Gold | Noch eine Nacht im Bett des Wüstenprinzen | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 1836, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Gold Noch eine Nacht im Bett des Wüstenprinzen


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-2066-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1836, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2066-7
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Bleib bei mir bis morgen früh!' Mit rauer Stimme flüstert Prinz Zain Mehdi ihr diese verlockenden Worte ins Ohr - und Madison gibt ihnen nach. Wieder verbringt sie eine Nacht in den Armen des Wüstensohns, dabei hatte sie sich geschworen, seinen Küssen zu widerstehen! Die PR-Beraterin ist nur im Palast, weil sie Zains Image aufpolieren und ihn auf seine Krönung vorbereiten soll - von atemloser Leidenschaft stand nichts in ihrem Vertrag. Wenn Zain den Thron bestiegen hat, wird sie gehen. Sie muss Platz machen für eine standesgemäße Frau an seiner Seite...

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1. KAPITEL

Als Madison Foster in Los Angeles aus der schwarzen Stretchlimousine stieg, sah sie sich sofort von einer Horde Bodyguards umringt, die ihr die Bedeutung ihres illustren Klienten deutlich ins Bewusstsein rückte. Während sie den Parkplatz überquerte, wurde aus dem Nebel feiner Regen.

Zwei der stattlichen Männer in dunklen Anzügen flankierten sie, die beiden anderen schritten voraus. Kurz vor dem Serviceeingang des Hochhauses bemerkte sie Blitzlichtgewitter und aufgeregtes Durcheinanderrufen von Reportern, doch sie wagte es nicht, sich umzusehen. Sie hatte keine Lust, in die Schlagzeilen irgendwelcher zweifelhafter Boulevardblätter zu geraten, die sie als die neueste Eroberung des Playboy-Prinzen ablichten würden. Und überdies als reichlich zerzauste Eroberung. Denn im Nacken unter dem Pferdeschwanz spürte sie bereits, wie sich ihre widerspenstigen Haare bei dem feuchten Wetter zu Locken kringelten. So viel also zu ihrem Businesslook. Und so viel zum Mythos, es würde in Kaliforniens sonnigem Süden nie regnen.

Nachdem die Sicherheitsleute die schwere Metalltür aufgestoßen hatten, trat sie ein. Im Gebäudeinneren bewegte sie sich mit ihren High Heels auf dem glatten Fliesenboden vorsichtig wie auf Glatteis. Zum Glück nahmen die labyrinthartigen Korridore schließlich ein Ende. Auf Teppichboden fühlte sie sich bedeutend sicherer. An den Aufzügen gab einer der Männer den Sicherheitscode ein.

Roboterhaft betraten ihre Begleiter mit ihr die Kabine. Auf der Fahrt ins oberste Stockwerk würdigten sie sie nicht eines Blicks, sondern schauten mit ungerührter Miene professionell geradeaus.

Lautlos öffnete sich die Tür im Penthouse. Dahinter erwartete sie ein Herr in grauem Anzug mit Brille und Stirnglatze, der einen gebildeten Eindruck machte. Freundlich gab er ihr die Hand. „Herzlich willkommen, Miss Foster. Ich bin Mr Deeb, der Privatsekretär Seiner Hoheit.“

Höflich lächelnd schüttelte sie ihm die Hand. „Es ist mir ein Vergnügen, Mr Deeb.“

„Das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite“, erwiderte er galant. „Wenn Sie bitte mitkommen würden.“

Wie gut ausgebildete Soldaten zogen sich die Sicherheitsleute zurück. Beim Anblick des zwei Etagen hohen Foyers aus schwarzem Marmor stockte Madison der Atem. Als Diplomatentochter und politische Beraterin war sie an Luxus gewöhnt, ohne jedoch dagegen abgestumpft zu sein. Guten Geschmack erkannte sie sofort.

Hohe Fenster, die den Blick auf die Hügel von Hollywood freigaben, erregten als Erstes ihre Aufmerksamkeit. Dann fielen ihr die Wendeltreppe aus Edelstahl und die topmoderne Möblierung auf. Die klare Linienführung und die minimalistische Ausstattung entsprachen bis ins kleinste Detail aktuellem Design – doch Madison hatte etwas anderes erwartet.

