Graham | Die Gefangene des Wikingers | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 487 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

Graham Die Gefangene des Wikingers


1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7325-3667-2
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 487 Seiten

Reihe: beHEARTBEAT

ISBN: 978-3-7325-3667-2
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Rhiannon, die Nichte des Königs, ist verzweifelt: Um den Waffenstillstand zwischen den feindlichen Lagern zu besiegeln, wird sie an den Wikinger Eric verschachert. Als der kampferprobte Krieger die wilde Schönheit sieht, ahnt er sofort, dass sie die Herausforderung seines Lebens wird und dass er zum ersten Mal Gefahr läuft, einen Kampf zu verlieren ...

Weitere historische Liebesromane von Heather Graham bei beHEARTBEAT: 'Der Herr der Wölfe' und 'Die Normannenbraut'.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Heather Graham veröffentlicht seit 1982 Romane verschiedener Genres. Ihre Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und sind wiederkehrend auf den amerikanischen Bestsellerlisten zu finden. Website der Autorin: http://www.eheathergraham.com.

Graham Die Gefangene des Wikingers jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


Prolog


Er war während eines Unwetters empfangen worden, in einer Nacht, die von Zorn und Leidenschaft bestimmt wurde.

Und er war geboren worden, als ein Blitz über den Himmel zuckte, und es schien so, dass es die Stürme waren, die auch künftig sein Leben bestimmten sollten.

Ein fürchterlich greller Blitzschlag zerriss den Himmel, und Erin, Königin von Dubhlain, keuchte und stieß einen Schrei aus. Heißer, gnadenloser Schmerz durchzuckte sie. Sie biss sich auf die Lippen, denn sie war sich sicher, dass die Geburt gut gehen würde, und sie wollte weder die, die sich um sie versammelt hatten, noch ihren Gebieter und Ehemann, den König, ängstigen. Der Schmerz wurde stärker, erreichte seinen Höhepunkt und verebbte langsam wieder. Sie atmete tief ein. Sie schloss die Augen und brachte es fertig zu lächeln, indem sie sich an die Nacht erinnerte, bei der sie sicher war, das Kind empfangen zu haben. Sie waren zu weit hinausgeritten und waren weit entfernt von der Stadtmauer, draußen bei den Höhlen, vom Sturm überrascht worden. Sie hatte sich über Olaf geärgert – an den Grund erinnerte sie sich nicht mehr. Aber Ärger war für sie beide nie ein Hinderungsgrund gewesen und war es auch nicht in dieser Nacht. Die keuchenden, hitzigen Worte hatten lediglich die Heftigkeit angestachelt, mit der ihre Leidenschaft aufloderte.

Sie konnte sich noch gut an alles erinnern. Er hatte etwas gebrüllt, dann gelacht und sie in die Arme gerissen. Sie hatte zurückgebrüllt, aber dann im süßen und wilden Angriff seines Kusses ihren Wortwechsel vergessen. Mitten im wütenden Sturm hatte er sie zu Boden geworfen, und während der Donner krachte, hatten sie zusammen das Leben erschaffen, das sich jetzt in ihr regte. Ein geliebtes Leben, denn sie liebte ihren Gebieter abgöttisch. Sie konnte sich sehr genau an das Aussehen ihres Wikinger-Gatten an diesem Tag erinnern. An seine kobaltblauen Augen, die sonst zu zärtlich blickten und an diesem Tag vor Begierde glühten. Und sie erinnerte sich voller Zärtlichkeit an die Kraft seiner Arme, die Glut seiner Küsse, die Berührung seiner Hände. Sie hatte das Lodern seines Körpers ganz tief in ihr wie das Zucken des Blitzes empfunden.

»Oh, mein Gott«, schrie sie auf, als eine weitere Schmerzwelle sie überspülte und Furcht sie packte. Die Geburt von Leith war sehr schwer für sie gewesen. Sie hatte darum gebetet, dass das zweite Kind leichter kommen würde. Aber jetzt brannte wieder der Schmerz in ihr und gab ihr das Gefühl, entzweigerissen zu werden.

