Gold | Im Bann des Scheichs | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

Gold Im Bann des Scheichs


1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-7337-6594-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)

E-Book, Deutsch, 144 Seiten

ISBN: 978-3-7337-6594-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: Wasserzeichen (»Systemvoraussetzungen)



Mit seinen dunklen Augen blickt Scheich Raf Ibn Shakir direkt in ihre Seele, und seine sanften Berührungen lassen ihre Körper erbeben. Kein Mann ist Genie jemals so gefährlich nah gekommen, hat ihren Entschluss so sehr ins Wanken gebracht, für immer allein zu bleiben ...

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1. KAPITEL Die Suche nach einem erstklassigen Pferd hatte Imogene Danforth zu dem SaHráa-Gestüt geführt. Dass sie dabei auch noch einem attraktiven Mann begegnete, betrachtete sie als willkommene Zugabe. Sie stand vor der geöffnete Stalltür und bewunderte den nackten Rücken des Fremden, der Sägespäne auf dem Boden verteilte. Schweißperlen glitzerten zwischen seinen Schulterblättern, liefen über seinen Rücken und verschwanden unter dem Bund seiner abgetragenen Jeans. Diese Jeans und der Riss direkt unter der Gesäßtasche nahmen Imogenes ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Allerdings stand die ausgiebige Betrachtung eines Stallburschen mit unglaublich knackigem Hintern und breiten Schultern nicht auf ihrer To-do-Liste. Einen Vierbeiner zu mieten war ihr Ziel, auch wenn sich ihre Pferdekenntnisse auf ein Minimum beschränkten. Mit fünf Jahren war sie das letzte Mal geritten, und das Pony hatte sie abgeworfen. Und der Mann, mit dem sie zuletzt zusammen gewesen war, hatte sie wegen einer anderen verlassen. In Bezug auf Pferde und Männer hatte Imogene also bisher kein Glück gehabt. Der Staub, der von den Spänen aufwirbelte, kitzelte ihre empfindliche Nase. Gleich würde sie mehrmals hintereinander niesen müssen. Nach fünf oder sogar mehr lautstarken Hatschi, murmelte Imogene eine Entschuldigung, während sie ein Taschentuch aus ihrer Tasche holte und sich vorsichtig die tränenden Augen abtupfte, um ihre Wimperntusche nicht zu verschmieren. Der Stallbursche drehte sich zu ihr um. Der Mann war außerordentlich groß und unglaublich gut aussehend mit seinen zerzausten schwarzen Haaren, der geraden Nase und der Andeutung eines Barts um die vollen Lippen, die, so könnte Imogene wetten, reichlich Kusserfahrung hatten. Sein muskulöser, wie gemeißelt wirkender, leicht behaarter Oberkörper zeugte von körperlicher Arbeit. Seine Jeans saßen tief auf den Hüften und erlaubten einen Blick auf das, was Imogenes Brüder „Glückspfad“ nannten: die Haarlinie, die zwischen Bauchnabel und dem Teil des männlichen Körpers verlief, der einen Mann stolz machte, ein Mann zu sein. Und zugegebenermaßen eine Frau glücklich machte, eine Frau zu sein – solange dieser Körperteil nicht das Gehirn des Mannes ersetzte. Imogene ließ ihren Blick schließlich wieder zu seinen Augen wandern. Sie waren dunkel wie der Himmel vor einem Gewitter und wurden von dichten schwarzen Wimpern umrahmt. Seine Augen waren äußerst verführerisch, wie sie feststellte, als er sie jetzt mit unverhohlenem Interesse musterte, ebenso wie sie ihn ungeniert angesehen hatte. „Was kann ich für Sie tun?