Graham / Cudmore / Stephens | Julia Extra Band 508 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 508, 450 Seiten

Reihe: Julia Extra

Graham / Cudmore / Stephens Julia Extra Band 508


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0068-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 508, 450 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-7515-0068-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



MEIN SEHNLICHSTER WEIHNACHTSWUNSCH BIST DU! von KATRINA CUDMORE
Versunken arbeitet Alice in der Bibliothek der königlichen Stadtresidenz - da betritt ein atemberaubend attraktiver Mann den Raum: Prinz Luis von Monrosa ist zum Weihnachtsfest nach London gekommen. Sie sollte fliehen, denn dieser adlige Charmeur könnte ihrem Herzen gefährlich werden! Aber sie bleibt ...

EINGESCHNEIT MIT DEM ARGENTINISCHEN PLAYBOY von SUSAN STEPHENS
Fassungslos liest Jess den Vertrag. Hinter ihrem Rücken hat Dante Acosta die Farm ihres Vaters gekauft! Sie will diesen Betrüger nie wieder sehen! Doch sie sind eingeschneit - und der stolze Argentinier setzt alles daran, sich in einer klirrend kalten Nacht leidenschaftlich mit ihr zu versöhnen ...

WINTERZAUBER IM CHALET DER LIEBE von SCARLET WILSON
Wer ist der geheimnisvolle Patient, den sie über die Festtage betreuen soll? Aufgeregt betritt Samantha das Chalet in den verschneiten Alpen: Es ist der millionenschwere Superstar Mitchell Brody, der hier die Einsamkeit sucht. Kann Samantha ihn vom Weihnachtsglück zu zweit überzeugen?

SÜSSE ZEIT DER KLEINEN WUNDER von LYNNE GRAHAM
Die Liebe brennt lichterloh, als sich die hübsche Amy dem italienischen Milliardär Sev Cantarelli hingibt. Aber was sieht er in ihr, einer Kellnerin? Amy weiß, dass es für sie kein Happy End geben kann. Doch ihre sinnlichen Liebesstunden im Advent haben süße Folgen ...



Lynne Graham ist eine populäre Autorin aus Nord-Irland. Seit 1987 hat sie über 60 Romances geschrieben, die auf vielen Bestseller-Listen stehen. Bereits im Alter von 15 Jahren schrieb sie ihren ersten Liebesroman, leider wurde er abgelehnt. Nachdem sie wegen ihres Babys zu Hause blieb, begann sie erneut mit dem Schreiben. Dieses Buch wurde von einem Verlag, nachdem sie noch einige Änderungen vornahm, gekauft. Das Hochgefühl, als sie das erste Mal in einem Geschäft ein Buch mit ihrem Namen sah, wird sie nie vergessen. Seitdem gehört sie zu den bekannten Autoren von Romances. Zu ihren Hobbys zählt das Kochen sowie der Garten, ihre Lieblingsfarbe ist Grün. Begeistert ist die leidenschaftliche Sammlerin von altem Spielzeug sowie schönen Steinen. Besonders wichtig ist es für Lynne, Weihnachten im Kreise der Familie festlich zu feiern. Sie mag keine Liebesfilme mit einem unglücklichen Ausgang. Geboren wurde Lynne Graham am 30. Juli 1956 in Nord-Irland, ihre Vorfahren stammen aus Irland sowie aus Schottland. Mit ihrem Bruder wuchs sie in einem Haus auf, welches direkt am Meer stand. Im Alter von 14 Jahren lernte sie ihren späteren Ehemann kennen. Allerdings beendete sie vor der Heirat ihr Studium an der Edinburgh University. Die Autorin wollte immer eine große Familie haben, sie hat ein leibliches Kind, welches bereits an einer Universität studiert sowie vier adoptierte Kinder. Zwei Neunjährige kommen aus Sri Lanka und die beiden Kleinen im Alter von drei und fünf Jahren sind aus Guatemala. Mit ihrer Familie sowie zwei Haustieren lebt sie in einem wunderschönen Landhaus auf einem riesigen baumreichen Grundstück in Nord-Irland.

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2. KAPITEL

„So, jetzt erläutere mir mal die These deiner Doktorarbeit und …“

Luis hatte sich gerade erst wieder neben sie in einen der mit dunklem Samt bezogenen Clubsessel gesetzt, als sie schon wieder gestört wurden. Erneut erhob er sich mit einem entschuldigenden Lächeln, um die Neuankömmlinge zu begrüßen. Die Frauen küsste er auf die Wange, den Männern klopfte er freundschaftlich den Rücken, während alle durcheinander schwatzten und lachten.

Alice lehnte sich in ihrem Sessel zurück und dachte, dass eine Weihnachtsfeier im Stewart Club eine großartige Studie zur Sozialanthropologie bieten würde. Hier schien jeder instinktiv zu wissen, wo er in der sozialen Hierarchie stand, wobei natürlich Prinz Luis von Monrosa als die Hauptattraktion des Abends bezeichnet werden musste!