Sie fühlte die sanfte Hand ihrer Mutter auf der Stirn. »Warum, Mutter?«, flüsterte sie. »Warum muss das so schmerzhaft sein?«

Maeve lächelte sie zärtlich an und versuchte, nicht zu besorgt zu wirken. »Es ist nicht einfach, mein Liebling, die Nachkommen des Wolfs zu gebären.« Maeve blickte auf. Da stand er, unter der Tür, der Wolf der Norweger, der König von Dubhlain. Er blickte sie und Erin an, und dann schritt der hochgewachsene, stattliche, blonde König an die Lagerstatt seines Weibes.

»Hier bin ich, Prinzessin. Kämpfe für mich. Schenk mir einen zweiten Sohn.«

Sie lächelte. Er dachte an ihre zerbrechliche Schönheit und an die Stärke, die sich darunter verbarg. Ihre Augen schimmerten in tiefem Smaragdgrün, genauso unergründlich und grenzenlos wie die Stärke in ihr, diese Stärke, die sein Herz gefangen genommen hatte. Diese Stärke, die auch alle ihre Kinder besitzen würden. Es war die Leidenschaft, die allen von der Grünen Insel innewohnte, und es war die Kraft der nordischen Seefahrer.

Sie berührte sanft seine Hand, froh darüber, dass er gekommen war. »Dieses Mal wird es ein Mädchen!« Sie rang sich ein Lächeln ab.

Er schüttelte ernst den Kopf. »Nein, ein Sohn.«

»Ein Sohn?«

»Ja, Mergwin sagte es mir.«

»Oh!« Sie keuchte, aber er war an ihrer Seite, und sie schaffte es, nicht zu schreien. Sie verschränkte ihre Finger mit den seinen und bezog ihre Kraft aus ihm. Abermals durchfuhr sie ein brennender Schmerz, aber jetzt seufzte sie erleichtert auf, denn das Kind hatte sich schon fast den Weg ans Licht der Welt erkämpft. »Es kommt!«, rief sie aus.

Olaf hatte ihr bei der Geburt des ersten Kindes beigestanden und wusste, wie er sie halten musste. Und dann war das Kind geboren, und Maeve versicherte ihr, dass es tatsächlich wieder ein Junge war.

»Und ist er hübsch?«, fragte sie.

»Über alle Maßen«, beruhigte Olaf sie. Erins Mägde rieben das Kind schnell ab und reichten es seiner Mutter. Erin riss erstaunt die Augen auf, als sie die Größe des Babys sah. »Wieder blondes Haar!«, murmelte sie und Olaf lachte und küsste ihr feuchtes, ebenholzfarbenes Haar. »Ich fürchte, mein Liebling, dass du auf eine Tochter warten musst, vielleicht hat sie dann mitternachtsschwarzes Haar«, neckte er sie.

Sie jammerte einen scherzhaften Protest. »In einem solchen Augenblick sprichst du mit mir über weitere Kinder?«

»Sobald du körperlich dazu in der Lage bist«, flüsterte er ihr lachend ins Ohr, und beide fühlten ihre tiefe Zuneigung.

»Und seine Augen ...«

»Sind blau, wie die seines Vaters«, antwortete Maeve mit einem Seufzer. Sie zwinkerte Olaf zu und beide betrachteten das Kind.

»Die Farbe kann sich ändern«, meinte Erin.

»Leith hat irische Augen«, erinnerte er sie.

»Natürlich können Augen ihre Farbe ändern«, stimmte Maeve ihr zu.

»Nun, aber diese werden es nicht.« Olaf war sich ganz sicher. Die Augen des Kindes blickten hellwach, seine kleinen Fäuste schlugen auf die Bettlaken, sein Mund stand offen, und seine Stimme klang äußerst befehlend. »Nun, der Kleine weiß genau, was er will«, meinte Olaf.

»Wie sein Vater«, stimmte Erin ihm zu. Sie liebte ihren zweiten Sohn bereits aus ganzem Herzen. Sie lehnte sich zurück und führte seinen suchenden Mund an ihre Brust. Das Baby griff sofort zu, klammerte sich fest und fing auf der Stelle mit einer Bestimmtheit und Kraft zu saugen an, dass Erin erschrocken Luft holte und dann lachte.