Juwelen, Gold und Statuen passten zu einem Monarchen – keine Junggesellenwohnung von schlichter Exklusivität. Nun ja, in diesem Fall handelte es sich natürlich um einen ausgesprochen reichen Junggesellen. Für Scheich Zain ibn Aahil Jamar Mehdi, den Kronprinzen von Bajul, war das Beste gerade gut genug.

Überraschend sollte er in Kürze die Thronfolge antreten. Aus diesem Grund war Madison herbeizitiert worden: um den angeschlagenen Ruf des Mannes mit den vielen Namen wiederherzustellen, und das in weniger als einem Monat.

Nachdem sie die Treppe passiert hatten, wandten sie sich nach rechts. Madison sah Mr Deeb fragend an. „Es wundert mich, dass Seine Majestät mich zu so später Stunde empfangen will.“

Deeb, der es vermied, sie direkt anzusehen, rückte seine Krawatte zurecht. „Den Termin hat Prinz Rafiq festgesetzt.“

Rafiq Mehdi, Prinz Zains Bruder, war es auch, der mit ihr Kontakt aufgenommen hatte. „Aber Prinz Zain erwartet mich doch, oder?“, vergewisserte sich Madison.

Vor einer zweiflügeligen Tür aus sanft schimmerndem Mahagoni-Holz blieben sie stehen. „Als mir Prinz Rafiq Ihr Kommen angekündigt hat, nahm ich an, dass er seinen Bruder informiert hat. Aber ganz sicher bin ich mir nicht.“

Falls Prinz Zain nicht im Bilde war, würde er sie möglicherweise hinauswerfen, noch ehe ihre feuchte Kleidung wieder trocken war. „Wenn er nicht einmal weiß, dass ich hier bin, weiß er erst recht nicht, warum.“

Mr Deeb zog es vor, diesen Einwand diskret zu überhören. Er wies auf einen Alkoven, in dem zwei Sessel mit Pfauenmuster standen. „Wenn Sie bitte Platz nehmen würden, bis der Prinz bereit ist, Sie zu empfangen.“ Damit verschwand er durch die Doppeltür.

Madison setzte sich, zupfte ihren engen marineblauen Rock zurecht und stellte sich auf eine längere Wartezeit ein. Sie betrachtete die schwer bewaffneten Wachen, die links und rechts von der Tür standen, um den künftigen König vor potenziellen Attentätern zu schützen.

Sogar ihre Handtasche war vor dem Einsteigen in die Limousine durchsucht worden, doch von Lippenstift und Nagellack ging ja keine Bedrohung aus.

Plötzlich hörte sie eine aufgebrachte Männerstimme durch die schwere Tür gedämpft in den Raum dringen. Leider reichten ihre Arabischkenntnisse nicht, um wirklich etwas zu verstehen. Aber ohne Zweifel war hier jemand wütend, und sie wusste auch, wer.

Zain Mehdi galt als äußerst temperamentvoll, was seine zweifelhaften Aktivitäten denn auch bewiesen. Der berühmt-berüchtigte Scheich hatte sein Land vor sieben Jahren verlassen, um in den USA zu leben. In unregelmäßigen Abständen verschwand er für ein paar Monate, um mit irgendeinem Starlet am Arm wieder aufzutauchen – ein Verhalten, das ihm die Bezeichnung Phantomprinz eingetragen hatte.

Madison war ihm vor vielen Jahren schon einmal begegnet: bei einer Dinnerparty in Mailand, die sie zusammen mit ihren Eltern besucht hatte. Dem damals Sechzehnjährigen war sie, die schlaksige Zwölfjährige, vermutlich nicht aufgefallen. Vor allem, da sie sich, ganz wie ihre Mutter, bevorzugt im Hintergrund gehalten hatte.

Diese Vorliebe hatte sie sich inzwischen abgewöhnt. Sie wollte in der ersten Reihe sein, mittendrin im Geschehen. Diesen Auftrag erfolgreich abzuschließen, würde eine weitere wichtige Sprosse auf der Karriereleiter bedeuten.

