E-Book, Deutsch, Band 2, 448 Seiten
Reihe: Romana Extra
Gordon / Hollis / Graham Romana Extra Band 2
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-673-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2, 448 Seiten
Reihe: Romana Extra
ISBN: 978-3-95446-673-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
NUR EINE NACHT MIT DEM GRIECHISCHEN MILLIARDÄR? von GRAHAM, LYNNE
Billie wagt nicht zu hoffen, dass der Unternehmer Alexei Drakos ihre Gefühle erwidert - bis zu jener leidenschaftlichen Nacht. Doch ein Sturz raubt ihm die Erinnerung daran. Als er sich mit einer anderen verlobt, bricht es Billies Herz. Auch weil die Nacht nicht ohne Folgen geblieben ist ...
EIN PALAZZO FÜR DIE LIEBE von HOLLIS, CHRISTINA
Larissa hat einen alten Palazzo in der Toskana geerbt. Unerwartet bietet der faszinierende Antonio ihr seine Hilfe bei der Restaurierung an, und Hals über Kopf verliebt sich Larissa in ihn. Bis sie erfährt, wer der feurige Italiener wirklich ist
TANZ UNTER DEN STERNEN HOLLYWOODS von GORDON, LUCY
Nachdem Charlene ihren Freund mit einer anderen erwischt hat, begegnet sie dem Schauspieler und Playboy Travis Falcon. Er tröstet sie und macht ihr ein verlockendes Angebot: Um seinen Ruf zu retten, soll sie seine Geliebte spielen. Nicht nur um es ihrem Freund heimzuzahlen, sagt sie Ja ...
MALLORCA - HAFEN DER LIEBE von ROBERTS, PENNY
Stephanie soll eine Regatta vor der Küste Mallorcas organisieren. Einziger Haken an diesem lukrativen Job: Alejandro Santiago muss an dem Segelwettbewerb teilnehmen - der Rekordsegler, Frauenschwarm ... und ihre erste Liebe. Wird er ihr wieder das Herz brechen?
Die populäre Schriftstellerin Lucy Gordon stammt aus Großbritannien, bekannt ist sie für ihre romantischen Liebesromane, von denen bisher über 75 veröffentlicht wurden. In den letzten Jahren gewann die Schriftstellerin zwei RITA Awards unter anderem für ihren Roman 'Das Kind des Bruders', der in Rom spielt. Mit dem Schreiben erfüllte sich Lucy Gordon einen großen Traum. Zuerst begann sie mit Artikeln für ein britisches Frauenmagazin. Einige der interessantesten sowie attraktivsten Männer der Welt unter anderem Richard Chamberlain, Charlton Heston, Sir Alec Guiness, Sir Roger Moore wurden von ihr interviewt. Nach 13 Jahren Schreibtätigkeit für diese Zeitschrift entschloss sie sich, im Jahr 1984 ihren ersten Roman zu schreiben. Dieser Liebesroman erschien unter dem Titel 'Ungezähmtes Verlangen' im Jahr 1992 bei CORA Love Affair. Ihr zweiter Roman 'Hand in Hand durch Venedig', der kurz danach herauskam, erschien unter der Nummer 212 im Jahr 2003 bei Julia Extra. Sie gab ihren Job beim Frauenmagazin auf und konzentrierte sich auf das Schreiben von Romances, die unter dem Pseudonym Lucy Gordon veröffentlicht werden. Mit richtigem Namen heißt sie Christine Sparks Fiorotto.
Weitere Infos & Material
1. KAPITEL
Vom Deck seiner Jacht Sea Queen aus beobachtete Alexei Drakos das Treiben im Jachthafen von Port Vauban. Überall lauerten Paparazzi. Als Mann, der großen Wert auf seine Privatsphäre legte, war er nicht beeindruckt. Und noch weniger beeindruckten ihn die Schönheiten auf dem Boot neben seinem, die oben ohne in der Sonne lagen und ungeniert mit ihm flirteten. Als junger Mann hatte er unzählige flüchtige Affären gehabt, aber inzwischen war er erwachsen geworden.
Hätte Calisto ihn nicht gebeten, sie nach Cannes zu bringen, wäre er niemals hierher gesegelt, wo so viel Trubel herrschte. Seine Jacht war die größte und teuerste hier im Hafen, doch als Drakos der vierten Generation hatte er zu viel Geld, um derart kleinliche Vergleiche zu ziehen.
Einen Meter neunzig groß und mit dem Körper eines Athleten, war er für einen bekennenden Workaholic überraschend fit. Seine außergewöhnliche Attraktivität hatte ihm den Ruf eines Frauenhelden eingebracht. In den vergangenen Monaten hatte es allerdings nur eine Frau in seinem Leben gegeben – Calisto, die Exfrau des Schweizer Unternehmers Xavier Bethune.