“, fragte er mit einer angenehm sonoren Stimme, die gefühlvoll und überraschend kultiviert klang. Ihr fielen viele Antworten darauf ein, doch keine wäre angemessen gewesen für eine Frau, die sich auf den Anlass ihres Besuchs und nicht den Hintern eines Stallburschen konzentrieren musste. „Ich suche Scheich Shakir.“ Der Mann stützte sich mit beiden Händen auf der Schaufel ab. „Werden Sie erwartet?“ Offensichtlich hätte Imogene vorher anrufen sollen, doch sie hatte keine Zeit gehabt. Sie war auf das Gestüt im Internet gestoßen, hatte herausgefunden, dass es Savannah am nächsten lag, und war aus dem Büro gestürmt. Außerdem wäre ihr möglicherweise der Anblick dieses Traummannes entgangen, hätte sie einen Termin mit dem Scheich vereinbart. „Ehrlich gesagt nicht. Ich hoffe, das ist kein Problem, zumal es auf dem Schild am Tor heißt ‚Besucher willkommen‘.“ „Das hängt davon ab, was Sie von ihm wollen.“ „Ich brauche einen guten Araber“, platzte sie heraus, bevor sie merkte, wie zweideutig das klang. Wo war ihr Verstand geblieben? Hatte sie ihn in ihrem Auto vergessen? Ein süffisantes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er sie von Kopf bis Fuß betrachtete. Bei ihren Beinen und Brüsten verweilte er etwas länger als notwendig. „Ich bin Araber, und ich kann sehr gut sein.“ Du lieber Himmel, er flirtete mit ihr und zog sie dabei praktisch mit seinen Blicken aus! Am liebsten wäre sie auf den Flirt eingegangen. Aber das konnte, das durfte sie nicht tun. „Vielen Dank für Ihr Angebot, aber ich spreche von einem Pferd.“ Er verlagerte sein Gewicht von einem Bein auf das andere. Imogene tat dasselbe. Ihre Absätze gruben sich in den Kunstrasen im Mittelgang – der Stall war so groß wie ein Fußballfeld. „Sind Sie an der Zucht interessiert?“, fragte er. Fortpflanzung. Ein interessanter Gedanke, stand aber leider auch nicht auf ihrer Agenda. „Wie bitte?“ „Suchen Sie einen Zuchthengst?“ „Genau genommen brauche ich jemanden zum Reiten.“ Jemanden? Oh, verdammt. „Ich meine, ich brauche ein Reitpferd.“ Sein Grinsen wurde breiter. Er schien sich köstlich zu amüsieren und sprühte dabei nur so vor sexy Charme. „Wie viel Erfahrung haben Sie?“ Imogene ging davon aus, dass er ihre Reiterfahrung meinte, doch bei dem Funkeln in seinen Augen könnte man auch auf andere Gedanken kommen. „Ich habe einige Erfahrung.“ Was leicht übertrieben war. Sowohl in Bezug auf Pferde als auch auf Männer. Der Typ lehnte die Schaufel gegen die Wand und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wollen Sie ein sanftes Pferd? Oder lieber ein temperamentvolles?“ Imogene schoss das Bild von einem wilden Ritt auf diesem ganz speziellen Hengst durch den Kopf. Ein langer, wilder Ritt. Sie neigte den Kopf und lächelte ihn verführerisch an. Sie genoss diesen kleinen Flirt. Welchen Schaden konnte er schon anrichten? Sie würde diesen Mann wahrscheinlich nie wiedersehen. Auf jeden Fall war es eine erfrischende Abwechslung zu den Gesprächen, die sie üblicherweise mit Männern führte – über Geldanlagen und Finanzgeschäfte. „Egal. Hauptsache, ich bleibe etwas länger als ein paar Minuten im Sattel.“ „Das erreicht man mit etwas Übung.“ „Ich vermute, Sie haben viel Übung?“ „Zweifellos.