Graham / Eden / Crouch | Baccara Spezial Band 3 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 400 Seiten

Reihe: Baccara Spezial

Graham / Eden / Crouch Baccara Spezial Band 3


1. Auflage 2019
ISBN: 978-3-7337-2598-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 400 Seiten

Reihe: Baccara Spezial

ISBN: 978-3-7337-2598-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



WENN ES NACHT WIRD IM MUSEUM ... von GRAHAM, HEATHER
Vernissage in einem New Yorker Museum mit ägyptischen Funden: Unter den Gästen ist der skrupellose Mörder ihres Archäologieprofessors, davon ist Harley überzeugt. Kann ihr der gut aussehende Agent Micah Fox dabei helfen, den Täter zu entlarven - und die Nacht im Museum zu überleben?
RISKANTE WÜNSCHE von CROUCH, JANIE
Eigentlich hat sich Sherry eine Auszeit am Meer genommen. Aber der sexy Spezialist Jon Hatton von der Elitetruppe Omega Factor braucht ihre Hilfe, denn er jagt einen Serienvergewaltiger. Die Phantombildzeichnerin sagt zu. Sie ahnt nicht, wie nah sie Liebe und Tod kommen wird ...
WO DICH NIEMAND HÖRT von EDEN, CYNTHIA
Ein Cold Case bringt die schöne FBI-Agentin Jill zurück zu Sheriff Hayden Black nach Florida. Als Teenager hat Hayden, damals noch Bad Boy der Stadt, sie aus den Händen eines Entführers gerettet. Er war ihr Held! Jetzt gerät nicht nur Jills Herz zum zweiten Mal in Gefahr ...

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PROLOG

Die Mumie

Ein Jahr zuvor

„Sir!“

Die Stimme klang leise und respektvoll.

Dr. Henry Tomlinson, ein weltweit anerkannter Ägyptologe, drehte sich um. Eine seiner Studentinnen war ins klimatisierte Zelt geschlüpft und lächelte ihn erwartungsvoll an.

Eigentlich unterrichtete er schon seit fünf Jahren nicht mehr, doch er liebte es noch immer, mit Studenten zu arbeiten. Er hatte sich zur Ruhe gesetzt, um sich ganz der Praxis zu widmen, und kürzlich hatte ihn eine amerikanische Firma namens Alchemy für die Leitung dieser Ausgrabungsstätte angeheuert.

Die von Alchemy zur Verfügung gestellten technischen Mittel waren phänomenal, und Henry konnte sein Glück immer noch nicht fassen. Doch noch mehr als über die finanziellen Mittel freute er sich darüber, dass er Studenten wie Harley Frasier mitnehmen durfte.

Sie war sechsundzwanzig, hübsch, hatte honigblonde Haare und ihr Gesicht war von einer geradezu klassischen Harmonie. Ihren großen, grünen Augen schien nichts zu entgehen. Sie war zudem kompetent und talentiert und besaß einen laserscharfen Verstand. Außerdem hatte sie Humor und das bezauberndste Lachen, das er je gehört hatte.

Von den fünf Absolventen seines Fachgebiets war sie zweifellos sein Liebling. Oft kam er sich bei ihr vor wie ein großväterlicher Mentor – und diese Vorstellung gefiel ihm, denn er hatte weder Frau noch eigene Kinder. Das war nicht immer so geplant gewesen … aber hätte sich die Gelegenheit ergeben, Vater zu werden, wäre er froh und stolz gewesen, jemanden wie Harley zur Enkelin zu haben.

Vielleicht war ihr enges Verhältnis seltsam, denn von seinen fünf Assistenten war sie die Einzige, die Ägyptologie nur als Nebenfach studierte.

Doch Harley war wegen ihres Fachwissens dabei, und weil sie später auf dem Gebiet der Kriminalpsychologie und der Forensik arbeiten wollte. Henry war nun schon seit fast zehn Jahren auf der Suche nach dem Grab von Amunmose. In diesen zehn Jahren hatte er immer mehr Hinweise gefunden und war dabei auch auf viele andere alte Grabstätten und – schätze gestoßen. So kam es, dass er nun ständig mit irgendwelchen Ausgrabungen beschäftigt war. Doch sein eigentliches Interesse galt immer noch der Entdeckung Amunmoses.

