E-Book, Deutsch, 320 Seiten
Gradias Sony a7 II Handbuch
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-95982-304-3
Verlag: Markt+Technik Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 320 Seiten
ISBN: 978-3-95982-304-3
Verlag: Markt+Technik Verlag GmbH
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
Sonys ?7-Modellreihe mit dem neuen Flaggschiff ?7 II wartet mit einer großen Vielfalt an Funktionen auf. Wie Sie die vielen technischen Finessen der Systemkamera mit Vollformatsensor in brillante Bilder umsetzen, zeigt Ihnen dieses Buch. Es vermittelt leicht verständlich und anschaulich beschrieben alle Funktionen der Sony ?7 II, sodass Sie die Möglichkeiten der DSLM gekonnt ausreizen können. Der Autor führt Sie Schritt für Schritt durch die zahlreichen Menüs und Aufnahmefunktionen und gibt Tipps zu den grundlegenden Einstellungen. Sie erfahren, wann Sie sich auf die Automatiken oder Motivprogramme verlassen können, in welchen fotografischen Situationen es empfehlenswert ist, Fokus, Belichtung oder Weißabgleich selbst festzulegen und welche weiteren Features Sie bei der perfekten Aufnahme unterstützen.Hinweise zum Videomodus und zu den Wi-Fi-Funktionen, Tipps zu Objektiven, Blitzgeräten und anderem nützlichen Fotoequipment runden die Darstellung ab, sodass Sie gut gerüstet auf Ihre nächste Fototour gehen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
70 mm | ISO 100 | 1/125 Sek. | f 7.1
2
Die Belichtungsautomatiken
Wenn Sie sich um möglichst wenig kümmern und schnell ordentliche Fotos schießen wollen, verwenden Sie einfach die verschiedenen Automatikeinstellungen, die die a7 II anbietet. Sie haben dabei diverse Eingriffsmöglichkeiten. In vielen Fällen werden Sie damit gute Ergebnisse erzielen.
Diverse Belichtungsautomatiken
Wie das Vorgängermodell bietet auch die a7 II verschiedene Aufnahmeprogramme an. Sie brauchen sich um fast nichts – außer um die geeignete Bildkomposition – zu kümmern. So können Sie mit dem Moduswahlrad den SCN-Modus einstellen und dann zwischen neun verschiedenen Aufnahmeprogrammen wählen. Für Einsteiger in die digitale Fotografie können diese Programme eine gute Hilfe sein.
Wer über den Einsteigerstatus hinausgewachsen ist, wird diese Aufnahmeautomatiken meist nicht mehr nutzen, um selbst besser in die Einstellungen eingreifen zu können.
Die a7 II bietet dafür neben der Programmautomatik auch eine Zeit- sowie eine Blendenautomatik an. Außerdem lassen sich die Einstellungen manuell vornehmen, was für Spezialaufgaben nützlich ist.
Die Vollautomatiken
Zusätzlich zu den Motivprogrammen, die Sie über die SCN-Option erreichen, bietet die a7 II zwei Vollautomatiken an. Drehen Sie das Moduswahlrad dazu auf die nebenstehend markierte Auto-Option.
Welche der beiden Vollautomatiken genutzt werden soll, legen Sie nach dem Drücken der Funktionstaste mit der im linken Bild markierten Option fest. Damit wird das in der Mitte gezeigte Menü geöffnet. Alternativ dazu können Sie auch die rechts gezeigte Menüoption nutzen.
Intelligente Automatik
Wenn Sie beispielsweise bei Schnappschüssen schnell aufnahmebereit sein wollen, bietet sich die intelligente Automatik an, die in vielen Fällen zu einer optimalen Belichtung führt. Hierbei ermittelt die a7 II unter anderem die passende Belichtungszeit und Blende selbstständig. Auch der passende Weißabgleich wird automatisch ermittelt, ebenso die ISO-Einstellung – daher können diese Optionen auch nicht verändert werden. Falls zu wenig Licht vorhanden ist, können Sie einen Blitz verwenden. Die a7 II analysiert die Szene und wählt automatisch ein geeignetes Motivprogramm aus. So sehen Sie beim folgenden linken Bild am markierten Symbol, dass die Makroszene richtig erkannt wurde. Rechts sehen Sie, dass diverse Optionen nicht angepasst werden können – sie sind deaktiviert.