“ Was für ein arroganter Kerl. Ein unglaublich toller, arroganter Kerl. Oje, sie war scharf auf einen Stallburschen. Ihre Eltern wären sicherlich begeistert. Doch so gern Imogene diesen heißen Flirt fortgesetzt hätte, sie hatte keine Zeit. Sie musste ein Pferd finden und ihrem Faulpelz von Chef Bericht erstatten. Sid Carver hatte ihr diese Sache eingebrockt, indem er potenziellen Kunden erzählt hatte, sie sei eine ausgezeichnete Reiterin. Nächsten Monat sollte sie einen dieser Kunden und dessen Frau auf ihrer Farm besuchen. Sie sollte ihr eigenes Rassepferd mitbringen und vorgeben, eine genauso erstklassige Reiterin zu sein, wie sie eine erstklassige Investmentbankerin war. Hätte ihr Chef ihr nicht eine Beförderung in Aussicht gestellt, hätte sie nie einen Fuß in einen Stall gesetzt und riskiert, in etwas zu treten, was alles andere als angenehm war. Doch sie musste zugeben, dass der Mann, der vor ihr stand, der Sache einen gewissen Reiz verlieh. Nichtsdestotrotz, sie war wegen Scheich Shakir und einer geschäftlichen Angelegenheit hergekommen und sollte endlich aufhören, von den großen Händen und dem umwerfenden Lächeln dieses Pferdepflegers zu träumen. Was nicht einfach war, zumal er die Daumen in die Taschen seiner Jeans gehakt hatte, was ihren Blick auf eine Stelle lenkte, die für ihre Augen tabu sein sollte. Imogene straffte die Schultern, zupfte an ihrem Revers und zwang sich, ihm ins Gesicht zu schauen. „Ich muss den Scheich sprechen, weil ich ein Pferd von ihm mieten möchte.“ Der Gesichtsausdruck des Mannes wurde ernst. „Ich versichere Ihnen, Scheich Shakir vermietet keins seiner erstklassigen Tiere an einen Fremden. Er wird mehr über Sie wissen wollen.“ So viel zu Spaß und Spiel. „Das verstehe ich. Wenn Sie ihn dann jetzt bitte holen würden, dann könnten wir mit den Verhandlungen beginnen.“ Der Mann nahm sein Jeanshemd, das er über den Griff der Schubkarre geworfen hatte, und zog es an, ohne es jedoch zuzuknöpfen. „Wenn Sie mir bitte folgen würden. Ich bringe Sie zu seinem Büro. Dort können Sie auf ihn warten.“ „Danke.“ Er ging an ihr vorbei und hinterließ einen Geruch nach Sägespänen und Schweiß, kombiniert mit einem Hauch Sandelholz – ein Duft, der Imogenes inaktive Libido schlagartig zum Leben erweckte. Sie folgte ihm eine Treppe hinauf, ohne den Blick von seinen schmalen Hüften zu wenden. Beim Gehen klaffte der Riss unter seiner Gesäßtasche weiter auf, aber nicht so weit, dass sie seinen nackten Hintern sehen konnte. Wenn der Riss doch nur ein kleines bisschen größer würde … Offensichtlich raubten ihr ihre verrücktspielenden Hormone den Verstand. Ich bin rein beruflich hier, wiederholte sie gebetsmühlenartig bei jedem Schritt. Rein beruflich. Oben angekommen, öffnete er die Tür zu einem kleinen, vollständig eingerichteten Apartment mit Kochnische und Arbeitszimmer, das teilweise hinter einer Glastür verborgen lag. Vom Flur gingen noch zwei weitere Zimmer ab. Vermutlich Schlafzimmer. Imogene überlegte, ob dort ein Zwischenstopp auf der Besichtigungstour geplant war. Offensichtlich nicht, denn er brachte sie direkt ins Wohnzimmer und deutete auf einen Sessel gegenüber der Tür. „Machen Sie es sich bequem. Im Kühlschrank stehen Getränke. Bedienen Sie sich bitte, während Sie warten.“ „Danke.“ Sie blickte sich in dem Raum um. „Hübsches Apartment. Hält sich der Scheich oft hier auf?“ „Ja.“ „Leben Sie auch auf diesem Anwesen?“ „Ja.“ Seine knappen...



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