Viele andere vor ihm hatten schon nach dem Grab gesucht.

Manche waren während ihrer Suche sogar verschwunden oder verstorben.

Es gab Hinweise darauf, dass Amunmose ermordet worden war. Als Kriminologiestudentin war Harley deshalb perfekt geeignet, um alle Indizien zu finden, die bei dem Begräbnis hinterlassen worden waren.

„Ich glaube, wir sind für heute fertig und packen jetzt zusammen. Wir wollen zum Essen ins Dorf fahren. Sie sollten mitkommen, das würde Ihnen guttun“, sagte Harley.

„Nächstes Mal, Harley“, versprach er ihr. „Hier gibt es noch so viel zu tun und anzusehen!“

Anfang der Woche hatten sie das geheime Grab des Amunmoses endlich entdeckt und seitdem schwebte Henry Tomlinson natürlich im siebten Himmel. Sein Traum hatte sich endlich erfüllt und seine Fantasie war wahr geworden – es war die Vollendung seines Lebenswerks.

„Ja! Sie haben es geschafft, Dr. Tomlinson.“

„Das habe ich, nicht wahr?“

Die Entdeckung Amunmoses war der wichtigste archäologische Fund der letzten Jahre, und es war seine Entdeckung. Selbst jetzt, am Ende eines anstrengenden Tages – und obwohl er die Gesellschaft seiner jungen Mitarbeiter durchaus genoss – war er zu fasziniert, um einfach Feierabend zu machen. Es gab noch etwa ein Dutzend Särge zu untersuchen, einer vermutlich der von Amunmoses selbst. Es gab so viel zu analysieren und so viel zu beschreiben! Außerdem gab es auch noch die Särge, die beim Einsturz der Grabkammer beschädigt worden waren. Manche waren zersplittert und enthüllten deshalb ihre Mumien. Henry Tomlinson war neugierig, was er herausfinden würde, bevor die Mumien verpackt und für den Transport nach Kairo vorbereitet wurden.

Das Ganze war einfach monumental.

„Dr. Tomlinson, Sie haben so hart gearbeitet. Sie sollten ein bisschen feiern. Sie sind wie Carter damals mit Tutanchamun. Ist Ihnen das überhaupt klar?“

„Ach, Unsinn“, widersprach Henry und schüttelte den Kopf. „Ihr Vorschlag klingt verlockend, aber ich kann hier nicht weg. Das sind so unglaubliche Schätze!“ Er deutete auf den beschädigten Sarg. „Dieser Mensch hier, Harley. Es sieht fast so aus, als wäre er lebendig begraben worden. Als hätte er geschrien, während er eingewickelt wurde.“

In diesem Moment steckte Jensen Morrow, auch einer seiner Studenten, den Kopf durch die Zeltklappe.

„Sie sollten nicht mit dem Gruselzeugs hier allein bleiben, wenn Sie stattdessen mit coolen Kids wie uns abhängen können“, mischte er sich ein.

Alle lachten. Jensen war ein gut aussehender, dunkelhaariger junger Mann, der sein Studienfach liebte.

„Klingt verlockend“, wiederholte Henry. „Aber ich bleibe trotzdem hier.“

Jensen zog die Augenbrauen hoch und wandte sich an Harley. „Dann bleiben wohl nur wir zwei übrig, denn Belinda Gray wartet auf einen Video-Chat mit ihrem Verlobten, der im Irak stationiert ist, und Roger Eastman hat einem der Techniker versprochen, ihm bei irgendwelchem Computerkram zu helfen. Es scheint, als hätte er Informationen von irgendeiner Rebellengruppe abgefangen. Joe Rosello arbeitet gerade mit dieser hübschen Ägypterin, unserer Dolmetscherin, und lernt etwas über Flaschenzüge.“

„Flaschenzüge? Schon klar!“, bemerkte Harley grinsend.

Irgendwann ließen Harley und Jensen ihn endlich allein.

Dr. Henry Tomlinson richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die unbekannte Mumie #1. Viele Pharaonen und Mitglieder des Königshauses teilten ihr Grab mit Unbekannten … mit Dienern, die sie im nächsten Leben benötigten.

