehmt, ist noch das Beste daran. Dann muss ich mich nicht von allen anstarren lassen. Bei Lila Kates Hochzeit hab ich nicht so viel Glück.« Sie verdrehte die Augen. »Da bin ich Trauzeugin.«

Dass Ophelia nicht angestarrt werden wollte, verdutzte mich. So irre, wie sie aussah, passierte das doch ständig, selbst wenn sie in Jogginghosen und mit Pferdeschwanz herumlief.

»Du solltest daran gewöhnt sein, alle Blicke auf dich zu ziehen.«

Sie kräuselte die Stirn und rümpfte leicht die Nase, was, verdammt noch mal, einfach zum Niederknien aussah. »Wieso?«

Sie war nicht auf Komplimente aus. Selbst leicht beschwipst, sah ich ihren ausdrucksvollen Augen an, dass sie die Frage ernst meinte. Hallo? Frauen mit diesem Aussehen wussten einfach, dass sie einen umhauten. Na, und sie war nicht nur einfach schön wie Lila. Ophelias atemberaubendes Äußeres spielte in einer anderen Liga. Lila war innerlich so schön wie äußerlich, und das hatte sie so verdammt anziehend gemacht.

Ophelia hingegen verkörperte etwas, das die Männer verrücktspielen und sich wieder und wieder ihren Fantasien hingeben ließ, sobald sie sie einmal in ihren Bann gezogen hatte. Sie brauchte dafür nicht mal was zu sagen. Ein...



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