Da sein Team ihn erwartete, kehrte Alexei in sein modernes Büro unter Deck zurück. Wenige Minuten später kam Calisto herein. Da er sie in seine Villa an der Küste geschickt hatte, um seine Ruhe zu haben, überraschte ihn ihre Anwesenheit. „Du glaubst nicht, was ich in deiner Villa entdeckt habe!“, rief sie.
„Hoffentlich etwas, das diese Störung rechtfertigt“, konterte er mit einem ernsten Unterton, als er von seinem Laptop aufblickte und die aufgebrachte Blondine musterte.
„Das Haus ist völlig verwahrlost! Der Swimmingpool ist nicht gereinigt, der Garten verwildert und der Kühlschrank leer.“ Ihre blauen Augen funkelten zornig. „Und als ich die Haushälterin zur Rede gestellt habe, meinte sie nur, Billie würde sich immer darum kümmern und sie hätte keine Anweisungen bekommen.“
Calisto Bethune, ehemaliges Model, war eine atemberaubende Schönheit. Als junger Mann hatte er sie geliebt und wieder verloren, und nach ihrer Scheidung gehörte sie nun endlich wieder ihm.
„Hörst du mir überhaupt zu, Alexei?“, hakte sie nun ungeduldig nach. „Letzten Monat konnten wir die Jacht nicht benutzen, weil die Überholung sich verzögert hat. Und wer war dafür verantwortlich? Immer wenn etwas in deinem Leben schiefläuft, ist dieser Billie daran schuld!“
„Bis vor wenigen Monaten hat Billie sich um all meine Anwesen und um meine gesellschaftlichen Verpflichtungen und Reisearrangements gekümmert. Leider hat sie darauf bestanden, sich eine Auszeit zu nehmen, und ihre Nachfolgerin war so unfähig, dass ich sie nach vier Wochen feuern musste …“
Die Stirn gekraust, betrachtete Calisto ihn. „Dieser Billie ist eine … Frau?“
„Ja, warum nicht?“ Da er keine Lust hatte, über derart banale Dinge zu sprechen, widmete er sich wieder seinem Laptop. Seiner Meinung nach hatte er schon genug Zugeständnisse gemacht, indem er Calisto überhaupt zuhörte.
„Und diese Billie hat darauf bestanden, sich eine Auszeit zu nehmen? Seit wann dürfen deine Angestellten so mit dir umspringen?“
Alexei runzelte die Stirn, bevor er aufstand und sie aus dem Büro in den luxuriösen Salon führte. „Ich kenne Billie schon, seit sie noch ein Kind war. Sie ist auf Speros aufgewachsen. Und sie darf sich mehr Freiheiten herausnehmen als der Rest meines Teams …“
Plötzlich gefror ihre Miene. „Ach ja?“
„Bisher hat Billie mir immer zur Verfügung gestanden, wenn ich sie brauchte. Normalerweise nimmt sie keinen Tag frei, geschweige denn Urlaub. Sie hat rund um die Uhr sehr hart für mich gearbeitet.“ Sein Tonfall war ausdruckslos, aber auch er gab Billie die Schuld an den vielen Problemen, die ihn seit Monaten nervten.
Billie Foster, seine Assistentin und Mädchen für alles, seine rechte Hand, die sein bedingungsloses Vertrauen genoss, hatte sich eine achtmonatige Auszeit genommen, um sich um ihre schwangere Tante in England zu kümmern, die vor Kurzem ihren Mann verloren hatte. Unwillkürlich presste Alexei die Lippen zusammen, als er daran dachte, was ihre lange Abwesenheit alles nach sich gezogen hatte.
Niemals hätte er sich träumen lassen, dass Billie so egoistisch sein konnte. Obwohl sie gewusst hatte, was es für ihn bedeutete, war sie abgereist. Er war zu nachsichtig mit ihr gewesen und hätte es ihr verweigern sollen. Er hätte ihr sagen müssen, dass sie ihren Job verlieren würde, wenn sie ging. Wofür zahlte er ihr schließlich so ein großzügiges Gehalt? Er hätte wirklich mehr von ihr erwartet, zumal sie seiner Familie viel verdankte.
„Eine Ehefrau würde sich um deine Anwesen und deine gesellschaftlichen Verpflichtungen kümmern“, bemerkte Calisto leise. „Dann würdest du auch keine Billie brauchen.“
Alexei war zu clever und kannte die Frauen gut genug, um sich manipulieren zu lassen. Deswegen zuckte er nur die Schultern und bat den Steward, ihnen Kaffee zu bringen. Calisto mochte die erste Frau sein, die mehr als einige Wochen mit ihm verbrachte, aber eine Heirat stand für ihn nicht zur Debatte. Schließlich wusste er nur zu gut, wie teuer das Scheitern einer Ehe werden konnte. Sein verstorbener Vater hatte drei ebenso schmutzige wie kostspielige Scheidungen durchgefochten. Auch wenn er flüchtig an eine Ehe mit Calisto gedacht hatte, konnte sie ihn noch gewaltig enttäuschen. Schließlich hatte er die Erfahrung gemacht, dass Frauen unberechenbar und selten ehrlich waren.
