E-Book, Deutsch, Band 0143, 448 Seiten
Reihe: Julia Bestseller
Gordon Julia Bestseller Band 143
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-7337-0292-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0143, 448 Seiten
Reihe: Julia Bestseller
ISBN: 978-3-7337-0292-2
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
WO DIE ZITRONENBÄUME BLÜHEN von LUCY GORDON
Wie verzaubert genießt die hübsche Angel Clannan den Ausblick auf die Amalfiküste und den Duft der Zitronen-bäume. Hier, hoch über den Klippen mit herrlichem Blick über das Meer, wird sie in der Traumvilla Tazzini ein neues Leben beginnen. Von der Liebe will sie nach ihrer Scheidung nichts mehr wissen, bis sie Vittorio Tazzini kennenlernt. Der feurige Italiener weckt die Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Liebe in ihr. Doch anscheinend will er sie bevormunden - genau wie ihr Exmann. Verliert sie ihr Herz schon wieder an einen Macho?
HEIßES BLUT UND KÜHLE HÄNDE von LUCY GORDON
Sie ist die pure Versuchung! Kaum kann Blake seinen Blick von der sinnlichen Sandra abwenden. Der reiche Anwalt träumt von wilden Küssen, und auch Sandra scheint sich nach ihm zu sehnen - oder spielt sie ihm etwas vor? Verfolgt sie vielleicht einen geheimen Plan?
BEI ANKUNFT LIEBE von LUCY GORDON
Wie ein begossener Pudel steht sie vor ihm - Meryl ist dem tosenden Unwetter knapp entkommen. Lord Jarvis Larne bietet ihr zum Glück auf seinem Schloss Unterschlupf. Und hat keine Ahnung davon, dass die süße Amerikanerin nur ein erklärtes Ziel hat: ihn zu ehelichen!
Die populäre Schriftstellerin Lucy Gordon stammt aus Großbritannien, bekannt ist sie für ihre romantischen Liebesromane, von denen bisher über 75 veröffentlicht wurden. In den letzten Jahren gewann die Schriftstellerin zwei RITA Awards unter anderem für ihren Roman 'Das Kind des Bruders', der in Rom spielt. Mit dem Schreiben erfüllte sich Lucy Gordon einen großen Traum. Zuerst begann sie mit Artikeln für ein britisches Frauenmagazin. Einige der interessantesten sowie attraktivsten Männer der Welt unter anderem Richard Chamberlain, Charlton Heston, Sir Alec Guiness, Sir Roger Moore wurden von ihr interviewt. Nach 13 Jahren Schreibtätigkeit für diese Zeitschrift entschloss sie sich, im Jahr 1984 ihren ersten Roman zu schreiben. Dieser Liebesroman erschien unter dem Titel 'Ungezähmtes Verlangen' im Jahr 1992 bei CORA Love Affair. Ihr zweiter Roman 'Hand in Hand durch Venedig', der kurz danach herauskam, erschien unter der Nummer 212 im Jahr 2003 bei Julia Extra. Sie gab ihren Job beim Frauenmagazin auf und konzentrierte sich auf das Schreiben von Romances, die unter dem Pseudonym Lucy Gordon veröffentlicht werden. Mit richtigem Namen heißt sie Christine Sparks Fiorotto.
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1. KAPITEL
„Einen wunderschönen guten Abend, meine Damen und Herren! Hier sind wir wieder mit der beliebten Quizshow Ein Star in meinem Team. Wie immer steht jedem Rateteam ein prominentes Mitglied zur Seite, und es gibt auch heute Abend wieder fantastische Preise zu gewinnen …“
Hinter den Kulissen wartete Angel auf ihren Auftritt. Sie hoffte inständig, dass diese hirnlose Veranstaltung bald vorbei sein möge. Dann würde dieses Kapitel ihres Lebens endgültig beendet sein – ebenso wie ihre Ehe, die nur noch so lange bestand, bis das Scheidungsurteil rechtskräftig wurde.
„… und nun begrüße ich rechts von mir Mr und Mrs Baker und ihr prominentes Teammitglied …“ Der Moderator nannte den Namen eines Darstellers aus irgendeiner Seifenoper.
Über den Monitor sah Angel den Angekündigten schwungvoll die Bühne betreten und mit strahlendem Lächeln den Applaus des Publikums entgegennehmen.
Nina, Angels persönliche Assistentin, musterte sie ein letztes Mal kritisch. „Du siehst umwerfend aus“, stellte sie zufrieden fest.
Natürlich sah sie umwerfend aus. Das tat sie immer, denn es war Angels einzige Aufgabe. Und die erfüllte sie auch an diesem Abend perfekt: langes blondes Haar, große blaue Augen, die schlanke Figur von einem eng anliegenden, superkurzen Goldlamékleid umschlossen. Dazu Unmengen an geschmacklosem Glitzerschmuck.