Als die Türen geöffnet wurden, stand sie auf und strich ihre weiße Leinenjacke glatt. „Und?“ Erwartungsvoll sah sie Deeb an.

„Seine Hoheit hat sich bereit erklärt, Sie zu empfangen“, erklärte dieser. „Aber er ist darüber nicht sehr glücklich.“

Wenn sie ihn nur überzeugen konnte, kümmerten sie seine Glücksgefühle herzlich wenig! „Na schön.“

Sie folgte Deeb in das edle Büro, hielt sich jedoch nicht damit auf, die Raumausstattung zu bewundern. Der Prinz, ein hochgewachsener, gut gebauter Mann, der an seinem Schreibtisch lehnte, nahm ihre volle Aufmerksamkeit in Anspruch. Seine lässige Körperhaltung stand in scharfem Gegensatz zu dem durchdringenden Blick, mit dem er sie musterte. Madison stellte fest, dass weder Zeitschriftenfotos noch ihre eigenen Erinnerungen Zain Mehdi auch nur annähernd gerecht wurden.

Mit seinen ebenmäßigen Gesichtszügen, der bronzefarbenen Haut und den dunkelbraunen Augen wirkte er wie ein Hollywoodstar, der die Rolle eines Scheichs des Mittleren Ostens nur spielte. Die dichten, dunklen Wimpern verstärkten diesen Eindruck noch. Statt königlicher Gewänder trug er ein weißes Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln und eine locker sitzende schwarze Hose. Und seine Miene verriet unzweifelhaft, dass er Madison als Eindringling empfand.

„Guten Abend, Eure Hoheit. Mein Name ist Madison Foster“, sagte sie, bemüht, sich ihre Nervosität nicht anmerken zu lassen.

Ihre ausgestreckte Hand ignorierend, erwiderte er: „Ich weiß, wer Sie sind: die Tochter von Anson Foster, Mitglied des diplomatischen Korps. Mein Vater war lange Jahre gut mit ihm bekannt.“

Immerhin erinnerte er sich an ihren Dad, wenn schon nicht an sie selbst. „Hoheit, mein Beileid zum Tod Eures Vaters. Der Verlust muss Euch schrecklich getroffen haben.“

Unbehaglich verlagerte er das Gewicht von einem Bein auf das andere. „Am schlimmsten war, dass ich es erst zwei Wochen später erfahren habe.“

„Seine Hoheit war auf Reisen, als es passierte“, warf Deeb ein, der hinter Madison stand.

Der Scheich sah seinen Sekretär tadelnd an. „Danke, Mr Deeb, das ist im Moment alles. Ms Foster und ich werden unsere Unterhaltung unter vier Augen fortsetzen.“

„Ganz wie Ihr wünscht, Hoheit.“ Mit einer devoten Verbeugung zog Deeb sich zurück.

Nachdem er gegangen war, ließ sich der Prinz in einen Ledersessel fallen und bot auch Madison einen an. „Nehmen Sie Platz.“

Bitte heißt das, schoss es ihr durch den Kopf, doch sie schwieg. Stattdessen kam sie der Aufforderung nach, stellte ihre Tasche auf den Boden und nahm sich vor, künftig an seinen Manieren zu arbeiten. „Jetzt, da Ihr wisst, wer ich bin … Kennt Ihr auch den Grund meines Besuchs?“

Er lehnte sich zurück, rieb sich nachdenklich das Kinn. „Sie sind auf Veranlassung meines Bruders hier, nicht auf meinen Wunsch“, stellte er fest. „Laut Rafiq gehören Sie zu den besten politischen Beratern dieses Landes. Wenn Sie halten, was Ihr Ruf verspricht …“

Wenn er hielt, was sein Ruf versprach, war sie für diese Aufgabe geradezu prädestiniert. „Ich habe Seite an Seite mit namhaften Politikstrategen erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit geleistet und dabei schon viele Personen von öffentlicher Bedeutung unterstützt.“

„Und wie kommen Sie darauf, dass ich Ihre...



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