Während er seinen Kaffee trank, schaltete Calisto den CD-Player ein und begann, aufreizend zu tanzen. Er ignorierte sie geflissentlich und fragte sich, was sie damit zu erreichen versuchte. Er fand es eher abstoßend. Wenn Calisto zu viel getrunken hatte, konnte sie ziemlich peinlich sein.
Plötzlich fiel ihm ein buntes Tuch auf einem Barhocker ins Auge. Er stand auf und nahm es in die Hand. Es gehörte Billie, die auf schrille Farben stand. Ein vertrauter, etwas altmodischer Pfirsichduft stieg ihm in die Nase, und irritiert stellte Alexei fest, wie starkes Verlangen in ihm aufwallte. Er konnte es sich beim besten Willen nicht erklären, denn er kannte keine Frau, die sexuell so unerfahren war wie Billie. Schnell legte er das Tuch wieder weg …
„Du wirst all das hier vermissen …“ Billie machte eine ausholende Geste, als sie mit ihrer Tante auf die belebte Londoner Einkaufsstraße trat. „Nach Johns Tod habe ich es für eine tolle Idee gehalten, dass du mit mir nach Griechenland kommst. Aber jetzt fühle ich mich schuldig. Auf der Insel ist nicht viel los …“
„Du bist nur müde und wieder niedergeschlagen“, tadelte Hilary, eine große, schlanke Blondine Ende dreißig mit sanften braunen Augen. Sie hatte wenig Ähnlichkeit mit ihrer kleineren rothaarigen Nichte mit den grünen Augen. Nun, da Billie hochschwanger war, wirkte sie fast genauso breit wie groß. Nachdem sie mit ihr in den Bus gestiegen war, hielt sie einen fröhlichen Monolog darüber, wie sehr sie das englische Wetter hasste und sich darauf freute, in Ruhe das Buch schreiben zu können, das sie schon lange plante.
Billie, die viel erschöpfter war, als sie zugeben wollte, nahm ihr das alles nicht ab. Um für sich und ihr Baby das Beste zu tun, hatte sie Hilary in ihre Pläne eingeweiht, wurde allerdings zunehmend von Gewissensbissen geplagt. Umso erleichterter war sie, als sie in die gemütliche Doppelhaushälfte ihrer Tante zurückkehrten und sich mit einer Tasse Tee ins Wohnzimmer setzten.
„Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich nach einem Tapetenwechsel und einem Neuanfang sehne, und beides hätte ich mir ohne deine Unterstützung nie leisten können“, gestand ihre Tante zerknirscht. „Hättest du mir in Johns letzten Wochen finanziell nicht unter die Arme gegriffen, würde ich nicht einmal mehr hier wohnen. Durch deine Großzügigkeit konnten wir hier bleiben, bis er ins Pflegeheim gekommen ist. Und in seiner vertrauten Umgebung bleiben zu können hat ihm sehr geholfen.“
Beinahe versagte ihr die Stimme – ihr Mann war erst vor wenige Monaten verstorben.
„Das habe ich gern getan“, versicherte Billie. Sie liebte ihre Tante, die in ihrer Kindheit oft ihre einzige Bezugsperson gewesen war, obwohl sie weit entfernt wohnte.
Billie dachte an ihre Mutter, die auf die griechische Insel Speros gezogen war, als sie selbst acht Jahre alt gewesen war. Sie war verantwortungslos gewesen, und ihre wechselnden Freunde waren ihr immer wichtiger gewesen als die Bedürfnisse ihrer Tochter. Hilary, schon immer die Vernünftigere, hatte sie oft angerufen oder besucht, um sie an ihre Mutterpflichten zu erinnern.
Nun stöhnte sie. „Du hast uns allen viel zu viel geholfen. Du hast deiner Mutter ein Haus gekauft, John und mir ein zinsloses Darlehen gegeben …“
„Und gebe ein Vermögen für das Haus aus, das ich auf Speros baue“, warf Billie ein, der die Lobeshymnen ihrer Tante unangenehm waren. „Hätte ich das Geld bloß angelegt und die Möglichkeit einkalkuliert, dass ich irgendwann vielleicht nicht mehr für Alexei arbeiten möchte …“
„Niemand hat eine Kristallkugel. Mit sechsundzwanzig bist du noch sehr jung, auch wenn du jetzt vielleicht nicht so denkst“, beruhigte Hilary sie. „Du hattest einen tollen Job und hast viel verdient. Deshalb brauchst du keine Zukunftsängste zu haben.“
Hilarys Worte trösteten sie nicht, weil sie sich große Vorwürfe wegen ihres verschwenderischen Lebensstils machte. Sie war in Armut aufgewachsen, hatte oft Hunger gehabt...