„… und hier ist sie endlich! Die Frau, auf die wir alle schon ungeduldig gewartet haben …“
Los jetzt, Angel, lächeln! It’s showtime …
Ein letzter Blick in den Spiegel, ein letztes Zurechtziehen ihres Kleides, um sicherzugehen, dass all ihre Pluspunkte optimal zur Geltung kamen. Dann trat sie, begleitet vom leisen Surren der Kameras, ins gleißende Scheinwerferlicht. Für viele ein Traum, doch Angel kam es vor wie ein Gang zum Schafott.
„… begrüßen Sie die schöne …, die hinreißende … ANGEL!“
Es war im Grunde ganz einfach, und sie hatte es schon mindestens hundert Mal zuvor getan. Doch plötzlich stieg wie aus dem Nichts Panik in Angel auf. Vor ihren Augen begann es zu flimmern, der Applaus aus dem Zuschauerraum drang wie von fern an ihr Ohr.
Oh nein, bitte nicht jetzt, flehte sie im Stillen. Dabei war sie so sicher gewesen, dass es mit diesen Attacken endlich vorbei war. Zum Glück dauerte es diesmal nur wenige Sekunden, dann hatte sie die Situation wieder unter Kontrolle.
Auf gefährlich hohen Absätzen schritt sie anmutig auf den Moderator zu und begrüßte ihn mit routiniert gespielter Begeisterung. Ihre Mitstreiter waren Mr und Mrs Strobes, ein Ehepaar mittleren Alters, das Angels Geduld schon bei der Vorbesprechung im Aufenthaltsraum auf eine harte Probe gestellt hatte.
„Das mit Ihrer Scheidung tut uns ja so leid!“, hatte Mrs Strobes gefühlvoll verkündet, kaum dass der Moderator sie miteinander bekannt gemacht hatte. „Wir finden es einfach empörend, wie dieser Mensch Sie quasi vor die Tür gesetzt …“
„Davon kann keine Rede sein“, hatte Angel sie lächelnd unterbrochen. „Joe und ich sind in aller Freundschaft auseinandergegangen.“
Doch im Grunde war jeder Versuch, den Schein zu wahren, eine Farce. Schon seit Wochen stellte Joe in sämtlichen Nachtklubs und auf jeder Party sein neues Liebesglück zur Schau. Das Ehedrama der Clannans war seit geraumer Zeit das Lieblingsthema der Regenbogenpresse, und dementsprechend begierig war das Publikum, Angel zu sehen. Also strahlte und winkte sie nach allen Seiten, um niemanden zu enttäuschen. Im Stillen hörte sie schon die Kommentare – besonders die der Männer: Verdammt sexy, die Kleine … Mit der würde ich auch mal gerne …
Acht Jahre lang war sie das sexy Aushängeschild an Joe Clannans Seite gewesen, und plötzlich erschienen Angel diese acht Jahre wie eine unendlich lange Zeit.
Die erste Runde begann.
Die Fragen waren lächerlich einfach, doch Angel tat so, als würde sie sich verzweifelt den Kopf darüber zerbrechen. Immer wieder kommentierte sie ihre „Unwissenheit“ mit jenem sorgfältig einstudierten Kichern, das inzwischen zu einer Art Markenzeichen für sie geworden war – kindlich naiv mit einer leicht verruchten Note. Die Leute wollten eine beschränkte Blondine, also würde sie ihnen eine liefern.
Der Schauspieler, der zum gegnerischen Team gehörte, war offenbar von Natur aus dumm, und bald lagen Angel und die Strobes in Führung. Es folgten zwei weitere Runden mit noch mehr banalen Fragen, und eine halbe Stunde später erreichten sie das Finale.
„Und jetzt kommt die entscheidende Frage …“, der Moderator wandte sich mit dramatischer Miene Angel zu. „Hier ist eine wirklich harte Nuss für dich, Angel: Wer schuf das berühmte Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle? War es a) Micky Mouse, b) Michelangelo oder c) Mark Antony?“
Angel erfüllte pflichtschuldig ihre Rolle. „Ach, du meine Güte!“, rief sie und legte nachdenklich den Zeigefinger an die vollen Lippen. „Da bin ich wirklich überfragt. Ich habe nie Musik studiert …“
Brüllendes Gelächter aus dem Publikum.
„Könntest du die Frage noch einmal wiederholen?“
Der Moderator tat Angel den Gefallen, worauf diese einen ratlosen Seufzer von sich gab. „Also, da kann ich nur raten. Ist es … Michelangelo …?“
„Michelangelo ist richtig, und ihr habt gewonnen!“
Das Publikum applaudierte begeistert. Die Strobes sprangen auf und fielen einander jubelnd um den Hals. Angel schüttelte Hände, verteilte Luftküsschen und lächelte, bis ihr die Gesichtsmuskeln wehtaten.