Wenige Minuten nach ihrer Ankunft im Club fand er sich bereits in einem schier endlosen Karussell von Begrüßungsfloskeln wieder, hatte die Namen sämtlicher Bekannten parat und verteilte seine Aufmerksamkeit gleichmäßig und zuvorkommend auf alle.

Innerlich schüttelte Alice den Kopf. Wie leicht Menschen auf derartige Mechanismen hereinfielen! Wieso brauchte ein Mensch so dringend die Anerkennung anderer … selbst, wenn es zum eigenen Nachteil war?

Sie seufzte lautlos.

Obwohl sie die negativen, hässlichen Seiten ihres Vaters, eines ebenso erfolgreichen wie umjubelten Rugbystars, über Jahre hinweg erdulden musste, war sie nach der Scheidung ihrer Eltern vor Sehnsucht nach ihm fast vergangen. Wie oft war er betrunken oder auch gar nicht zu ihren Verabredungen aufgetaucht? Und immer wieder hatte sie ihm vergeben, wenn er sich tränenreich entschuldigte und versprach, es würde nie wieder vorkommen. Dabei war er ein so lustiger, charmanter Mann gewesen, der geborene Entertainer. Doch sobald er trank, wurde er bitter, streitsüchtig und ungerecht.

Alice sah sich erneut um.

Gemeinsam mit Luis hatte sie zuvor den Club besichtigt: die historischen Räume im Obergeschoss, die Galerie und natürlich auch die Bibliothek. Sie hatte Fotos vom großen Speisesaal mit seinen schweren Kronleuchtern und dunklen Holzvertäfelungen gemacht und sich dabei vorgestellt, wie Lady Radford hier gespeist hatte.

Nach der privaten Sightseeingtour war sie schon halb entschlossen gewesen, sich zurückzuziehen, da ihre Doktorarbeit wartete, doch dann erlag sie der Versuchung, mehr Zeit an dem Ort zu verbringen, an dem die Lady wichtige Kontakte geknüpft hatte. Möglicherweise konnte sie ja noch zusätzliche Inspiration tanken …

Um sie herum floss Champagner in Strömen, aus allen Ecken schallten ihr Geplauder und Gelächter entgegen.

Wenn sie Luis jetzt beobachtete, lachend und wild gestikulierend vor seinem begeisterten Publikum, dachte sie daran, wie er auf dem Weg hierher noch seinen Jetlag beklagt hatte. Gekleidet in einen edlen Designeranzug, hatte er ihr überzeugend versichert, ihr knielanges schwarzes Kleid sei perfekt für diese Party. Gut so, denn als Alternative hätte nur noch ein Lederrock zur Auswahl gestanden.

Leider trugen alle anderen weiblichen Gäste festliche Roben in Gold-, Silber- und Rottönen, während ihr selbst auf ihrer Besichtigungsrunde mehrfach Getränkewünsche aufgetragen wurden, weil man sie für eine Servicekraft gehalten hatte!

Gerade wandte sich Luis einer atemberaubend attraktiven Frau zu, senkte den Kopf und raunte ihr etwas ins Ohr, worauf diese die schlanken Arme um seinen Hals legte und sich die beiden umarmten … weit über das Maß hinaus, was man als vornehm zurückhaltend hätte bezeichnen können.

Alice zupfte ihren Kleidersaum zurecht. Für sie war es Zeit zu gehen. Sie stand auf und griff nach ihrer Tasche.

„Ich bin ein absolut mieser Gastgeber, oder?“

Sie zuckte mit den Schultern und hasste es, dass sein schiefes Lächeln die Kraft hatte, ihr Herz höherschlagen zu lassen. „Kein Problem, ich bin ohnehin nur mitgekommen, um Eindrücke für meine Dissertation zu sammeln, und jetzt ist es höchste Zeit für mich …“

Sie brach ab, als sie seine Hand auf ihrem Arm spürte. „Lass uns tanzen. Dabei kannst du mir dann in Ruhe deine These erläutern.“

Sie wollte Nein sagen, stattdessen verfolgte sie gebannt, wie er sich lässig seiner Smokingjacke entledigte und damit einen Körper enthüllte, der ihren Mund trocken werden ließ: Über schmalen Hüften und einem flachen Bauch bot sich ihr der Anblick breiter, muskulöser Schultern … und ein Lächeln, das sich in den goldbraunen Augen widerspiegelte und sie völlig schwach machte.

Wie ferngesteuert legte sie ihre Hand in seine und ließ sich auf die Tanzfläche führen. Bereits nach den ersten Tanzschritten hätte Alice fast lustvoll aufgestöhnt, weil ihr Prinz sich auf dem Parkett so sexy und geschmeidig wie eine Raubkatze bewegte, dass sie stark versucht war, es ihm nachzutun. Und das, obwohl ihre Freundinnen sie bezichtigten, noch steifer und ungelenker als eine Giraffe zu sein!

Luis lächelte und nickte ermutigend, was Alice zu einer Art Pirouette verleitete, die sie unversehens an seiner Brust landen ließ.

„Ich fange an zu glauben, dass dies doch noch ein besonders gelungenes Weihnachtsfest werden könnte“, raunte Luis dicht an ihrem Ohr.