Olaf bemerkte, dass Erin die Augen zufielen. Ihre dichten, schwarzen Wimpern lagen wie dunkle Halbmonde auf ihren Wangen. Maeve folgte seinem Blick und nickte. Er wollte das Kind sanft hochheben, aber Erin erwachte sofort wieder. Ihre Augen öffneten sich voller Panik. Fest packte sie das Baby. »Nein, lass ihn!«, wisperte sie, und er wusste, dass sie Angst hatte. Es war noch nicht lange her, dass Leith, ihr Erstgeborener, von Friggid, dem Dänen, Olafs Feind, entführt worden war. Friggid war jetzt tot – Olaf hatte ihn getötet –, aber Erin hatte die Angst noch nicht überwunden, dass Leith, oder jetzt ihr neuer Sohn, ihr abermals entrissen werden könnte.

»Ich bin’s doch nur, mein Liebling«, beruhigte er sie. »Ich möchte ihn dir abnehmen, damit deine Mägde dein Bettzeug wechseln und deine Mutter dich waschen kann.«

Ihre leuchtenden Augen schlossen sich wieder. Ihr Lächeln war bezaubernd und friedlich. »Eric«, murmelte sie. »Er soll Eric heißen. Leith nach meinem Bruder. Eric nach deinem.«

Olaf war erfreut. »Eric«, stimmte er ihr zärtlich zu.

Er trug sein neugeborenes Kind zum Fenster und blickte auf seinen Sohn hinab. Das Haar des Babys war dick und fast weiß, seine Augen, immer noch weit offen, waren tatsächlich nordisch blau. Der Knabe war groß, sehr groß sogar.

»Du wirst ein hübscher Kerl werden«, murmelte Olaf.

»Und ein guter Wikinger«, ertönte eine neue Stimme.

Olaf fuhr herum und starrte einen sehr alten Mann an, der den Raum betreten hatte. Mergwin. Ein Mann, sowohl alt als auch alterslos, ein Wikinger und Druide, das Kind eines nordischen Runen-Meisters und einer sagenhaften irischen Priesterin eines alten Druiden-Kults. Er hatte Ard-ri gedient, dem Hoch-König von Irland, Erins Vater, und obwohl er immer noch dem Ard-ri diente, war er sehr oft bei seinem Lieblingskind unter Aed Finnlaiths Kindern, bei Erin von Dubhlain. Er stand ihr völlig loyal gegenüber und damit auch Olaf.

Für Mergwin galten die Gesetze von Zeit und Raum offenbar nicht. Er war aus seinem Heim in den Wäldern gekommen, obwohl ihn niemand geholt hatte. Er hatte einfach gewusst, dass das Kind an diesem Tag geboren werden würde.

Wieder wurde der Himmel von Blitzen durchzuckt. Der Schein warf ein seltsames Licht auf Mergwins Gesicht und seinen bodenlangen Bart. Das Licht fiel auch auf das Kind, und es schien in den Armen seines Vaters zu glühen.

»Ein Wikinger?« Olaf grinste, schüttelte den Kopf und deutete auf sein schlafendes Weib. »Sag das nicht zu laut«, warnte er Mergwin. »Seine Mutter wäre darüber gar nicht erfreut.«

Mergwin berührte das Gesicht des Knaben. Das Baby griff nach dem Finger des Druiden und drückte ihn mit aller Kraft.

»Leith ist Ire, wie seine Mutter. Durch und durch. Eines Tages, Lord der Wölfe, wird er seinem Vater folgen und ein guter König von...


Graham, Heather
Heather Graham veröffentlicht seit 1982 Romane verschiedener Genres. Ihre Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und sind wiederkehrend auf den amerikanischen Bestsellerlisten zu finden. Website der Autorin: http://www.eheathergraham.com.

Heather Graham veröffentlicht seit 1982 Romane verschiedener Genres. Ihre Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und sind wiederkehrend auf den amerikanischen Bestsellerlisten zu finden. Website der Autorin: http://www.eheathergraham.com.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.