Endlich war es vorbei.
Nina wartete schon im Wagen, damit Angel möglichst schnell den Paparazzi entfliehen konnte, die den Studioausgang belagerten. Sie war Angels Sekretärin, Garderobiere und Mädchen für alles. Außerdem waren die beiden in den acht Jahren ihrer Zusammenarbeit gute Freundinnen geworden.
„Tja, das war’s dann wohl“, stellte Nina lakonisch fest, während sie den Wagen in den Verkehr einfädelte. „Hoffen wir, dass du nie wieder bei so einem Schwachsinn mitmachen musst.“
„Nicht, solange ich in Italien lebe“, versicherte Angel. Übermütig fügte sie hinzu: „Amalfi, ich komme!“
Nina seufzte. „Ich wünschte, ich könnte dich begleiten.“
„Ja, ich auch. Bestimmt werde ich dich schrecklich vermissen, aber leider kann ich mir jetzt keine Sekretärin mehr leisten. Und selbst wenn, wüsste ich nicht, was ich mit einer anfangen sollte. Von nun an werde ich ein ruhiges, zurückgezogenes Leben auf dem Lande führen.“
„Joe hat mich heute angerufen und wollte wissen, ob ich nicht wieder für ihn arbeiten will. Er meinte, die künftige Mrs Clannan würde mich brauchen. Weißt du übrigens, dass er sie Merry nennt? Eigentlich heißt sie Meredith, aber er besteht auf dieser albernen Abkürzung.“
Angel zuckte die Schultern. „Mit meinem Namen war es doch das Gleiche. Angela hat ihm zu langweilig geklungen, also hat er aus Imagegründen Angel daraus gemacht.“
„Ich habe ihm gesagt, ich hätte schon einen anderen Job gefunden. Als ob ich je wieder für diesen vulgären Emporkömmling arbeiten würde.“
„Pass auf, wie du über meinen Exmann sprichst“, ermahnte Angel sie.
Nina zog die Brauen hoch. „Stört dich das etwa?“
„Allerdings. Vulgärer Emporkömmling wird ihm nicht annähernd gerecht.“
„Wie wär’s dann mit raffgieriger, hinterhältiger Mistkerl?“
Angel lachte. „Das klingt schon besser.“
„Sei froh, dass du ihn los bist“, meinte Nina. „Mit der Abfindung hat er dich zwar schamlos übers Ohr gehauen, aber wenigstens ist dieser Palazzo in Italien für dich herausgesprungen.“
„Die Villa Tazzini ist kein Palazzo, sonst hätte ‚Merry‘ sie gewollt“, klärte Angel sie auf. „Joe hat das Anwesen gekauft, ohne ihr etwas davon zu erzählen. Es sollte eine wunderbare Überraschung für sie werden, doch als er ihr dann Aufnahmen davon gezeigt und sie gesehen hat, dass es sich nur um ein großes Landgut handelt, fand sie es überhaupt nicht wunderbar. Angeblich hat sie die Fotos zerrissen und ihm wütend vor die Füße geknallt.“
Nina warf ihr einen raschen Seitenblick zu. „Ich nehme an, das weißt du von Freddy.“
„Stimmt.“
Freddy war Joes rechte Hand, und wie die meisten, die Angel persönlich kannten, stand er insgeheim auf ihrer Seite.
„Er meinte, ihre Ausdrucksweise hätte sogar einem Hafenarbeiter die Sprache verschlagen.“
„Und Joe hat zugelassen, dass sie so mit ihm redet?“
„Sie ist zwanzig und sehr sexy.“
„Und er ist neunundvierzig und wird langsam fett“, ergänzte Nina genüsslich.
„Zweiundfünfzig“, korrigierte Angel sie. „Aber das ist ein streng gehütetes Geheimnis. Ich habe es selbst nur durch Zufall herausgefunden. Aber egal, jedenfalls hatte Joe keine Verwendung mehr für das Anwesen und es schließlich mir zugeschoben. Er meinte, ich solle es als zusätzliche Abfindung betrachten.“
„Und das ist alles?“ Nina kannte die lächerlich geringe Summe, die Angel bei der Scheidung erhalten hatte, und machte aus ihrer Empörung keinen Hehl.
„Wenn ich vorsichtig mit dem Geld umgehe, kann ich damit bis zur Ernte meine Kosten decken. Zu dem Anwesen gehört nämlich eine Zitronenplantage, und ich hoffe, dass ich mich damit in Zukunft über Wasser halten...