Noch ehe sie auf seine Bemerkung reagieren konnte, entstand eine Unruhe im Hintergrund durch eine Truppe Männer mittleren Alters, die den Clubraum betraten und auf dem Weg zur Bar nach jemandem riefen.

Alice erstarrte, als sie im Zentrum der Gruppe ihren Vater erkannte, die Arme um die Schultern zweier ebenfalls schwankender Gefährten gelegt. Seine unnatürlich glänzenden Augen und die stark geröteten Wangen sagten ihr, dass er betrunken war.

Das konnte nicht … das durfte nicht passieren!

Sie musste hier weg, jetzt sofort. Doch ihre Füße wollten ihr nicht gehorchen. Ein nächster Song übertönte die Stimmen der Neuankömmlinge, und Alice bekam vage mit, dass Luis sie fragte, ob mit ihr alles in Ordnung sei.

Dann schaute ihr Vater genau in ihre Richtung, Alice duckte sich weg, strauchelte und floh mit einem erstickten Laut nach draußen.

Dio! Wusste sie denn nicht, dass er nur ein wenig mit ihr flirtete?

Luis verfolgte irritiert, wie Alice sich, einem flüchtigen Reh gleich, zwischen den erstaunten Partygästen hindurchdrängte, die angesichts ihrer unübersehbaren Panik tuschelten und den Kopf schüttelten.

Einen Moment lang war er versucht, sie einfach gehen zu lassen, verunsichert durch dieses seltsame Verhalten. Bis vor einer Minute hatte es so ausgesehen, als würde Alice den Abend genießen … auf ihre eigene ruhige Weise, dann stürmte sie unangekündigt davon, genau wie damals nach der Hochzeit seines Bruders.

Luis gab sich einen Ruck und folgte ihr, um ihr wenigstens ein Taxi zu rufen. Fast hätte er sie noch erwischt, bevor sie den Haupteingang passierte. Er rief ihren Namen, doch da war sie bereits draußen im strömenden Regen!

Er hastete hinterher, fluchte, als ein vorbeifahrendes schwarzes Taxi ihn nass spritzte, und versuchte es erneut. „Alice!“

Sie reagierte nicht, und während er langsam bis auf die Haut durchnässt wurde, näherte sich seine Laune dem Nullpunkt. Dann bog sie in eine Fußgängerzone ein, doch als er selbst um die Ecke kam, war sie wie vom Erdboden verschluckt.

„Alice!“ Wut und aufsteigende Panik machten seine Brust eng. Was, wenn ihr etwas passierte? Wie gut kannte sie London überhaupt? Er begann zu joggen. Es gab mehrere Arkaden und enge Gassen, die von der Straße abgingen. Sie hätte in jede von ihnen abgebogen sein können.

Erneut brüllte er ihren Namen, gefolgt von einem lästerlichen Fluch. Und dann sah er sie in einer dunklen Türnische am Boden hocken. Sie zitterte wie Espenlaub. „Bitte nicht schreien …“, flüsterte sie tonlos. Als sie im Schein der Straßenlampe zu ihm aufschaute, erinnerten ihre Augen ihn mehr denn je an ein scheues Reh, jetzt allerdings zu Tode erschrocken.

Luis trat einen Schritt zurück und hob beschwichtigend die Hände. „Ich habe mir nur Sorgen gemacht.“ Er wartete auf eine Erklärung von ihrer Seite, doch die kam nicht. „Du kannst nicht hier im Regen bleiben“, sagte er sanft und streckte ihr ruhig eine Hand entgegen, um ihr aufzuhelfen. „Du musst ins Warme. Ich bringe dich zurück in die Villa oder auch ins Hotel, falls du nicht mit mir zurück …“ Er atmete tief durch. „Es tut mir so leid, Alice, wenn ich dir unabsichtlich Angst eingejagt …“

Vehement schüttelte sie den Kopf. „Es lag nicht an dir.“

Was oder wer hatte sie dann so verschreckt? Hundert Fragen brannten ihm auf der Zunge, doch er wollte sie nicht drängen.

Alice trat aus dem Türeingang und schlang die Arme fest um sich. „Kannst du mir ein Taxi rufen? Ich habe keines anhalten können …“

Ihr Haar war tropfnass, was ihr zartes Gesicht mit den hohen Wangenknochen noch schmaler und verletzlicher aussehen ließ. Auch ihr schmaler Körper wirkte so zerbrechlich, dass er sich danach sehnte, sie an seine Brust zu ziehen und ihr zu versichern, alles würde gut werden.

Alice wies mit dem Kinn in Richtung Club. „Du musst zurück zu deiner Party …“ Ihr Blick blieb an seinem durchnässten Hemd hängen, und sie schnitt eine kleine Grimasse. „Tut mir leid, jetzt habe ich deinen Abend ruiniert …“

„Unsinn.“ Er geleitete sie bis zur Hauptstraße, wo andere Passanten ihren Weg kreuzten. „Ich verstehe zwar nicht, was passiert ist, würde dir aber liebend gern helfen.“

„Ich … ich...



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