Fast der gesamte Sargdeckel war aufgerissen. Henry hatte gerade tatsächlich das Gefühl, als stünde er vor der Kulisse eines Horrorstreifens. Es sah wirklich so aus, als wäre der Mann bei lebendigem Leibe eingewickelt worden, sein Mund war zu einem stummen Schrei verzerrt.

Konnte diese Mumie nicht vielleicht Amunmose selbst sein? fragte er sich. Das Grab des Mannes war schließlich noch nicht identifiziert worden.

Doch es war unprofessionell, voreilige Schlüsse zu ziehen. Die Röntgenaufnahmen würden ihnen das Innere zeigen und damit vermutlich Aufschluss darüber geben, ob die Ursache des verzerrten Gesichts im Sterbeprozess lag oder ob der Mann wirklich bei lebendigem Leib eingewickelt worden war.

Es konnte nicht Amunmose sein, dachte Henry dann. Denn sie hatten einen Sarg in einer inneren Grabkammer gefunden, ganz versteckt in einer Nische – genau, wie es überliefert worden war.

Die Zeltklappe öffnete sich erneut.

Als Henry sich umsah, entdeckte er Ned Richter, eine Führungskraft von Alchemy.

Er lächelte, und das zu Recht, denn es war ein fantastischer Tag gewesen.

„Hey“, erwiderte Henry. Er mochte Ned Richter. Dieser war zwar kein Ägyptologe, aber er war wissbegierig und sprang jederzeit ein, wenn zusätzliche Arbeitskraft gebraucht wurde.

Richters Frau Vivian hingegen mochte er weniger. Sie war auch Ägyptologin – jedenfalls hielt sie sich dafür, dachte er verächtlich. Angeblich hatte sie ihren Abschluss an der Brown gemacht, aber sie war eine echte Nervensäge.

Sie tat gern so, als wüsste sie, wovon sie redete, doch das war selten der Fall.

„Ich wollte nur einmal nach Ihnen sehen!“, erklärte Richter.

Henry hörte nun Vivian hinter ihrem Mann. „Sag ihm, er soll mit uns kommen. Wir holen uns etwas zu essen und zu trinken.“

„Hey, Viv!“, rief Henry. „Ich brauche nichts. Ich arbeite lieber noch, und ein paar meiner Studenten bringen mir bestimmt etwas zu essen mit. Wir sehen uns dann morgen“, meinte Henry.

Na endlich!

Doch er hatte sich kaum umgedreht, da öffnete sich die Zeltklappe erneut.

Dieses Mal war es Arlo Hampton, ein eigens von Alchemy angeheuerter Ägyptologe, der deren Investition überwachen sollte.

Arlo war jung, groß und ein bisschen schlaksig. Er trug lieber eine dicke Brille als Kontaktlinsen. Sein Glück, dass Nerds gerade in waren, denn er war zweifellos einer. Aber ein netter, aufgeschlossener Nerd. Er liebte Ägyptologie, doch er war nicht eingebildet oder glaubte, alles besser zu wissen.

„Ich wusste, dass Sie mit den Schätzen allein sein wollen, wie die Made im Speck!“, meinte Arlo aufgekratzt. „Ich wollte mich nur vergewissern, dass es Ihnen gut geht.“

„Mir geht es blendend. Falls Sie mir Gesellschaft leisten wollen …“

„Ich bin erledigt, Henry. Ich werde mit den anderen ein Sandwich essen, wenn Harley und Jensen zurück sind, und mich dann sofort aufs Ohr hauen.“

„Alles ist gut, Arlo. Machen Sie sich einfach einen schönen Abend. Sie haben heute hart gearbeitet und ich bin eben ein alter besessener Mann. Verschwinden Sie schon!“

Arlo lächelte und hob die Hände. „Bin ja schon weg!“

Endlich war er allein.

Henry ging zurück zu seinem Schreibtisch, um seine Notizen für die geplante Ausstellung, die eines Tages stattfinden sollte, in ein Aufnahmegerät zu diktieren. Doch nach kurzer Zeit verstummte er. Er meinte, eine Bewegung im Zelt gehört zu haben.

Er sah sich um. Nichts. Alles unverändert.

Henry schüttelte...



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