E-Book, Deutsch, Band 2, 310 Seiten
Reihe: Honey Driver ermittelt
Goodhind Dinner für eine Leiche
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8412-0151-5
Verlag: Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Kriminalroman
E-Book, Deutsch, Band 2, 310 Seiten
Reihe: Honey Driver ermittelt
ISBN: 978-3-8412-0151-5
Verlag: Aufbau Digital
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Der Tod lauert in der Küche.
Der Wettbewerb für Sterneköche ist ein großes Ereignis in Bath. Doch der Sieger hat nur kurze Zeit Freude an seinem Erfolg, denn er wird ermordet. Honey ist mehr als froh, dass ihr Koch ein Alibi für die Tatzeit hat ...
Ein neuer Fall für Honey Driver und Steve Doherty.
Jean G. Goodhind wurde in Bristol geboren und lebt teilweise in ihrem Haus im Wye Valley in England oder ist mit Ihrer Yacht unterwegs, die im Grand Harbour von Malta ihren Liegeplatz hat. Sie hat bei der Bewährungshilfe gearbeitet und Hotels in Bath und den Welsh Borders geleitet. Im Aufbau Taschenbuch liegt ihre Serie um die Hotelbesitzerin Honey Driver vor: 'Mord ist schlecht fürs Geschäft', 'Dinner für eine Leiche', 'Mord zur Geisterstunde', 'Mord nach Drehbuch', 'Mord ist auch eine Lösung', 'In Schönheit sterben', 'Der Tod ist kein Gourmet', 'Mord zur Bescherung', 'Mord zur besten Sendezeit', 'Mord zu Halloween', 'Mord in Weiß', 'Mord im Anzug' und 'Mord unter Brüdern'.
Weitere Infos & Material
1;Kapitel 1;6
2;Kapitel 2;24
3;Kapitel 3;34
4;Kapitel 4;44
5;Kapitel 5;53
6;Kapitel 6;60
7;Kapitel 7;69
8;Kapitel 8;71
9;Kapitel 9;82
10;Kapitel 10;95
11;Kapitel 11;101
12;Kapitel 12;112
13;Kapitel 13;124
14;Kapitel 14;141
15;Kapitel 15;146
16;Kapitel 16;153
17;Kapitel 17;159
18;Kapitel 18;165
19;Kapitel 19;172
20;Kapitel 20;184
21;Kapitel 21;189
22;Kapitel 22;197
23;Kapitel 23;200
24;Kapitel 24;215
25;Kapitel 25;222
26;Kapitel 26;226
27;Kapitel 27;230
28;Kapitel 28;241
29;Kapitel 29;245
30;Kapitel 30;252
31;Kapitel 31;256
32;Kapitel 32;267
33;Kapitel 33;277
34;Kapitel 34;288
35;Kapitel 35;293
36;Kapitel 36;305
37;Kapitel 37;308
(S. 164-165)
Eine Gruppe von Ärzten aus dem städtischen Krankenhaus hatte sich für eine Geburtstagsfeier im Green River Hotel eingemietet. »Feste arbeiten, Feste feiern« war offensichtlich ihre Devise. Als endlich alle mit Mühe in ihre Zimmer verfrachtet waren, hatten sie pro Kopf einiges mehr als die vom Gesundheitsministerium empfohlene monatliche Alkoholmenge geschluckt. Nicht schlecht für ein vierstündiges Gelage. Es war für Honey eher eine Notwendigkeit als eine Option, beim Aufräumen mitzuhelfen. Jemand musste ja bei dieser Unternehmung die Verantwortung tragen. Diejenigen, deren Job das gewesen wäre, waren dazu wirklich nicht mehr in der Lage.
Den Gästen hatten das Essen, der Wein und die Bedienung ausgezeichnet gefallen. Also hatten sie den Chefkoch und den Oberkellner eingeladen, sich dem fröhlichen Treiben anzuschließen. Folglich schliefen jetzt Smudger und einige seiner Mannschaft auf den Sofas in der Bar ihren Rausch aus, und die Chefin stand mit Mopp und Eimer da und musste sich um die traurigen Überreste der Feier kümmern.
Die Angestellten, die außer ihr noch übrig waren, meinten, dass sie nie einem von diesen Leuten mit einem Skalpell in der Hand in einem OP zu begegnen hofften. »Die schneiden dir möglicherweise das Falsche raus«, sagte Doris, ihre sehr pummelige Aushilfe und Frühstücksköchin. »Ich hab ja wahrhaftig genug zum Wegschnippeln, aber ich würde nur ungern was davon durch einen Kunstfehler verlieren. « Es ging Honey kurz durch den Kopf, dass es vielleicht doch nicht schlecht wäre, wenn Doris ein bisschen was weggeschnippelt würde.
Natürlich sagte sie das nicht laut. Um ein Uhr morgens wirtschaftete Honey schließlich ganz allein herum. Sie musste noch die Tische für das Frühstück eindecken. Es war still im Hotel, nur das Gebäude ächzte leise, als langsam die Hitze des Tages aus den Mauern schwand. Honey war vollkommen in Gedanken versunken, als gegen zwei Uhr jemand an die Tür der Bar hämmerte. »Wir haben geschlossen«, rief sie, nachdem sie sich vom Schreck erholt hatte.
Wer immer es war, es hämmerte unverdrossen weiter. Honey war nicht in menschenfreundlicher Laune, schaltete ihre »Ich-mach-dich-fertig«-Stimme ein. »Machen Sie, dass Sie wegkommen. Sie wecken noch meine Gäste auf, und dann bin ich wirklich sauer. Hören Sie auf, sonst hole ich die Polizei, das verspreche ich Ihnen.« Kein weiteres Hämmern. Endlich war sie auch mit dem Mopp und dem Eimer fertig. Es ging schon auf drei Uhr zu, als Honey schließlich in ihrer Wohnung ihre Kleider in einem unordentlichen Haufen auf den Boden fallen ließ und ungewaschen und mit vor Müdigkeit schmerzenden Gliedern ins Bett plumpste.
Eine Kirchturmuhr schlug drei. Als hätte sie diese Erinnerung nötig! Aus dem tiefsten Tiefschlaf aufgeschreckt, zwinkerte sie und riss die Augen auf, als der letzte Glockenschlag verklang. Sie runzelte die Stirn. Warum war sie so plötzlich aufgewacht? Sie war an die Kirchturmuhr gewöhnt. Die störte sie doch sonst nicht. Rasch begriff sie, dass sie etwas anderes gehört hatte. Ein leises klopf, klopf, klopf an der Tür. Jetzt war sie eher neugierig als ängstlich. Sie stützte sich auf einen Ellbogen. »Lindsey?«