Im Zoo Für Schnappschüsse eignet sich die intelligente Automatik.
145 mm | ISO 400 | 1/640 Sek. | f 5.6
Auch im Menü sind in diesem Modus sehr viele Funktionen deaktiviert und können daher nicht verändert werden. Dies ist normal, weil die a7 II all diese Parameter selbstständig einstellt. Sie sehen ein Beispiel links.
Überlegene Automatik
Das zweite Automatikprogramm ist fast identisch mit der intelligenten Automatik. Es heißt »überlegene Automatik«. Es gibt aber einen bedeutenden Unterschied zur intelligenten Automatik: In bestimmten Situationen nimmt die a7 II in diesem Modus schnell hintereinander mehrere Fotos auf und kombiniert diese kameraintern zu einem einzigen Bild.
Dadurch entsteht eine bessere Bildqualität. So wird beispielsweise bei Dämmerungsaufnahmen ein Ergebnis mit weniger Bildrauschen möglich.
Montagebilder entstehen nur, wenn das JPEG-Format eingestellt wurde – daher ist beim RAW-Format die intelligente Automatik die bessere Wahl.
Sie erkennen diese Automatik an einem orangefarbenen Symbol, das ich im rechten Bild markiert habe.
Der SCN-Modus
Die a7 II bietet neun Motivprogramme an, die sich auf spezielle Motivsituationen wie etwa Sonnenuntergänge oder Nachtaufnahmen beziehen. Die a7 II stellt automatisch die zur Szene passenden Aufnahme-Parameter ein.
1 Wählen Sie mit dem Moduswahlrad die links markierte SCN-Option aus.
2 Sie haben drei verschiedene Möglichkeiten, um das Motivprogramm zu wechseln. Drehen Sie dazu beispielsweise das vordere Drehrad. Orientieren Sie sich dann am Symbol in der linken oberen Ecke, welches Motivprogramm gerade aktiv ist. Im folgenden Beispiel ist es das Porträt-Motivprogramm. Übrigens weist das mit dem unteren Pfeil markierte Symbol darauf hin, welches Bedienelement zum Einstellen verwendet werden kann.
SCN-Modus
Für Einsteiger sind die Motivprogramme durchaus hilfreich. Wenn Sie den Einsteigerstatus überwunden haben, werden Sie aber eher auf die Belichtungsprogramme zurückgreifen.
3 Die zweite Möglichkeit ist die Menüfunktion Szenenwahl, die Sie auf der siebten Seite der Kameraeinstellungen finden.
4 Wenn Sie die Menüvariante wählen, zeigt die a7 II ein Beispielfoto und einen erläuternden Text für das betreffende Motivprogramm an – wie im folgenden Bild. Die letzte Variante besteht darin, die Funktionstaste zu drücken und die im rechten Bild aktivierte Option aufzurufen. Auch bei dieser Möglichkeit werden die erläuternden Texte angezeigt.
Was machen die Motivprogramme?
Manche Anwender werden sich fragen, was denn mit den Kameraeinstellungen passiert, wenn man Motivprogramme verwendet. Zunächst werden die Blende und die Belichtungszeiten so angepasst, wie es für eine bestimmte Situation nötig ist, um gute Bilder zu erhalten. So wird zum Beispiel eine kurze Belichtungszeit verwendet, wenn Sie im Sport-Modus arbeiten. Deshalb wird der Sportler – trotz Bewegung – scharf abgebildet. Falls das zur Verfügung stehende Licht nicht für eine kurze Belichtungszeit ausreicht, wird der ISO-Wert automatisch erhöht.
Bei Landschaftsaufnahmen spielt dagegen die Belichtungszeit nur eine untergeordnete Rolle. Hier kommt es darauf an, einen möglichst großen Bereich scharf abzubilden. Daher verwendet die a7 II in diesem Modus automatisch einen hohen Blendenwert. Offensichtlich ist auch noch, dass ein eventuell angebrachter Blitz in bestimmten Programmen deaktiviert wird, um beispielsweise die Stimmung bei Nachtaufnahmen zu erhalten.
Dann wird es allerdings etwas kniffliger mit der Beurteilung, was beim Einsatz der Motivprogramme kameraintern passiert – Sony stellt hier keinerlei Informationen bereit.
Dennoch ist einiges erkennbar, wenn man einen Blick auf die Anzeigen auf dem Monitor wirft. Alle nicht mehr vorhandenen Optionen stellt die a7 II eigenständig ein – daher sind diese Funktionen auch nicht sichtbar. Sie sehen dies nachfolgend – dort sind diverse Parameter im Menü der Funktionstaste deaktiviert. Daran erkennen Sie, dass beispielsweise der Weißabgleich sowie die Bildoptimierungsfunktionen automatisch eingestellt werden.
Welche Funktionen nicht verfügbar sind, unterscheidet sich von Motivprogramm zu Motivprogramm – das sehen Sie in den beiden folgenden Bildern. So sind beim Sportprogramm (links) andere Optionen aktivierbar als beim rechts gezeigten Makroprogramm. An den Beispielbildern erkennen Sie auch, dass bei Sportaufnahmen der Serienbildmodus genutzt wird, während bei der Makroaufnahme der Einzelbildmodus genutzt wird. Bei Makroaufnahmen wird der Autofokusmodus AF-S eingesetzt, bei Sportaufnahmen der kontinuierliche Autofokus AF-C.
Deaktiviert
Auch wenn es zunächst merkwürdig erscheinen mag – es ist sinnvoll, dass bei den Motivprogrammen bestimmte Funktionen nicht verfügbar sind. Wenn die Parameter frei einstellbar wären, ergäbe die Automatik ja keinen Sinn.
Bestimmte Einstellungen können Sie dennoch vornehmen – wie in den beiden gezeigten Modi zum Beispiel den Fokusmodus. So können Sie in gewissem Maße Einfluss auf das Ergebnis nehmen. Auch die Bildgröße und -qualität sowie das Seitenverhältnis können frei gewählt werden.
Ansonsten wendet die Sony a7 II alle kamerainternen Optimierungsfunktionen an, die für die jeweilige Aufnahmesituation erforderlich sind.
Das können einerseits die Funktionen zur Rauschreduzierung bei Langzeitaufnahmen oder Aufnahmen mit hohen ISO-Werten sein. Andererseits werden die Bildoptimierungsoptionen automatisch angepasst, damit zum Beispiel die Farben bei Landschaftsaufnahmen kräftiger erscheinen.
Fazit
Welche Einstellungen ganz genau vorgenommen werden, lässt sich nicht feststellen, weil eine detaillierte Dokumentation darüber fehlt. Trotz allem werden die Motivprogramme, gerade bei Neueinsteigern in die digitale Fotografie, die »Trefferwahrscheinlichkeit« erhöhen, zu einem guten Foto zu gelangen.
Der Porträt-Modus
Der Porträt-Modus wird mit einem Kopf symbolisiert. Bei diesem Modus wählt die a7 II eine Blende-Verschlusszeit-Kombination, bei der ein unscharfer Hintergrund entsteht.
Dies wird erreicht, indem die Blende möglichst weit geöffnet wird. So eignet sich dieser Modus beispielsweise gut, wenn Objekte vom Hintergrund freigestellt werden sollen. Zur Fokussierung wird die automatische Gesichtserkennung aktiviert. Wenn kein Gesicht erkannt wird, erfolgt die Fokussierung in der...




